Fragen zum Blutahorn

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aki.ben
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Fragen zum Blutahorn

Beitrag von aki.ben »

Hallo,

ich würde gerne einen Blutahorn pflanzen und habe dazu ein paar Fragen:

Vor einigen Jahren haben wir in der Baumschule einen 'Faassens Black' begutachtet, der uns auch gut gefallen hat. Der Preis hat uns allerdings etwas abgeschreckt, daher wurde er erstmal nicht gekauft. Der Baum sah im Prinzip aus wie ein normaler Ahorn, nur eben mit sehr dunkelrotem Laub.

Im Jahr darauf wurde 'Faassens Black' dann offenbar durch 'Crimson King' ersetzt. Dieser sah für mich irgendwie gepfropft aus. Am Ende des Stammes, also am Kronenansatz waren eine Verdickung und Reste von einer Art Klebeband zu erkennen.

Ist das normal für 'Crimson King'?

Gibt es unterschiede bezüglich Habitus und Lebenserwartung bei "normal" gewachsenen und gepfropften Bäumen?

Wird sich ein Blutahorn an einem sehr offenen, lehmigen, und zeitweise windigen, sonningen, nassen Standort wohlfühlen?

Kann sich ein Blutahorn auch aussäen?
In unserer Umgebung findet man tausende von grünlaubigen Ahorn-Sämlingen, aber keine mit rotem Laub, obwohl z.B. die Nachbarn ein schönes, altes Exemplar im Garten stehen haben.

Vielen Dank im Voraus!
LG
Anna

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stefan
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Beitrag von stefan »

Hallo Anna,
beim Blut-Ahorn handelt es sich immer um eine rotlaubige Form des Spitz-Ahorns.
Derartige Formen lassen sich normalerweise nicht durch Samen vermehren, sondern, um die Form sicher zu erhalten, nur durch Veredelung.
Die Bäume, die Du gesehen hast unterscheiden sich also - als verschiedene Sorten durch Blattform, -färbung o.ä. - ansonsten durch die Sichtbarkeit / Auffälligkeit der Veredelung, aber keiner ist ein Sämling.
Gruß
Stefan
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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Anna,
vielleicht noch als Ergänzung: Zum schnellen Verkauf veredelt man natürlich. Du kannst natürlich auch aussäen. Im Saatbeet hast du überwiegend grünlaubige, aber selbstverständlich kann auch mal ein rotlaubiger Sämling dazwischen sein. Wenn du diesen dann weiterkultivierst hast du später wieder das Material, um wieder en masse zu veredeln.
Exemplare " auf eigenem Fuß " sind häufig nicht so anfällig wie veredelte Pflanzen. Manchmal bricht die Veredlung ab, oder die stärkerwüchsige Unterlage wächst nach oben und die Veredlung kümmert. Wenn man dann nicht die Unterlagstriebe wegschneidet, stirbt die Veredlung evtl. ab. Das passiert recht häufig, da man sehr vieles als Veredlung kauft.
VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

aki.ben
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Beitrag von aki.ben »

Viele Dank für eure Antworten!

Also wird ein rotlaubiger Zweig auf den Stamm eines normalen Spitzahorns veredelt?

Was meint ihr zum beschriebenen Standort?

Birken und grüne Spitzahorn kommen dort soweit ganz gut klar, solange nicht der ansässige Rehbock zuschlägt :evil:.

Sind die rotlaubigen empfindlicher (uabhängig ob veredelt oder nicht)?
LG
Anna

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stefan
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Beitrag von stefan »

Cryptomeria hat geschrieben: ... Du kannst natürlich auch aussäen. Im Saatbeet hast du überwiegend grünlaubige, aber selbstverständlich kann auch mal ein rotlaubiger Sämling dazwischen sein. ...
bei den rotlaubigen Sämlingen handelt es sich aber meist auch um Kreuzungen mit grünlaubigen Formen, so dass die Farbintensität z.B. geringer wird; das ist eine Erscheinung, die man bei Blut-Buchen gut beobachten kann.

Gruß
Stefan
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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ja, da kann ich Stephan nur zustimmen.

In meinen Augen auch nicht empfindlicher.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

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