Kranke Libanon-Zeder
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wolfachim_roland
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Kranke Libanon-Zeder
Sabine schrieb mir :
"Lieber Herr Roland,
wir hatten Kontakt wegen der Libanonzeder. Sie gaben mir freundlicherweise
Infos über Zedern.
Ich habe nun 3 Samen der Libanonzeder aus dem Libanon am 13.3. in die Erde gelegt.
Aber nun scheinen die Zedern krank zu sein. Was mache ich falsch? Was kann
ich tun, um sie zu retten. Können Sie den Zedern und mir vielleicht helfen?
Eine ist eingegangen (Taube, Genickbruch?), die andere hat sich prächtig
entwickelt bis gestern. Vor ein paar Tagen begann der Stil langsam bräunlich
zu werden. Siehe Bild von heute ...27.jpg im Anhang. Sie steht auf dem
Balkon mit Nachmittagssonne.
Die 2. Zeder (siehe andere 2 Fotos) hat das gleiche Problem, aber schon seit
längerem. Die 2. Zeder ist dann auch lasch 2-3 x umgefallen. Ich habe sie
gestützt und etwas gegossen.
Ich weiß nicht, mach ich zu viel Wasser/zu wenig.
Sollen sie auf dem Balkon mit der Vormittags/Mittagssonne oder auf dem
Balkon mit dem Nachmittagssonne stehen? Ist es ein Pilz?
Was mache ich falsch? Haben Sie eine Idee?
Nun starte ich gerade einen 2. Versuch mit Samen einer Libanonzeder aus dem Bot. Garten. Die 3, die ich in Kühlschrank (Butterfach) in Wasser gelegt
haben, sind seit gestern leicht geöffnet, die die ich im Wohnzimmer stehen
habe nur 2. Wie soll ich weiterverfahren? Die im Wohnzimmer habe ich nun auf den Balkon gestellt.
Es ist ein spannendes Thema für mich und eine Freude, sie Samen wachsen zu
sehen, aber das Herz tut weh, wenn sie krank sind oder gar eingehen.
Viele Grüße und einen guten Start in die kommende Woche
Sabine"
Mit der Bitte um Eure Kommentare,
Viele Grüße Wolf
"Lieber Herr Roland,
wir hatten Kontakt wegen der Libanonzeder. Sie gaben mir freundlicherweise
Infos über Zedern.
Ich habe nun 3 Samen der Libanonzeder aus dem Libanon am 13.3. in die Erde gelegt.
Aber nun scheinen die Zedern krank zu sein. Was mache ich falsch? Was kann
ich tun, um sie zu retten. Können Sie den Zedern und mir vielleicht helfen?
Eine ist eingegangen (Taube, Genickbruch?), die andere hat sich prächtig
entwickelt bis gestern. Vor ein paar Tagen begann der Stil langsam bräunlich
zu werden. Siehe Bild von heute ...27.jpg im Anhang. Sie steht auf dem
Balkon mit Nachmittagssonne.
Die 2. Zeder (siehe andere 2 Fotos) hat das gleiche Problem, aber schon seit
längerem. Die 2. Zeder ist dann auch lasch 2-3 x umgefallen. Ich habe sie
gestützt und etwas gegossen.
Ich weiß nicht, mach ich zu viel Wasser/zu wenig.
Sollen sie auf dem Balkon mit der Vormittags/Mittagssonne oder auf dem
Balkon mit dem Nachmittagssonne stehen? Ist es ein Pilz?
Was mache ich falsch? Haben Sie eine Idee?
Nun starte ich gerade einen 2. Versuch mit Samen einer Libanonzeder aus dem Bot. Garten. Die 3, die ich in Kühlschrank (Butterfach) in Wasser gelegt
haben, sind seit gestern leicht geöffnet, die die ich im Wohnzimmer stehen
habe nur 2. Wie soll ich weiterverfahren? Die im Wohnzimmer habe ich nun auf den Balkon gestellt.
Es ist ein spannendes Thema für mich und eine Freude, sie Samen wachsen zu
sehen, aber das Herz tut weh, wenn sie krank sind oder gar eingehen.
Viele Grüße und einen guten Start in die kommende Woche
Sabine"
Mit der Bitte um Eure Kommentare,
Viele Grüße Wolf
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Zuletzt geändert von wolfachim_roland am 19 Mai 2015, 08:17, insgesamt 2-mal geändert.
Wolf Roland
Auf den ersten Blick stehen die Sämlinge zu nass.
