Was die Nilgänse angeht: Jo, die sind ziemlich militant, wenn's um die Verteidigung und Eroberung des Brutplatzes geht, da haben die auch keine Hemmungen, schon mal 'nem Habichtspaar den Horst zu enteignen...
Allerdings trifft es bei denen in aller Regel nur Arten, die sowieso allenthalben vorkommen (Stockenten, Blässhühner, vllt. auch und sogar Höckerschwäne, die sich aber wehren können) und deren Bruten schon sowieso so gefährdet sind, dass die auch locker im Juli noch eine Nachbrut machen können, oder sowieso zweimal im Jahr brüten... Haben also keine wirklich negativen Einflüsse auf heimisches Wassergeflügel.
Und die Kanadagans kann ich aus persönlicher Erfahrung als harmlos bestätigen, die habe ich in Berlin an die 12 Jahre intensiv beobachtet, studiert und da auch mit einer wissenschaftlichen Stelle für Neozoen zusammen gefasst. Die größte Gefahr durch die sind verschissene Strandpromenaden oder (unfruchtbare) Hybriden mit Graugänsen- aber auch die sind in der Regel auf den Siedlungsbereich beschränkt, influieren die Graugansbestände also nicht wirklich.
Auch, da die Hybriden wie gesagt steril sind, weil's Gattungshybriden sind (Anser x Branta).
Ist also alles ziemlich in Ordnung