Weißtanne hat merkwürdigen Rindenverlust

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Ratlos in Hessen
Beiträge: 2
Registriert: 26 Nov 2017, 17:23

Weißtanne hat merkwürdigen Rindenverlust

Beitrag von Ratlos in Hessen »

:cry: Wir haben auf unserem Grundstück mehrere Fichten und Tannen. Eine davon verliert seit ein paar Wochen die Rinde, bei kalten Temperaturen nicht. Wir hatten schon eine Probe über unsere Genossenschaft einschicken lassen, die konnten aber nichts feststellen. Vielleicht hat hier jemand ein Tip oder eine Idee, was das hier sein kann. Fairerweise sollte man dazu sagen, daß vor zwei Jahren eine Mauer hochgezogen wurde und deshalb die Wurzeln, 1 Meter vom Stamm, geschnitten wurde. War leider nicht zu verhindern. Das graue sieht aus wie Pilz und das weiße wie Cocons. ein Durchleuchten bringt auch nichts. Wer weiß Rat?? Danke
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Stamm
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Hessekopp
Beiträge: 772
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Beitrag von Hessekopp »

Hallöchen,

ein kompletter Rindenverlust auf dieser Fläche wäre fatal, ein Bokenverlust hingegen belanglos.
Die Borke ist ein Teil der Rinde, und zwar der tote Teil ganz außen. Wenn nur der erneuert wird, ist erstmal alles im grünen Bereich, auch wenn das normalerweise nicht so großflächig auftritt.
Wenn also unter der frischen roten Schicht noch Leben ist, sollte alles ok sein.
Wegen der Wurzelkappung stirbt der Baum erst 5-15 Jahre später, falls er nicht vorher umfällt, das sollte sich so schnell nicht bemerkbar machen.
Die Flecken auf der abgestoßenen Borke machen mich erstmal nicht sonderlich stutzig. Pilze auf totem Material (Borke) können alles mögliche sein ... das meiste davon schadet dem Baum nicht.
Bild

Ratlos in Hessen
Beiträge: 2
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Beitrag von Ratlos in Hessen »

:D Danke für die Antwort. Hoffe mal, daß es dann auch nur Borkenverlust ist. Man sieht ja auf dem Bild, daß unter der "Borke" alles wieder wie vorher, aber in "Neu" ist. Uns kommt es nur merkwürdig vor, daß es innerhalb der letzten 8 Wochen geschehen ist. Kann man dem Baum bei dieser Aktion irgendwie Hilfestellung geben. Nährstoffe, zusätzlich Wasser, die erneuerten Stellen mit etwas zum Schutz einsprühen? Der Baumbestand ist mittlerweile 25 - 30 Jahre alt.

Ratatöskr
Beiträge: 531
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Beitrag von Ratatöskr »

Ich kenne das Phänomen von Fichten die am Waldrand stehen udn deren Stämme der Sonne ausgesetzt sind,, diese verlieren die Borke immer nach langen, trocken-kalten, aber sonnigen Wintern udn zwar nur an der sonnenbeschienenen Seite des Stammes, diese blättert dann im Spätwinter ab. Schaden haben die Bäume dabei nie genommen.
Beste Grüße
André
"Wenn eine Raupe stirbt- wird ein Schmetterling geboren"
Elisabeth Kübler Ross

Hessekopp
Beiträge: 772
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Beitrag von Hessekopp »

Hallöchen,

wenn unter der abgeplatzten Bore gesunde neue Borke ist, mußt du dem Baum mit nichts helfen ... und du könntest es auch nicht.
Wenn der Baum merken soll, daß du da unten etwas Dünger verteilt hast, müßte das soviel sein, daß du damit den Boden versaust. So große Bäume düngt man nicht.
Mehr Wasser braucht der jetzt auch nicht, es hat genug die letzten Wochen geregnet und ein so großer Baum muß in aller Regel eh nicht mehr gegossen werden.
"Mit etwas zum Schutz einsprühen" ... nö, wenn untendrunter bereits neue Borke ist, muß man da nichts draufsprühen. Das einzige, was mir da einfiele, wäre was gegen Sonnenbrand aber eigentlich neigen Tannen/Fichten da nicht gerade zu.
Bild

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Ja, abwarten und Kaffee trinken. 8)

Viele Grüße

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