Wie sieht es dieses Jahr bei Euch mit der Obstblüte aus?
Ich hoffe es gibt keinen Spätfrost in die Apfelblüte, denn letztes Jahr hatten meine alternierenden Apfelbäume kaum geblüht und nur wenig gefruchtet.
In diesem Jahr sind sie wieder übervoll, selbst ein Wildling in einer Hecke, den ich vor Jahren mal veredelt hatte, zeigt die ersten Blütenknospen.
Lediglich meine noch recht kleine Birne hat es bei nur einer Blütentraube belassen, aber die soll ruhig erst mal noch ins Wachstum investieren.
Im letzten Jahr gab es an dem Bäumchen doch schon mal die ersten 20 (noch eher kleinen) Birnchen, 2 sogar an der Veredelung an der Spitze der Stammverlängerung.
Die beiden 2 - 2,5 m hohen Nussbäumchen haben wohl auch keine Blüten angesetzt, aber ich wäre schon froh, wenn die nicht wie in den letzten 4 Jahren wieder mitten im Austrieb erfrieren. Immerhin hatte der größere vor wenigen Jahren schon mal 2 Nüsse angesetzt.
Bei den Sauerkirschen wird es auch eher nichts, denn ein Bäumchen ist noch zu mickrig (1€-Stecken), das andere (Koröser W.) hat nach Erkrankung die gesamte Krone eingebüßt, treibt jetzt aber aus halber Höhe wieder kräftig nach und hat auch ein paar Blüten.
Die Knorpelkirsche legt sich in der Blüte auch mächtig ins Zeug, aber da waren dennoch nie mehr als eine Handvoll mickrig kleiner Kirschen an dem Baum, alles sowieso von den Vögeln vereinnahmt.
Früher hatte ich mal (notgedrungen) 2 ältere Sauerkirschbäume (einen sogar schon zum 2ten mal) von einem anderen Grundstück umgepflanzt, die trugen tatsächlich ein paar Kirschen, sind aber innerhalb 3-4 Jahren abgenippelt.
Von einem steht noch die buschige von den Rehen anfangs malträtierte Unterlage (Prunus mahaleb) und zeigt reichen Blütenflor.
Ein Kirschpflaumensämling (Prunus cerasifera nigra) ist auch bestens gewachsen und zeigt schon einige Blüten. Ob die auch fruchten,, wie am Elternbaum, muss man abwarten.
Eine leider ungenießbare wilde Mirabelle wurde vor Jahren mit Zwetschge veredelt. Das angewachsene Reiser hat aber ein Raubvogel abgeknickt.
Doch ein späterer neuer Versuch war erfolgreicher und wächst rasch.
Ob es heuer für den ersten Fruchtansatz reicht wird sich zeigen.
Auch eine kleine Zwetschge ist wild aufgegangen und bleibt natürlich stehen.
Des weiteren gibt es noch eine portugisische Birnenquitte, der der trockene Standort nichts ausmacht. Die Ernte war im letzten Jahr sehr üppig, die Früchte riesig. Eine Quitte für Rohverzehr habe ich in den letzten Jahren leider nicht ergattern können, weshalb ich eine Hybride Quittenbirne, Pyronia veitchii gepflanzt habe.
Den Platz hatte nach 15 Jahren meine mickrige Nektarine freigemacht, die mit dem Pickel gepflanzt werden musste (geplanter Stellplatz), aber doch 10 Jahre lang immer einige Früchte trug, woran sich besonders Wespen und Ameisen erfreuten.
Der Versuch mit einer Kaki ist leider nach Trockenheit im Pflanzjahr und starkem Winterfrost erst mal gescheitert. Die Diospyros lotus - Unterlage ist aber wieder ausgetrieben, Geschlecht der meist zweihäusigen Unterlage ist natürlich nicht bekannt. Hoffe dieses Jahr eine Hybride 'Nikitas Gift' zu bekommen. Auch eine Pfirsicose habe ich mir zugelegt, werde aber sicherheitshalber erst mal in meinem Gemüsegarten ordentlich bewurzeln lassen.