Ich weiß, es ist gut gemeint, aber nur gießen, wenn die Oberfläche trocken ist.
Außerdem gibt es die sogenannte "Umfallkrankheit" bei Sämlingen. Das ist, wenn ich mich recht entsinne, eine Pilzerkrankung.
Und das Substrat scheint etwas zu fett. Was ist das für Erde, Anzuchterde, Blumenerde?
Ich weiß, es ist gut gemeint, aber nur gießen, wenn die Oberfläche trocken ist.
Außerdem gibt es die sogenannte "Umfallkrankheit" bei Sämlingen. Das ist, wenn ich mich recht entsinne, eine Pilzerkrankung.
Und das Substrat scheint etwas zu fett. Was ist das für Erde, Anzuchterde, Blumenerde?
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Kiefernspezi
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S
Guten Abend,
vielen Dank für Ihrer Kommentare.
Es geht hier um meinen ersten Versuch Zedern aus dem Libanon (cedrus libani) vom Samen her anzupflanzen. Ich habe "Anzucht- und Kräutererde von Compo Sana" benutzt.
1. Welche Erde soll ich nehmen?
2. Soll diese vorher behandelt werden (erhitzen?Wenn ja, bitte genaue Anleitung)
3. Sand? Wie viel? 1/3?
4. Welchen Sand?
Mir wurde auch gesagt, dass ich Rheinsand kaufen kann bzw. auf meine Frage hin, auch Sand vom Sandkasten verwenden kann. Diesen allerdings absieben, waschen und dann den groben gewaschenen Sand 1,5-2 cm auf die Erde legen soll, damit der Stil nicht zu nass wird, da Sand an der Oberfläche schnell trocknet.
Vielen Dank an alle schon im Voraus.
Sabine
vielen Dank für Ihrer Kommentare.
Es geht hier um meinen ersten Versuch Zedern aus dem Libanon (cedrus libani) vom Samen her anzupflanzen. Ich habe "Anzucht- und Kräutererde von Compo Sana" benutzt.
1. Welche Erde soll ich nehmen?
2. Soll diese vorher behandelt werden (erhitzen?Wenn ja, bitte genaue Anleitung)
3. Sand? Wie viel? 1/3?
4. Welchen Sand?
Mir wurde auch gesagt, dass ich Rheinsand kaufen kann bzw. auf meine Frage hin, auch Sand vom Sandkasten verwenden kann. Diesen allerdings absieben, waschen und dann den groben gewaschenen Sand 1,5-2 cm auf die Erde legen soll, damit der Stil nicht zu nass wird, da Sand an der Oberfläche schnell trocknet.
Vielen Dank an alle schon im Voraus.
Sabine
Magere Erde ist schon in Ordnung.
Wichtig ist folgendes:
Unten in den Topf sollten ein paar Ton- oder Glasscherben rein, um zu garantieren, dass da keine Staunässe im Topf entsteht. Guter Wasserabzug ist wichtig. Nur gießen, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist.
Sand kann man dazugeben, muss es aber nicht. Ob der Sand vom Spielplatz, vom Flußufer oder aus einer Zoohandlung stammt, ist ziemlich wurscht.
Und schließlich sind viele Baumarten auch nach einer erfolgreichen Anzucht nicht besonders gut auf Dauer als Topfpflanzen zu halten. Die Zeder gehört leider dazu. Ein Wacholder ist robuster und wäre für den Balkon einfacher.
Wenn die Sämlinge bereits kränkeln, ist es in aller Regel zu spät.
Für eine gesunde Pflege ist ein Garten allemal besser geeignet.
Wichtig ist folgendes:
Unten in den Topf sollten ein paar Ton- oder Glasscherben rein, um zu garantieren, dass da keine Staunässe im Topf entsteht. Guter Wasserabzug ist wichtig. Nur gießen, wenn die Oberfläche abgetrocknet ist.
Sand kann man dazugeben, muss es aber nicht. Ob der Sand vom Spielplatz, vom Flußufer oder aus einer Zoohandlung stammt, ist ziemlich wurscht.
Und schließlich sind viele Baumarten auch nach einer erfolgreichen Anzucht nicht besonders gut auf Dauer als Topfpflanzen zu halten. Die Zeder gehört leider dazu. Ein Wacholder ist robuster und wäre für den Balkon einfacher.
Wenn die Sämlinge bereits kränkeln, ist es in aller Regel zu spät.
