Hy!
Ihr werdet 's nicht glauben, aber beim kürzlichen Bepflanzen/ Aufforsten der Hühnerwiese bin ich auf keinen einzigen bewohnten Gang gestoßen, obwohl man noch im September/ Oktober, nachdem ich da mähtechnisch mal wieder Klar Schiff gemacht hatte, alle Naselang einsank (Mausgänge).
Ich glaube, das Wiesel, dass ich letzten Winter gefährtet habe, wohnt immer noch hier irgendwo, oderist für den Winter wieder ins Dorf gekommen. Und muss sich wohl an den nachrückenden Wühlern delektiert haben, da Mäuse allgemein im Moment bei uns eher rarer sind.
Natürlich weiß ich um das Risiko, aber mei, soll ich mir von den kleinen Krepeln alles verderben lassen und nur noch Koniferen pflanzen

? Nee, da achte ich lieber weiter sensiblen Fußes auf Gänge und frische Erdhäufchen und stelle die Fallen, die ihren Job gut tun.
Was die Rosen angeht:
Wildrosen sind allgemein viel weniger anfällig als Kulturrosen, auch wenn die nat. auch ihre Ansprüche haben- siehe zB die ganzen chlorotischen Rosa rugosa auf zu kalkigen Böden.
Die Empfindlichkeit der Kulturrosen in vielen Lebenslagen beruht glaube ich darauf, dass da Kreuzungen gemacht wurden, die zwar der Schönheit dienlich waren, aber ansonsten, da so sechs bis sieben Arten oder mehr an den Kulturrosen beteiligt sind, anscheinend wenig kompatibel waren, was das Erbgut angeht, vor allem wenn die sich nicht natürlich kreuzen lassen und daher mit Tricks gearbeitet wird (Pollenlagerung, Reizbestäubung etc.).
Hat man ja oft, wenn man Arten kreuzt, dass die Mischlinge weniger fit sind als die Eltern oder andere Mankos haben. Wie mangelnde Fortpflanzungsfähigkeit etc., manche Kulturrosen kann man nur als Mutter (Saat) gebrauchen, manche nur als Vater (Pollen), obwohl Rosen eigentlich immer beides sind.
Sicher hat sich jede Wildrosenart ihre ökologische Nische an Klima, Boden und auch Meereshöhe erobert, aber geht man danach, dürfte man soooo vieles nicht pflanzen...
Ansonsten neigen zB Rosa canina und andere (europäische) Arten wohl schon stark dazu, regionale oder lokale Kleinarten zu bilden, da selbstfertil- ähnlich wie bei den Brombeeren.
Wir hier zB haben kaum Rosa canina, sondern eine andere Art, die ich noch identifizieren muss (dünnere, intensiv grünere Triebe, dünnere Stacheln, auch anderes Laub), daneben aber auch womöglich Rosa gallica- so ein urig starktriebiges Zeug mit richtig üblen Stacheln.
Beide Arten zeigen selbst auf unseren nur etwasüber 2000 m² dabei deutliche Habitatspräferenzen.
Die erstere, feinere kommt vor allem an Mauern vor, also eher sehr grobmineralisch, die andere, starke, auf den tiefgründigeren, humoseren Fleckchen- ist ganz interessant.