LCV hat geschrieben: ↑09 Okt 2020, 22:26
AndreasG. hat geschrieben: ↑09 Okt 2020, 22:21
Bluthänfling? Also nee, das geht gar nicht. Das Rebhuhn hat es viel mehr verdient.
Feinschmecker?
Also ich habe den Rotmilan gewählt (kann man nicht essen

).
Mich wundert, dass Sperlinge unter bald gefährdet laufen.
Bei Lerchen, die ja am Boden brüten, kann man das nachvollziehen. Da gibt es
Räuber und landwirtschaftliche Geräte, die den Bestand dezimieren.
Der Eisvogel ist aber nicht gefährdet. Und mein Lieblingsvogel, Blauracke,
ist nicht dabei
Rotmilan kann ich auch gut nachvollziehen, der ist in meiner Region ja noch recht häufig, nicht aber in ganz Bayern, schon gar nicht in ganz Deutschland.
Leider ist er
immer stärker gefährdet durch Störungen der Brutplätze durch lärmenden Tourismus, Holzeinschlag (trotz des Schutzstatus, der das während der Brutzeit im Umkreis verbietet) und bei uns auch ganz immens durch den Bau von Windkraftanlagen mitten in den bekannten Brutgebieten (streng genommen gar nicht genehmigungsfähig).
Na wenigstens konnte der LBV jetzt nach langem Ringen durchsetzten, dass bei uns während der Brutzeit solche Windräder abgeschaltet werden müssen.
In der Vergangenheit wurde dagegen häufig sogar durch vorgezogene Mahd unter den Windrädern (ist illegal, darf erst nach der Mahd im Umkreis erfolgen) zudem durch Ablagern von Mähgut, Reisig Kompost und ähnlichem eine Situation geschaffen, die Nager und damit den Milan direkt in diese Gefahrenzone lockt.
Die
Blauracke gilt inzwischen in Deutschland als
ausgestorben, Als Durchzieher wird die Art im Rheindelta und den angrenzenden Riedgebieten noch gelegentlich beobachtet.
Ähnliches gilt für den ganzen Norden Mitteleuropas, nur im Süden hält sie sich noch in Italien, Frankreich, Spanien, Rumänien, Ungarn, Ukraine, Türkei und Zypern.
Aber auch in Portugal, Polen, Estland, Litauen verschwinden die Brutpaare rasant und sogar in Ungarn und der Türkei gibt es starke Bestandsrückgänge.
Die
Bestände des
Rebhuhn sind so
stark eingebrochen, dass junge Leute wohl kaum im Leben in freier Wildbahn jemals eines gesehen haben und wohl auch nicht mehr zu sehen bekommen werden.
Schon gar nicht in den Genuss eines gefüllten, gebratenen Rebhuhns mehr kommen können, in meiner Jugend eine "normale" Sonntagsspeise.
Dabei waren
Rebhühner, Lerchen oder Goldammern mal mit die häufigsten Vögel der Feldflur!
Dass
Sperlinge und einige andere Arten, eben auch der
Bluthänfling unter
bald gefährdet laufen, sollte uns zu denken geben.
Die Bestandsrückgänge fallen bei den häufigen Arten eben nicht sofort auf, aber einen Haussperling kann ich hier auf dem Land schon seit Jahren nicht mehr am Winterfutterplatz beobachten.
Auch die Bestände des
Eisvogels sind
regional durch fehlgeleitete wasserbauliche Maßnahmen
rückläufig.
Wenn steile Auswaschungen und hohe lehmige Uferböschungen (im Sommer oberhalb der Wasserlinie) verschwinden, dann finden z. B.
Uferschwalben aber auch der
Eisvogel keine Nistplätze mehr. Bei uns sehe ich den
Eisvogel nur noch ganz
selten und
Uferschwalben sind
seit Jahrzehnten weg. In den Fließgewässern sind auch die früher zahlreichen
Fische und das sonstige
Wassergetier fast völlig
verschwunden.
LG Spinnich
