Rettet die Welt!!!!!!!!!!!!

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Brötchen
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Rettet die Welt!!!!!!!!!!!!

Beitrag von Brötchen »

Hallo
rettet die Welt!!!!!! :twisted: Der Klimawandel muss gestoppt werden.Was sagt ihr dazu?Macht ihr schon etwas dagegen oder macht ihr einfach weiter und es ist euch egal?Mir ist es jedenfalls nicht egal.

Grüße Martin

Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Wie war das mit den 15 Jahren, die wir noch Zeit haben? Da merkt man, was für Mist die Politiker (ach, ich vergaß: und die Politikerinnen) so erzählen... Es ist eine schöne Zahl, um den Menschen einzuhämmern, daß es erst fünf vor zwölf ist und sie noch genau 15 Jahre (im nächsten Jahr sind es nur noch 14 Jahre!!! :shock: ) Zeit haben, das Unheil abzuwenden. Es ist nun aber eher so, daß die Ozeane als riesige Wärmespeicher wirken, da Wasser Wärmeenergie nur relativ langsam abgibt. Auch wenn wir nun kurzfristig alles Einstellen, was zur Erwärmung führt, werden die Ozeane immer weiter die gespeicherte Wärme abgeben, die Luft erwärmen und damit das Klima entsprechend beeinflussen. Hach, was leben wir in einer schönen Zeit.

Ich finde diesen Schritt in Australien so wunderbar, alle Glühbirnen zu verbieten und nur noch Energiesparlampen zuzulassen. Aber das ist ja in unsrem tollen Land schon wieder nicht möglich Bild

Dann solche Kleinigkeiten: Warum müssen die Tiefkühltruhen in vielen Supermärkten offen sein? Und und und...

Ich find schon, daß da der Gesetzgeber etwas schärfer durchgreifen könnte.
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

biloba
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Beitrag von biloba »

Das ist wieder mal eine Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird. Warten wir mal ab, in drei Wochen hat wieder ein Kampfhund zugebissen, da geht es wiederum Kampfhunde und das Klima ist vegessen.

Oder BSE oder die Vogelgrippe - nein - eine Läuseplage wär auch geeignet, die nächsten Zeitungsseiten und Politikerreden zu zieren.

Harztroll hat schon Recht, wenn die Politikerinnen und Politiker dürften, dann wären schon längst WIRKSAE Massnahmen beschlossen - z.B. Privilegierung der Bahn usw., denn das spart richtige Mengen ein.

Glühbirnen- das ist nur Aktionismus, den man den kleinen Leuten aufbrummen möchte. Das ist sicher nicht falsch, aber gerade so, als ob man ein Hochwasser mit Küchentüchern bekämpfen wollte.

Gerry
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Hast du schon recht.Martin.

Beitrag von Gerry »

..doch ich persönlich glaube an einen Schöpfer der an seinen Werken
weiterhin interessiert ist. Und sich von nix und niemand auf Dauer
die Erde zerstören lässt.
Erinnert mich halt ganz banal an eine Situation als ich und mein Bruder
Zuhause mal ein unlösbares Problem angestellt hatten.(Für uns Weltzusammenbruch). doch nach 3 Tagen hatte unser Vater dies wieder beseitigt.
Tun wir unser bestes und freuen wir uns weiterhin an der grandiosen
Baum und Pflanzenwelt-deswegen sind wir doch im Forum.

Gruss Gerry

Brötchen
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Beitrag von Brötchen »

Hallo
es sind außerdem wie ich vor 2Wochen gehört habe nur noch 8Jahre!Die Welt muss was dringenst unternehmen!!!!!!!Sonst ist die Welt die Pflanzenwelt die Tierwelt und die Menschenwelt dem Untergang geweiht :cry: .Dann erhiezt sich die Erde zuschnell und irgendwann explodiert sie. :cry: :cry: :cry: .

