Hallo zusammen
Es geht nicht um sägewerksoptimierte Forstwirtschaft, wo astlose, gerade Stämme das Ziel sind. sondern um Auslichten und/oder Nachpflanzen, um einen starken, gesunden Eichenwald zu erreichen. Das erwachsene Kronendach sollte den Waldboden nicht komplett beschatten. Unterbewuchs wie z.B. Hainbuchen sind praktisch nicht vorhanden. Es ist eine ehemalige Wiese. Boden und Klima sind eichenfreundlich.
Welcher Baumabstand sollte angestrebt werden?
Gruss
Kurt
Optimaler Baumabstand
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captainplanet
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- Registriert: 12 Apr 2007, 16:36
Freistehende Eichen können im Alter Kronendurchmesser von etwa 20 Metern erreichen, würde ich schätzen. Aber es reicht nicht, alle 20 Meter einen Baum zu pflanzen, da Du damit rechnen muß daß einzelne Exemplare durch Verbiß, Fege-, Schlag- oder Schälschäden oder durch sonstige Schädlinge (Pilze, Insekten) ausfallen.
Es ist keineswegs natürlich daß sich eine Freifläche sofort in einen Eichenwald verwandelt. Zuerst würden diverse Pionierarten die Fläche besiedeln (Birke, Vogelbeere u.a.) und die Eichen würden erst im Schatten dieser Bäume groß werden. Wenn Du diese natürliche Sukzession abkürzen willst, kann es sein daß es vermehrt zu Ausfällen kommt. Auf grasigen Orten würde ich vor allem auf Mehltau tippen...
Ich würde auf einem Teil der Fläche Eichen in einem Abstand von maximal 10 Metern pflanzen, eher noch dichter. Weniger werden es sowieso noch. Auf der restilchen Fläche würde ich nichts tun und einfach schauen, was von selbst kommt. Auf die Art entstünde ein strukturiertes Biotop mit Übergängen zwischen mehreren Sukzessionsstufen, das sicher einen höheren ökologischen Wert hat als ein Reinbestand.
Bäume gehen übrigens im Wurzelbereich mit verschiedenen Pilzen (Mykhorrizapilze) Symbiosen ein. Teilweise sind diese Pilze Generalisten, teilweise kooperieren sie artspezifisch mit bestimmten Baumarten. Auf Flächen, wo vorher nur Wiese war, sind diese Pilze oft nicht vorhanden, was zu deutlich verringerten Zuwächsen führt. Ich würde eventuell versuchen, dort, wo Du Bäumchen setzt, auch etwas Bodenmaterial von einem Standort, wo diese Bäume seit langem wachsen, einzubringen um den Boden mit diesen Pilzen zu impfen.
Lg Georg
Es ist keineswegs natürlich daß sich eine Freifläche sofort in einen Eichenwald verwandelt. Zuerst würden diverse Pionierarten die Fläche besiedeln (Birke, Vogelbeere u.a.) und die Eichen würden erst im Schatten dieser Bäume groß werden. Wenn Du diese natürliche Sukzession abkürzen willst, kann es sein daß es vermehrt zu Ausfällen kommt. Auf grasigen Orten würde ich vor allem auf Mehltau tippen...
Ich würde auf einem Teil der Fläche Eichen in einem Abstand von maximal 10 Metern pflanzen, eher noch dichter. Weniger werden es sowieso noch. Auf der restilchen Fläche würde ich nichts tun und einfach schauen, was von selbst kommt. Auf die Art entstünde ein strukturiertes Biotop mit Übergängen zwischen mehreren Sukzessionsstufen, das sicher einen höheren ökologischen Wert hat als ein Reinbestand.
Bäume gehen übrigens im Wurzelbereich mit verschiedenen Pilzen (Mykhorrizapilze) Symbiosen ein. Teilweise sind diese Pilze Generalisten, teilweise kooperieren sie artspezifisch mit bestimmten Baumarten. Auf Flächen, wo vorher nur Wiese war, sind diese Pilze oft nicht vorhanden, was zu deutlich verringerten Zuwächsen führt. Ich würde eventuell versuchen, dort, wo Du Bäumchen setzt, auch etwas Bodenmaterial von einem Standort, wo diese Bäume seit langem wachsen, einzubringen um den Boden mit diesen Pilzen zu impfen.
