Raubzug der Hunnen

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Jonas Hopf
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Raubzug der Hunnen

Beitrag von Jonas Hopf » 07 Mär 2015, 16:46

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich mit einer ungewöhnlichen Anfrage an Sie. Wir untersuchen den Raubzug der Hunnen, die in der Spätantike von Ungarn aus durch Süddeutschland an den Rhein zogen und schließlich nach Galien. Rast machten Sie wahrscheinlich auf Grasland und in Hütewäldern.

Wir suchen jemanden, der uns solche Landschaften zeigen kann. Am besten weit entfernt von modernen Gebäuden.

Mit freundlichen Grüßen
Jonas Hopf

AndreasG.
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Re: Raubzug der Hunnen

Beitrag von AndreasG. » 07 Mär 2015, 17:11

Jonas Hopf hat geschrieben: Rast machten Sie wahrscheinlich auf Grasland und in Hütewäldern.
Rast machten die Hunnen wahrscheinlich mit großer Vorliebe in zuvor geplünderten Ortschaften und ansonsten dort, wo sie gerade waren und Lust auf ein Päuschen verspürten. Auf dem Rückweg dürften sie es hingegen ziemlich eilig gehabt haben, denn immerhin hatten sie gerade eine Schlacht verloren und sich bei der Gelegenheit wenig Freunde gemacht.
Grasland ist leicht zu finden, denn meistens wächst dort Gras. :lol: Man nennt es auch "Wiese".
Hütewald dagegen gibt es in Deutschland kaum noch. In einigen Naturschutzgebieten experimentiert man mit großen Pflanzenfressern wie Pferden oder Rinder, die man in Wälder treibt, um solche Wälder entstehen zu lassen, meist aber nur kleinflächig.
Google wird da sicher bereitwillig weiterhelfen.

Ob es in spätrömischer Zeit in Germanien bereits Hütewälder gab, weiß ich nicht. Wäre denkbar, muss aber nicht unbedingt sein. Eigentlich gehört der Hutewald ins Mittelalter und die folgende Zeit bis zum 19. Jhdt..
Ein besserer Ansprechpartner ist das Geschichtsforum.
http://www.geschichtsforum.de/

Jonas Hopf
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Geeigneter Ort in Süddeutschland

Beitrag von Jonas Hopf » 07 Mär 2015, 17:35

Also es geht vor allem darum einen Ort zu finden, wo man ein Lager der Hunnen nachstellen kann. Dieses Lager sollte dann natürlich weit entfernt sein von modernen Bebauungen. Solche weiträumigen, natürlichen Plätze wird es aber wohl in Deutschland nicht mehr geben, oder?

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 07 Mär 2015, 18:02

Da man in Deutschland praktisch nirgendwo mehr als 2 km von der nächsten Ortschaft entfernt ist, wird dieses Unterfangen sicher schwierig. Und bevor man sich dann austoben und den wilden Hunnen markieren darf, braucht man erst mal die Genehmigung vom Grundstückseigentümer, dann vermutlich von mindestens 10 Behörden und reichlich Dixiklos.
Außerdem ist sowas auch ziemlich aufwendig, denn erst mal braucht man Hunnen, :lol: die leider komplett aus der Weltgeschichte verschwunden sind, dann braucht man auch zwecks Authentizität ein paar Germanen, die mit den Hunnen zusammen unterwegs waren, wobei man da auf die ortsansässige Bevölkerung zurückgreifen könnte, dann reichlich Pferde und schließlich Zelte, denn soviel ich weiß, wohnten die recht mobil.
Bei Raubzügen, und wenn es schnell gehen musste, hatten sie vermutlich nur ein paar Decken dabei, bestenfalls für Attila ein Zelt. Ob es Originalbeschreibungen oder -abbildungen hunnischer Zelte gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Dafür empfehle ich ebenfalls das Geschichtsforum. Dort gibt es genug Beklopp äh Enthusiasten für derartige Unternehmungen.
Da es in Deutschland reichlich Hobbysteinzeitler, -kelten, -germanen und -ritter gibt, finden sich bestimmt auch ein paar Freizeithunnen.
:wink:

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 07 Mär 2015, 19:17

Höi, nichts gegen die guten alten Völker, Andreas *selber Wikinger- Symphatisant bin und sogar originale Wikingerhühner habe* ;)...