Grüße Martin

Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

:lol: Naja, explodieren wird sie nicht, es wird halt nur "ein wenig" wärmer, der Meeresspiegel steigt an, es wird öfters gewaltige Unwetterereignisse geben. Und irgendwas war doch da, wenn die Eismassen der Polarzone nicht mehr sind, mit der Unterbrechung des Golfstroms, die einige fatale Klimaauswirkungen haben wird...
biloba hat geschrieben:Glühbirnen- das ist nur Aktionismus, den man den kleinen Leuten aufbrummen möchte. Das ist sicher nicht falsch, aber gerade so, als ob man ein Hochwasser mit Küchentüchern bekämpfen wollte.
Na, das seh ich nicht so. Ich denke schon, daß eine Menge Energie - eine Menge Kohleverbrennung, eine Menge Kohlendioxidausstoß - eingespart werden kann, wenn ein solches Land wie Australien vollständig auf Energiesparlampen umsteigt. Und wenn das erstmal im dichtbesiedelten Europa geschehen würde... Wieviel Haushalte gibts dort? Wieviel beleuchtete Straßen, Gewerbegebiete, Werbetafeln, wieviel beleuchtete Sehenswürdigkeiten? (Vielleicht haben wir ja Angst vor einer Insektenflut, weil bisher Milliarden von ihnen bspw. an beleuchteter Werbung, Straßenlaternen oder beleuchteten Gemäuern umkommen... Wenn die alle überleben würden, weil man diese Beleuchtung abstellen würde - Auweia :wink: )
Nein, im Ernst, wenn man sich mal die Satelitenbilder der Lichtverschmutzung ansieht...und vergleicht bspw. Australien mit Europa oder Amerika... (Obwohl Amerika...denen geht das ja eh wieder am A.... vorbei - Sollen die doch auf ihren heißgeliebten Mars umsiedeln. Von mir aus können sie den Planeten auch ganz für sich alleine haben. Dann sind wir sie wenigstens los... Huch, ich schweife ab...)

Naja, Lichtverschmutzung hier anzusehen:
http://planetarium.hs-bremen.de/bremen/ ... remen.html
http://www.schulmodell.de/schuelerarbei ... anacht.jpg

Bild1

Bild2

Wenn man in den hellen Flecken, energiesparendes Licht nutzen würde, würde man schon etwas bewegen. Und wenn es ein Anfang ist...
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Ich nochmal...
Hier ist die Weltkarte nochmal etwas größer:

http://www.darksky.ch/medien/downloads/ ... sp_big.jpg

Dazu steht geschrieben:

Die Erde bei Nacht
Direkt nach oben strahlendes Licht. Da bei dieser Karte die Streuung in der Atmosphäre nicht berücksichtigt wird erscheint in den meisten Gebieten die Lichtverschmutzung schwächer als sie in Wirklichkeit ist.
Quelle: C. Mayhew & R. Simmon (NASA/GSFC), NOAA/NGDC, DMSP Digital Archive - www.darksky.ch -

Die Lichtverschmutzung selbst hat jetzt zwar nur bedingt etwas mit den Energiesparlampen zu tun, ich wollte damit aber zeigen, daß man bei diesen Massen "unbedingt benötigten" Lichtes schon eine Menge sparen könnte.

Bild Lichtverschmutzung
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Martin,

so schnell passiert der Erde nichts, es sei denn wir katapultieren sie aus ihrer Umlaufbahn. Die ein paar Grad wärmer interessiert die Erde nicht. Tiere passen sich an ( oder sterben aus), ebenso Pflanzen wie seit Urzeiten. Heute allerdings beschleunigt, durch den Menschen,leider. Die Klimazonen verschieben sich. Es trifft voe allem den Menschen, weil es mittlerweile einfach zu viele weltweit gibt. Fast alles ist besiedelt. Wenn eine neue Wüste entsteht oder eine Insel verschwindet müssen die Menschen ausweichen und es gibt Flüchtlingsströme, Hunger und andere Katastrophen.
Global gesehen müsste die Menschheit gemeinsam erkennen, dass sie nicht mehr wachsen darf. Hier müssten globale Anstregungen unternommen werden. Jeder von uns verschmutzt, bei 1 Mrd ist das etwas anderes als bei 6,5 Mrd und Tendenz immer noch steigend.

Unabhängig davon kann natürlich jeder in seinem Bereich zur Erhaltung der Bewohnbarkeit dieses ungeheuer faszinierenden Planeten vieles beitragen (nur das Notwendigste mit eigenem PKW fahren, Müll vermeiden, kein oder nur wenig Fleisch essen, Bio-Landwirtschaft unterstützen, regenerative Energien nutzen, Licht s.o. usw.)
Wenn jeder bei sich anfangen würde, man könnte schon etwas erreichen.Leider fehlt bei vielen heute immer noch das Bewußtsein.
Das Gehirn ist auf Egoismus ausgelegt, vor Jahrmillionen eine gute Überlebensstrategie, heute ein Problem.

