Schäden durch Wurzelwerk von Douglasie?

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maekja
Beiträge: 3
Registriert: 07 Nov 2005, 16:19

Schäden durch Wurzelwerk von Douglasie?

Beitrag von maekja »

Hallo,
wir haben folgendes Problem:
Zwischen der Garage und dem Haus meiner Großeltern steht eine etwa 10m hohe Douglasie. Der Abstand zur Garagenwand beträgt etwa 1m zum Wohngebäuder ca. 2,50m.
Die Frage ist ob das Wurzelwerk eine Gefahr für die Garage oder das Wohnhaus darstellt und der Baum deshalb entfernt werden muss.
Ansonsten ist der Baum völlig gesund und es sind bisher keine Schäden aufgetreten.
Wer kann und weiterhelfen?
Gruß Maekja

Raimond Mesenbrink
Beiträge: 918
Registriert: 22 Okt 2005, 16:01
Wohnort: Trier
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Beitrag von Raimond Mesenbrink »

Hallo Maekja,

zur Zeit wird diese Douglasie wahrscheinlich noch keinen Schaden an den Gebäuden anrichten können. Dazu dürften die Wurzeln noch zu schwach sein. (Aber man weiß nie, was sie im Boden treiben) Probleme könnte es aber mit unterirdisch verlegten Gas- oder Wasserleitungen (Leitungsplan gibts beim örtlichen Versorger) geben, wenn in diesem Bereich vorhanden. Die Wurzeln können die Leitungen unterwachsen, durch Windbewegungen, die sich von der Krone zu den Wurzeln übertragen, wird dann ständig an den Leitungen "gezerrt". Dadurch kann es an Verbindungen zu Undichtigkeiten kommen. Ein Einwachsen der Wurzeln in Abwasserleitungen ist auch nicht ausgeschlossen. Die Douglasie besitzt ein Herzwurzelsystem, d. h. sie bildet starke Haltewurzeln nach unten und zur Seite aus. Die Wurzeln wachsen ca. 1-2 m tief. Bei durchlässigen Böden tiefer, bei tonigen, dichten Böden weniger tief.
Da der Baum doch ziemlich dicht an den Gebäuden steht und noch lange nicht ausgewachsen ist (Endhöhe in unseren Breiten ca. 30-50 m bei einer Breite von ca. 15 m), würde ich ihn eher jetzt entfernen. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur sagen: je länger man den Baum wachsen lässt, um so schwieriger und teurer wird es, ihn zu fällen.
Um ganz sicher zu gehen, kannst du dich ja mal an einen örtlichen Garten- und Landschaftsbaubetrieb wenden. (Anschauen kostet i. d. R. nichts)

Grüße aus Trier

Raimond Mesenbrink

maekja
Beiträge: 3
Registriert: 07 Nov 2005, 16:19

Vielen Dank

Beitrag von maekja »

Lieber Raimond,
vielen Dank für die fachgerechte und umfassende Antwort. Meine Großeltern werden den Baum - wenn es ihnen auch sehr schwer fällt - rechtzeitig fällen, bevor er zu groß ist.
Und außerdem nochmals Danke - du hast meinem Opa (85) gezeigt, dass man im Internet die Informationen bekommen kann, die man sucht. Er steht dem Medium immer noch etwas kritisch gegenüber :wink:
Aber der PC ist ja auch ganz neu...
Viele Grüße aus Winnweiler (nähe Kaiserslautern)
Maekja

biloba
Beiträge: 1786
Registriert: 07 Nov 2005, 10:38
Wohnort: Gera

Beitrag von biloba »

Hallo Maekja,

je eher ihr den Baum fällt, desto besser ist es. Denn je größer und prächtiger ein Baum ist, desto lauter kann der Amtsschimmel wg. Baumschutzsatzung (Ersatzpflanzungen...) wiehern. Kommt drauf an, wie das bei euch geregelt ist.

maekja
Beiträge: 3
Registriert: 07 Nov 2005, 16:19

Beitrag von maekja »

Hi,
ich habe mir den Baum jetzt nochmal perönlich angesehen, er ist erst ca. 5-6 Meter hoch (mein Großvater hat sich da wohl etwas verschätzt) und der Stamm vielleicht 10 bis max. 15 cm im Durchmesser. Meine Großeltern wollen vielleicht ein Stück als Weihnachtsbaum in diesem oder nächsten Jahr verwenden, dann hat das Fällen wenigstens einen Sinn...

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