Hallo Buck
natürlich genügt es nicht das weitere Verpressen zu verbieten, dafür gab es aber lange genug Zeit für den Verursacher sich mit der Recyclingfrage auseinanderzusetzen. Die Genehmigung für die Verpressung der salzigen Abwässer im Boden läuft eigentlich am 30. November 2015 aus, aber für die skrupellose Wirtschaftsmafia ist die erpresserische Alternative einfach die unmittelbare Entsorgung in die Werra!
In der Petition wird das auch erläutert und echte Recyclinganstrengungen eingefordert:
Die Versalzung der Werra und der Böden ist nicht nur ökologisch sehr bedenklich und ethisch verwerflich sondern beispielhaft für die Ausbeutung unseres Planeten und die Wirkungsweisen unseres Systems. K+S soll Verantwortung für den produzierten "Müll" übernehmen und Ressourcen in Recyclingverfahren stecken. Wir müssen die Unternehmen dazu bringen, sich umfassend verantwortlich für Ihre Umweltschäden zu zeigen. Ein erster Schritt ist es, der Umweltministerin zu zeigen, dass wir diese Art der Entsorgung der Salzlauge so nicht länger tolerieren!
Dein Hinweis:
Anlage eines riesigen Salzsees in einem der wenigen naturnahen Waldgebiete und Kulturlandschaften Nordhessens:
Das ist doch nur ein weiterer erpresserischer Vorschlag um weiter wurschteln zu können, wie bisher, soll man das also tolerieren, weil man durch solche Alternativszenarien darüber getäuscht wird worum es tatsächlich geht, nämlich Gewinn, Geld, Lobbyismus und käufliche Politik mit immensen Risiken und unabsehbaren Umweltschäden und Folgekosten, alles ausgetragen auf dem Rücken der Menschen!
Mich erinnert diese Strategie der Wirtschaft und der Politik nicht nur an die Atomstromgewinnler und -Befürworter.
Sieh dir doch mal den Fall der Umweltkatastrophe durch die Shell-Pipeline in Nigeria an (Öl-Förderung seit 1958).
Bodo Creek ist eine der größten Umweltkatastrophen in Nigeria (drittgrößtes Feuchtgebiet der Welt ). Shell-Dokumenten zufolge begann das Leck am 5. Oktober 2008, insgesamt 1640 Barrel Öl seien ausgelaufen. Dokumente der nigerianischen Regierung und der örtlichen Verwaltungen sagen, das Leck habe am 28. August begonnen. Industrie-Experten schätzen in den Bodo-Flussarm seien 72 Tage lang täglich bis zu 4320 Barrel Öl geflossen.
Die Schäden sind bis heute nicht beseitigt.
Kritik an dem Unternehmen gibt es auch von unabhängiger Seite. Im vergangenen Jahr veröffentlichten die Vereinten Nation einen Bericht, in dem sie die Verantwortung für die Öl-Verschmutzungen in der Region Ogoniland der nigerianischen Regierung und großen Öl-Firmen zuwies – mit besonderer Betonung auf Shell.
"In einer Region in der Nähe einer Pipeline wurde demnach im Trinkwasser die krebserregende Substanz Benzol in einer Konzentration festgestellt, die 900 Mal höher war als der in den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation zulässige Maximalwert. Dem Report zufolge würde eine Beseitigung der Schäden mindestens 25 Jahre lang dauern und über 700 Millionen Euro kosten."
2012: Ein britisches Gericht hat den niederländischen Ölkonzern Shell für eine der größten Ölkatastrophen in Nigeria verantwortlich gemacht, den Öllecks 2008 und 2009 im Nigerdelta. Shell bot den 30.000 betroffenen Einwohnern am Freitag daraufhin 30 Millionen Pfund (37 Millionen Euro) Entschädigung an, was deren britischen Anwälte als lachhaft zurückwiesen.
Der Prozess läuft weiter.
http://www.taz.de/Oelkatastrophe-in-Nigeria/!5055401/
http://www.taz.de/Umweltkatastrophe-am- ... /!5039500/
http://www.welt.de/wirtschaft/energie/a ... delta.html
Wir sollten nicht akzeptieren, dass solche Standards von großen fast allmächtigen Rohstofflieferanten auch bei uns Gültigkeit erlangen und zum üblichen und akzeptierten Tagesgeschäft gehören.
Grüß Spinnich

Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -