Pfropfen über die grenzen der Familie hinweg
Verfasst: 27 Apr 2019, 15:36
Guten Tag
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Veredeln/Pfrofen oder auf Englisch Grafting
Lange zeit habe ich gaglaubt das die Pfropfpartner miteinander verwant sein müssen um eine verwachsung zu ermöglichen. Wenn man sich etwas mit dem thema befast komt man schnell zum schlus das pfropfungen inerhalb einer pflanzenfamielie. So war mir seit langem bekannt das es inerhalb der Kernobstgewächse (Pyrinae) viele, wen nicht die meisten varianten funktioniren.
So habe ich zum Beispiel Birne auf Vogelbeere oder Quitte auf birne verädelt.
Sogar die Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica /Mespilus japonicus) auf Weissdorn soll funktionieren
Castane auf Querkus soll ebenfals möglich sein.
Ein weiteres bekanntes Beispiel ist Tomate (Solanum lycopersicum) auf Kartoffel (Solanum tuberum)
Inerhalb der nachtschatengewächse gibt es viele dokumentierte beispile
So auch 1 järige auf ausdauernde oder verholzte pflanzen „Grafting herbaceous plants on woody plants II Experiments on grafting tomato and red pepper on Lycium barbatum“
Im Buch „Wundkompensation Transplantation und Chimären bei Pflanzen von N.P. Krenke, N. Busch, O. Moritz“ das Buch findet man auf Google Books. es sind zahlreich Beispiel für Pfropfungen zu finden. Die ich für absolut unmöglich gehalten hätte. Nicht nur scheinen Pfropfungen von verschiedenen Familien möglich zu sein. Es gibt sogar Beispiele von Pfropfpartner aus unterschiedlichen Ordnungen.
Hier ein par Beispiel bei denen mir der Kiefer runter geklappt ist
Zitrone auf Birne
Flügeltabk (nicotinia alata) auf Kohl (Brassica oleracea)
Hanf (Cannabis sativa) auf Garten-stroblume (Helichrysum Bractum/ Xerochrysum bracteatum)
Bei den Nadelgehölzen soll es möglich sein Cedrus auf Pinus silvestris und Larix europea zu pfropfen. Tsuga auf Abies pectinata so wie viele weitere.
Hier ein Ausschnitte aus dem Buch:
Seite: 472
„Wir wenden uns nunmehr den Pfropfungen bei Nadelhölzern zu. Sie sind oft mit Erfolg durchgeführt worden. So gelingt es, Lärchen mit zweinadeligen Kurztrieben auf andere zweinadelige Formen zu pfropfen, wie auch entsprechend fünfnadelige auf andere fünfnadelige. Eine feste Pfropfverbindung zwischen diesen beiden Gruppen gelang jedoch nicht. Die Arten der Gattung Cedrus lassen sich auf Pinus silvestris und Laria europaea pfropfen, sowie die Arten der Gattung Tsuga auf Abies pectinata, Cephalotaxus und Podocarpus, Torreya können auf Taxus baccata gepfropft werden (s. MOLISCH, 1922). Selbstverständlich sind auch noch viele andere Pfropfungen innerhalb der Gruppe der Nadelhölzer möglich. Die Pfropfung wird bei den Nadelhölzern sowie auch bei einigen Laubbäumen (z. B. Juglans regia L.) im allgemeinen in die längs gespaltene Endknospe ausgeführt, und nicht wie sonst in einen gespaltenen abgeschnittenen Sproß.“
Seite:581
„4. Über die verwandtschaftlichen Beziehungen der Pfropfpartner zueinander. Bis in die allerjüngste Zeit war kein einziger völlig bewiesener Fall einer festen interfamiliären Pfropfung unter Herstellung der Leitsystem verbindung bekannt geworden. Allerdings haben die oben beschriebenen (s. S. 471) interfamiliären Pfropfungen von Moosen (ARNAUDow, 1925) derartige Endresultate ergeben. Wenngleich hier der Verwachsungs prozeß selber nicht untersucht wurde, so muß man doch die Pfropfungen für hinreichend dauerhaft halten. DANIEL hat mehrfach über inter familiäre Pfropfungen berichtet und dabei darauf hingewiesen, daß als beste Methode dabei die Ablaktation (rapprochement avec entaille) anzusehen ist. So teilt er (1900) Pfropfungserfolge mit für die Paare: Eiche mit Nußbaum, Eiche und Weinstock mit Rose, sowie Tanne mit Linde, was also eine erfolgreiche Pfropfverbindung zwischen Angio spermen und Gymnospermen bedeuten würde. Im Jahre 1910 beschreibt er anatomische Veränderungen bei der Pfropfung von Kohl auf Tomate. Aber alle Beschreibungen leiden an der Unvollkommenheit der mit geteilten Daten, und speziell bleibt der Zusammenhang der Leitsysteme unbewiesen, wie auch über die Lebensdauer der Pfropfungen nichts Näheres bekannt wird. (Über natürliche interfamiliäre Verwachsung siehe bei PENZIG 1921, Bd. II, S. 275, 1922, Bd. III, S. 41 und 210). Schon im frühen Altertum wurde von interfamiliären Pfropfungen berichtet (s. VöCHTING, 1892). Hier sei an ein Gedicht von VERGIL erinnert, wo neben Pfropfungen zwischen verschiedenen Genus auch interfamiliäre Pfropfungen erwähnt und wo sowohl Kopulationen als auch Okulationen beschrieben werden (s. Virgilij Maronis opera Bucolica, Georgica et Aeneis. Tomus primus liber II, S. 63, 64 und 65).
