Gemüseanbau in Töpfen ist ja eine Sache für sich, die Kulturen wollen im Normalfall immer schön viel Sonne.
Dann haben sie aber auch immer unheimlich Durst.
Bei über 30°C im Schatten, geht das noch ganz gut bei Chili, aber bei anderen kommt man kaum mit dem Gießen hinterher.
Da bräuchte man schon immens große Pflanzgefäße, die etwas mehr Puffer haben.
Wenn dann noch, wie in meiner Hoffläche, Hitzestau dazukommt, ist es unvermeidlich, dass es einigen Pflanzen zu viel wird.
Pelargonien z.B. halten aber auch bei solchen Extrema gut aus.
Ein paar überzählige Tomaten, die ich nicht mehr an den Mann bringen (verschenken) konnte, stehen jetzt nicht mehr im Stall am Fenster, sondern 2 m zurück gesetzt hinter einer offenen Stalltüre, da geht's jetzt mit dem Verhältnis Durst und Lichtbedarf.
Im Garten keimen bei mir auch jedes Jahr dutzende Tomaten. Wo sie nicht zu sehr stören, lasse ich sie wachsen, habe davon sogar mal eine "Roma"/Eier-Tomate selektiert.
Dennoch kommen auf mein Tomatenbeet immer einige gezielt ausgewählte bewährte Sorten. Was sich nicht bewährt (hat), wird verworfen.
Tomaten im Beet sind ja zum Glück nich gar so empfindlich gegenübr trockenen Witterungsphasen.
Pflanzen, die man zu überwintern versucht, das ist immer so ein Glücksspiel. Besonders ärgerlich wenn sie erst kurz vor einem möglichen Balkonaufenthalt den Löffel abgeben.
Man hat leider nicht immer die optimalen Bedingungen für alle Pflanzen.
Wenn noch ein bisschen Leben in den Basilikum-, Chili- und Auberginenpflanzen, etc. steckt, können diese sich meist erholen.
Bei einigen ist die Aussaat zwar einfach und sie sind oft schnellwüchsig (Physalis, Basilikum), aber manche Chili (Baumchili)/C. pubescens) brauchen 2 Jahre bevor sie fruchten und Auberginen keimen oft schwer und wachsen anfangs auch recht langsam.
Bei vielen strauchigen Basilikum Sorten überwintern halbwegs frische Kopftriebe am besten. Ausnahmen sind O. selloi, die sogar aus dem Bodenstrunk wieder austreibt, oder Hybridbasilikum, (infertil), dass auch als ältere Pflanze überwintert werden kann (nicht zu warm!).
Mit Physalis habe ich noch keine Erfahrung, were aber mal bei den Tomatillos testen.
Übrigens sieht die Hofwüste nur von oben so grauslich aus. Ist man mitten im Hof wirken die Pflanzen viel größer als bei der Draufsicht, so dass alle Wände mehr oder minder begrünt sind.
Den Beton rauszureisen ist auch nur im hinteren Teil machbar, da könnte man bunte Pflastersteine velegen.
Aber das vordere Drittel ist die Betondecke einer Zisterne (ehemalige Jauchegrube), die ich womöglich bald anzapfen muss. Da könnte man allenfalls flache Platten auflegen, da besteht aber die Gefahr des Auffrierens.
Wenn ich von 8 l Regen höhre werde ich derzeit neidisch, da hätte ich gut und gerne 700 l Regenwasser auffangen können und dem ausgedörrten Gemüsegarten und meiner Streuobstwiese hätte es auch gut getan.
LG Spinnich