Deine Sorgen sind berechtigt und man hofft doch immer, dass der Mensch es schaffen wird.

Viele Grüße

Wolfgang

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo,
So wird`s nichts. Redet ihr vom Planeten Erde als kleines unbedeutendes Mitglied des "Universums", von der Menschheit auf der heutigen Entwicklungsstufe oder von der biologischen Gesamtheit, wie sie sich heute auf der Erde präsentiert?
Gruss
Kurt

Brötchen
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Beitrag von Brötchen »

Hallo
ich habe aber auch nicht direkt explodiert gemeint.

@Wolfgang
Ich habe alles schon mal gedacht was du da geschrieben hast,aber die Amis wollen ja nichts tuen.Außerdem weil du geschrieben hast dann sterben (halt manche) die Tiere und Pflanzen aus und was ist wenn auch die berühmtesten,schönsten,größten,bewundernsvollsten... aussterben würde und alles dann wären wir wieder dumm dran.

Also Fazit:Wir müssen den Klimawandel soweit es noch geht stoppen (wenn nicht erhitzt sich die Erde und es würde weniger Lebensräume geben!Es würden für etwas kurze Zeit weniger Bäume geben und insgesammt durch neu Schaffung der Lebensräume.Weniger essen auch wegen dem Platz ...)Es steht fest,dass es eig. nur Nachteile gibt.

Grüße Martin

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Für viele Menschen wird es Nachteile geben.
Für Tiere und Pflanzen ist das ein bisschen anders. Die individuellen Verschiebungen registriert nur der Biologe, der Normalsterbliche merkt es nicht. Die Lebensräume verändern sich, aber die Summe der km bleibt gleich. Hier gibt es Verschiebungen ähnlich wie in früheren Epochen. Denke mal daran , als der
Ackerbau begann. Das Waldland Deutschland wurde gerodet. Viele Tiere starben aus und neue wanderten ein . Alle Lücken füllen sich wieder.
Und was heißt die Schönsten..... Die Saurier, Ammoniten usw. sind ausgestorben, das ist der Lauf der Zeit undzwar in allen Epochen , auch heute. Heute ist es traurig, dass der Mensch so viele Lebensräume zerstört, die Meere leer fischt usw. , aber das liegt wieder an der Masse Mensch mit viel zu vielen Individuen. Hier muss ein Stopp her. Aber da jedes Land für sich selbst entscheidet und nicht global gedacht wird, werden wir sehen , wo es hinführt.....

Viele Grüße

Wolfgang

biloba
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Re: Hast du schon recht.Martin.

Beitrag von biloba »

Hallo Gerry,

Gerry Pomolog hat geschrieben:..doch ich persönlich glaube an einen Schöpfer der an seinen Werken
weiterhin interessiert ist. Und sich von nix und niemand auf Dauer
die Erde zerstören lässt.
Genau. Du hast es erfasst.

Viele "Um"welt-Schützer hantieren mit Argumenten, die allein auf die Arterhaltung des Menschen bzw. die Erhaltung einer für Menschen optimalen ökologischen Struktur abzielen ("Wir haben die Welt nur von unseren Kindern geliehen" etc. pp.). Dabei ist der Natur als Ganzes das menschliche Handeln in ihr auf Dauer gesehen ziemlich egal. Wenn es zu ökologischen Abläufen (für Menschen "Katastrophen") kommt, die den Planeten für unsereins unwirtlich machen, dauert es vielleicht ein paar Millionen Jahre (für Erdverhältnisse ein Klacks), dann hat sich alles wieder eingerenkt, das biologische Experiment "Mensch" ist zu den Akten gelegt und nur noch ein weiterer Evolutionszweig, der nicht funktioniert hat. Manchmal kommt es mir so vor, als wollten wir mit unseren ökologischen Bemühungen die Evolution oder sogar die Entropie aufhalten - dabei treibt uns lediglich die Arterhaltung, und die Fortentwicklung der Natur werden wir weder lenken noch bremsen können. Manche sagen, wir seien für die Natur verantwortlich ... ja wer sind wir denn? Etwa die "Krone der Schöpfung"? Weltweit existieren in Flora und Fauna zigtausende von Arten, die uns nicht bekannt sind, täglich kommen neue dazu, neimand weiss, was sich daraus mal entwickelt. Und was macht der durchschnittliche Naturkostladen-Käufer daraus? Er versteift sich darauf, "die Natur" auf die mitteleuropäische Agrarlandschaft des 19. Jahrhunderts festzulegen.