Man muß noch bemerken, daß VERGIL (70–19 vor Chr.) seine Georgica unter Zuhilfenahme technischer Hinweise des römischen Philo sophen und Agronomen VARRON abfaßte (1 16–27 vor Chr.), so daß man also die von VERGIL erwähnten interfamiliären Pfropfungen nicht für eine Frucht reiner poetischer Phantasie halten kann. Abgesehen von einer weit verstreuten Literatur in den Schriften über Gartenbau finden sich Behauptungen über die Existenz interfamiliärer Pfropfungen auch bei verschiedenen Botanikern außer DANIEL. So war STRASBURGER (1885) überzeugt, daß er eine feste Pfropfung von Schizanthus grahami aus der Familie der Scrophulariaceae auf Solanum tuberosum (Solanaceae) erhalten habe. LINDEMUTH (1906) widerspricht STRASBURGER und hält es erstens für möglich, daß Schizan thus in Wirklichkeit auch der Familie der Solanaceen angehört, was auch noch bis heute ein ungelöstes Problem ist, über das in der Literatur z. B. bei KARSCH und ENGLER nachzulesen wäre. Zweitens bemerkt LINDEMUTH, daß bei STRASBURGER Hinweise auf die Lebensdauer und Lebensbedingungen dieser Pfropfung fehlen, so daß seine Angaben unsicher werden. Er selber führt eigene Beobachtungen an, welche ich als Zitat anführen möchte. Er schreibt (S. 434–435): „Ich habe vielfach beobachtet, daß ohne tatsächliche Verwachsung das Reis längere Zeit lebendig blieb und frisch und sogar aus seinen Vorratsstoffen neue Stoffe bildete.“ Weiter wird beobachtet, daß „beim Absterben der Unterlage aus irgendwelchen Ursachen das mit ihr fest ver wachsene Reis längere Zeit frisch und grün bleibt. Zu meinem Erstaunen bin ich auch solchen Fällen begegnet, wo das Reis, welches genügend mit Wasser durch den toten Stengel der Unterlage versorgt ist, noch viele Monate vegetierte“. (S. unsere S. 403.) Wir müssen noch bemerken, daß solche Fälle in der Tat beobachtet werden. So blieb in der Pfropfung Mirabilis auf Solanum (s. S. 360) bei zweifelloser Abwesenheit jeglicher tatsächlicher Verwachsung das Reis unter feuchten Bedingungen einige Monate leben. Das Reis (Tomate) lebte eine Zeitlang auf den abgestorbenen (gelb gewordenen und blatt losen) Stengeln von Nicotiana affinis. Übrigens halten wir es auf Grund unserer Untersuchungen des Verwachsungsprozesses bei Pfropfungen für möglich, daß in einigen Fällen interfamiliärer Pfropfungen, überhaupt von Pfropfungen, deren Reis bald eingeht, trotzdem kleine Bezirke echter Berührung der beiden Komponenten möglich sind. Aber diese Verwachsungsfenster haben zu geringen Durchmesser und zu geringe Oberfläche, als daß die Ernährung des Reises mit Wasser gesichert schiene, so daß also das Reis zugrunde geht. Außerdem kommt hier wahrscheinlich gar keine oder nur sehr schwache Gefäßverbindung
durch die vorhandenen Fenster hindurch zustande. Eine derartige Annahme, die unsere gesamten Verwachsungsbilder, welche wir von Komponenten, die sich schwer aufeinanderpfropfen lassen, erhalten haben, erleichtert uns das Verständnis derjenigen Sonderfälle, wo das Reis eine Zeit auf der Unterlage ohne Verwachsung unter gewöhnlichen Bedingungen lebt. Ähnliche Bilder wurden in der Pfropfung zwischen der Gattung Iresine auf Alternanthera (Familie Amarantaceae) und dann bei Pfropfungen von Monokotylen aufeinander (SCHUBERT, 1913) be obachtet. An dem Beispiel der Zwischenpfropfungen (s. S. 463 und Abb. 144) haben wir gesehen, daß auf einem fast abgestorbenen Zwischenbezirk (Tomaten-Blatt) der Sproß von Solanum migrum seine Entwicklung fortsetzte. Der Hauptunterschied dieser Tatsache gegenüber dem Hin weis von LINDEMUTH auf die Lebensfähigkeit des Reises bei abgestorbener Unterlage (s. S. 582) liegt darin, daß in unserem Falle nur das Zwischen stück nicht lebensfähig ist, während die eigentliche Unterlage normal blieb. Kehren wir dann zu den interfamiliären Pfropfungen zurück. Es ist interessant, hier zu erwähnen, daß LINDEMUTH (1906, S. 135) auf feste Verwachsung zwischen Abutilon Thompsoni gepfropft auf Brachy chiton populneum (Malvaceae auf Sterculiaceae) hinweist. Aber nach der Bemerkung des Autors selbst konnte er wegen Mangels an Pflanzen von Brachychiton das Experiment nicht wiederholen. Er hat auch kein anatomisches Bild der Pfropfung gegeben, wie auch Lebensdauer und Lebensbedingungen der Vereinigung nicht angegeben sind, was un verständlich ist, da einige Zeilen vordem der Autor diesen Mangel an der Mitteilung von STRASBURGER feststellt. JAKOWLEW (1929, S. 271 bis 272) beschreibt eine interfamiliäre Pfropfung zwischen Pirus communis L. und Citrus limonum RISSO. „In einem Falle wurde als Unterlage Birne (Sämling N. K.) im anderen Fall Zitrone genommen. Im ersten Experiment kommt der Zitronen-Sämling, welcher durch Ablaktation (unter Belassung der Krone der Unterlage N. K.) mit dem Birnen-Sämling verwachsen war, während der 19 Monate des gemeinsamen Lebens gut fort. Während der Symbioseperiode hat die Zitrone außer den vor der Pfropfung vorhandenen noch ein kleines Blatt entwickelt.