Für eine gesunde Pflege ist ein Garten allemal besser geeignet.
ich empfehle den (eher groben) Sand mit der Pflanzerde zu mischen um auf diese Weise die Durchlässigkeit zu erhöhen; die reine Pflanzerde verhält sich zu sehr wie ein Schwamm.
Außerdem kann man die Oberfläche mit einer dünnen Sandschicht (wenige Millimeter) abdecken, damit die Oberfläche schneller abtrocknet.
Zur Vermeidung von Pilzkrankheiten kann man die Oberfläche (und Sämlinge) mit einer Chinosol-Lösung besprühen.
Auf diese Weise habe ich früher Kakteen ausgesät, die allgemein sehr empfindlich sind.
Gruß, Stefan
Außerdem kann man die Oberfläche mit einer dünnen Sandschicht (wenige Millimeter) abdecken, damit die Oberfläche schneller abtrocknet.
Zur Vermeidung von Pilzkrankheiten kann man die Oberfläche (und Sämlinge) mit einer Chinosol-Lösung besprühen.
Auf diese Weise habe ich früher Kakteen ausgesät, die allgemein sehr empfindlich sind.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
(Rabindranath Tagore)
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Sandkasten- Sand ist da aber ungeeignet, der ist zu fein und gleichmäßig in der Korngröße, verpappt daher leicht und erlaubt so auch das Entstehen von Krankheiten.
Besser ist, und mit Erfolg selber angewandt, ganz normaler Baukies in der Körnung 0-5 mm, vermischt mit etwas Lehm und etwas Humus, ich täte sagen 3:1:2 sollte ein gutes Mischverhältnis sein.
Besser ist, und mit Erfolg selber angewandt, ganz normaler Baukies in der Körnung 0-5 mm, vermischt mit etwas Lehm und etwas Humus, ich täte sagen 3:1:2 sollte ein gutes Mischverhältnis sein.
Ich bedecke jeden Kübel oder Blumenkasten grundsätzlich unten mit Split aus dem Baumarkt. Den gibt es in verschiedenen Körnungen, aber 5 mm sind ok. Ist genauso gut wie Aquariumkies, nur deutlich billiger. Die Erde, je nach Art der Pflanzen kommt dann auf die Splitschicht. Das ist notwendig, weil ich nur geschlossene Gefäße verwende, um Überschwemmungen auf dem Balkon unter uns zu vermeiden. Hat sich jedenfalls bewährt.
Ich habe nun heute Abend eine Zeder, die "krumm" war, umgetopft. Ich war doch zu neugierig, da mir die Pilztheorie nicht ganz einleuchtet war. Aber ich bin auch blutige Anfängerin in diesem Gebiet - daher bitte Fachausdrücke, wenns geht für mich auch "übersetzen". Das wäre sehr nett.
Also ich habe ganz vorsichtig die Erde um den Stiel - Wurzel entfernt. Ich konnte nirgends Schimmel entdecken. Also hat die Zeder vielleicht doch noch eine Chance zu überleben, wenn ich die Wurzel nicht beschädigt habe. An einer Seite ist sie förmlich am Topf geklebt - und habe sie auch dort gelassen. (siehe Foto).
Danach habe ich den gesiebten Sandkastensand genommen (hatte ja nur das zu Hause, damit war er von zu großen Steinchen und anderem Schmutz/Abfall "gereinigt", den groben Sand auch wieder dazu gemischt und fast 1:1 mit neuer Anzuchterde gemischt (Hatte doch keine Blumenerde zu Hause). Zuerst wollte ich 1:3 mischen, aber das war dann immer noch viel zu erdig und fest. Die Anzuchterde die ich hatte, hat tagelang die Nässe gehalten
Beim Vermischen fand ich ein kleines schwarzes Stöckchen mit weißem Pilz drauf, das ich eintsorgte. Es heißt ja, in jeder Erde sind schon Pilze vorhanden. Bange Frage: Hätte ich die Erde dann wegschmeißen sollen oder vorher noch behandeln? (Backofen...???)
Danach das Gemisch feucht gemacht und wieder vorsichtig um die Wurzel gegeben. Ich habe mich gewundert, dass es nur einen Wurzelstrang gibt und keine Verzweigung. Ist das normal bei Libanonzedern?
Nun noch eine Schicht der groben gewaschenen Sandkörner vom Sandkasten obendrauf und wieder auf den Balkon gestellt.
Mal schauen, wie es ihr morgen geht.
