Blutbuche / Buche / Heckenpflanzen / Baum

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Jensundchristiane
Beiträge: 3
Registriert: 24 Okt 2007, 12:13

Blutbuche / Buche / Heckenpflanzen / Baum

Beitrag von Jensundchristiane »

Hallo zusammen!
Ich habe eine Frage: Kann ich aus einem normalen Setzling für eine Buchenhecke einen Baum ziehen? Konkret: Ich möchte für meine Tochter eine Blutbuche pflanzen, habe eine Heckenpflanze, die genau so alt ist wie meine Tochter. Kann ich diese nun so beschneiden, dass ein richtiger Baum mit Stamm rauskommt? Oder einfach wachsen lassen? Sind Heckenpflanzen eine besondere Züchrung oder "normale" Bäume. Ihr seht ich bin ein Neuling ohne viel Erfahrung in diesem Bereich, freue mich aber umso mehr auf Antworten! :)

Grüße, Jens.

Chubby
Beiträge: 138
Registriert: 27 Sep 2007, 17:37
Wohnort: Kassel

Beitrag von Chubby »

Hm, du bringst da ziemlich viel in einen Topf. Eine Blutbuche ist lediglich eine rotblättrige Form der Fagus sylvatica, also der gemeinen Buche. Eine Hainbuche ist nicht näher mit Dieser verwand, hat aber gewisse Ähnlichkeiten. Das Holz ist hier heller, sie hat keine Bucheckern usw. Dafür neigt sie aber zu Stockausschlag und ist deshalb gut für Heckenanpflanzungen zu verwenden. Außerdem verträgt sie auch starke Rückschnitte.

Du kannst sie daher normal wachsen lassen und bei Bedarf etwas zurechtschnippeln.

Schöne Grüße, Chubby

Kadl
Beiträge: 476
Registriert: 22 Mai 2007, 20:05
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Beitrag von Kadl »

Chubby hat geschrieben:...Eine Blutbuche ist lediglich eine rotblättrige Form der Fagus sylvatica, also der gemeinen Buche. Eine Hainbuche ist nicht näher mit Dieser verwand, hat aber gewisse Ähnlichkeiten...
Ich bin mir nicht sicher, ob Jens wirklich eine Hainbuche hat. Ich glaube eher, er hat eine Blutbuche, die ursprünglich zum anlegen einer Hecke gedacht war?! Zumindest lese ich das aus dem Text heraus. Beide dürfte man aber auch zum Baum heranwachsen lassen können, wenn man sie eben lässt und nicht bescheidet. Habe jedenfalls noch nichts gegenteiliges gehört.

Ob sich dabei allerdings ein Hauptstamm bildet oder sich die Pflanze schon ziemlich früh in mehere Stämme verzweigt, hängt wohl auch von der Wuchsform ab, die die Pflanze jetzt hat.

mfg

kadl
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Albert Einstein)

Chubby
Beiträge: 138
Registriert: 27 Sep 2007, 17:37
Wohnort: Kassel

Beitrag von Chubby »

Könnte sein, dass Jens es so meint. Ich jedenfalls habe es aber so verstanden, dass er zwar (grüne ?) Heckenpflanzen hat, aber nicht genau weiß ob daraus ein Baum werden könnte. Daher möchte er eine Rotbuche pflanzen. Na warten wir es mal ab :-)

Kadl
Beiträge: 476
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Wohnort: Regensburg

Beitrag von Kadl »

Hm, kann man auch so sehn, stimmt. Aber da kann uns wohl wirklich nur Jens aufklären...

also abwarten und Tee trinken. 8)
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Jensundchristiane
Beiträge: 3
Registriert: 24 Okt 2007, 12:13

Beitrag von Jensundchristiane »

Hallo,

vielen Dank für die schnelle und gute Info. Es ist eine Blutbuche, die mir als Heckenpflanze verkauft worden ist (den lateinischen Namen weiß ich leider nicht mehr). Da Sie sehr kräftig und mit großem Ballen war habe ich sie direkt als Solitär geplanzt. Ich habe nun verstanden, das ich, wenn die Wuchsform es zulässt, die Pflanze auch als Baum wachsen lassen kann. Sind die in Baumschulen verkauften Blutbuchen also schön gerade gewachsene "Heckenpflanzen" oder werden diese gesondert gezüchtet?

Grüße,
Jens.

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stefan
Moderator
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Beitrag von stefan »

Hallo Jens,
Bäume wachsen natürlicherweise mit einem Stamm, verzweigen sich erst ein Stück oberhalb des Bodens und haben ihr Hautpwachstum an der Spitze.
Sträucher wachsen vom Boden an normalerweise mehrstämmig und neigen auch immer zur seitlichen Verzweigung und Neuaustrieben von der Basis.
Deshalb verwendet man als "Standard"-Heckenpflanzen überwiegend Sträucher.
Wenn Du eine Rotbuche (und die Blutbuche ist nur eine dunkellaubige Form der Rotbuche) als Heckenpflanze verwenden willst, mußt Du (bzw. der Gärtner, der sie Dir verkauft) kappen und auf diese Weise zur Verzweigung zwingen.
Deine Blutbuche sollte also - wenn sie ein Baum werden soll - am besten noch ihre Spitze haben. Wenn nicht solltest Du vielleicht einen geeigneten Zweig mit einem Stab als "Ersatz"-Spitze leiten.
Bei der Jungpflanze vorhandene tiefere Seitentriebe - die für die Hecke wichtig sind - werden im Laufe der Zeit beim Baumwachstum absterben und so für den astfreien Stamm sorgen, oder Du kannst sie auch nach und nach von unten her abschneiden, um die Stammentwicklung zu beschleunigen.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)


https://baum-des-tages.blogspot.de/

seba79
Beiträge: 103
Registriert: 17 Feb 2007, 04:16

Beitrag von seba79 »

hallo!

könnte mir jemand erklären, wann und wie man von buchen stecklinge schneidet und zum anwurzeln bringt oder hat jemand zufällig nen guten link zum thema oder so?
danke im voraus.

tormi
Moderator
Beiträge: 5728
Registriert: 07 Feb 2007, 19:42
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

Beitrag von tormi »

Hallo,
am besten sind Stecklinge von jungen Mutterpflanzen (2-4 Jahre alt) sofort nach dem Austrieb (Mai-Juni) zu entnehmen und zu stecken. Die Kopf- und Teistecklinge sollten an der Basis seitlich verwundet und mit einem Bewurzelungsfördernden Mittel behandelt werden. Das Substrat sollte aus gleichen Teilen an Torf und Sand bestehen.
Im allgemeinen ist die Buche aber schwierig zu bewurzeln. Es ist einfacher sie auszusäen.
LG Nalis

Jensundchristiane
Beiträge: 3
Registriert: 24 Okt 2007, 12:13

Danke!

Beitrag von Jensundchristiane »

Vielen Dank für die Antworten, besonders an Stefan. Das war eigentlich gebau die Erklärung die ich suchte!

Grüße,
Jens.

seba79
Beiträge: 103
Registriert: 17 Feb 2007, 04:16

Beitrag von seba79 »

danke für die Antwort, tormi!

Werde dann wohl doch lieber auf die klassische Aussaat setzen ;)

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