“ Für diese Pfropfung nimmt der Autor eine spezifische Wirkung des Reises an: „Die Zitrone hat anscheinend ihre die Langlebigkeit bedingenden Sekrete an die Birne, an welcher schon mehr als 1/2 Jahre kein Blattfall eingetreten ist, über tragen. Diese Blätter unterscheiden sich bei der Birne von den normalen durch Dicke der Blattspreiten, dunkelgrüne fast schwarze Färbung der Chloroplasten um die Haupt- und Nebenblattadern. Bei genauer Betrachtung der Birnen-Blätter erscheinen die letzteren wie mit glänzenden Fettstoffen stark bedeckt. Aus un bekannter Ursache verdrehen sich die Blätter nach allen Richtungen, ohne ihr frisches Aussehen zu verlieren.“ „In einem anderen Experiment wurde die Zitrone als Unterlage genommen. Die Birne befindet sich schon 13 Monate in Symbiose mit der Zitrone und im letzten sehr scharf von den Blättern der Kontrollpflanze, welche auf eigenen Wurzeln steht, und zwar durch dunkle Verfärbung der jungen Blätter, die aus der Achsel der Spitzenknospe der Birne herausgetreten sind, dabei hat sich das erste Blatt der Birne sehr gut entfaltet, die nächstfolgenden aber verdrehen sich in ihrem oberen Teil. Die Mehrzahl derartiger Blätter beginnt einzutrocknen, ohne die Kraft der Entfaltung zu besitzen. Auf diese Weise sind 7–8 junge Blätter eingetrocknet. Trotzdem entwickelt die Birne ununterbrochen weiter solche verdrehten Blätter und die in der letzten Zeit entwickelten halten sich gut.“ MITSCHURIN, dessen Schüler JAKOWLEW ist, schreibt über die zuerst angeführte Pfropfung (1929a, S. 41), daß in ihr eine volle Verwachsung zustande gekommen ist, und weist außerdem darauf hin, daß „ein ebensolches Resultat auch durch Ablaktation eines zweijährigen Zitronen Sämlings auf einen einjährigen Quitten-Sämling (Sorte Sewernaja) erhalten wurde. Hier hat die Arbeit der Blätter des „Mentors“ (der immergrünen subtropischen Pflanze) die gewöhnlichen Arbeitsfunktionen des Blattsystems des Hybriden zwischen Birne und Quitte in jugendlichem Alter verändert.“ Es ist für uns jetzt schwer, über diese Pfropfungen ein Urteil ab zugeben, da uns weitere Mitteilungen nicht bekannt sind. Die angeführten Daten geben kein genügendes Material, um urteilen zu können, da die anatomischen Bilder der Verwachsung nicht vorliegen, und die Blatt veränderung, soweit man sich nach der Beschreibung von JAKowLEw ein Urteil bilden kann, sogar eine infektiöse oder irgendeine andere, nicht im spezifischen Zusammenhang mit der Pfropfung stehende Erkrankung vermuten lassen. Dabei wäre eine Veröffentlichung des anatomischen Verwachsungsbildes hier besonders wichtig. Wenn hier „eine voll kommene Verwachsung zustande gekommen ist“, wie MITSCHURIN schreibt (s. oben), so würde trotzdem fast vollkommen die Entwicklung des Reises fehlen. Die Bestätigung der Angaben durch anatomische Bilder wäre von bedeutendem theoretischen und praktischen Interesse gewesen. In unseren Pfropfungen haben wir niemals beobachtet, daß bei tatsächlich vollkommenen Verwachsungen, d. h. bei Fehlen der isolierenden Schicht und bei guter Verbindung des Leitsystems der Transplantosymbionten das Reis sich so schlecht entwickelt hätte. Stellenweise ist uns in der Beschreibung von JAKOWLEW auch das makromorphologische Bild nicht vollkommen deutlich. Z. B. verstehen wir nicht, was unter dem „Austritt von Blättern des Birnen-Reises aus der Achsel der Spitzenknospe“ verstanden wird. Besonders riskant ist hier natürlich die Äußerung, daß die Zitrone ihre spezifische Eigen schaft des Immergrünbleibens (nach dem Autor „die Sekretion der Langlebigkeit“) der Birne übertragen habe. Hoffentlich wird der Autor in Zukunft das weitere Verhalten dieser Pfropfung wie auch analoger neuer mit ausführlicher Beschreibung der Pfropfungen und der Kontroll pflanzen geben. Wie schon im Kapitel über den Verwachsungsprozeß der Pfropfungen gesagt wurde, hat zuerst W. SIMON (1930) eine allerdings schwache, aber“