Lg Georg
Optimaler Baumabstand im jungen Urwald
Hallo zusammen
Ich will das Thema des vorigen Threads mal von einer anderen Seite angehen. Es handelt sich hier um ein natürlich durch Versamung gewachsenes Eichen- /Hainbuchenwäldchen. Denke ich zumindest. Ich bin erst seit 18 Jahren Eigentümer. Ich hoffe, dass nachstehendes Foto einen guten Eindruck der Situation im Winter des Jahres 2011 gibt. Der Boden zeigt nur wenig krautige Vegetation. Erwähnenswert ist vielleicht, dass sich immer mehr Wurmfarne entwickeln. Mykorrhizapilze sind vorhanden, auch Destruenten. Es gibt auch mehrstämmige Eichen, solche mit Zwieseln, am Rand stehen auch stark verastete Exemplare. Dazwischen einzelne Erlen, Weiden und Edelkastanien (sativa). Aber hauptsächlich relativ gerade, schlanke Stieleichen mit Hainbuchen als Unterbewuchs. Zuerst zum einen Extrem: Welchen Baumabstand würde der Forstwirt anstreben, um möglichst viele grosse Wertholzstämme zu erhalten? Gewinnung von Wertholz ist zwar nicht mein Ziel, aber dieser Abstand wäre dann ein Wert, der mir für mein Ziel zu klein ist.
Gruss
Kurt
Beim Versuch, das Foto einstellen, kommt schon wieder die Mitteilung, dass ich die Upload Quota Grenze erreicht habe. Also kein Foto.
Ich will das Thema des vorigen Threads mal von einer anderen Seite angehen. Es handelt sich hier um ein natürlich durch Versamung gewachsenes Eichen- /Hainbuchenwäldchen. Denke ich zumindest. Ich bin erst seit 18 Jahren Eigentümer. Ich hoffe, dass nachstehendes Foto einen guten Eindruck der Situation im Winter des Jahres 2011 gibt. Der Boden zeigt nur wenig krautige Vegetation. Erwähnenswert ist vielleicht, dass sich immer mehr Wurmfarne entwickeln. Mykorrhizapilze sind vorhanden, auch Destruenten. Es gibt auch mehrstämmige Eichen, solche mit Zwieseln, am Rand stehen auch stark verastete Exemplare. Dazwischen einzelne Erlen, Weiden und Edelkastanien (sativa). Aber hauptsächlich relativ gerade, schlanke Stieleichen mit Hainbuchen als Unterbewuchs. Zuerst zum einen Extrem: Welchen Baumabstand würde der Forstwirt anstreben, um möglichst viele grosse Wertholzstämme zu erhalten? Gewinnung von Wertholz ist zwar nicht mein Ziel, aber dieser Abstand wäre dann ein Wert, der mir für mein Ziel zu klein ist.
Gruss
Kurt
Beim Versuch, das Foto einstellen, kommt schon wieder die Mitteilung, dass ich die Upload Quota Grenze erreicht habe. Also kein Foto.
Re: Optimaler Baumabstand im jungen Urwald
Hallo Kurt,
Gruß, Stefan
bitte schreib eine pn an Chris Gurk - wir wollen Deine Fotos sehen und vor allem auch die älteren erhalten!kurt hat geschrieben:...
Beim Versuch, das Foto einstellen, kommt schon wieder die Mitteilung, dass ich die Upload Quota Grenze erreicht habe. Also kein Foto.
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
(Rabindranath Tagore)
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Re: Optimaler Baumabstand
Da es ja nicht um optimalen Holzertrag geht, würde ich der Natur die Entscheidung überlassen. Es kommen sowieso nicht alle Sämlinge hoch, die keimen, und dann gibt es ja immer noch Rehe und Co.kurt hat geschrieben: Welcher Baumabstand sollte angestrebt werden?
Durch reinen Zufall bin ich beim Durchforsten meiner alten Beiträge nach löschbaren Fotos auf diesen gestossen, der meine Frage beantwortet. Hatte ich total vergessen, ist ja aus dem Jahr 2006. viewtopic.php?t=518&highlight=
Sachen gibt`s
Gruss
Kurt
Sachen gibt`s
Gruss
Kurt