Ich fürchte, wie schweifen ab!
Gerry Pomolog hat geschrieben:Ich denke schon, daß eine Menge Energie - eine Menge Kohleverbrennung, eine Menge Kohlendioxidausstoß - eingespart werden kann, wenn ein solches Land wie Australien vollständig auf Energiesparlampen umsteigt.
Das will ich doch garnicht bestreiten.
Die grössten Einsparungen können wir durch Verzicht tätigen. Aber wer will das schon?

Schöne Bilder von unserem Planeten und diesem hellen Kontinent Europa hast du uns gezeigt. Vergisst aber zu erwähnen, dass die grössten Lichtquellen wie Strassenbeleuchtung, Werbung usw. schon lange keine Glühlampen mehr verwenden. Nach einer Zwangseinführung von Glühlampen würde sich das Bild also nicht wesentlich verändern. Von daher relativiert sich schon die Einsparung von CO2 durch die Lampen. Küchentuch bei Hochwasser eben.


Bis vor 18 Jahren hatten wir hier in der Gegend noch nennenswerte Industrie. Und jeder grössere Betrieb hatte einen Gleisanschluss. Dann kam der dicke Pfälzer, versprach blühende Landschaften, meinte aber zersiedelte Landschaften und massenweise zusätzliche versiegelte Flächen, denn jedes Dorf musste sein Gewerbegebiet bekommen. Renaturierung und blühende Wildpflanzen gab es in der Tat - auf stillgelegten Bahnlinien! Welche zusätzliche Menge CO2 wurde allein durch den Umstieg des Transports von der Schiene auf die Strasse induziert? Vergleiche mal mit den Glühlampen?

Wem gehört denn die Bahn (noch)? Der Eigner könnte sich sogar Steuervorteile (Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer) für sein Unternehmen einrichten! Der Eigner könnte dafür sorgen, dass einige Züge angeschafft werden, wie sie im Eurotunnel eingesetzt werden. Ein Verlade-Terminal in Hamburg, eins in Kassel und eins in München. Die ICE-Strecken würden die zusätzlichen Züge gewiss aufnehmen können. Bei den gefahrenen Geschwindigkeiten auf der ICE-Strecke, fehlendem Sonntagfahrverbot für Züge und möglicher Ruhezeit für den Fahrer während der Fahrt wäre es für viele Speditionen sofort lukrativ, von der A7 auf Bahnverladung auszuweichen. Vergleiche mal die Ersparnis mit den Glühlampen! Aber nein, sowas darf in Deutschland nicht sein!


Ich bleibe dabei. Mit dem Klimawandel wird gerade mal eine Sau durchs Dorf getrieben. Und die Glühlampen gehen deshalb bevorzugt durch die Presse, weil die vorwiegend die kleinen Leute betrifft.

Wenn ich mich frage, warum gerade diese Sau getrieben wird - Man will wohl die ideologische Grundlage für eine neue Steuererhöhung legen. Noch nicht klar ist, ob die eine erhöhte Ökosteuer sein wird, ob sie Klimasteuer oder ganz anders heissen wird.

David
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Beitrag von David »

Hallo Wolfgang,

in der Waldökologie ist der Klimawandel schon länger ein heiß disskutiertes Thema, man überlegt sich momentan welche Baumarten man anpflanzen soll, die dem schnellen Wandel des Klimas standhalten können.
Cryptomeria hat geschrieben:Für viele Menschen wird es Nachteile geben.
Für Tiere und Pflanzen ist das ein bisschen anders. Die individuellen Verschiebungen registriert nur der Biologe, der Normalsterbliche merkt es nicht. Die Lebensräume verändern sich, aber die Summe der km bleibt gleich. Hier gibt es Verschiebungen ähnlich wie in früheren Epochen.
Der entscheidende Unterschied dieses Wandels ist die Geschwindigkeit. Die Erwärmung erfolgt aktuell sehr rasch, dass bedeutet für Bäume mir langem Lebenszyklus und langsammer Ausbreitung den Tod. Vergleichbar mit dem sehr schnellen Auftreten der Eiszeiten in der Vergangenheit kann das vielen Arten die Existenz kosten.
Bei uns in Europa sind z.B. viele Arten während der Eiszeiten ausgestorben die es auf dem Amerikanischen Kontinent geschaft haben (z.B. Douglasie).