Seite:587
8. Portulaca grandiflora auf Cinnia elegans.
9. Cinmia elegans auf Nicotiana tabacum (Samen reif geworden).
10. Cinnia elegans auf Nicotiana tabacum (Samen reif geworden).
11. Vicia faba auf Chrysanthemum annuum (Samen reif geworden).
12. Lycopersicum esculentum auf Cinnia elegans.
13. Cannabis sativa auf Helichrysum monstrosum.
14. Nicotiana affinis auf Lappa major.
15. Nicotiana affinis auf Brassica oleracea (Futterkohl).
“ Es ist interessant zu bemerken, daß alle Pfropfungen im Freiland und ohne jegliche Vorsichtsmaßnahmen gegen Austrocknung ausgeführt wurden, daß die Pfropfungen weder künstlich begossen, noch bespritzt wurden. Es sei bemerkt, daß die Prozentzahl der gelungenen Pfrop fungen sich erhöht, wenn eine der beiden Komponenten der Familie der Compositen angehört. Die Pfropfungen wurden in der Mehrzahl der Fälle nach englischer Methode, wenngleich die Methode in einigen Fällen nicht die beste ist, ausgeführt. Einige von diesen Pfropfungen habe ich persönlich gesehen, und es besteht deshalb für mich kein Zweifel an einer ziemlich ausgedehnten Möglichkeit interfamiliärer Pfropfungen. Viele von ihnen sahen voll kommen gesund aus. Und wenn sich das Reis gewöhnlich etwas schwächer entwickelt, so geht dies nicht über die Grenze dessen hinaus, was bei unseren Interspezies- und Intergenuspfropfungen, welche wir bedingungs los als gelungen anerkennen, die Norm ist. Auf einigen Pfropfungen waren die Verwachsung des äußeren Kallus der Transplantosymbionten oder jedenfalls deutliche Brücken, ähnlich wie wir sie bei den Pfropfungen der rote Beete-Wurzeln (s. S. 396) beschrieben haben, zu sehen. Wir bezweifeln nicht, daß in einer Reihe von Fällen die denkbar beste Ver bindung der gepfropften Komponenten durch ihr Leitsystem bewiesen werden wird. Die mikroskopische Analyse wird in allernächster Zeit unter unserer Leitung von GLADKOFF durchgeführt werden. Nach diesen Pfropfungen schenken wir den früheren Hinweisen auf gelungene interfamiliäre Pfropfungen mehr Aufmerksamkeit und halten es für möglich, daß ein gewisser Verwachsungserfolg zwischen den aller entferntesten Gruppen der höheren Pflanzen erzielt wird. Es zeigt sich dabei, daß DARwIN (1899, S. 230) mehr Grund gehabt hat, zu sagen: “The facts by no means seem to indicate that the greater or lesser difficulty of grafting . . . various species has been a special endowment.“ Aber wir wiederholen (s. unsere Bemerkung auf S. 591), daß wir doch nicht darauf verzichten können, anzunehmen, daß die Faktoren, welche.
Nun fragen sich einige von euch sicher wozu das gut sein soll.
Andere haben das enorme potential bereits erkannt.
Ich versuche gerade Unterlagen für die Heidelbeere und Rhododendron zu finden. Mit etwas glück gibt es eine Unterlage die bestens mit kalkreichen Böden zurecht kommt. So würde sich dann ein Hoorbeet erübrigen.
Allenfalls ist es auch möglich das Wurzelwerk der Platane zu nutzen. da Früchte und Laub dieser Baumart ziemlich lästig sind.
Dreilappige Papau Indiannerbanane „Asimina triloba“ allenfalls gibt es Unterlagen für diese seltene pflanze
Eine wahre Baumrose wäre doch auch mal was.
Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) sind mit ihrer Fähigkeit Luftstickstoff zu binden auch Interessante unterlagen.
Ich denke ausprobieren ist angesagt
Ein ganz anderes Kapitel sind dann noch die Pfropfbastarde/Pfropfchimären/Chimären.
Wenn man eine gepfropfte pflanze über der Veredelungsställe abschneidet und diese dann jährlich auf Kopf schneidet ist es Wahrscheinlich das einer der Trieb eine Chimäre ist.
Bekannte Chimären
+Laburnocytisus 'Adamii'
entstanden aus Laburnum anagyroides, Chamaecytisus purpureus (syn. Cytisus purpureus)
+ Crataegomespilus
Ist eine Pfrofchimäre aus Weissdorn (Crataegus) und Mispel (Mespilus)
Bizzaria of Florence
Ist eine Pfropfchimäre aus (Citrus medica + C. aurantium)
Die Rechtschreibung ist der Legastenie geschuldet. Bitte um Verständnis
Key words
Pfropfen/Veredeln -->Grafting
Pfropfchimäre -->graft-chimera
Interspezieshyprid -->interspecific hybrids
Interspeziespfropfung -->interspescific grafts
Interspezieschimären -->Interspecific-chimera
Intergenuspfropfung -->intergeneric graft
Interfamiliärepfropfung -->interfamily graft
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Veredeln/Pfrofen oder auf Englisch Grafting
Lange zeit habe ich gaglaubt das die Pfropfpartner miteinander verwant sein müssen um eine verwachsung zu ermöglichen. Wenn man sich etwas mit dem thema befast komt man schnell zum schlus das pfropfungen inerhalb einer pflanzenfamielie. So war mir seit langem bekannt das es inerhalb der Kernobstgewächse (Pyrinae) viele, wen nicht die meisten varianten funktioniren.