Gute Nacht alle zusammen
Also ich habe ganz vorsichtig die Erde um den Stiel - Wurzel entfernt. Ich konnte nirgends Schimmel entdecken. Also hat die Zeder vielleicht doch noch eine Chance zu überleben, wenn ich die Wurzel nicht beschädigt habe. An einer Seite ist sie förmlich am Topf geklebt - und habe sie auch dort gelassen. (siehe Foto).
Danach habe ich den gesiebten Sandkastensand genommen (hatte ja nur das zu Hause, damit war er von zu großen Steinchen und anderem Schmutz/Abfall "gereinigt", den groben Sand auch wieder dazu gemischt und fast 1:1 mit neuer Anzuchterde gemischt (Hatte doch keine Blumenerde zu Hause). Zuerst wollte ich 1:3 mischen, aber das war dann immer noch viel zu erdig und fest. Die Anzuchterde die ich hatte, hat tagelang die Nässe gehalten
Beim Vermischen fand ich ein kleines schwarzes Stöckchen mit weißem Pilz drauf, das ich eintsorgte. Es heißt ja, in jeder Erde sind schon Pilze vorhanden. Bange Frage: Hätte ich die Erde dann wegschmeißen sollen oder vorher noch behandeln? (Backofen...???)
Danach das Gemisch feucht gemacht und wieder vorsichtig um die Wurzel gegeben. Ich habe mich gewundert, dass es nur einen Wurzelstrang gibt und keine Verzweigung. Ist das normal bei Libanonzedern?
Nun noch eine Schicht der groben gewaschenen Sandkörner vom Sandkasten obendrauf und wieder auf den Balkon gestellt.
Mal schauen, wie es ihr morgen geht.
Gute Nacht alle zusammen
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- Ausgebuddelte Wurzel einer cedrus libani, 2 Monate alt
- Libanonzeder_Wurzel2.jpg (419.27 KiB) 3153 mal betrachtet
Umfallkrankheit ... Pilzbefall ... Fachausdrücke übersetzen ...
ich versuche es ...
Pilze, die Pflanzen befallen, sieht man häufig erst, wenn sie sich vermehren wollen, also Pilzkörper ausbilden, ja das rote Käppchen mit weißen Punkten ist nicht der Fliegenpilz, sondern lediglich gewissermaßen sein Sexualorgan (das stimmt so im eigentlichen Sinne nicht, muß hier aber in der Form reichen).
Ein Pflanzen befallender Pilz lebt oft (aber nicht immer) im inneren der Pflanze und ist für uns zunächst unsichtbar ... bis er groß genug ist, sich zu vermehren. "Schimmel" ist eher eine Erscheinung, die wir an bereits toten Pflanzen finden, eher wenige Schimmelpilze befallen lebendiges Material.
Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen ... das nennen viele von uns eine Grippe, oder etwa nicht? Dem Mediziner klappen sich da die Fußnägel hoch, denn unter einer Grippe versteht er die Virusgrippe und nicht die wesentlich banalere Erkältung / den grippalen (grippeartigen) Infekt, was etwas völlig anderes ist.
Wenn der Laie und leider auch viele Gärtner von Pilzen sprechen, sind sie ähnlich schlampig in ihrer Ausdrucksweise, denn obwohl Eipilze im deuschen das Wort "Pilz" im Namen haben, sind sie näher mit Braunalgen als denn mit Pilzen verwandt. Viele "Pfanzen-Pilzkrankheiten" werden garnicht von Pilzen verursacht, sondern eben von Eipilzen wie Phytophtora, Pythium oder Arten von falschem Mehltau. Dabei ist es recht wichtig, da zu unterscheiden, denn die Behandlung ist eine andere. Bei echter Grippe haben Antibiotika ja auch keinen Sinn, sie helfen nur gegen Bakterien, nicht aber gegen die Grippe-Viren. Mittel gegen Eipilze helfen meist nicht gegen Pilze und andersrum. Mittel gegen Eipilze werden im Gartenbereich meist gegossen, die gegen Pilze eher gespritzt.
Warum ich das hier schreibe? Die Umfallkrankheit ist ein Symptom ... wie Schnupfen oder Halsschmerzen. Man kann vom Symptom nicht direkt auf den Erreger schließen. Sowohl Schnupfen als auch Halsschmerzen können von Bakterien oder aber auch Viren verursacht werden.
Zuallermeist wird die Umfallkrankheit von Eipilzen verursacht, also garnicht von echten Pilzen. Es handelt sich also bei der Umfallkrankheit garnicht wirklich um eine Pilzinfektion, obwohl wir es so nennen und Mittel dagegen werden täuschenderweise auch noch als Fungizid (Fungus = Pilz) verkauft, schaden echten Pilzen aber zumeist nichtmal.
