Hallo,
danke für die Beiträge.
@ Anke:
dann muss ich das noch mal gründlicher nachlesen, wann die Pflanze abstirbt. Denn dann würde ich sie vielleicht jetzt etwas mehr durch die "Wohnung spazieren lassen"- wenn das sowieso nicht von Dauer ist. Bei längerer Abwesenheit muss ich die Pflanzen normalerweise zumindest zum Teil etwas anders zusammenstellen, denn ich bewässere mit einem automatischen System - dafür müssen die Pflanzen aber beweglich bleiben.
@ Spinnich:
diese Seite hatte ich auch gefunden (die Bilder zuerst), sie hat mich ein bisschen wahnsinnig gemacht ... ich finde sie furchtbar unstrukturiert. Ich habe dann ganz unten mir einige Arten angeschaut, wo "Thailand" steht. Man landet dann meistens nur bei Herbar-Bildern, die mir alle nicht passend erschienen.
Deshalb war ich u.a. (zusätzlich vom Fundort) von einer Kulturpflanze ausgegangen.
Diese geflügelten Früchte haben SEHR viele Arten, da wird noch ein wenig nach Größe unterschieden (ist aber alles sehr ähnlich), wie viele Früchte pro Fruchtstand es gibt und wo der Samen innerhalb des Flügels sitzt (mehr oder weniger mittig).
Die gezeigte Art D. oppositifolia kann es m.M. nach nicht sein, weil die Blätter an der
erwachsenen Pflanze (die ich mit meiner erwachsenen P. vergleichen muss) einen etwas anderen Blattspreitengrund hat. Zusätzlich erscheint sie drüsig/samtig/leicht behaarte Blattstiele und Stängel zu haben (bei meiner ist alles glatt). Gut ist aber das Herbarbild von einer jungen Pflanze, da sieht man, wie die Blattform komplett anders ist.
Trotzdem wollte ich dann zur dieser Pflanze (als ich die Bilder zum ersten Mal sah) mehr Informationen haben, aber dann wird es verzwickt.
Sie ist einheimisch vom Himalaya-Gebiet über Indien, Sri Lanka bis Myanmar - aber von Thailand steht da nichts. Wobei Myanmar nicht weit weg ist - aber Himalaya ist ein sehr hochgelegenes Gebiet und auch in Myanmar gibt es kühlerer Bergregionen im Norden, während hier die Pflanze in südlichen küstennahen Volltropen stand.
Zusätzlich gibt es Begriffsverwirrung.
Oft wird mit D. oppositifolia "Chinese Yam" bezeichnet, aber das ist eine falsche Verwendung des Namens (und deshalb kommt die abgebildete Pflanze nicht in der eflora China vor.)
Wenn mit D. oppositifolia "Chinese Yam" gemeint ist, dann ist der korrekte Name D. polystachya (und das ist D. batatas, was ein Synonym davon ist).
Diese Pflanze (D. polystachya = batatas) ist in der eflora China - aber sie passt nicht. Die Blätter bilden deutlichere Lappen aus, was die Kontur konkav werden lässt.
Bulbillen hatte die Mutterpflanze in Thailand nicht (bzw. nicht offensichtlich), ich habe schon mal anderswo D. bulbifera gesehen, die Bulbillen waren sehr auffällig.
Zur Essbarkeit der Bulbillen bei D. bulbifera gibt es sehr unterschiedliche Hinweise.
Keinesfalls sollte man die roh essen !!!
Aber es scheint mehrere Sorten, vielleicht sogar (Unter)arten zu geben, die sich im Gehalt von giftigen Stoffen unterscheiden. In den Ursprungsländern gibt es dann oft komplizierte Zubereitungsmethoden.
http://www.eattheweeds.com/yam-b-the-bulbifera/
https://pfaf.org/user/Plant.aspx?LatinN ... +bulbifera
Meine Pflanze kann nicht D. bulbifera sein (abgesehen von den fehlenden Bulbillen), weil D. bulbifera andersherum windet, das Gleiche gilt für D. esculenta (siehe eflora China, "twining to the left" ... D. alata "twining to the right" - wobei diese Windungsrichtung auf Bildern mit meinem Fund übereinstimmt..
@ Fockea:
Das Buch von Hartkemeyer habe ich gerade als Google-Book gesehen, da wird ja auch noch je nach Region unterschieden (den Namen D. chimetorum kennt sonst niemand, taucht in "The Plant List" nicht auf - vermutlich ist D. dumetorum gemeint, diese wird in Afrika wg. der Knolle angebaut)
Lt. Buch wäre in Asien als Kulturpflanzen hauptsächlich D. alata und esculenta zu erwarten.