Wie groß ist ein 3-Jähriger Bergahorn?
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Wie groß ist ein 3-Jähriger Bergahorn?
Hallo liebe Mitglieder im Baumkundeforum!
Ich bin neu dazugestoßen und habe auch gleich eine Frage an Euch:
Welche Größe hat ein etwa 3 Jahre alter Bergahorn?
Ich will für meine Tochter im Garten einen Baum pflanzen der ihr Alter haben soll.
Nachforschungen bei Google haben keine brauchbaren Ergebnisse geliefert. Für Bilder wäre ich besonders dankbar. Auch Links zu einschlägigen Webseiten wären willkommen.
Kann mir jemand von Euch weiterhelfen?
Viele Grüße an Alle
Dzejpi
Ich bin neu dazugestoßen und habe auch gleich eine Frage an Euch:
Welche Größe hat ein etwa 3 Jahre alter Bergahorn?
Ich will für meine Tochter im Garten einen Baum pflanzen der ihr Alter haben soll.
Nachforschungen bei Google haben keine brauchbaren Ergebnisse geliefert. Für Bilder wäre ich besonders dankbar. Auch Links zu einschlägigen Webseiten wären willkommen.
Kann mir jemand von Euch weiterhelfen?
Viele Grüße an Alle
Dzejpi
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captainplanet
- Beiträge: 299
- Registriert: 12 Apr 2007, 16:36
Hallo!
Na ja, wie groß er in drei Jahren genau wird hängt vom Licht- und Nährstoffangebot ab. Aber bei so jungen Bäumen kann man im allgemeinen anhand der Triebe ganz gut abschätzen wie alt er ist:
Im ersten Jahr wächst der Baum etwa zehn Zentimeter plus/minus "a bissl was" unverzweigt, im zweiten Jahr bildet sich eventuell schon eine Verzweigung. Auch wenn nicht ist doch klar zu sehen daß der Baum so nicht "in einem durch" gewachsen ist. Im dritten Jahr hat er meist schon eine oder zwei Verzweigungen. Er bildet (wenn er nicht verletzt wurde) nie zwei Verzweigungen im Jahr aus, ein Baum mit drei Verzweigungen ist also mindestens vier Jahre alt. Mit "einer" Verzweigung meine ich natürlich alle Verzweigungen die offensichtlich gleich alt sind.
Ich werde schaun ob ich ein paar Bilder machen kann.
Gruß Georg
Na ja, wie groß er in drei Jahren genau wird hängt vom Licht- und Nährstoffangebot ab. Aber bei so jungen Bäumen kann man im allgemeinen anhand der Triebe ganz gut abschätzen wie alt er ist:
Im ersten Jahr wächst der Baum etwa zehn Zentimeter plus/minus "a bissl was" unverzweigt, im zweiten Jahr bildet sich eventuell schon eine Verzweigung. Auch wenn nicht ist doch klar zu sehen daß der Baum so nicht "in einem durch" gewachsen ist. Im dritten Jahr hat er meist schon eine oder zwei Verzweigungen. Er bildet (wenn er nicht verletzt wurde) nie zwei Verzweigungen im Jahr aus, ein Baum mit drei Verzweigungen ist also mindestens vier Jahre alt. Mit "einer" Verzweigung meine ich natürlich alle Verzweigungen die offensichtlich gleich alt sind.
Ich werde schaun ob ich ein paar Bilder machen kann.
Gruß Georg
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captainplanet
- Beiträge: 299
- Registriert: 12 Apr 2007, 16:36
Ich bins nochmal. Das mit den Verzweigungen vergiß ganz schnell, Bergahorne in dem Alter bilden noch kaum welche aus. Da hab ich mir selber was eingeredet.
Ich habe hier ein dreijähriges Exemplar in unserer Hecke geknipst, er wird heuer vier (eigentlich erst nächstes Frühjahr, aber er bildet heuer seinen vierten Jahresring aus) und die Übergänge, auf die Du achten sollst rot und die auf die Du nicht achten sollst da es lediglich Blattansätze waren gelb gekennzeichnet.
Die roten Pfeile markieren die Stellen wo die neue Wachstumsphase jeweils begann.
