der Zugang/Zufahrt zu unserem Haus ist etwas breit. Wir dachten diese Zufahrt/Zugang mit einem Beet zu verschönern.
Skizze habe ich angefügt. (X) ist die Position des Beets, Grau ist Straße/Plasterweg. Blau unser Haus.
Unbenannt-1.png (194.49 KiB) 1555 mal betrachtet
Da es sich um die Südseite handelt, wäre auch ein Baum als Sonnenschutz natürlich praktisch. Nun wäre meine Frage ob es ein Baum gibt, der sich in dem beengten Raum wohlfühlt. Randparameter:
Beet Durchmesser ca. 2 - 2,5m
Drumherum gepflasterter Weg - d.h. müsste mit Wurzelsperre o.ä. eingesperrt werden?
Sollte eine Krone bieten die Sonnenschutz bietet
Pflegeleicht wäre natürlich gut - große Blätter, dass keine Fiecher angezogen werden u.ä.
Unteren 2m keine Äste - bzw. nicht zu Breit
Wenn der Baum schön wäre - wäre das super!!!
Eine Idee ob es so ein Baum gibt und welcher das wäre?
Zuletzt geändert von Haviator am 22 Jul 2018, 00:32, insgesamt 1-mal geändert.
ich würde es ja mal mit einem Schirm versuchen: Keine Arbeit, Breite kannst Du Dir aussuchen, am besten Werbung von einer
Brauerei (schön bunt), nur die lästigen F(V)iecher können ab und zu mal auftauchen, wenn der Schirm über Nacht abgeklappt wird.
Schirm mitten auf dem Weg macht sich halt nicht so schön wie ein Bäumchen
Meine Frau bevorzugt aber auch eher ein Strauch oder kleinerer Baum. Wäre eher schön, weniger Schattenspender - dann würde der Schirm zusätzlich dazukommen
@ Quellfelder
Du bist heute lustig drauf - oder? Ein Strauch ist da wohl kaum die Lösung.
Bestenfalls kombiniert. Kleinerer Baum und zwei, drei Zwergsträucher
wie diverse Cotoneaster.
Hallo Haviator,
es geht doch vor allem um Sonnenschutz. Ich würde da Catalpa bignonioides
vorschlagen. Die werden gern auf großen Parkplätzen als Sonnenschutz
verwendet. Wie das mit den Wurzeln aussieht, bin ich überfragt. Allerdings
können diese Bäume ziemlich groß werden. Blätter auch sehr groß.
Sehr schön und resistent gegen alle möglichen Krankheiten, Abgase usw.
wäre Liquidambar styraciflua. Ahornähnliche Blätter, im Herbst eine tolle
rote Blattfärbung. Wird gern in Innenstädten mit beschränkten Platzverhältnissen
verwendet.
Ganz schnell wächst die Paulownia. Wird aber auch sehr groß und könnte
durch die Wurzeln Probleme machen. Hier in der Nähe hat eine Paulownia
den Asphalt auf einem Parkplatz gehoben. Riesige Blätter, wächst anfangs bis
zu 2,50 m im Jahr. Ein Nachbar fällt die Paulownia und lässt eine neue
nachwachsen, sollte die zu groß werden. Ist aber mit Kosten verbunden.
Abraten würde ich von Robinien, die man auch noch zum Teil für solche
Zwecke anbietet. Man hat aber ständig Ärger mit den kleinen Blättchen, dem
Honig der Blüten und zudem bieten diese Bäume den Spatzen ein Versteck.
Die bauen da gern ihre Nester. Entsprechend wird der Boden verkleckert.
Es gibt im Internet Seiten über geeignete Bäume, wenn man unter
"Straßenbäume" sucht. Die hier vorliegenden Bedingungen sind ja ähnlich
wie auf Gehwegen. Dort werden z.B. Pyrus calleryana 'Chanticleer" (chin.
Birne), Malus trilobata (Apfel mit gelappten Blättern), diverse Alnus u.v.m.
empfohlen. Interessant wäre auch ein Baumhasel. Da kann man reichlich
Haselnüsse ernten, allerdings bietet der nicht so effektiven Schatten.
