Wir wohnen in Südbulgarien und haben im Herbst 4 Granatapfelbäume gepflanzt. Diese treiben bis jetzt leider nicht aus. Der Baum vom Jahr davor schon.
Jetzt hat unser Nachbar gesagt, wir sollen die Bäume kräftig zurückschneiden.
Wirklich? Und wenn ja, wie viel?
Ich kann morgen gerne Fotos von den Bäumen einstellen.
LG Patty
Granatapfelbaum zurückschneiden?
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Re: Granatapfelbaum zurückschneiden?
Hmm,
Meine beiden Granatapfelsämlinge (im Topf, ca. 60 cm hoch) zeigen im Winterlager (Kalthaus) bisher auch noch keinen Austrieb.
Wie sehen die gepflanzten Bäume denn aus. Sind sie zu dicht oder sind sie zu spindelig gewachsen. Ich würde mit dem Rückschnitt noch warten, bis wenigstens erste Knospen anschwellen. Ich finde die Granatapfelbäume sind normalerweise sehr wüchsig und können das ganze Jahr über geschnitten werden. Andererseits können bei gepflanzten Jungbäumen sicher auch mal ein paar Triebe im Winter dürr werden. Wäre ärgerlich wenn man den falschen Ast wegschneidet.
Gruß Spinnich
Meine beiden Granatapfelsämlinge (im Topf, ca. 60 cm hoch) zeigen im Winterlager (Kalthaus) bisher auch noch keinen Austrieb.
Wie sehen die gepflanzten Bäume denn aus. Sind sie zu dicht oder sind sie zu spindelig gewachsen. Ich würde mit dem Rückschnitt noch warten, bis wenigstens erste Knospen anschwellen. Ich finde die Granatapfelbäume sind normalerweise sehr wüchsig und können das ganze Jahr über geschnitten werden. Andererseits können bei gepflanzten Jungbäumen sicher auch mal ein paar Triebe im Winter dürr werden. Wäre ärgerlich wenn man den falschen Ast wegschneidet.
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
- Georg Christoph Lichtenberg -
Re: Granatapfelbaum zurückschneiden?
Das ist der Baum aus dem Vorjahr, hier ist alles gut.

Und hier die Sorgenkinder. Es gibt zwar Blattansätze, aber es sieht nicht danach aus, als ob da viel Leben drinsteckt.



Und hier die Sorgenkinder. Es gibt zwar Blattansätze, aber es sieht nicht danach aus, als ob da viel Leben drinsteckt.


Re: Granatapfelbaum zurückschneiden?
Hallöchen,
wenn ein Baum nicht das macht, was ich von ihm erwarte, schneide ich einfach mal was ab? Und je mehr ich abschneide, desto eher macht er, was ich will? Schönen Gruß an deinen Nachbarn aber so funktionieren Bäume nicht.
Wenn ein Baum garnicht austreibt, ist er entweder tot oder er ist der Meinung, das es noch nicht Zeit dafür ist. Diese Meinung wird er auch durch Schnittmaßnahmnahmen nicht ändern. Dazu kommt, daß kein Baum einen "kräftigen Rückschnitt" mag, das Gegenteil ist der Fall. Es gibt zwar Bäume, die einen "kräftigen Rückschnitt" vertragen aber das ist außer bei sehr alten oder kranken Bäumen nie in dessen Sinne und daher zuallermeist kontraproduktiv und lebensverkürzend.
Der ältere Baum ist halt schon etwas angewachsen und kann es sich daher leisten, früher zu kommen, die neuen hingegen warten sicherheitshalber noch etwas ab, um sich nicht in den Tod zu treiben und die wahrscheinlich noch sehr geringen Energiereserven an eventuellen Frost zu verlieren. Im ersten Standjahr sind Bäume sehr empfindlich.
Laß mal Schere und Säge da, wo sie sind und laß die Bäumchen mal machen, die wissen viel besser als dein Nachbar, was gut für sie ist.
Edith meint noch, daß du ja mal einen kleinen Zweig abschneiden kannst ... ob das Holz saftig oder tot ist, sollte man sehen können. Einen toten Baum schneidet man durch einen "kräftigen Rückschnitt" aber auch nicht wieder ins Leben zurück.
wenn ein Baum nicht das macht, was ich von ihm erwarte, schneide ich einfach mal was ab? Und je mehr ich abschneide, desto eher macht er, was ich will? Schönen Gruß an deinen Nachbarn aber so funktionieren Bäume nicht.
Wenn ein Baum garnicht austreibt, ist er entweder tot oder er ist der Meinung, das es noch nicht Zeit dafür ist. Diese Meinung wird er auch durch Schnittmaßnahmnahmen nicht ändern. Dazu kommt, daß kein Baum einen "kräftigen Rückschnitt" mag, das Gegenteil ist der Fall. Es gibt zwar Bäume, die einen "kräftigen Rückschnitt" vertragen aber das ist außer bei sehr alten oder kranken Bäumen nie in dessen Sinne und daher zuallermeist kontraproduktiv und lebensverkürzend.
Der ältere Baum ist halt schon etwas angewachsen und kann es sich daher leisten, früher zu kommen, die neuen hingegen warten sicherheitshalber noch etwas ab, um sich nicht in den Tod zu treiben und die wahrscheinlich noch sehr geringen Energiereserven an eventuellen Frost zu verlieren. Im ersten Standjahr sind Bäume sehr empfindlich.
Laß mal Schere und Säge da, wo sie sind und laß die Bäumchen mal machen, die wissen viel besser als dein Nachbar, was gut für sie ist.
Edith meint noch, daß du ja mal einen kleinen Zweig abschneiden kannst ... ob das Holz saftig oder tot ist, sollte man sehen können. Einen toten Baum schneidet man durch einen "kräftigen Rückschnitt" aber auch nicht wieder ins Leben zurück.