So habe ich zum Beispiel Birne auf Vogelbeere oder Quitte auf birne verädelt.
Sogar die Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica /Mespilus japonicus) auf Weissdorn soll funktionieren
Castane auf Querkus soll ebenfals möglich sein.
Ein weiteres bekanntes Beispiel ist Tomate (Solanum lycopersicum) auf Kartoffel (Solanum tuberum)
Inerhalb der nachtschatengewächse gibt es viele dokumentierte beispile
So auch 1 järige auf ausdauernde oder verholzte pflanzen „Grafting herbaceous plants on woody plants II Experiments on grafting tomato and red pepper on Lycium barbatum“
Im Buch „Wundkompensation Transplantation und Chimären bei Pflanzen von N.P. Krenke, N. Busch, O. Moritz“ das Buch findet man auf Google Books. es sind zahlreich Beispiel für Pfropfungen zu finden. Die ich für absolut unmöglich gehalten hätte. Nicht nur scheinen Pfropfungen von verschiedenen Familien möglich zu sein. Es gibt sogar Beispiele von Pfropfpartner aus unterschiedlichen Ordnungen.
Hier ein par Beispiel bei denen mir der Kiefer runter geklappt ist
Zitrone auf Birne
Flügeltabk (nicotinia alata) auf Kohl (Brassica oleracea)
Hanf (Cannabis sativa) auf Garten-stroblume (Helichrysum Bractum/ Xerochrysum bracteatum)
Bei den Nadelgehölzen soll es möglich sein Cedrus auf Pinus silvestris und Larix europea zu pfropfen. Tsuga auf Abies pectinata so wie viele weitere.
Hier ein Ausschnitte aus dem Buch:
Seite: 472
„Wir wenden uns nunmehr den Pfropfungen bei Nadelhölzern zu. Sie sind oft mit Erfolg durchgeführt worden. So gelingt es, Lärchen mit zweinadeligen Kurztrieben auf andere zweinadelige Formen zu pfropfen, wie auch entsprechend fünfnadelige auf andere fünfnadelige. Eine feste Pfropfverbindung zwischen diesen beiden Gruppen gelang jedoch nicht. Die Arten der Gattung Cedrus lassen sich auf Pinus silvestris und Laria europaea pfropfen, sowie die Arten der Gattung Tsuga auf Abies pectinata, Cephalotaxus und Podocarpus, Torreya können auf Taxus baccata gepfropft werden (s. MOLISCH, 1922). Selbstverständlich sind auch noch viele andere Pfropfungen innerhalb der Gruppe der Nadelhölzer möglich. Die Pfropfung wird bei den Nadelhölzern sowie auch bei einigen Laubbäumen (z. B. Juglans regia L.) im allgemeinen in die längs gespaltene Endknospe ausgeführt, und nicht wie sonst in einen gespaltenen abgeschnittenen Sproß.“
Seite:581
„4. Über die verwandtschaftlichen Beziehungen der Pfropfpartner zueinander. Bis in die allerjüngste Zeit war kein einziger völlig bewiesener Fall einer festen interfamiliären Pfropfung unter Herstellung der Leitsystem verbindung bekannt geworden. Allerdings haben die oben beschriebenen (s. S. 471) interfamiliären Pfropfungen von Moosen (ARNAUDow, 1925) derartige Endresultate ergeben. Wenngleich hier der Verwachsungs prozeß selber nicht untersucht wurde, so muß man doch die Pfropfungen für hinreichend dauerhaft halten. DANIEL hat mehrfach über inter familiäre Pfropfungen berichtet und dabei darauf hingewiesen, daß als beste Methode dabei die Ablaktation (rapprochement avec entaille) anzusehen ist. So teilt er (1900) Pfropfungserfolge mit für die Paare: Eiche mit Nußbaum, Eiche und Weinstock mit Rose, sowie Tanne mit Linde, was also eine erfolgreiche Pfropfverbindung zwischen Angio spermen und Gymnospermen bedeuten würde. Im Jahre 1910 beschreibt er anatomische Veränderungen bei der Pfropfung von Kohl auf Tomate. Aber alle Beschreibungen leiden an der Unvollkommenheit der mit geteilten Daten, und speziell bleibt der Zusammenhang der Leitsysteme unbewiesen, wie auch über die Lebensdauer der Pfropfungen nichts Näheres bekannt wird. (Über natürliche interfamiliäre Verwachsung siehe bei PENZIG 1921, Bd. II, S. 275, 1922, Bd. III, S. 41 und 210). Schon im frühen Altertum wurde von interfamiliären Pfropfungen berichtet (s. VöCHTING, 1892). Hier sei an ein Gedicht von VERGIL erinnert, wo neben Pfropfungen zwischen verschiedenen Genus auch interfamiliäre Pfropfungen erwähnt und wo sowohl Kopulationen als auch Okulationen beschrieben werden (s. Virgilij Maronis opera Bucolica, Georgica et Aeneis. Tomus primus liber II, S. 63, 64 und 65).