Ich würde sagen, schau Dir die diversen Kandidaten in unseren Baumlisten
an. Wenn dann noch Detailfragen auftauchen, gibt es hier sicher Antworten.
ich bin bei einem Kopfbaum.
Warum? Er soll (in Sommer) Schatten spenden (groß sein) aber einem nicht über den Kopf wachesen (klein bleiben). Da es sowas nicht gibt, sollte es also ein Baum sein, der von Haus aus geschnitten wird ... ergo ein Kopfbaum.
Eine Schirmplatane klingt verlockend, wurzelt aber gern flach, hebt also u.U. den Bodenbelag.
Catalpa bekommt mir zu gern Verticillium-Welke und Robinie ist irgendwie aus Gewohnheit kopf- und kragen-faul. Ähnlich verhält es sich mit Kugelahorn, der aus Gewohnheit auch bei fachgerechter Pflege nur all zu gern fault, zumal das auch kein klassischer Kopf-Baum ist.
Was echt nicht jedermanns Geschmack ist aber was sich im Pflaster vorm Haus meines erachtens immer ganz nett macht, ist eine Harlekinweide (Salix integra 'Hakuro Nishiki'). Zwar neigen Weiden auch zum Flachwurzeln, jedoch ist die Harlekinweide kein Großbaum. Ich kann an ihr problemlos alles abschneiden, was mir im Weg ist und rasier Ende Februar/Anfang März einfach alles ab, was im letzten Jahr dran gewachsen ist, das kann jeder selbst und dann fault die auch nicht. Das einzige Problem wird sein, sie als Hochstamm mit ausreichend hohem Kronenansatz zu bekommen. 2,5m bis besser 3m sollten es schon sein.
Alternativ ... ich weiß, daß es Spalier-Linden gibt ... aber ob man die auch als Kopf-Baum bekommt ... einfach mal nachfragen ... die Pflege wäre die selbe.
Bei Bäumen habe ich etwas schiss wegen Beschädigungen des Gehwegs. Ich habe teilweise gelesen, dass der Wurzelschutz bis zu 2m versenkt werden muss - je nach Baumart. Und ob 2-2,5m Durchmesser für ein Baum überhaupt ausreichend ist, dass er nicht eingeht oder mir später umstürzt - da habe ich bis jetzt nicht wirklich was zu gefunden. Und von Privat habe ich gehört, dass teilweise sogar Betonumrandungen von den Wurzeln zerstört wurden - wie soll da ein Wurzelschutz - sprich Plastik - 1,5mm helfen. Bin mir hier also wirklich unsicher...
Meine Frau schaut ja sowieso schon richtung Strauch - also nur die große Gehwegfläche etwas auflockern, kein Sonnenschutz. Aber wenn ich mir wegen den Wurzeln nicht sicher bin, würde ich auch kein Baum dahin pflanzen...
Beton wie der eines Schachtrings können Bäume sprengen, weil er Lufteinschlüsse, Ecken, Nieschen usw. hat, in die der Baum wurzeln kann. Eine anständige Wurzelschutzfolie wie eine Bambus-Rhizom-Sperre kann er bestenfalls umwachsen, also oben drüber oder unten drunter her wurzeln, da kommt er nie durch, solange die Folie intakt ist und da da unten unter der Erde kein Sonnenlicht hin kommt, halten die SEHR lange.
Ein eingesperrter Baum will aber regelmäßig gegossen werden ... vergiß also die Linde aber über ne Harlekinweide mit sehr hohem Kronenansatz darf man weiter nachdenken. Mit 2-2,5m Durchmesser Baumscheibe fühlt die sich bei jährlichem Rückschnitt pudelwohl und hat gar keinen Grund, weiter weg zu wurzeln.
@ Hessekopp: Was ist denn mit Liquidambar? Der wird bei uns als Straßenbaum genutzt, wächst auf engstem Raum, ist auch unempfindlich.