Wieso eigentlich Bergahorn? Es ist ja ein wunderschöner Baum, aber es kommt eher selten vor daß Leute sich sowas gezielt in den Garten pflanzen. Linden sind wesentlich beliebter wenn es um "nutzlose" Bäume geht.
Prinzipiell sollte man schauen was für Bäume in der Nähe von selbst aufgehen. Erstens spart man sich den Weg zur Baumschule und zweitens kann man sicher sein daß das der richtige Standort ist. Bei uns im Garten wollen z.B. partout keine Stieleichen anwachsen obwohl ich schon ein paarmal versucht habe eine zu pflanzen.
Zu Ahornen sollte ich vielleicht noch sagen daß die Wühlmäuse drauf stehen. Dürfte daran liegen daß Ahorn immer einen gewissen Zuckergehalt hat. Mir haben die Biester letztes Jahr einen Spitzahorn der schon über zwei Meter hoch war, komplett abgefressen. Er wäre von selbst umgefallen wenn ich ihn nicht angebunden gehabt hätte. Solche extremen Fraßschäden kommen aber zum Glück nur selten vor. Tip zur Vorbeuge: Ablenkpflanzen pflanzen, also etwas das sie lieber mögen und den Baum dafür stehen lassen. Topinambur zum Bleistift.
Grüße Georg
Ich habe hier ein dreijähriges Exemplar in unserer Hecke geknipst, er wird heuer vier (eigentlich erst nächstes Frühjahr, aber er bildet heuer seinen vierten Jahresring aus) und die Übergänge, auf die Du achten sollst rot und die auf die Du nicht achten sollst da es lediglich Blattansätze waren gelb gekennzeichnet.
Die roten Pfeile markieren die Stellen wo die neue Wachstumsphase jeweils begann.
Wieso eigentlich Bergahorn? Es ist ja ein wunderschöner Baum, aber es kommt eher selten vor daß Leute sich sowas gezielt in den Garten pflanzen. Linden sind wesentlich beliebter wenn es um "nutzlose" Bäume geht.
Prinzipiell sollte man schauen was für Bäume in der Nähe von selbst aufgehen. Erstens spart man sich den Weg zur Baumschule und zweitens kann man sicher sein daß das der richtige Standort ist. Bei uns im Garten wollen z.B. partout keine Stieleichen anwachsen obwohl ich schon ein paarmal versucht habe eine zu pflanzen.
Zu Ahornen sollte ich vielleicht noch sagen daß die Wühlmäuse drauf stehen. Dürfte daran liegen daß Ahorn immer einen gewissen Zuckergehalt hat. Mir haben die Biester letztes Jahr einen Spitzahorn der schon über zwei Meter hoch war, komplett abgefressen. Er wäre von selbst umgefallen wenn ich ihn nicht angebunden gehabt hätte. Solche extremen Fraßschäden kommen aber zum Glück nur selten vor. Tip zur Vorbeuge: Ablenkpflanzen pflanzen, also etwas das sie lieber mögen und den Baum dafür stehen lassen. Topinambur zum Bleistift.
Grüße Georg
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- 3jähriges_Bergahorn.jpg (333.93 KiB) 8369 mal betrachtet
Hallo,
Bergahorn findest Du in vielen Wäldern zu tausenden als Jungpflanzen, schau dich ein bischen um, dann kannst Du Geld sparen.
@Georg
Wieso nutzlose Linden? Lindenblütenhonig, Lindenblütentee, essbare Blätter, super Zeichenkohle, hervorragendes Holz für Bildhauer und aus dem Bast wurden früher sogar Schuhe und Kleidung gemacht. Dafür baute man sie sogar im Niederwald an. Reicht das nicht? Ach ja- Gerichtslinden, Tanzlinden...
Gruß, Dag
Bergahorn findest Du in vielen Wäldern zu tausenden als Jungpflanzen, schau dich ein bischen um, dann kannst Du Geld sparen.
@Georg
Wieso nutzlose Linden? Lindenblütenhonig, Lindenblütentee, essbare Blätter, super Zeichenkohle, hervorragendes Holz für Bildhauer und aus dem Bast wurden früher sogar Schuhe und Kleidung gemacht. Dafür baute man sie sogar im Niederwald an. Reicht das nicht? Ach ja- Gerichtslinden, Tanzlinden...
