Hallo
Vor einiger Zeit entdeckte ich an meiner Rotbuche eine dunkle Einkerbung, welche immer auffälliger und dunkler wurde. Ich weiß nicht, was es damit auf sich hat, habe jedoch das Gefühl, dass es dort zu Fäulnis kommen kann und sich ein Loch bildet, welches ein Einfallstor für allerhand von Parasiten wäre und dem Baum einiges an Lebenszeit kosten könnte. Von daher meine Fragen: "Weiß jemand was das ist und wenn es gefährlich ist, wie kann ich diesen Prozess unterbinden oder zumindest verlangsamen?
Lg Avatarez2
Bedrohlicher dunkler Fleck am Stamm einer Rotbuche.
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Bedrohlicher dunkler Fleck am Stamm einer Rotbuche.
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Hallo,
naheliegend ist eine Erkrankung der Feinwurzeln mit Phytophthora. Welche Art genau (es sollen wohl deutschlandweit über 40 verschiedene Arten vorkommen) lässt sich ohne Laboruntersuchungen nicht feststellen.
Vitale Bäume können die Verluste im Fein- und Feinstwurzelbereich durch die Bildung neuer intakter Wurzeln ausgleichen.
In Ausnahmefällen treten auch bei einem Befall mit dem Brandkrustenpilz derartige Flecken auf.
Unter der verfärbten Borke entsteht eine dunkle Nekrose, welche sich scharf vom helleren Splintholz abhebt. Größere Fäulen, welche von dem Fleck aus in den Stamm eindringen, sind mir bisher noch nicht begegnet.
Gruß Hilmar
naheliegend ist eine Erkrankung der Feinwurzeln mit Phytophthora. Welche Art genau (es sollen wohl deutschlandweit über 40 verschiedene Arten vorkommen) lässt sich ohne Laboruntersuchungen nicht feststellen.
Vitale Bäume können die Verluste im Fein- und Feinstwurzelbereich durch die Bildung neuer intakter Wurzeln ausgleichen.
In Ausnahmefällen treten auch bei einem Befall mit dem Brandkrustenpilz derartige Flecken auf.
Unter der verfärbten Borke entsteht eine dunkle Nekrose, welche sich scharf vom helleren Splintholz abhebt. Größere Fäulen, welche von dem Fleck aus in den Stamm eindringen, sind mir bisher noch nicht begegnet.
Gruß Hilmar
Danke erstmal
.
Heißt das jetzt im Klartext, dass dieser Pilz für den Baum völlig ungefährlich ist und ich den Baum in Ruhe lassen soll, da er sich schon behaupten wird? Wächst dieser dunkle Fleck mit der Zeit wieder zu (wird überwallt) oder bleibt der jetzt erst einmal bestehen?
Und gibt es vielleicht doch irgend ein Fungizid oder andere Maßnahme, mit der ich den Baum unterstützen könnte?
Klingt vielleicht hysterisch, aber ich mach mir einfach sorgen um die Rotbuche, denn es wäre für mich sehr tragisch, wenn er wegen so einem ollen Pilz beim nächsten Sturm das Zeitliche segnet.
Lg AVatarez2
Heißt das jetzt im Klartext, dass dieser Pilz für den Baum völlig ungefährlich ist und ich den Baum in Ruhe lassen soll, da er sich schon behaupten wird? Wächst dieser dunkle Fleck mit der Zeit wieder zu (wird überwallt) oder bleibt der jetzt erst einmal bestehen?
Und gibt es vielleicht doch irgend ein Fungizid oder andere Maßnahme, mit der ich den Baum unterstützen könnte?
Klingt vielleicht hysterisch, aber ich mach mir einfach sorgen um die Rotbuche, denn es wäre für mich sehr tragisch, wenn er wegen so einem ollen Pilz beim nächsten Sturm das Zeitliche segnet.
Lg AVatarez2
Hallo,
gegen Pilze am Baum kann man recht wenig, überwiegend gar nichts tun.
Daher ist der Erhalt von Wuchsraum, sowohl unter- wie auch oberirdisch besonders wichtig. Aufschüttungen im Wurzelraum müssen unterbleiben (Wurzelraum = Breite der Baumkrone + 1,50 m), Abgrabungen ebenso. Weiterhin dürfen bei Pflegemaßnahmen stammnah keine große Schnittstellen entstehen.
Bei dem kleinen Fleck am Stammfuß einer gesunden und vitalen Buche sehe ich keinen Handlungsbedarf. An der Stelle ist das Kambium abgestorben, jedoch reicht der Schaden nicht weiter wie in den äußersten Jahresring hinein. Dann bildet der Baum eine Trennzone und hindert den Schaderreger an dessen Ausbreitung. Ein Loch wird nicht entstehen.
Es gibt Pilze, welche für den Baum ungefährlich sind, es gibt auch Pilze, ohne die ein Baum nicht existieren kann, aber weder Phytophthora noch der Brandkrustenpilz zählen zu diesen. Der Brandkrustenpilz ist sogar einer der agressivsten Fäuleerreger an Stadtbäumen und kann zu unvorhersehbaren Verlusten der Stand- und Bruchsicherheit führen.
Wenn die durch Phytophthora verursachten Wurzelverluste über einen längeren Zeitraum größer sind wie die Wurzelneubildung sterben auch die betroffenden Bäume ab, jedoch stehend. Erst bei Schäden durch anderweitige Fäuleerreger, die das Holz der stärkeren Wurzeln zersetzten, fallen diese Bäume um.
Also erst mal ruhig bleiben, beobachten, erst wenn Pilzfruchtkörper erscheinen sollte mal ein Sachkundiger nachsehen.
Gruß Hilmar
gegen Pilze am Baum kann man recht wenig, überwiegend gar nichts tun.
Daher ist der Erhalt von Wuchsraum, sowohl unter- wie auch oberirdisch besonders wichtig. Aufschüttungen im Wurzelraum müssen unterbleiben (Wurzelraum = Breite der Baumkrone + 1,50 m), Abgrabungen ebenso. Weiterhin dürfen bei Pflegemaßnahmen stammnah keine große Schnittstellen entstehen.
Bei dem kleinen Fleck am Stammfuß einer gesunden und vitalen Buche sehe ich keinen Handlungsbedarf. An der Stelle ist das Kambium abgestorben, jedoch reicht der Schaden nicht weiter wie in den äußersten Jahresring hinein. Dann bildet der Baum eine Trennzone und hindert den Schaderreger an dessen Ausbreitung. Ein Loch wird nicht entstehen.
Es gibt Pilze, welche für den Baum ungefährlich sind, es gibt auch Pilze, ohne die ein Baum nicht existieren kann, aber weder Phytophthora noch der Brandkrustenpilz zählen zu diesen. Der Brandkrustenpilz ist sogar einer der agressivsten Fäuleerreger an Stadtbäumen und kann zu unvorhersehbaren Verlusten der Stand- und Bruchsicherheit führen.
Wenn die durch Phytophthora verursachten Wurzelverluste über einen längeren Zeitraum größer sind wie die Wurzelneubildung sterben auch die betroffenden Bäume ab, jedoch stehend. Erst bei Schäden durch anderweitige Fäuleerreger, die das Holz der stärkeren Wurzeln zersetzten, fallen diese Bäume um.
Also erst mal ruhig bleiben, beobachten, erst wenn Pilzfruchtkörper erscheinen sollte mal ein Sachkundiger nachsehen.
Gruß Hilmar