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Verfasst: 02 Mai 2008, 21:40
von Taxus
Die Geburt (oder Entdeckung) einer neuen Variante. Hast Du schon einen Namen für Dein Kind?
Stecklinge gehen fast zu 100% kurz vor dem Austrieb genommen, natürlich unter gespannter Luft, d.h. Haube mit Befeuchtung.
LG Uli
Verfasst: 02 Mai 2008, 21:53
von Cryptomeria
Gratuliere Ben! Das sieht gut aus.
Über die Panaschierung reden wir später, wenn die Pflanze größer ist.
Viele Grüße nach Gießen
Wolfgang
Verfasst: 04 Mai 2008, 14:54
von bensen
hi,
über einen Namen hab ich mir bis jetzt noch keine Gedanken gemacht. Wollte erst einmal abwarten wie sich die Pflanze entwickelt und ob sie stabil ist. Vielleicht werd ich sie nach meinem Professor benennen auf dessen Exkursion ich den Sport entdeckt habe. Bin für Vorschläge aber offen ...
Viele Grüße Ben
Verfasst: 04 Mai 2008, 18:06
von Cryptomeria
Wie schon gesagt. Lass sie erst einmal ein bisschen größer werden, dann vergleichen wir und dann kannst , falls du eine neue Sorte hast, diese benennen.
Viele Grüße
Wolfgang
Verfasst: 14 Mai 2008, 09:54
von bensen
Hi,
hier nun mal wieder ein kleines Update... die Veredelung hat sich gut entwickelt und man kann jetzt deutlich die Panaschierung erkennen. Zum Vergleich hab ich noch 2 Bilder von anderen gelb-bunten Formen aus dem Botanischen Garten Marburg mit angehängt. Beide haben aber nur im äußeren Bereich gelbe Streifen bzw. Ränder.
Gruß Bens
Verfasst: 14 Mai 2008, 16:02
von Cryptomeria
Sieht attraktiv aus. Man muss später einmal sehen, wie hoch der Grün - und Weißanteil wird. Wenn die ganze Pflanze diese fast 2 Teilung der Nadel behält.Super.
Viele Grüße
Wolfgang
Verfasst: 14 Mai 2008, 16:41
von bensen
hi Wolfgang,
ich denke, dass das mit dem Verhhältnis von Grün und Weiß mal ein Problem werden könnte. Nach ein wenig Lektüre über Chimären/Panaschierung glaube ich, dass es sich bei dieser Form um eine Sektorialchimäre handelt, bei der ein gewisser Prozentsatz des Sprosses mutiert ist ( im Gegensatz zur Periklinal- oder "Schicht"chimäre, bei der eine der 3 Blattzelllagen mutiert ist) d.h. dass die Färbung jedes Blattes davon abhängt in welchem Bereich des Sprosses es entspringt und welche Zellen zur Bildung des Blattes beitragen.
Wenn man also nicht eingreift werden sich irgendwann die weißen und grünen Abschnitte entmischen, da jede Achselknospe die gleiche Grün-Weiß-Verteilung wie ihr "Tragblatt" hat. So werden Triebe aus Achselknospen eines weißen Blattes weiß und Triebe von grünen Blättern grün.
Wahrscheinlich kann man so diese Form nur über gezielten Schnitt erhalten, was aber einem guten Wuchs entgegenläuft...
Viele Grüße
ben
Verfasst: 14 Mai 2008, 18:08
von Cryptomeria
Ich bin auch deiner Meinung und glaube auch , dass man hier gezielt schneiden muss.Aber das wäre zunächst eine Möglichkeit und dann könnte man vielleicht versuchen weiter zu veredeln. Vielleicht erhält man evtl. so auch eine stabile Form. Ich habe aber hier zu wenig Erfahrung um Genaueres vorher zu sagen. Das Abwarten ist doch auch sehr spannend.
Das Wichtigste wäre für mich zunächst , dass diese Veredlung überlebt und wächst. Alles andere ergibt sich später. Der Botaniker hat Geduld.
Viele Grüße
Wolfgang
Verfasst: 09 Sep 2014, 00:25
von Andreas75
Hallo!
Habe gerade bei Tante Goo nach Eibenveredlung gesucht und bin gleich über den ersten Bildlink hier gelandet.
Was ist denn aus der Veredlung geworden? Müsste ja inzwischen eine feine Pflanze sein.
Ich habe nach Eibenveredlung gesucht, weil wir am Sonntag, vorgestern, im Affen- und Vogelpark Eckenhagen waren. Dort am Spielplatz steht eine strauchförmige Eibensorte, die ich noch nie vorher sah.
In der zweizeiligen Benadelung relativ ähnlich 'Amersfoort', die Nadeln nur etwas gestreckter, aber ebenfalls sehr klein, und mit gelb gerandetem diesjährigem Trieb.
Obwohl keine Früchte dran waren, vermute ich die Sorte als weiblich, denn nahebei am WC- Häuschen stand dieselbe Sorte in reingrün- triebig und mit Früchten dran.
Ja, habe da zwei Triebe abgezwackt (mehr habe ich mich bei dem reichlichen Publikumsansturm nicht getraut) und wollte da eigentlich Stecklinge draus machen, aber die Zeit ist ja wohl schon um- so will ich veredeln, das könnte bis Oktober/ November wohl noch klappen.
Wir haben einige Eibensämlinge unter Fichten und Co zu stehen, so dass ich die direkt freiland- veredeln will.
Re: weiß-grüne Eibe
Verfasst: 27 Sep 2020, 14:19
von Variegation
Hallo
Hier ein foto einer Sämlingsselektion einer weißbunten Eibe, die ca. 7-8 Jahre alt ist.
Der Mutterbaum ist wahrscheinlich eine *tax us baccta x media hicksii " während der Sämling om Gegensatz zum Mutterbaum nicht aufrecht kompakt sondern säulenförmig ist.
Grüße