Hallo und vielen Dank für eure bisherigen Bemühungen

.
LCV:
Die Situation der Kamelie macht mich neugierig. Wie ist denn das Blühverhalten an so einem schattigen Standort? Blüht sie einfach weniger oder fast gar nicht?
Cryptomeria:
Ja, ich denke auch, dass diese ganzen Eiben den Standort mögen werden. Leider sind einige von denen schon stark gefährdet und dementsprechend schwer zu bekommen. Trotzdem werd ich mal demnächst versuchen, eine saxegothaea conspicua irgendwo zu ergattern und mal zu testen. Aber ich glaube neben Taxus, Podocarpus, Cephalotaxus, Saxegothea, Torreya, Pseudotaxus und Amentotaxus wird es wohl kaum eine Nadelbaum Gattung mit frostharten Arten geben, die in einem voll schattigen Standort gedeihen würden. Die Allermeisten Nadelhölzer sind ja gerade zu prädestiniert Sonnenanbeter zu sein. Aber sollte es doch noch eine solche Gattung geben, so wäre ich sehr darüber erfreut von ihr zu erfahren

.
Dioscorea:
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Pimpernüsse in schattigen Lagen überleben können. Weißt du zufälliger Weise auch, ob die in dieser Lage auch fruktifizieren können? Weil soweit ich weiß, sind die Früchte essbar.
AndreasG.
"Wie man's nimmt, Helgoland hätte noch mehr zu bieten.
Trotzdem Danke. Geographie ist nicht gerade meine Stärke. Aber WHV steht erst seit kurzem in deinem Profil, oder?"
Leider nicht so wirklich. Wenn ich mich recht erinnere, war die Ortsangabe der 2. Schritt, den ich Tat, als ich mich hier registrierte. Aber da es sowieso nur eine Abkürzung ist und der einst geschichtsträchtige Ort längst bundesweit nicht mehr so bekannt zu sein scheint, wie er es mal war, ist es auch nicht weiter schlimm.

. Dennoch ist das Mikroklima ein entscheidender Faktor, der die Pflanzenauswahl stark limitieren kann. Und da können wenige *C schon den Unterschied machen.
"Keine. Mahonien sind da etwas anders als Ilex. Die mögen es kontinentaler.
Bei mir im Garten waren sie geradezu ein Unkraut. Wenn sie bei dir nicht von selbst auftauchen (Vögel), musst du mal in den Gärten ringsum suchen, ob und wie gut sie dort gedeihen, ob sie schattentolerant sind usw. und dir ggf. ein paar Beeren oder einen Ableger erbetteln. Meistens ist in Deutschland ohnehin nur die Hybridsorte erhältlich. Mahonien bilden reichlich Wurzelschößlinge.
Und wenn nirgendwo welche zu finden sind, kann es sein, dass sie bei dir einfach nicht gedeihen. "
Also wirklich häufig sind sie hier nicht wirklich. die Mahonia aquifolium findet man hier manchmal als Bodendecker unter Straßenbäumen. Da ists häufig auch sehr schattig aber höher als 40cm scheinen die dort auch nicht zu werden. Die Mahonia x media habe ich noch nie gesehen und wäre auch die erste, die ich ausprobieren würde, da mir ihr Wuchs und ihre Blüten gefallen.
"Nicht so ganz, denn diese Altersform bildet der Efeu erst, wenn er oben im Baum angelangt ist oder die Burgmauer vollkommen überwuchert hat und ganz oben ist normalerweise mehr Licht verfügbar. "
Ist es für den Baum eigentlich arg schädlich, wenn ein Efeu sich an ihm empor schlängelt? Sieht ja manchmal ganz eindrucksvoll aus, wenn der Stamm mit Efeu eingehüllt ist und auch im Winter noch grün ist. Und er ist ja kein Schmarotzer, der dem Baum Nährstoffe entzieht ,sondern nutzt ihn einfach nur als Halterung.
Zu den Schneebeeren sei noch gesagt, dass die im Winter auch ziemlich kahl und dürr aussehen und deshalb sowieso nicht infrage gekommen wären. Und dass sie im Vollschatten nicht gedeihen kann, bekräftigt das nochmal besonders.
Ratatöskr: Dass der Buchs einiges an Schatten aushalte habe ich auch geahnt. Aber dass er es sogar unter Eiben aushält ist erstaunlich, da dort ja fast gar kein Licht mehr hinkommt. Bei den Berberitzen habe ich auch ein wenig geforscht und bin zu dem Schluss gekommen, dass die wohl mit schattentolerante die Berberis verruculosa sein müsste, die einen eher kriechenden Wuchs hat und immergrün ist. Doch glaube ich auch, dass die Thunbergs-Berberitze sich eignen kann. Blüht die unter den Rotbuchen den auch gelegentlich? Wird nur das Wachstum verlangsamt oder wirkt die ganze Pflanze insgesamt weniger vital? Und produziert die auch Früchte?
Nun habe ich noch ein wenig weiter geschaut und habe glatt den antarktischen Baumfarn (Dicksonia antarctica) ganz vergessen. De würde sich als Kandidat sicher auch eignen, da er in Tasmanien ja auch als Unterholz der Laubwälder wächst. Achja, falls ihr noch weitere Vorschläge habt, könnt ihr diese gerne auch mitteilen und vielleicht noch Stellung zu den anderen nehmen. Neben den Eiben, weiß ich nun, dass es auch mit Berberis Thunbergi, Buxus sempervirens, Rhododendron, Efeu, Stechpalme und Mahonia x media klappen kann. Doch wie schätzt ihr die Chancen einer japanischen Aukube, einer Lavendelheide oder Skimmie ein?
Lg Avatarez2