Hallo,
die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten.
Die Pflanzenarten, die immer zweihäusig sind, haben auch unterschiedliche Geschlechtschromosomen entwickelt. Damit sollte das Geschlecht "vorbestimmt" sein.
Jedoch scheint es auch da ein "Hintertürchen" zu geben, wenn z.B. berichtet wird, dass eine alte Eibe (bisher männlich) in einem Teilbereich plötzlich Früchte ausbildet.
Da werden homonelle Faktoren (eventuell durch Umwelteinflüsse verändert) vermutet.
Es gibt aber auch Gattungen/ Arten z. B. Ahornarten, da heißt es: Art xy kann einhäusig oder zweihäusig sein, die Blüten können eingeschlechtlich sein, können zweigeschlechtlich sein.
Ob dass dann beim gleichen Individuum festgelegt immer gleich abläuft ... große Frage ... und wie hier dann die Chromosomen aussehen ....
Da vermute ich dann doch (vermute ... vermute ...), dass da eher äußere Einflüsse eine Rolle spielen - aber nicht bei der Keimung, sondern während der Entwicklung/ des Lebens Lebens des Baumes.
Und dass diese Einflüsse die steuernden Hormone verändern können .
Zu der Eibe:
http://www.theplantlist.org/tpl1.1/record/kew-2620644
"Wie entstehen Geschlechtschromosomen" Beispiel Papaya (triözisch)
http://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=5435
Zum Geschlechtsdetermination allgemein (Mensch, Tier, Pflanze)
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsdetermination
Die große Mehrzahl der Pflanzenarten ist hermaphroditisch. Die hermaphroditischen Pflanzen werden weiter unterteilt in zwittrige, nämlich solche mit zwittrigen Blüten, und einhäusige (monözische), solche mit getrennten männlichen und weiblichen Blüten an einer Pflanze. Im Gegensatz dazu haben zweihäusige (diözische) Pflanzenarten weibliche und männliche Individuen. Hier gibt es unterscheidbare Geschlechtschromosomen (siehe oben). Es wird angenommen, dass bei Pflanzen die Getrenntgeschlechtlichkeit evolutionär jünger ist als die Hermaphroditie.