Einen Sämling mit Spritzmitteln gegen Pilze oder Eipilze zu stressen, macht keinen Sinn, denn es würde ihn nur schwächen. Eipilze haben es mehrheitlich gerne feucht bis naß und es wurde ja bereits angemerkt, daß du es mit dem gießen vielleicht etwas zu gut gemeint hast.
Von der Aufzucht von Sämlingen habe ich keine Ahnung, daher halte ich mich aus der eigentlichen Diskussion raus. Viel Glück bei deinem Anzuchtversuch ...
ich versuche es ...
Pilze, die Pflanzen befallen, sieht man häufig erst, wenn sie sich vermehren wollen, also Pilzkörper ausbilden, ja das rote Käppchen mit weißen Punkten ist nicht der Fliegenpilz, sondern lediglich gewissermaßen sein Sexualorgan (das stimmt so im eigentlichen Sinne nicht, muß hier aber in der Form reichen).
Ein Pflanzen befallender Pilz lebt oft (aber nicht immer) im inneren der Pflanze und ist für uns zunächst unsichtbar ... bis er groß genug ist, sich zu vermehren. "Schimmel" ist eher eine Erscheinung, die wir an bereits toten Pflanzen finden, eher wenige Schimmelpilze befallen lebendiges Material.
Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopfschmerzen, Halsschmerzen ... das nennen viele von uns eine Grippe, oder etwa nicht? Dem Mediziner klappen sich da die Fußnägel hoch, denn unter einer Grippe versteht er die Virusgrippe und nicht die wesentlich banalere Erkältung / den grippalen (grippeartigen) Infekt, was etwas völlig anderes ist.
Wenn der Laie und leider auch viele Gärtner von Pilzen sprechen, sind sie ähnlich schlampig in ihrer Ausdrucksweise, denn obwohl Eipilze im deuschen das Wort "Pilz" im Namen haben, sind sie näher mit Braunalgen als denn mit Pilzen verwandt. Viele "Pfanzen-Pilzkrankheiten" werden garnicht von Pilzen verursacht, sondern eben von Eipilzen wie Phytophtora, Pythium oder Arten von falschem Mehltau. Dabei ist es recht wichtig, da zu unterscheiden, denn die Behandlung ist eine andere. Bei echter Grippe haben Antibiotika ja auch keinen Sinn, sie helfen nur gegen Bakterien, nicht aber gegen die Grippe-Viren. Mittel gegen Eipilze helfen meist nicht gegen Pilze und andersrum. Mittel gegen Eipilze werden im Gartenbereich meist gegossen, die gegen Pilze eher gespritzt.
Warum ich das hier schreibe? Die Umfallkrankheit ist ein Symptom ... wie Schnupfen oder Halsschmerzen. Man kann vom Symptom nicht direkt auf den Erreger schließen. Sowohl Schnupfen als auch Halsschmerzen können von Bakterien oder aber auch Viren verursacht werden.
Zuallermeist wird die Umfallkrankheit von Eipilzen verursacht, also garnicht von echten Pilzen. Es handelt sich also bei der Umfallkrankheit garnicht wirklich um eine Pilzinfektion, obwohl wir es so nennen und Mittel dagegen werden täuschenderweise auch noch als Fungizid (Fungus = Pilz) verkauft, schaden echten Pilzen aber zumeist nichtmal.
Einen Sämling mit Spritzmitteln gegen Pilze oder Eipilze zu stressen, macht keinen Sinn, denn es würde ihn nur schwächen. Eipilze haben es mehrheitlich gerne feucht bis naß und es wurde ja bereits angemerkt, daß du es mit dem gießen vielleicht etwas zu gut gemeint hast.
Von der Aufzucht von Sämlingen habe ich keine Ahnung, daher halte ich mich aus der eigentlichen Diskussion raus. Viel Glück bei deinem Anzuchtversuch ...
Pilzdefinition
Vielen Dank für die ausführliche und gut verständliche Erklärung mit alltäglichen (Krankheits-)Beispielen aus dem Leben. 
Ich habe sie heute Abend mit Schachtelhalm besprüht und auch damit bewässert - zur Stärkung. Mal sehen....
Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Ich habe sie heute Abend mit Schachtelhalm besprüht und auch damit bewässert - zur Stärkung. Mal sehen....
Die Hoffnung stirbt zuletzt...