Asiatische Riesenhornisse, mögliche Fressfeinde und ökologische Folgen??
Verfasst: 16 Sep 2020, 00:53
Moin an alle Insekten Interessierte,
Nachdem sich seit einiger Zeit die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die wohl 2005 in Frankreich eingeschleppt worden war, in Deutschland ausbreitet und immer mehr Imker Alarm schlagen, kamen auch immer mehr Berichte in den Nachrichten, welche jedoch meist die entschieden größere asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) zeigten, die über die Gefahren dieser "invasiven" Tierart aufklären wollten. Quintessenz: Bildet größere Staaten, ist aggressiver zu Honigbienen und Imkern könnten Verluste drohen, wenn sie nicht aufpassen, ist nicht giftiger oder tödlicher als die heimische Hornisse (Vespa crabro) und ist wohl auch für das Ökosystem nicht schlimm, da sie zierlicher als die heimische Hornisse ist und deswegen diese auch nur bedingt überwältigen kann.
Also quasi eine Bereicherung der Artenvielfalt ohne Schädigung heimischer Arten und eine neue Bürde für die Imker mit ihren Zuchtrassen, soweit, so gut.
Doch im letzten Jahr kam es zu einer erstaunlichen Entdeckung, die viel größere Folgen auch für das heimische Ökosystem haben könnte, wenn es hier geschähe. In den USA/Kanada wurden im gemäßigten Klima Individuen der Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia) aufgefunden und über eine mögliche Etablierung der Art in diesen Ländern spekuliert. Die Asiatische Riesenhornisse ist zwei mal so groß wie die heimische Hornisse, kann daher viel mehr Insekten überwältigen und ist dafür berüchtigt, koordinierte Massenangriffe zu starten und ganze Staaten von Wespen oder Bienen auszulöschen. Für die Imker wäre eine Einschleppung eine kapitale Katastrophe, fürchten sie sich doch um ihre Einnahmequelle, welche als Zuchtbiene im Gegensatz zur östlichen Honigbiene, kaum einen Abwehrmechanismus besitzt, um einen solchen Angriff zu überleben.
Doch während ein Ende der Imkerei für die heimischen Arten vielleicht nicht wirklich ein Problem darstellt, ist doch auch die Frage, wie sich eine Einschleppung der Vespa mandarinia auf eben jene auswirken würde. Würde es Arten bedrohen? Wird die Hornisse die Artenzusammensetzung verändern? Oder ist die Hornisse gar von Vorteil, da sie eine unbenutzte Nische besetzt und damit die Artenvielfalt erhöht?
Die Frage, die mich jedoch am meisten beschäftigt ist ihr Einfluss auf die heimische Hornisse (Vespa crabro). Können diese beiden Arten koexistieren oder kommt es zwangsläufig zu einem Konkurrenzausschlussprinzip, bei dem die Crabro den Kürzeren zieht und komplett ausstirbt? Das wäre natürlich schade und sollte nicht eintreten.
Ebenso ist es wichtig, wodurch bei einer Einschleppung dieser Hornisse die Population reguliert werden kann, also welche heimischen Tiere in der Lage wären, Individuen der Asiatischen Riesenhornisse zu erbeuten und zu verwerten. Da die zierliche Crabro keine Chance gegen die Mandarinia hat, wird die Zahl der Fressfeinden unter den Insekten deutlich eingeschränkt, wodurch andere Klassen dies übernehmen müssen. Folgende Arten kommen mir aktuell in den Sinn, welche Chancen hätten, die Riesenhornisse zu überwältigen und zu erbeuten.
- Wespenbussard
- Gottesanbeterin
- Wespenspinnen
- Spitzmäuse
- Frösche?
- Fledermäuse??
Doch was glaubt ihr, was für einen Einfluss hätte die Asiatische Riesenhornisse auf die Natur Deutschlands, welche Tierarten glaubt ihr, können die Hornisse überwältigen und haltet ihr im Extremfall die Einfuhr natürlicher Feinde wie den Schopfwespenbussard oder dem Fächerflügler (Xenos moutoni) für sinnvoll, um die Bestände zu reduzieren, wenn die heimischen Arten versagen?