Man muß noch bemerken, daß VERGIL (70–19 vor Chr.) seine Georgica unter Zuhilfenahme technischer Hinweise des römischen Philo sophen und Agronomen VARRON abfaßte (1 16–27 vor Chr.), so daß man also die von VERGIL erwähnten interfamiliären Pfropfungen nicht für eine Frucht reiner poetischer Phantasie halten kann. Abgesehen von einer weit verstreuten Literatur in den Schriften über Gartenbau finden sich Behauptungen über die Existenz interfamiliärer Pfropfungen auch bei verschiedenen Botanikern außer DANIEL. So war STRASBURGER (1885) überzeugt, daß er eine feste Pfropfung von Schizanthus grahami aus der Familie der Scrophulariaceae auf Solanum tuberosum (Solanaceae) erhalten habe. LINDEMUTH (1906) widerspricht STRASBURGER und hält es erstens für möglich, daß Schizan thus in Wirklichkeit auch der Familie der Solanaceen angehört, was auch noch bis heute ein ungelöstes Problem ist, über das in der Literatur z. B. bei KARSCH und ENGLER nachzulesen wäre. Zweitens bemerkt LINDEMUTH, daß bei STRASBURGER Hinweise auf die Lebensdauer und Lebensbedingungen dieser Pfropfung fehlen, so daß seine Angaben unsicher werden. Er selber führt eigene Beobachtungen an, welche ich als Zitat anführen möchte. Er schreibt (S. 434–435): „Ich habe vielfach beobachtet, daß ohne tatsächliche Verwachsung das Reis längere Zeit lebendig blieb und frisch und sogar aus seinen Vorratsstoffen neue Stoffe bildete.“ Weiter wird beobachtet, daß „beim Absterben der Unterlage aus irgendwelchen Ursachen das mit ihr fest ver wachsene Reis längere Zeit frisch und grün bleibt. Zu meinem Erstaunen bin ich auch solchen Fällen begegnet, wo das Reis, welches genügend mit Wasser durch den toten Stengel der Unterlage versorgt ist, noch viele Monate vegetierte“. (S. unsere S. 403.) Wir müssen noch bemerken, daß solche Fälle in der Tat beobachtet werden. So blieb in der Pfropfung Mirabilis auf Solanum (s. S. 360) bei zweifelloser Abwesenheit jeglicher tatsächlicher Verwachsung das Reis unter feuchten Bedingungen einige Monate leben. Das Reis (Tomate) lebte eine Zeitlang auf den abgestorbenen (gelb gewordenen und blatt losen) Stengeln von Nicotiana affinis. Übrigens halten wir es auf Grund unserer Untersuchungen des Verwachsungsprozesses bei Pfropfungen für möglich, daß in einigen Fällen interfamiliärer Pfropfungen, überhaupt von Pfropfungen, deren Reis bald eingeht, trotzdem kleine Bezirke echter Berührung der beiden Komponenten möglich sind. Aber diese Verwachsungsfenster haben zu geringen Durchmesser und zu geringe Oberfläche, als daß die Ernährung des Reises mit Wasser gesichert schiene, so daß also das Reis zugrunde geht. Außerdem kommt hier wahrscheinlich gar keine oder nur sehr schwache Gefäßverbindung
durch die vorhandenen Fenster hindurch zustande. Eine derartige Annahme, die unsere gesamten Verwachsungsbilder, welche wir von Komponenten, die sich schwer aufeinanderpfropfen lassen, erhalten haben, erleichtert uns das Verständnis derjenigen Sonderfälle, wo das Reis eine Zeit auf der Unterlage ohne Verwachsung unter gewöhnlichen Bedingungen lebt. Ähnliche Bilder wurden in der Pfropfung zwischen der Gattung Iresine auf Alternanthera (Familie Amarantaceae) und dann bei Pfropfungen von Monokotylen aufeinander (SCHUBERT, 1913) be obachtet. An dem Beispiel der Zwischenpfropfungen (s. S. 463 und Abb. 144) haben wir gesehen, daß auf einem fast abgestorbenen Zwischenbezirk (Tomaten-Blatt) der Sproß von Solanum migrum seine Entwicklung fortsetzte. Der Hauptunterschied dieser Tatsache gegenüber dem Hin weis von LINDEMUTH auf die Lebensfähigkeit des Reises bei abgestorbener Unterlage (s. S. 582) liegt darin, daß in unserem Falle nur das Zwischen stück nicht lebensfähig ist, während die eigentliche Unterlage normal blieb. Kehren wir dann zu den interfamiliären Pfropfungen zurück. Es ist interessant, hier zu erwähnen, daß LINDEMUTH (1906, S. 135) auf feste Verwachsung zwischen Abutilon Thompsoni gepfropft auf Brachy chiton populneum (Malvaceae auf Sterculiaceae) hinweist. Aber nach der Bemerkung des Autors selbst konnte er wegen Mangels an Pflanzen von Brachychiton das Experiment nicht wiederholen. Er hat auch kein anatomisches Bild der Pfropfung gegeben, wie auch Lebensdauer und Lebensbedingungen der Vereinigung nicht angegeben sind, was un verständlich ist, da einige Zeilen vordem der Autor diesen Mangel an der Mitteilung von STRASBURGER feststellt. JAKOWLEW (1929, S. 271 bis 272) beschreibt eine interfamiliäre Pfropfung zwischen Pirus communis L. und Citrus limonum RISSO. „In einem Falle wurde als Unterlage Birne (Sämling N. K.) im anderen Fall Zitrone genommen. Im ersten Experiment kommt der Zitronen-Sämling, welcher durch Ablaktation (unter Belassung der Krone der Unterlage N. K.) mit dem Birnen-Sämling verwachsen war, während der 19 Monate des gemeinsamen Lebens gut fort. Während der Symbioseperiode hat die Zitrone außer den vor der Pfropfung vorhandenen noch ein kleines Blatt entwickelt.