Gehobenes Pflaster habe ich auch noch nicht gesehen.
Liquidambar styraciflua kommt mit erstaunlich wenig Platz sehr gut klar ... auch in höherem Alter.
Ich habe allerdings im Hinterkopf, dass der problemlos seine 15m hoch wird und bei nem anständigen Sturm auch gern mal ein paar Äste oder gar die Spitze verliert. Ich hätte den nur ungern so dicht an der Straße vorm Haus ... lieber dahinter, zumal er mir für den hier angedachten Zweck einfach zu groß wird. Ne Stadt hat kein Problem damit, sich durch 12 Instanzen klagen zu lassen, wenn ein Astausbruch im Sturm Nachbars Katze erschlägt ... die Stadt wird Recht bekommen (allgemeines Lebensrisiko, falls der Baum keine sichtbaren Vorschäden aufwies) . Als Privatverson hätte ich aber wenig Lust auf den Stress.
Ich würde Haviator daher gern etwas empfehlen, wo er sich nicht in 20 Jahren fragt, warum er denn das Riesenteil da hin gepflanzt hat. Das ist leider etwas, was bei Liquidambar immer wieder passiert. Auf dem lustigen Baumschul-Kärtchen steht da ja gern mal was von 6-8m.
Für mich fängt eine anständige Baumpflege schon mit artgerechter und bedarfsgerechter Pflanzung an. Ich möchte einem (vermutlich) Laien nichts empfehlen, womit er nach ein paar Jahren nicht mehr oder nicht mehr fachgerecht klarkommt und das Ding dann kaputtsägt.
Wenn ein Baum (im Sommer) stets eine gewisse Größe haben soll, am besten von Anfang an und diese auch nicht überschreiten soll, lande ich zwangsläufig bei entweder Formschnittkitsch oder halt einem Kopfbaum und der Kopfbaum ist für jeden Laien beherrschbar. Für mich persönlich käme da auch noch einiges anderes in Frage, da ich weiß, wann man wie welche Bäume schneidet aber die sind für Laien unbeherrschbar und auch die meisten Gärtner würden die versauen.
Edith meint noch, dass man eine Harlekinweide auch nicht als klassischen Ein-Kopf-Baum zu kaufen bekommt, aber wenn man immer den Jahreszuwachs abschneidet, wird automatisch was draus, was quasi ein Kopfbaum ist ... es ist dann halt ein mehrköpfiger.
Noch 'nen Vorschlag, der in der Größe zwischen kleinem Baum und Großstrauch steht, möchte ich ergänzen. Cotinus coggygria, der Perückenstrauch, 3-5 m hoher Strauch mit breit ausladendem, etwas sparrigem, aufrechtem Wuchs, spät austreibend, ist sehr trockentolerant. Da es auch rotlaubige Sorten gibt, muss man nicht bis zum Herbst auf die tolle Blattfärbung warten. Wenn ein normal grünlaubiger mit einem rotlaubigem zusammengepflanzt wird hat man einen besonders schönen Kontrast.
Der Baum/Strauch kann sogar in großen Kübeln angepflanzt werden!
LG Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
nicht zu gross, keine Arbeit, toller Schattenspender, Extremstandort, ... usw, wird schon klappen, aber es wird wohl auch den einen oder anderen Abstrich geben.
Für mich ist das wichtigste Detail der Extremstandort, Südseite im beengten Beet. Das heisst Wassermangel wird ein Thema sein. Deshalb werden Baumarten in Frage kommen die an solchen Standorten gut funktionieren.
hier eine Auswahl von Baumarten die für mich in Frage kommen:
Acer monspessulanum (Blätter nicht besonders gross)
Koelreuteria paniculata (Blätter gross, jedoch zusammengesetzte Blätter)
Morus nigra (leckere Früchte)
Ostrya carpinifolia (naja, Blätter nicht sooo gross)
Cercis siliquastrum (sehr empfindlich auf Wurzelbeschädigungen)
Quercus ilex (kleines Blatt)