Treibt die Eiche vor der Esche,
gibt's im Sommer große Wäsche!"
Wer kennt es nicht, dieses neben weiteren mit berühmteste deutsche Baumgedicht schlechthin?
Aus gegebenem Anlass frage ich mich gerade wieder:
Für welches Alter der Protagonisten gilt das eigentlich? Für die ganz jungen, die wenige Jahre alten Sämlingspflanzen? Die mittelalten Mutterbäume? Oder die alten Veteranen?
Mir fällt es nun nämlich zum wiederholten Male auf, dass die mittelalten und alten plusminus so ziemlich gleichzeitig austreiben, und sich nur bei den Sämlingen bis etwa zum Eintritt der Fruchtbarkeit bemerkenswerte Unterschiede in den Austriebszeiträumen zeigen.
Und dies ganz gemäß dem sommerprophetischen Gedichte mal die einen eher, mal die anderen, und öfter auch etwa gleich...
Waren die letzten zwei, drei Jahre junge, etwa gleichaltrige Eichen- und Eschensämlinge etwa gleichauf im Austrieb, was die eher durchwachsenen Sommer auch zu bestätigen schienen, so scheint uns dies Jahr nach diesem Orakel ein Jahrhundertsommer ins Haus zu stehen, denn:
Die hiesigen Eschensämlinge haben teils schon richtig Austrieb, das erste Blattpaar knapp vor dem Entfalten, während sämtliche Eichenknospen zwar schon etwas frischer aussehen, aber noch geschlossen sind.
Was nach klarem "Advantage Esche" aussieht, und somit eine größere Bleiche im Sommer verspricht.
Mich als Sonnen- und Wärmefreak würde es freuen, regnen kann es ja dann immer nachts ^^, aber mich würde einfach mal so interessieren:
Einer eine Ahnung, für welche Baumalter der Spruch "entwickelt" wurde, und inwieweit der heutzutage noch "Anwendung" finden kann