Ein weiteres Problem (und das Hauptsächliche für unsere Pflanzen) ist die prognostitzierte Verschiebung der Niederschlagsmengen. In Deutschland soll es z.B. während der Vegetationsperiode weniger regnen, dafür im Winter mehr. Wenn diese Prognose eintritt, wird es für viele unserer typischen Baumarten (wie die Buche) kritisch.

Ein gutes Beispiel für die von dir angesprochene Verschiebung der Lebensräume ist die Arealerweiterung vieler Schmetterlingsarten nach Norden. Im Gegenzug verschwinden sie teilweise im Süden.
Und was heißt die Schönsten..... Die Saurier, Ammoniten usw. sind ausgestorben, das ist der Lauf der Zeit undzwar in allen Epochen , auch heute.
Die Aussterberate die wir als Menschen heutzutage hervorrufen ist eine große Massenextinktion die locker mit den heftigsten Raten mithalten kann die in der Natur bisher auftraten, sogar mit der Zeit in der die Dinosaurier ausstarben.

Aber generell bin ich gegen Panikmache, und nur weil die Politik gerade "die Sau durchs Dorf treibt" heißt das nicht, dass die Problematik neu ist. In den Naturwissenschaften ist das Bewusstsein schon länger da. Und ich hoffe, dass sich das Anpassungspotential unserer Fauna und Flora als ausreichend erweist.

Was ich leider vermute ist, dass die Sache genau wie Vogelgrippe und Co. wieder in der Versenkung verschwindet, sobald die Medien das Interesse verlieren, und das ist ja wie wir wissen schnell der Fall.

Gruß
David

Harztroll
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Beitrag von Harztroll »

Aber warum müssen denn Werbeschilder und Sehenswürdigkeiten überhaupt so beleuchtet werden? (Gut, bei letzteren hat man das teilweise bereits eingesehen.) Warum muß man Straßen in Gewerbegebieten überhaupt die ganze Nacht über beleuchten?

Autos:
Gewisse Lobbys haben hier wohl ein wenig zu großen Eunfluß auf die Politik, wie man bei den Autoherstellern sieht... Warum baut VW extra für den brasilianischen Markt Hybridautos für einen Mix aus Normalbenzin und Bioethanol (aus Zuckerrohr) bzw. Autos, die nur mit Bioethanol fahren, und für den deutschen nicht? Warum gibt es in Brasilien überhaupt kein reines Benzin mehr an den Tankstellen? Brauchen wir auch erst wieder eine Diktatur, die solche Dinge fördert, um von Ölimporten unabhängig zu sein?

Wenigstens seh ich nun meine derzeitige Arbeit als guten Beitrag an, da wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirten Biogasanlagen bauen lassen, so daß das durch die Viehproduktion entstehende Methan zu Energie (Strom und Wärme) umgewandelt werden kann. Und das Ganze ohne zusätzlicher CO2-Emission, bzw. bei gleichbleibendem CO2-Kreislauf: der Vorteil von Biomasse gegenüber fossiler Brennstoffe eben.
Nur sieht man auch hier sehr deutlich: Trotz anderslautendem Politikergerede werden neue innovative Ideen der klimagesünderen Energie- und Brennstoffherstellung ständig ausgebremst. Sehr gute Ideen sind da, sogar die Bereitschaft, diese anzuwenden, zumindest haben wir genügend entsprechende Anfragen. Aber wie soll man das, wenn es nicht möglich ist, diese zur Marktreife zu bringen? KDV-Anlagen (katalytische drucklose Verölung), Bioethanol-Anlagen, ORC-Anlagen (eine Art Dampfturbine)... Weil es hier nicht möglich war, steht eine der ersten KDV-Anlagen nicht in Deutschland, wo sie entwickelt wurde, sondern in Mexiko...

