130jährige Blutbuche - Frage zur Kronensicherung
Verfasst: 07 Jun 2019, 16:31
Hallo!
Auf meinem Grundstück stehen zwei tolle Blutbuchen. Wenn sie zum Zeitpunkt des Hausbaus angepflanzt wurden, sind sie ca. 130 Jahre alt. Theoretisch sind sie auch älter, nur würde mich das etwas überraschen, da vorher hier kein Haus stand. Und die Blutbuchen dürften ja eher nicht ohne menschliche Hilfe gewachsen sein. Zumindest gibt es weit und breit keine anderen. Aber zum eigentlichen Punkt. Während die eine BB einen Stamm hat, der durchgängig in die Höhe schießt, teilt sich bei der zweiten der Stamm auf einer Höhe von knapp vier Metern in zwei entsprechend massive, etwa gleich mächtige, Gabeläste (falsche Termini bitte ich mir nachzusehen
) . Der Winkel zwischen diesen Ästen ist recht gering, so dass relativ wenig Spannung darauf ist. Der Baum ist soweit auch kerngesund. Vor einigen Tagen war jemand hier, der meinte, ich solle den Zwiesel im Auge behalten. Da gäb es schon leichte Hinweise auf evtl. anstehende Probleme. Normalerweise bin ich nicht übervorsichtig, aber falls dieser eine Arm tatsächlich bei einem Sturm/Orkan abbrechen würde, würde er das ganze denkmalgeschützte Haus zerstören. Daher möchte ich eine Kronensicherung anbringen lassen. Die Frage ist: Wie mächtig muss diese sein? Eine mit 10 Tonnen Reißfestigkeit sei ausreichend, wurde mir gesagt. Meiner Google-Recherche nach reicht diese bei einer dynamischen Sicherung aber nur für Äste mit einem Durchmesser bis maximal 80cm. Der Umfang des Baums auf einem Meter Höhe beträgt 360cm. Durchmesser also etwa 115cm. Der betreffende Ast müsste also - wenn mich mein mathematisches Wissen nicht im Stich lässt, etwa 88cm Durchmesser haben. Dieser Ast ist etwas mächtiger als der andere, daher komme ich auf 88cm. Sonst wären es ein paar weniger. Nun möchte ich mich nicht unbedingt auf eine "übliche" Toleranz einer 10t-Sicherung verlassen. Oder reicht das dennoch für diesen Fall aus? Ggfs. spielt die spitze Gablung ja vorteilhaft in die Gesamtrechnung ein.
Und noch eine Frage zur "dynamischen" Kronensicherung: Verstehe ich das richtig, dass diese sowohl eine abruchrisikoreduzierende Wirkung hat ALS AUCH im worst-case, also im Falle eines Abbruchs, dem Ast quasi festhält, so dass er nicht der Länge nach fällt?
Vielen Dank,
Marc
P.S.: Die Höhe des Baums kann ich leider schlecht schätzen. Aber ich denke, der Stammumfang sollte Indikator genug sein.
Auf meinem Grundstück stehen zwei tolle Blutbuchen. Wenn sie zum Zeitpunkt des Hausbaus angepflanzt wurden, sind sie ca. 130 Jahre alt. Theoretisch sind sie auch älter, nur würde mich das etwas überraschen, da vorher hier kein Haus stand. Und die Blutbuchen dürften ja eher nicht ohne menschliche Hilfe gewachsen sein. Zumindest gibt es weit und breit keine anderen. Aber zum eigentlichen Punkt. Während die eine BB einen Stamm hat, der durchgängig in die Höhe schießt, teilt sich bei der zweiten der Stamm auf einer Höhe von knapp vier Metern in zwei entsprechend massive, etwa gleich mächtige, Gabeläste (falsche Termini bitte ich mir nachzusehen
Und noch eine Frage zur "dynamischen" Kronensicherung: Verstehe ich das richtig, dass diese sowohl eine abruchrisikoreduzierende Wirkung hat ALS AUCH im worst-case, also im Falle eines Abbruchs, dem Ast quasi festhält, so dass er nicht der Länge nach fällt?
Vielen Dank,
Marc
P.S.: Die Höhe des Baums kann ich leider schlecht schätzen. Aber ich denke, der Stammumfang sollte Indikator genug sein.