Saftrauschen, gibt es das wirklich ?
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Saftrauschen, gibt es das wirklich ?
Ich habe das Buch vom Förster Wohlleben gelesen und er spricht davon, dass im Frühjahr der Anstieg des Wasser am Stamm zu hören sei.
Also, wenn ich jetzt im Frühjahr mein Ohr an den Stamm verschiedener Bäume lege:
Ich höre da nix.
Falsche Bäume ? falsche Zeit ?
Meine Frage also:
wer hat es schon mal rauschen gehört und wann kann ich das an welchem Baum mal nachvollziehen ?
darüber grübelt
Dioscorea
Also, wenn ich jetzt im Frühjahr mein Ohr an den Stamm verschiedener Bäume lege:
Ich höre da nix.
Falsche Bäume ? falsche Zeit ?
Meine Frage also:
wer hat es schon mal rauschen gehört und wann kann ich das an welchem Baum mal nachvollziehen ?
darüber grübelt
Dioscorea
-
quellfelder
- Beiträge: 4432
- Registriert: 29 Dez 2010, 16:46
- Wohnort: 23936 Grevesmühlen
Hallo,
mir geht es genauso wie Dir, an Birken, Linden und Buchen habe ich es schon versucht: aber Fehlanzeige! Dabei müßte es doch bei Birken klappen.
Bin mal auf kompetente Antworten gespannt.
Andererseits ist ein Rauschen schwer vorstellbar, wenn der Saft in den engen Röhren aufsteigt.
Viele Grüße
quellfeldrr
mir geht es genauso wie Dir, an Birken, Linden und Buchen habe ich es schon versucht: aber Fehlanzeige! Dabei müßte es doch bei Birken klappen.
Bin mal auf kompetente Antworten gespannt.
Andererseits ist ein Rauschen schwer vorstellbar, wenn der Saft in den engen Röhren aufsteigt.
Viele Grüße
quellfeldrr
Schönen Tag,
mit technischer Hilfe ist das sicherlich möglich, aber bei unserem schlechten Gehör eher schwer vorstellbar.
Ich müsste nochmal nachlesen, wie genau hat er das denn nochmal geschrieben? Gibt es Anhaltspunkte, dass das ohne Hilfsmittel möglich sein soll? Ansonsten hört man ja auch, wenn sich bei Trockenstress die Tracheiden schließen, allerdings ebenfalls nicht mit dem menschlichen Ohr.
Gruß
Tom
mit technischer Hilfe ist das sicherlich möglich, aber bei unserem schlechten Gehör eher schwer vorstellbar.
Ich müsste nochmal nachlesen, wie genau hat er das denn nochmal geschrieben? Gibt es Anhaltspunkte, dass das ohne Hilfsmittel möglich sein soll? Ansonsten hört man ja auch, wenn sich bei Trockenstress die Tracheiden schließen, allerdings ebenfalls nicht mit dem menschlichen Ohr.
Gruß
Tom
-
quellfelder
- Beiträge: 4432
- Registriert: 29 Dez 2010, 16:46
- Wohnort: 23936 Grevesmühlen
-
Kiefernspezi
- Beiträge: 8539
- Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
- Wohnort: Velbert
- Kontaktdaten:
Wenn man da dann verwundert angesprochen sagt, dass man Baumchirurg ist, was meinst, wie schnell Du die Gegend dann für Dich alleine hastDer Anblick von jemanden, der mit so einem Ding einen Baum abhorcht, würde allerdings ein wenig Verwunderung auslösen.
André: Das wäre mal eine Idee
Nee, dass das mit bloßem Ohr zu hören sein soll, leuchtet mir auch nicht ein.
Zwar ebensowenig wie einer, der mit einem Stethoskop durch den Wald stiefelt und an den Bäumen lauscht (wenigstens sieht einen dann bei dem wirr scheinenden Tun keiner
Dazu gab es ja mal ein ganzes Forschungsfeld (oder gibt es noch?), wo man zum Beispiel Pfirsichbäume sagen hörte "Mensch schmeckt gut", wenn der Tester sich das andere Ende der mit dem Pfirsichbaum verkabelten Elektrode in den Mund steckte und derlei Schwernachvollziehbarkeiten mehr. Oder Kakteen, die ihren Pfleger morgens "mit einem fröhlich wirkenden "Piju" begrüßten".
Grenzt schon schwer an Gehirnkrampf, sowas, aber mit 'nem Stethoskop an einer Pappel gelauscht, warum nicht!
Ich kann es aus eigener Erfahrung bestätigen, dass aus im Frühjahr gefällten Pappeln (jetzt so die Zeit und ab Ende Februar) das Wasser nicht nur sacht tröpfelt wie aus einem verwundeten Ahorn, sondern wirklich fast zimmerspringbrunnengleich strömt...
Der Baum wird entsprechend weite Gefäße haben müssen, um die Hörbarkeit zu ermöglichen- so wird man an Buchen und Eichen wohl vergebens lauschen, bei Birken wird es vielleicht schon eng damit, aber jüngere Pappeln, wo die Borke noch engen Stammkontakt für das Stethoskop zulässt- warum nicht!
Ist zwar nicht das gleiche, aber so ähnlich.Kiefer hat geschrieben: Oder Kakteen, die ihren Pfleger morgens "mit einem fröhlich wirkenden "Piju" begrüßten".
- baumlaeufer
- Beiträge: 7785
- Registriert: 07 Feb 2008, 01:56
- Wohnort: Münster/ NRW
- Kontaktdaten:
Das mit dem Stethoskop habe ich auch schon versucht, es dürfte aber nur bei dünnhäutigen Bäumen wie Birken Buchen etc funtktionieren aber... ich habe nichts gehört. Das Probleme sind m. E.Yogibaer hat geschrieben:Hier sieht man angehende "Bauminternisten" beim abhören der "Primavera" im Wiener Wald.
Gruß Yogi
die Umweltgeräusche
und das Stethoskop muß am Stamm denselben voll umschliessen-
( welches Gerät kann das schon ? )
Frust also
Baumlaeufer aber nicht Baumhoerer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
www.na-tour-denkmal.de
In Österreich rauschen die Buchen anscheinend anders als in Deutschland.Yogibaer hat geschrieben:Hier sieht man angehende "Bauminternisten" beim abhören der "Primavera" im Wiener Wald.
Gruß Yogi
Ist Primavera eine Buchensorte, oder geben unsere Nachbarn jedem einzelnen Baum einen Namen?
Primavera ist italienisch Frühling. Wird wohl mit dem "Frühlingsrauschen" zusammenhängen. Von einer Sorte habe ich noch nichts gehört. Und warum sollte mitten im Wald eine solche Sorte stehen?
Ich hatte bei diesem Thema die ganze Zeit so ein Déjà vu - Gefühl.
viewtopic.php?t=9670&highlight=rauschen
Inzwischen hat Wolfgang/Baumläufer ja auch erwähnt, dass er es erfolglos ausprobiert hat.
Ich hatte bei diesem Thema die ganze Zeit so ein Déjà vu - Gefühl.
viewtopic.php?t=9670&highlight=rauschen
Inzwischen hat Wolfgang/Baumläufer ja auch erwähnt, dass er es erfolglos ausprobiert hat.