Aloe Vera in Guinea, Afrika
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Aloe Vera in Guinea, Afrika
ich habe in Guinea Aloe Vera gefunden, diese wird hier allerdings nicht verwendet. Im Gegensatz zu der Aloe Vera, die ich aus Südindien kenne, enthält sie kein Gel, und nur ganz wenig Flüssigkeit, die herausgepresst werden muss. Im Rahmen eines Projektes wollten wir diese eigentlich zur Herstellung von Seife verwenden, in Anbetracht der geringen Flüssigkeit ist das aber scheinbar nicht möglich. Gibt es vielleicht jemanden, auch wenn es sich nicht um einen Baum handelt, der mir erklären kann, warum diese Aloe Vera so seltsam ist?
ps ausserdem habe ich einen Sonnenbrand
ps ausserdem habe ich einen Sonnenbrand
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Hi,
dazu kann ich leider nichts sagen, aber den Doppelpost habe ich gelöscht.
Gruß Frank
dazu kann ich leider nichts sagen, aber den Doppelpost habe ich gelöscht.
Gruß Frank
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Das ist natürlich tragisch. Vielleicht solltest du Aloe vera Saft daraufträufeln. Das soll helfen, hab ich gehört.
Der Grund, warum deine Aloe vera keinen oder nur sehr wenig Saft hat, liegt vermutlich darin, dass es keine Aloe vera ist. In Afrika gibt es ziemlich viele verschiedene Aloe Arten. Ohne Foto ist das allerdings nur eine Vermutung.
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Hallo, danke für Eure Antworten, da hätte ich Photos! Stechen tut sie jedenfalls an den Seiten!
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Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Ich habe auch keine Idee, was für eine Aloe das ist, aber A. vera ist es nicht. Da musst du mal googlen, welche Aloe-Arten in der Region vorkommen. Afrika ist die Heimat der Gattung Aloe und es gibt dort viele verschiedene Arten.
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Hallo Mara,
ich würde auch die Aloe generell in Zweifel ziehen, für mich sieht es eigentlich eher nach einer Agave aus!
Auch da gibt es eine Reihe Arten, die eingebürgert und verwildert sein können.
Gruß
Stefan
ich würde auch die Aloe generell in Zweifel ziehen, für mich sieht es eigentlich eher nach einer Agave aus!
Auch da gibt es eine Reihe Arten, die eingebürgert und verwildert sein können.
Gruß
Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
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Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Wäre nicht Ananas comosus eine in Frage kommende Pflanzenart?
Gruß Yogi
Gruß Yogi
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Eventuell (oder sehr wahrscheinlich) hat Stefan Recht, und es ist eine Agave, genauer die Sisal-Agave (Agave sisalana). Zur Produktion von Aloe vera Saft ist sie eher ungeeignet, aber man kann die Pflanzenfasern verwenden. Wobei man für eine lohnende Produktionsmenge entsprechend große Felder benötigt. Ich glaube, Tequilla kann man auch daraus brennen.
Es gibt aber einige ähnliche Arten, die ebenfalls für die Sisalproduktion angepflanzt wurden. Gut möglich, dass es sich um Überreste einer ehemaligen Plantage handelt oder die Pflanzen aus einer solchen verwildert sind.
Es gibt aber einige ähnliche Arten, die ebenfalls für die Sisalproduktion angepflanzt wurden. Gut möglich, dass es sich um Überreste einer ehemaligen Plantage handelt oder die Pflanzen aus einer solchen verwildert sind.
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Die Ananas comosus würde ich ausschließen, hat doch einen etwas anderen Habitus und würde, wenn so üppig wie hier schon fruktifizieren.
Der Vorschlag Agave sisalana ist sehr naheliegend und passt auch optisch ins Bild.

https://browse.startpage.com/do/show_pi ... &t=default
vgl. Ananas
Zur Verbreitung der Sisalagave würde Afrika natürlich ebenfalls bestens passen, denn: "Die genaue Herkunft dieser Art ist nicht bekannt. Durch Kultur wurde sie in zahlreiche tropische und subtropische Länder verbracht. Möglicherweise stammt sie aus der mexikanischen Provinz Chiapas."
Nach Einschätzung (wegen hohem Anteil infertiler Pflanzen) ist es möglicherweise eine Hybride (Agave angustifolia x Agave kewensis) - die Wildform ist unbekannt!
