Hallo Schmusi,
du nervst überhaupt nicht

, hatte gestern abend leider keine Zeit mehr zum antworten.
Die Länge der Dornen kann sehr unterschiedlich ausfallen. Das hängt von verschiedenen Standortfaktoren wie Bodenverhältnisse, Belichtung, Nährstoff- und Wasserversorgung ab.
Und dann kann man auch noch differenzieren, ob ein Baum unter natürlichen Bedingungen gewachsen ist, oder ob er in eine Form gezwungen wurde. Als Faustregel gilt: Starker Rückschnitt verursacht starken Neuaustrieb. Deinen Baum hast du im Herbst abgesägt, wahrscheinlich zu einem Zeitpunkt, wo er schon viele Assimilate in der Wurzel gespeichert hatte für das kommende Jahr. Aber als er im Frühjahr dann austrieb, war nur noch ein kümmerlich Rest des ehemaligen Baumes vorhanden, aber noch jede Menge Assimilate in der Wurzel. Die hat der Baum dann eingesetzt, um seinen Kronenverlust wieder auszugleichen. Es entstand ein sehr kräftiger Austrieb, mit dann auch entsprechend kräftigen Dornen. Und ein Dorn ist im Grunde nichts anders als ein durch Umwandlung entstandenes, starres spitzes Gebilde aus einem Zweig.
Wenn man sich mal verwilderte Streuobstwiesen mit Apfelbäumen anschaut, sieht man auch häufig am Stammfuß oder in Stammnähe solche dornigen Triebe. Diese stammen dann vom Wildapfel.
Der Feuerdorn ist zwar ein "unangenehmer" und zumindest bei den Gärtnern die ihn schneiden müssen, äußerst unbeliebter Strauch, aber seine Dornen sind im Vergleich zu manch anderem Baum geradezu mickrig. Klicke bitte mal
hier
In Krefeld findest du bestimmt in Parkanlagen oder auf Friedhöfen eine ältere Gleditsia. An der wirst du mit Sicherheit noch größere Dornen finden als hier abgebildet.
Viele Grüße aus Trier
Raimond Mesenbrink