auch am 5 Mai, Vatertag, war das Wetter in unserer Ecke doch viel besser als vorhergesagt. Daher wurde ein Kurztrip in den Nachbarlandkreis nach Thundorf (Gemeindebraufest) und nach Madenhausen (Anglerfest) unternommen (natürlich inclusive einer Wanderung durch den Wald vor Ort).
Erwähnenswert finde ich die Brutvögel die sich auf dem Angel- und Löschteich eingestellt haben und dort bereits ihre Jungen aufziehen. Dass diese speziellen Vertreter der Unterfamilie der Halbgänse sich auch bei uns schon breit machen, war mir neu. Aus holländischem ausgebüchsten Ziergeflügel zunächst über den Rheingraben bis in die Schweiz, breiten sich diese Tiere nun auch über den Rest Deutschlands nach Osten aus. Strenge Winter scheinen ihnen nichts anzuhaben und bald wird die Ausbreitungslinie wieder die heimatliche Population in Agypten erreichen, wo die am Augenfleck unverwechselbare Nilgans ursprünglich entstammte.
Gruß Spinnich
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Nilgans, Junge führend
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Nilgans in Unterfranken LKR Bad Kissingen
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Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
Nilgänse sehe ich im Ruhrgebiet auch immer wieder mal. Voriges Jahr im Juni war ein Paar mit sieben Küken in Essen im Segerothpark, bevorzugter Aufenthaltsort auf dem schmalen Rasenstück zwischen Teich und Weg. Ich habe immer wieder mal nach der kleinen Familie geschaut, und soweit ich feststellen konnte, haben alle Küken überlebt.
Hallo Karola,
fast hätte ich ein ähnliches Foto präsentiert, die Nilgänse-Familie saß zunächst gemütlich auf der Wiese am Ufer. Als wir aus dem Auto stiegen waren sie noch ganz ruhig, aber sobald ich an die Kameratasche griff und diese hoch nahm kam sofort Panik auf und die Tiere flohen blitzschnell in den See. Man sieht an der Welle noch die Hektik der Flucht.
Im Ruhrgebiet sind die Tiere ja schon länger eingebürgert, aber wie man nachlesen kann, sind sie auf die dortigen milden Winter-Temperaturen nicht angewiesen und so erklärt sich die weitere Ausbreitung. Mittlerweile sind Brutpaare in allen deutschen Bundesländern nachgewiesen, wie die Antwort von Yogi ja auch bestätigt. Durch relativ aggresives Verhalten können sie andere Arten vergrämen und am Bruterfolg hindern.
Bleibt zu hoffen, dass sich das in einigen Jahren relativiert wie bei den asiatischen Marienkäfern.
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
"mein" Pärchen war es vielleicht gewohnt, dass immer wieder mal jemand relativ nahe vorbei kam oder auch stehen blieb und sie bewunderte. Auf dem Foto von Mitte Juni kann man ungefähr abschätzen, wie nahe zum Weg sie teilweise waren.
Ende Juni sah der Nachwuchs den Eltern schon recht ähnlich.
Besonders agressives Verhalten konnte ich nicht feststellen, die Teichrallen und Enten wurden in Ruhe gelassen, auch wenn sie in der Nähe waren. Aber vielleicht ist es anders, wenn noch gebrütet wird oder die Küken frisch geschlüpft sind.
Viele Grüße
Karola
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Bei uns in Wiesbaden ist es ganz schlimm mit den Nilgänsen. Ich kann mich noch an das erste Auftreten vor Jahren erinnern. Die Nilgänse haben damals erst einmal den schwarzen Schwan aus seinem Haus vertrieben. Da sie sich stark vermehren mit mehreren Bruten über das Jahr, kann man manchmal ca. 80 Nilgänse auf einen Blick ausmachen. Insgesamt sind sie schon aggressiv. Allerdings haben sich derzeit auch 2 Nilgänse mit einem Mandarinerpel zu einem friedlichen Trio vereint.
Gruß Gabi