“ Für diese Pfropfung nimmt der Autor eine spezifische Wirkung des Reises an: „Die Zitrone hat anscheinend ihre die Langlebigkeit bedingenden Sekrete an die Birne, an welcher schon mehr als 1/2 Jahre kein Blattfall eingetreten ist, über tragen. Diese Blätter unterscheiden sich bei der Birne von den normalen durch Dicke der Blattspreiten, dunkelgrüne fast schwarze Färbung der Chloroplasten um die Haupt- und Nebenblattadern. Bei genauer Betrachtung der Birnen-Blätter erscheinen die letzteren wie mit glänzenden Fettstoffen stark bedeckt. Aus un bekannter Ursache verdrehen sich die Blätter nach allen Richtungen, ohne ihr frisches Aussehen zu verlieren.“ „In einem anderen Experiment wurde die Zitrone als Unterlage genommen. Die Birne befindet sich schon 13 Monate in Symbiose mit der Zitrone und im letzten sehr scharf von den Blättern der Kontrollpflanze, welche auf eigenen Wurzeln steht, und zwar durch dunkle Verfärbung der jungen Blätter, die aus der Achsel der Spitzenknospe der Birne herausgetreten sind, dabei hat sich das erste Blatt der Birne sehr gut entfaltet, die nächstfolgenden aber verdrehen sich in ihrem oberen Teil. Die Mehrzahl derartiger Blätter beginnt einzutrocknen, ohne die Kraft der Entfaltung zu besitzen. Auf diese Weise sind 7–8 junge Blätter eingetrocknet. Trotzdem entwickelt die Birne ununterbrochen weiter solche verdrehten Blätter und die in der letzten Zeit entwickelten halten sich gut.“ MITSCHURIN, dessen Schüler JAKOWLEW ist, schreibt über die zuerst angeführte Pfropfung (1929a, S. 41), daß in ihr eine volle Verwachsung zustande gekommen ist, und weist außerdem darauf hin, daß „ein ebensolches Resultat auch durch Ablaktation eines zweijährigen Zitronen Sämlings auf einen einjährigen Quitten-Sämling (Sorte Sewernaja) erhalten wurde. Hier hat die Arbeit der Blätter des „Mentors“ (der immergrünen subtropischen Pflanze) die gewöhnlichen Arbeitsfunktionen des Blattsystems des Hybriden zwischen Birne und Quitte in jugendlichem Alter verändert.“ Es ist für uns jetzt schwer, über diese Pfropfungen ein Urteil ab zugeben, da uns weitere Mitteilungen nicht bekannt sind. Die angeführten Daten geben kein genügendes Material, um urteilen zu können, da die anatomischen Bilder der Verwachsung nicht vorliegen, und die Blatt veränderung, soweit man sich nach der Beschreibung von JAKowLEw ein Urteil bilden kann, sogar eine infektiöse oder irgendeine andere, nicht im spezifischen Zusammenhang mit der Pfropfung stehende Erkrankung vermuten lassen. Dabei wäre eine Veröffentlichung des anatomischen Verwachsungsbildes hier besonders wichtig. Wenn hier „eine voll kommene Verwachsung zustande gekommen ist“, wie MITSCHURIN schreibt (s. oben), so würde trotzdem fast vollkommen die Entwicklung des Reises fehlen. Die Bestätigung der Angaben durch anatomische Bilder wäre von bedeutendem theoretischen und praktischen Interesse gewesen. In unseren Pfropfungen haben wir niemals beobachtet, daß bei tatsächlich vollkommenen Verwachsungen, d. h. bei Fehlen der isolierenden Schicht und bei guter Verbindung des Leitsystems der Transplantosymbionten das Reis sich so schlecht entwickelt hätte. Stellenweise ist uns in der Beschreibung von JAKOWLEW auch das makromorphologische Bild nicht vollkommen deutlich. Z. B. verstehen wir nicht, was unter dem „Austritt von Blättern des Birnen-Reises aus der Achsel der Spitzenknospe“ verstanden wird. Besonders riskant ist hier natürlich die Äußerung, daß die Zitrone ihre spezifische Eigen schaft des Immergrünbleibens (nach dem Autor „die Sekretion der Langlebigkeit“) der Birne übertragen habe. Hoffentlich wird der Autor in Zukunft das weitere Verhalten dieser Pfropfung wie auch analoger neuer mit ausführlicher Beschreibung der Pfropfungen und der Kontroll pflanzen geben. Wie schon im Kapitel über den Verwachsungsprozeß der Pfropfungen gesagt wurde, hat zuerst W. SIMON (1930) eine allerdings schwache, aber“