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 07 Mär 2015, 19:24

Kiefer hat geschrieben:Höi, nichts gegen die guten alten Völker, Andreas *selber Wikinger- Symphatisant bin und sogar originale Wikingerhühner habe* ;)...
Alt - einverstanden, gut - naja, das müsste man interpretieren. :lol:
Nach historischen Quellen waren die Wikinger in ihrer Glanzzeit etwa so beliebt wie die Pest, wenn man es wohlwollend betrachtet.
Aber ein Foto der Wikingerhühner kannst du mal rüberreichen.

Jonas Hopf
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nur der Ort fehlt

Beitrag von Jonas Hopf » 07 Mär 2015, 20:38

Also wir hätten alles... (außer Genehmigungen:)) Uns fehlt nur der Ort...

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 07 Mär 2015, 20:44

Wie jetzt, ihr habt ein paar Hunnen aufgetrieben? :lol:

Dann versuch doch mal dein Glück im Osten Brandenburgs. In den ehemaligen Braunkohletagebauen dürfte es ziemlich steppenartig aussehen und Platz ist dort auch.

Ich könnte mir vorstellen, dass es in Ungarn oder anderswo sowas bereits gibt, also Treffen der Hunnenfreunde oder Nachstellen historischer Schlachten.
In Kalkriese spielen jede Menge erwachsener Männer "Germanen metzeln Römer", anderswo "Napoleon gegen habgradvergessenwen" usw.
Es geht doch hier um die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern in Frankreich, oder? Vielleicht wird das dort auch nachgestellt, und die sind dankbar, wenn noch ein paar Hunnen vorbeikommen.

Aber, wie erwähnt, das Geschichtsforum, dass ich oben verlinkt habe, ist da sicher ein kompetenterer Ansprechpartner.

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 07 Mär 2015, 21:00

Mir war beim Lesen auch gleich Ungarn eingefallen, aber vielleicht ist Brandenburg - wie Andreas sagt - eine mögliche Wahl. Ich könnte mir auch auf ehemaligen Truppenübungsplätzen etwas vorstellen.

Vg Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

fockea
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Beitrag von fockea » 08 Mär 2015, 00:29

Fehlt noch ein Foto von Kiefers Wikingerhuhn.
Ich habe da so Vorstellungen.
Mach mal !
Fockea

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 08 Mär 2015, 02:25

Ich hoffe, Du bist nicht enttäuscht, fockea...
http://de.wikipedia.org/wiki/Isl%C3%A4n ... dnahmehuhn
Der Hahn rechts oben im Bild war meiner, meine noch drei Hennen kannst Du hier Kiefers Wikingerhühner sehen.

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 08 Mär 2015, 10:19

Hab ich's doch geahnt, es gibt nicht nur einen Hunnenclub, sondern jede Menge.
Die müssen Unsummen für Kostüme und Ausstattung ausgegeben haben.
Naja, immer noch besser, als sein Geld zu versaufen. Wobei, vermutlich kostümieren die sich erst und kippen sich danach einen hinter die Binde.

Andreas, die Wikingerhühner sind wirklich etwas enttäuschend. Ich hatte auf Hähne mit 20 cm langen Sporen und soooo nem Schnabel gehofft, die es zur Not auch mit einem Eisbären aufnehmen. :lol:

quellfelder
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Beitrag von quellfelder » 08 Mär 2015, 10:41

Hallo AndreasG,

warum reagierst Du so unsachlich? Dieser Tonfall kommt bestimmt nicht gut an. Spottet hier doch auch niemand über Deine Imkerei!

Viele Grüße

quellfelder

Jonas Hopf
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Beitrag von Jonas Hopf » 11 Mär 2015, 17:51

Vielen Dank für die Tipps. Truppenübungsplätze, Braunkohlewerke, Naturschutzgebiete... Mal schauen was sich da machen lässt. Nach Ungarn gehen wir dann nächstes Jahr. Aber wir wollen das Ganze erstmal in Deutschland testen.
Übrigens machen wir das auch mit der Steinzeit. Hier sind wir auch noch auf der Suche nach einer schönen Waldlichtung.
Hat jemand ein schönes Grundstück, das er uns gegen gutes Geld vermieten will???

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. » 11 Mär 2015, 18:45

Truppenübungsplätze solltest du abhaken, denn da liegt häufig noch tonnenweise Munition rum und beim Lagerfeuer könnte es dann unliebsame Überraschungen geben. Deshalb lässt euch dort bestimmt keiner rauf.
Naturschutzgebiete sind aus anderen, allerdings ebenso einleuchtenden Gründen tabu. Ist ja ein Schutzgebiet und kein Campingplatz. :lol:
Aber ein paar weiträumige Tagebaugebiete wird es schon geben.

Was gab es früher bei Hunnens eigentlich zum Mittag?

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