Hallo,
warum bekommen oftmals Nadelbäume im Bestand viel später die Fähigkeit, Zapfen zu tragen?
manchmal steht in Beschreibungen, daß Baumart X solitär mit 30 Jahren erstmals Zapfen trägt, im Bestand aber erst ab 50 oder 70 Jahren.
Danke für eine Antwort!
Nadelbaum-Frage
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Raimond Mesenbrink
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Hallo Omorika,
bei den Waldbäumen nennt man die Fähigkeiten, Blüten oder Samen zu bilden Blühbarkeit oder Mannbarkeit. Das gilt nicht nur für Nadelgehölze sondern auch für Laubbäume. Der Zeitpunkt wann ein Baum in die generative Phase eintritt, ist sehr variabel und artspezifisch
Dieses Verhalten hängt von Standortfaktoren wie Licht, Ernährung, Pflanzendichte, evtl. Klima, etc. ab. Bäume im Bestand haben erst mal das Bestreben möglichst hoch zu wachsen, um möglichst viel Licht zu bekommen. Dazu kommt noch der ständige Existenzkampf um Nährstoffe und Wasser.
Solitärbäume hingegen haben in der Regel ausreichend, Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe sowie evtl. ein günstiges Kleinklima. Sie müssen also nicht soviel Energie aufwenden wie ein Baum im Bestand. Weil der einzelne Baum bessere Bedingungen hat, kann er auch früher für Nachkommen sorgen.
Beispiele Mannbarkeit:
Abies alba im Bestand 60-80 Jahre, im Freistand 50-60 Jahre
Larix decidua im Bestand 30-50 Jahre, im Freistand 15-30 Jahre
Alnus glutinosa, incana im Bestand, 20-30 Jahre im Freistand 10-15 Jahre
Populus alba ca. 10 Jahre im Bestand, unter 10 Jahre im Freistand
Viele Grüße aus Trier
Raimond Mesenbrink
bei den Waldbäumen nennt man die Fähigkeiten, Blüten oder Samen zu bilden Blühbarkeit oder Mannbarkeit. Das gilt nicht nur für Nadelgehölze sondern auch für Laubbäume. Der Zeitpunkt wann ein Baum in die generative Phase eintritt, ist sehr variabel und artspezifisch
Dieses Verhalten hängt von Standortfaktoren wie Licht, Ernährung, Pflanzendichte, evtl. Klima, etc. ab. Bäume im Bestand haben erst mal das Bestreben möglichst hoch zu wachsen, um möglichst viel Licht zu bekommen. Dazu kommt noch der ständige Existenzkampf um Nährstoffe und Wasser.
Solitärbäume hingegen haben in der Regel ausreichend, Platz, Licht, Wasser und Nährstoffe sowie evtl. ein günstiges Kleinklima. Sie müssen also nicht soviel Energie aufwenden wie ein Baum im Bestand. Weil der einzelne Baum bessere Bedingungen hat, kann er auch früher für Nachkommen sorgen.
Beispiele Mannbarkeit:
Abies alba im Bestand 60-80 Jahre, im Freistand 50-60 Jahre
Larix decidua im Bestand 30-50 Jahre, im Freistand 15-30 Jahre
Alnus glutinosa, incana im Bestand, 20-30 Jahre im Freistand 10-15 Jahre
Populus alba ca. 10 Jahre im Bestand, unter 10 Jahre im Freistand
Viele Grüße aus Trier
Raimond Mesenbrink