Seite:587
8. Portulaca grandiflora auf Cinnia elegans.
9. Cinmia elegans auf Nicotiana tabacum (Samen reif geworden).
10. Cinnia elegans auf Nicotiana tabacum (Samen reif geworden).
11. Vicia faba auf Chrysanthemum annuum (Samen reif geworden).
12. Lycopersicum esculentum auf Cinnia elegans.
13. Cannabis sativa auf Helichrysum monstrosum.
14. Nicotiana affinis auf Lappa major.
15. Nicotiana affinis auf Brassica oleracea (Futterkohl).
“ Es ist interessant zu bemerken, daß alle Pfropfungen im Freiland und ohne jegliche Vorsichtsmaßnahmen gegen Austrocknung ausgeführt wurden, daß die Pfropfungen weder künstlich begossen, noch bespritzt wurden. Es sei bemerkt, daß die Prozentzahl der gelungenen Pfrop fungen sich erhöht, wenn eine der beiden Komponenten der Familie der Compositen angehört. Die Pfropfungen wurden in der Mehrzahl der Fälle nach englischer Methode, wenngleich die Methode in einigen Fällen nicht die beste ist, ausgeführt. Einige von diesen Pfropfungen habe ich persönlich gesehen, und es besteht deshalb für mich kein Zweifel an einer ziemlich ausgedehnten Möglichkeit interfamiliärer Pfropfungen. Viele von ihnen sahen voll kommen gesund aus. Und wenn sich das Reis gewöhnlich etwas schwächer entwickelt, so geht dies nicht über die Grenze dessen hinaus, was bei unseren Interspezies- und Intergenuspfropfungen, welche wir bedingungs los als gelungen anerkennen, die Norm ist. Auf einigen Pfropfungen waren die Verwachsung des äußeren Kallus der Transplantosymbionten oder jedenfalls deutliche Brücken, ähnlich wie wir sie bei den Pfropfungen der rote Beete-Wurzeln (s. S. 396) beschrieben haben, zu sehen. Wir bezweifeln nicht, daß in einer Reihe von Fällen die denkbar beste Ver bindung der gepfropften Komponenten durch ihr Leitsystem bewiesen werden wird. Die mikroskopische Analyse wird in allernächster Zeit unter unserer Leitung von GLADKOFF durchgeführt werden. Nach diesen Pfropfungen schenken wir den früheren Hinweisen auf gelungene interfamiliäre Pfropfungen mehr Aufmerksamkeit und halten es für möglich, daß ein gewisser Verwachsungserfolg zwischen den aller entferntesten Gruppen der höheren Pflanzen erzielt wird. Es zeigt sich dabei, daß DARwIN (1899, S. 230) mehr Grund gehabt hat, zu sagen: “The facts by no means seem to indicate that the greater or lesser difficulty of grafting . . . various species has been a special endowment.“ Aber wir wiederholen (s. unsere Bemerkung auf S. 591), daß wir doch nicht darauf verzichten können, anzunehmen, daß die Faktoren, welche.
Nun fragen sich einige von euch sicher wozu das gut sein soll.
Andere haben das enorme potential bereits erkannt.
Ich versuche gerade Unterlagen für die Heidelbeere und Rhododendron zu finden. Mit etwas glück gibt es eine Unterlage die bestens mit kalkreichen Böden zurecht kommt. So würde sich dann ein Hoorbeet erübrigen.
Allenfalls ist es auch möglich das Wurzelwerk der Platane zu nutzen. da Früchte und Laub dieser Baumart ziemlich lästig sind.
Dreilappige Papau Indiannerbanane „Asimina triloba“ allenfalls gibt es Unterlagen für diese seltene pflanze
Eine wahre Baumrose wäre doch auch mal was.
Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae) sind mit ihrer Fähigkeit Luftstickstoff zu binden auch Interessante unterlagen.
Ich denke ausprobieren ist angesagt
Ein ganz anderes Kapitel sind dann noch die Pfropfbastarde/Pfropfchimären/Chimären.
Wenn man eine gepfropfte pflanze über der Veredelungsställe abschneidet und diese dann jährlich auf Kopf schneidet ist es Wahrscheinlich das einer der Trieb eine Chimäre ist.
Bekannte Chimären
+Laburnocytisus 'Adamii'
entstanden aus Laburnum anagyroides, Chamaecytisus purpureus (syn. Cytisus purpureus)
+ Crataegomespilus
Ist eine Pfrofchimäre aus Weissdorn (Crataegus) und Mispel (Mespilus)
Bizzaria of Florence
Ist eine Pfropfchimäre aus (Citrus medica + C. aurantium)
Die Rechtschreibung ist der Legastenie geschuldet. Bitte um Verständnis
Key words
Pfropfen/Veredeln -->Grafting
Pfropfchimäre -->graft-chimera
Interspezieshyprid -->interspecific hybrids
Interspeziespfropfung -->interspescific grafts
Interspezieschimären -->Interspecific-chimera
Intergenuspfropfung -->intergeneric graft
Interfamiliärepfropfung -->interfamily graft