Gespannte Grüße, Chelterrar.
Nachdem sich seit einiger Zeit die Asiatische Hornisse (Vespa velutina), die wohl 2005 in Frankreich eingeschleppt worden war, in Deutschland ausbreitet und immer mehr Imker Alarm schlagen, kamen auch immer mehr Berichte in den Nachrichten, welche jedoch meist die entschieden größere asiatische Riesenhornisse (Vespa mandarinia) zeigten, die über die Gefahren dieser "invasiven" Tierart aufklären wollten. Quintessenz: Bildet größere Staaten, ist aggressiver zu Honigbienen und Imkern könnten Verluste drohen, wenn sie nicht aufpassen, ist nicht giftiger oder tödlicher als die heimische Hornisse (Vespa crabro) und ist wohl auch für das Ökosystem nicht schlimm, da sie zierlicher als die heimische Hornisse ist und deswegen diese auch nur bedingt überwältigen kann.
Also quasi eine Bereicherung der Artenvielfalt ohne Schädigung heimischer Arten und eine neue Bürde für die Imker mit ihren Zuchtrassen, soweit, so gut.
Doch im letzten Jahr kam es zu einer erstaunlichen Entdeckung, die viel größere Folgen auch für das heimische Ökosystem haben könnte, wenn es hier geschähe. In den USA/Kanada wurden im gemäßigten Klima Individuen der Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia) aufgefunden und über eine mögliche Etablierung der Art in diesen Ländern spekuliert. Die Asiatische Riesenhornisse ist zwei mal so groß wie die heimische Hornisse, kann daher viel mehr Insekten überwältigen und ist dafür berüchtigt, koordinierte Massenangriffe zu starten und ganze Staaten von Wespen oder Bienen auszulöschen. Für die Imker wäre eine Einschleppung eine kapitale Katastrophe, fürchten sie sich doch um ihre Einnahmequelle, welche als Zuchtbiene im Gegensatz zur östlichen Honigbiene, kaum einen Abwehrmechanismus besitzt, um einen solchen Angriff zu überleben.
Doch während ein Ende der Imkerei für die heimischen Arten vielleicht nicht wirklich ein Problem darstellt, ist doch auch die Frage, wie sich eine Einschleppung der Vespa mandarinia auf eben jene auswirken würde. Würde es Arten bedrohen? Wird die Hornisse die Artenzusammensetzung verändern? Oder ist die Hornisse gar von Vorteil, da sie eine unbenutzte Nische besetzt und damit die Artenvielfalt erhöht?
Die Frage, die mich jedoch am meisten beschäftigt ist ihr Einfluss auf die heimische Hornisse (Vespa crabro). Können diese beiden Arten koexistieren oder kommt es zwangsläufig zu einem Konkurrenzausschlussprinzip, bei dem die Crabro den Kürzeren zieht und komplett ausstirbt? Das wäre natürlich schade und sollte nicht eintreten.
Ebenso ist es wichtig, wodurch bei einer Einschleppung dieser Hornisse die Population reguliert werden kann, also welche heimischen Tiere in der Lage wären, Individuen der Asiatischen Riesenhornisse zu erbeuten und zu verwerten. Da die zierliche Crabro keine Chance gegen die Mandarinia hat, wird die Zahl der Fressfeinden unter den Insekten deutlich eingeschränkt, wodurch andere Klassen dies übernehmen müssen. Folgende Arten kommen mir aktuell in den Sinn, welche Chancen hätten, die Riesenhornisse zu überwältigen und zu erbeuten.
- Wespenbussard
- Gottesanbeterin
- Wespenspinnen
- Spitzmäuse
- Frösche?
- Fledermäuse??
Doch was glaubt ihr, was für einen Einfluss hätte die Asiatische Riesenhornisse auf die Natur Deutschlands, welche Tierarten glaubt ihr, können die Hornisse überwältigen und haltet ihr im Extremfall die Einfuhr natürlicher Feinde wie den Schopfwespenbussard oder dem Fächerflügler (Xenos moutoni) für sinnvoll, um die Bestände zu reduzieren, wenn die heimischen Arten versagen?
Gespannte Grüße, Chelterrar.