Gruß, Dag
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captainplanet
- Beiträge: 299
- Registriert: 12 Apr 2007, 16:36
Ich habe das doch ironisch gemeint und das Wörtchen "nutzlos" extra mit Gänsefüßchen versehen. Ich würde nie ernsthaft einen Baum als nutzlos bezeichnen. Höchstens vielleicht eine Thuja....
Zuletzt geändert von captainplanet am 10 Mai 2007, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo,
Ich benutze Thuja als Halbschattenspender für meine kleinen Bäumchen im Topf, um sie an die Sonne zu gewöhnen. Sie lassen schätzungsweise 50% Sonne durch, oder ein bischen mehr. Die Zweige stehen in mit Wasser gefüllten Bierflaschen zwischen den Töpfen. An Nachschub bei leeren Bierflaschen besteht kein Mangel.
Gruss
Kurt
Ich benutze Thuja als Halbschattenspender für meine kleinen Bäumchen im Topf, um sie an die Sonne zu gewöhnen. Sie lassen schätzungsweise 50% Sonne durch, oder ein bischen mehr. Die Zweige stehen in mit Wasser gefüllten Bierflaschen zwischen den Töpfen. An Nachschub bei leeren Bierflaschen besteht kein Mangel.
Gruss
Kurt
Vielen Dank für alle Tipps
Hallo liebe Mitglieder,
vielen Dank für alle Eure Tips und Hinweise. Ich dachte schon ich gehe einfach hin und grabe mir einfach einen Baum für den Garten aus. Aber dass das alles so kompliziert ist hätte ich nie gedacht (Ablenkpflanzen, Standortwahl usw.). Aber wer will seinen Baum schon nach ein paar Jahren absterben sehen.
Ich hatte mich für Ahorn entschieden, da ich zufällig eine Stelle im Wald mit einer Riesenauswahl an jungen Ahornbäumen kenne und im Hof meiner Großeltern ein wunderschöner sehr großer Ahornbaum steht. Ich dachte Ahorn wäre deshalb eine gute Idee. Aber eine Linde oder Eiche wäre sicher auch zu überlegen.
Vielen Dank noch mal
Viele Grüße von Jens-Peter (dzejpi)
vielen Dank für alle Eure Tips und Hinweise. Ich dachte schon ich gehe einfach hin und grabe mir einfach einen Baum für den Garten aus. Aber dass das alles so kompliziert ist hätte ich nie gedacht (Ablenkpflanzen, Standortwahl usw.). Aber wer will seinen Baum schon nach ein paar Jahren absterben sehen.
Ich hatte mich für Ahorn entschieden, da ich zufällig eine Stelle im Wald mit einer Riesenauswahl an jungen Ahornbäumen kenne und im Hof meiner Großeltern ein wunderschöner sehr großer Ahornbaum steht. Ich dachte Ahorn wäre deshalb eine gute Idee. Aber eine Linde oder Eiche wäre sicher auch zu überlegen.
Vielen Dank noch mal
Viele Grüße von Jens-Peter (dzejpi)
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captainplanet
- Beiträge: 299
- Registriert: 12 Apr 2007, 16:36
Der Mensch dessen größte Sorge viele kleine Ahorne im Garten sind muß sehr, sehr glücklich sein!Brötchen hat geschrieben:Hallo
das Blöde an Ahorn sind immer die sogenannten Nasenzwicker.Wenn der Baum dann der Baum die Nasenzwicker bekommt ist dein ganzer Hof voller Ahornbäume (das ist bei mir so).
Grüße Martin
Bei uns ists dasselbe mit Eschen, Nußbäumen und wohl bald mit Ahornen da mein Bergahorn heuer zum erstenmal blüht. Wo sie mich stören (Hausmauer) rupf ich sie halt aus solange sie klein sind, sonst frißt sie der Rasenmäher oder ich laß sie etwas größer werden. Ich empfinde sie jedenfalls nicht als wirklich lästig.
Grüße Georg