Verwendung: "Die Sisal-Agave wurde bereits vor der Eroberung Mittelamerikas durch die Spanier von den Ureinwohnern domestiziert und zur Produktion von Pulque verwendet (mex. Nationalgetränk, alkoholisches Gärgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven).
Durch die Verschleppung der Ureinwohner breitete sich die Pflanze in Nordamerika aus. Spanier und Portugiesen führten die Pflanzen in andere Länder und Kontinente aus, dort fand sie im 18. und 19. Jahrhundert Gebrauch als Zierpflanze.
1893 führte Richard Hindorf Bulbillen aus Florida in Tansania ein, 1903 brachte Horácio Urpia Júnior die Pflanze nach Brasilien. 1951 war Brasilien dann das zweitgrößte Erzeugerland hinter Tansania, ab 1964 brach der Markt für Sisal durch die zunehmende Konkurrenz von Kunstfasern jedoch deutlich ein. Die Produktion ging zurück, erholt sich jedoch seit der Jahrtausendwende wieder. Gemessen an der Masse der Faserproduktion ist die Sisal-Agave heute die fünftwichtigste Faserpflanze weltweit,[4] 2006 belief sich die Weltproduktion von Sisalfasern auf rund 428.000 Tonnen."
Ob Pulque auf der Haut gegen Sonnenbrand hilft ist fraglich, aber es lässt sich innerlich anwenden.
Tequila [teˈkila] ist eine geschützte Bezeichnung einer Form der Spirituose Mezcal, eines Agaven-Brands aus Mexiko und darf nur aus der blauen Weber-Agave ((Agave tequilana Weber, azul) hergestellt werden.
Mezcal, Mescal oder Meskal darf aber prinzipiell aus verschiedenen Agaven(-Herzen) gewonnen und in den Bundesstatten Oaxaca (Hauptanbaugebiet), Jalisco (Tequila) sowie Guerrero, Durango, San Luis Potosí und Zacatecas produziert werden. Anders als Pulque (2 bis 6 Vol.-%) enthält der Schnaps typischerweise 40 Vol.-% Alkohol. Nachdem Genuss größerer Mengen sollte man am besten eine Hängematte aufsuchen(typischerweise aus Sisalhanf geknüpft) und die Sonne strikt meiden.
LG Spinnich
Nachtrag:
Aloe vera (Synonym Aloe barbadensis)

und andere verwendbare Arten für eure Zwecke lassen sich aber dort sicher auch leicht anbauen.
Baumförmige Aloen,wie die Kap-Aloe (Aloe ferox, fälschlich mitunter A. capensis) und Aloe arborescens werden ebenfalls verwendet und sind schnell wachsend und größer als Aloe vera.
Der Vorschlag Agave sisalana ist sehr naheliegend und passt auch optisch ins Bild.

https://browse.startpage.com/do/show_pi ... &t=default
vgl. Ananas
Zur Verbreitung der Sisalagave würde Afrika natürlich ebenfalls bestens passen, denn: "Die genaue Herkunft dieser Art ist nicht bekannt. Durch Kultur wurde sie in zahlreiche tropische und subtropische Länder verbracht. Möglicherweise stammt sie aus der mexikanischen Provinz Chiapas."
Nach Einschätzung (wegen hohem Anteil infertiler Pflanzen) ist es möglicherweise eine Hybride (Agave angustifolia x Agave kewensis) - die Wildform ist unbekannt!
Verwendung: "Die Sisal-Agave wurde bereits vor der Eroberung Mittelamerikas durch die Spanier von den Ureinwohnern domestiziert und zur Produktion von Pulque verwendet (mex. Nationalgetränk, alkoholisches Gärgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven).
Durch die Verschleppung der Ureinwohner breitete sich die Pflanze in Nordamerika aus. Spanier und Portugiesen führten die Pflanzen in andere Länder und Kontinente aus, dort fand sie im 18. und 19. Jahrhundert Gebrauch als Zierpflanze.
1893 führte Richard Hindorf Bulbillen aus Florida in Tansania ein, 1903 brachte Horácio Urpia Júnior die Pflanze nach Brasilien. 1951 war Brasilien dann das zweitgrößte Erzeugerland hinter Tansania, ab 1964 brach der Markt für Sisal durch die zunehmende Konkurrenz von Kunstfasern jedoch deutlich ein. Die Produktion ging zurück, erholt sich jedoch seit der Jahrtausendwende wieder. Gemessen an der Masse der Faserproduktion ist die Sisal-Agave heute die fünftwichtigste Faserpflanze weltweit,[4] 2006 belief sich die Weltproduktion von Sisalfasern auf rund 428.000 Tonnen."
Ob Pulque auf der Haut gegen Sonnenbrand hilft ist fraglich, aber es lässt sich innerlich anwenden.
Tequila [teˈkila] ist eine geschützte Bezeichnung einer Form der Spirituose Mezcal, eines Agaven-Brands aus Mexiko und darf nur aus der blauen Weber-Agave ((Agave tequilana Weber, azul) hergestellt werden.
Mezcal, Mescal oder Meskal darf aber prinzipiell aus verschiedenen Agaven(-Herzen) gewonnen und in den Bundesstatten Oaxaca (Hauptanbaugebiet), Jalisco (Tequila) sowie Guerrero, Durango, San Luis Potosí und Zacatecas produziert werden. Anders als Pulque (2 bis 6 Vol.-%) enthält der Schnaps typischerweise 40 Vol.-% Alkohol. Nachdem Genuss größerer Mengen sollte man am besten eine Hängematte aufsuchen(typischerweise aus Sisalhanf geknüpft) und die Sonne strikt meiden.
LG Spinnich
Nachtrag:
Aloe vera (Synonym Aloe barbadensis)
und andere verwendbare Arten für eure Zwecke lassen sich aber dort sicher auch leicht anbauen.
Baumförmige Aloen,wie die Kap-Aloe (Aloe ferox, fälschlich mitunter A. capensis) und Aloe arborescens werden ebenfalls verwendet und sind schnell wachsend und größer als Aloe vera.
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Ich dachte immer, beim Mezcal ist noch so ein Wurm in der Flasche?!
Ich denke, der Fragestellerin geht es hauptsächlich um eine Verwendung vor Ort und um den Aufbau einer lokalen Arbeitsmöglichkeit.
https://www.youtube.com/watch?v=ijHvfn2vcss
Sisal erfordert gemäß dem Video erst mal ein paar Investitionen, könnte sich aber lohnen.
Ich denke, der Fragestellerin geht es hauptsächlich um eine Verwendung vor Ort und um den Aufbau einer lokalen Arbeitsmöglichkeit.
https://www.youtube.com/watch?v=ijHvfn2vcss
Sisal erfordert gemäß dem Video erst mal ein paar Investitionen, könnte sich aber lohnen.
Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
Das mit dem Wurm stimmt nicht so ganz, wenn schon ist es die Larve eine Nachtfalters (Aegiale hesperiaris), also eine Raupe und kein Wurm (nur im Volksmund so benannt) und war ein erfolgreicher Werbegag bei der Vermarktung einer speziellen Sorte des Mezcal.
Häufig liest man auch von Tequila mit Wurm, den gibt es allerdings schon gar nicht.
Im übrigen, wenn die Vermarktung von Sisal in Tansania so erfolgreich möglich ist, sollte das auch in Guinea möglich sein, aber falls man die Idee mit der Seifenproduktion weiter verfolgen möchte (hat man vielleicht schon klarere Vorstellungen), dann sollte man womöglich besser geeignete Arten der Aloe anbauen. Die keimen ganz leicht und wachsen zügig (auch mit wenig Niederschlag).
LG Spinnich
Häufig liest man auch von Tequila mit Wurm, den gibt es allerdings schon gar nicht.
Im übrigen, wenn die Vermarktung von Sisal in Tansania so erfolgreich möglich ist, sollte das auch in Guinea möglich sein, aber falls man die Idee mit der Seifenproduktion weiter verfolgen möchte (hat man vielleicht schon klarere Vorstellungen), dann sollte man womöglich besser geeignete Arten der Aloe anbauen. Die keimen ganz leicht und wachsen zügig (auch mit wenig Niederschlag).
LG Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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Re: Aloe Vera in Guinea, Afrika
.... dann mache ich mal auf die Suche nach einem echten Aloe Vera Pflänzchen und recherchiere zu Sisal.. ich danke Euch für die Hilfe und wünsche Euch ein fröhliches Weihnachtsfest