Viele Grüße
Ich sehe mich nach der Vergangenheit um, die ist verworren und finster wie ein abendlicher Wald, und die Zukunft ist ein Abgrund, voll von Nebel. - Löns -

biloba
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Beitrag von biloba »

Hallo David,
David hat geschrieben:Vergleichbar mit dem sehr schnellen Auftreten der Eiszeiten in der Vergangenheit kann das vielen Arten die Existenz kosten.
stimmt. Doch spätestens, wenn sich in einigen Generationen das Thema Mensch erledigt hat, ... siehe oben.

David hat geschrieben:Was ich leider vermute ist, dass die Sache genau wie Vogelgrippe und Co. wieder in der Versenkung verschwindet, sobald die Medien das Interesse verlieren, und das ist ja wie wir wissen schnell der Fall.
Und wenn es nicht aus dem Medieninteresse verschwindet, dann hat es einen guten Grund. Nein, nicht der Klimawandel selber wird der Grund sein, denn Politiker pflegen ja zumeist nur im Vierjahresrhythmus zu denken. Aber eine bevorstehende Steuererhöhung will den Leuten ja irgendwie plausibel verklickert werden.
Harztroll hat geschrieben:Gewisse Lobbys haben hier wohl ein wenig zu großen Eunfluß auf die Politik, wie man bei den Autoherstellern sieht...
Du hast es fast erkannt. Aber nur fast. Richtig müsste es heißen: Die Lobbys bzw. deren Auftraggeber haben die Macht in der Politik. Und diese bestbezahlten Kasper der Republik, die wir alle paar Jahre wählen dürfen, haben diese Politik durchzusetzen. Naja, und gelegentlich wird mal ein Sündenbock gebraucht, der seinen Kopf hinhalten muss.
Im Moment erleben wir gerade in Venezuela ein Lehrbeispiel der Machtverteilung. Da handelt ein Präsident offensichtlich gegen den Rat von Lobbyisten und gegen die Interessen des Großkapitals. Der sollte lieber mal ein wenig nach den Begriffen wie "Allende" und "Chile" googeln!
Harztroll hat geschrieben:Wenigstens seh ich nun meine derzeitige Arbeit als guten Beitrag an, da wir in Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirten Biogasanlagen bauen lassen, so daß das durch die Viehproduktion entstehende Methan zu Energie (Strom und Wärme) umgewandelt werden kann.
Darüber solltest du mal unter rein ökologischen Gesichtspunkten nachdenken, ich meine völlig losgelöst von jeglichen Gedanken an irgendwelche Subventionen und losgelöst von irgendwelchen Diskussionen vom Klimawandel!
Lass doch den Landwirten ihre ureigenste Aufgabe, die sie seit Menschengedenken hier haben! Lass sie doch Nahrungsmittel produzieren! Und Futter fürs Vieh! Ohne irgendwelche subventionierte Stillegung von Flächen. Damit werden sie u.a. gezwungen, das was auf ihren Feldern wächst, als preiswertes Viehfutter zu verwenden. Ruck Zuck wären wesentlich weniger Sojaimporte aus Brasilien erforderlich. Und das wiederum könnte dazu führen, dass dort nicht mehr so viele Brandrodungen durchgeführt werden müssen.
Es grenzt wirklich ein wenig an Schizophrenie, wenn Deutschland einen nicht unerheblichen Teil des Proteinbedarfes für die Ernährung der Bevölkerung durch Importe deckt, während der hier produzierte Mais (ohne Umweg durch das Vieh) in Fermenter gesteckt werden soll, um ihn zu verstromen! In Brasilien scheint viel intensiver die Sonne als bei uns. Es wäre unter ökologischen Gesichtspunkten viel sinnvoller, hier unsere Nahrungsmittel und dort im sonnenverwöhnten Brasilien mit Hilfe von Zuckerrohr Biosprit zu produzieren und diesen zu importieren.
Wenn mehr Urwald in Brasilien erhalten bliebe - welchen Einfluss hätte denn das auf das CO2 und auf das Weltklima?
Aber im Moment diskutiert man ja lieber über Glühlampen.

Und ich will dir mal deine Arbeit nicht madig reden, du verdienst ja dein Geld damit. Und solange nur die Biomasse, die aus der Kuh hinten raus kommt, zur Verstromung verwendet wird, solange genießt diese Nutzung meine uneingeschränkte Zustimmung.

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