Das war auch die Lebensrettung für meinen Holunder 'Black Lace'
Nach 2 jahren im Garten und Auspflanzung mit kräftiger Wurzel war der Austrieb gut. Den Rehen hat's gefallen. Der Rest war kläglich und wird seitdem mit Draht geschützt. Dann ein supertrockenes Jahr, das nur dank Bewässerung mit Ach und Krach überlebt wurde.
Heuer sieht es aber wieder besser aus, ich hoffe der Strauch kann sich dort dauerhaft etablieren.
Auch eine Dreiblättrige Orange, Poncirus (Citrus) trifoliata hat es wohl nach Anlaufschwierigkeiten geschafft.
Die Idee den Strauch erst noch ein Jahr im Topf zu belassen war ein Irrtum, die Pflanze verlor alle Blättter ohne neue zu bilden. Dann also doch im Herbst die noch grünen Triebe gepflanzt und das geschwächte Gehölz überlebte den Winter und den ganz trockenen Sommer. Ende des Sommers ein paar mickrige Blättchen, trotz Unterhöhlung durch eine Wühlmaus.
Im letzten Jahr dann erster Zuwachs der überlebenden Reste.
Dieses Jahr schon zeitig am Knospen und wird sicher deutlich zulegen.
Bei der Jujube muss ich abwarten, da waren im letzten Jahr nur 2 mickrige grüne Triebe. Aber für deren Austrienb ist es auch noch zu früh.
Papiermaulbeere bleibt auch noch schön am Boden, das ist aber normal.
Mein Baum hinterm Haus hat es in den ersten 5 Jahren auch nicht geschafft aus den Vorjahrestrieben auszutreiben (aber aus dem Wurzelstock). Dann irgendwann doch, und nun kann ich unter dem Baum sitzen und beim Grillen mein Bierchen in seinem Schatten genießen.
Manchmal braucht man halt Geduld.
Eine Baumhasel aus Selbstaussaat gibt es auch noch - Bild siehe im Rätsel:
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Mit einer teuren Bayernfeige habe ich es auch mal versucht, der haben die früher noch strengeren Fröste und dann die Wühlmäuse den gar ausgemacht.
Eine andere gekaufte Feige war ihrem Topf entwachsen und darbt nun im Garten, wo sie immer brutal runter friert. Die wird aber dennoch jedes Jahr größer.
Anders als meine in Italien an der Adria auf einem Waldweg gesammelte wilde Feige, die leider nicht fruchtet und sehr langsam wächst.
Werde aber bald mal wieder einen Versuch wagen mit einem der Ablager einer wüchsigen Ficus, die ich am Gardasee gesammelt habe und die sogar über den Winter einen Fruchtansatz behalten hat.
Ansonsten habe ich noch 3 Weinstöcke auf dem Grundstück. Am besten gedeiht eine Portugieser Traube die 40 Jahre auf dem Buckel hatte, bevor ich die bekam und die nach 2 maligem Umpflanzen dort hoffentlich ihren Lebensabend beschließen darf.
Als Ziergehölze gibt es noch eine Kletterrose, seit 2 Jahren eine 'Santana'.
Hoffentlich ist sie robuster als das vorherige Gewächs vom Baumarkt, dass nach über 10 Jahren nie höher als 1 m wurde, dann ganz abstarb, bis auf die Wurzel, wie ich erst bei der Nachpflanzung bemerkte.
Die Wurzelreste leben an anderer Stelle aber noch heute und treiben aus (so 10 cm hoch) und es gab sogar eine Blüte etwa so groß, wie ein 5 Cent Stück.
Daneben steht ein strauchiger Bastardindigo, der dort bestens gedeiht, sich aber bei der trockenen Umgebung kaum als invasiv erweisen dürfte.
Die Mutterpflanze aus einem Urlaubsmitbringsel steht an der Mauer zum Nachbarn hinter meinem Wohnhaus und wird wegen des wuchernden Wuchses vor dem Laubfall jährlich entastet. Das Stämmchen dort hat wohl so 8-9 cm Durchmesser und bringt jedes Jahr neue Triebe von 2-3m Länge.
Auch 2 Nadelgehölze haben den Weg auf meine Obstwiese gefunden.
Bei dem Angebot (meines Vaters) konnte ich einfach nicht nein sagen.
Immerhin sind sie recht gut integriert:
viewtopic.php?t=16949
LG Spinnich