Angriff der Blattläuse

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deutsche aishe
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Angriff der Blattläuse

Beitrag von deutsche aishe »

Hallo Allerseits !
An meinen Pflanzen auf dem Balkon wimmelt es geradezu von Blattläusen.
Die Jahre zuvor hatte ich nie Probleme mit diesen Plagegeistern. :evil:
Was habt Ihr so für Tipps gegen sie ausser der Chemiekeule ?
Ich habe es mit Knoblauch einpflanzen versucht, aber sogar diesen haben sie erobert und meine neu erworbene Passionsblume ist gleich eingegangen. :x
Hat jemand gute Tipps aus Omas oder Mutters Zeiten ?
Vielen Dank und Gruß,
Sabine
LG, Sabine

Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.

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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Mit Seifenwasser abwaschen. Bei Balkonpflanzen eigentlich kein Problem, da du überall ( von der Größe her gesehen ) hinkommst. Abspritzen, wenn nicht zu empfindlich. Ameisen pflegen sie, also Ameisenpflege unterbinden und Marienkäfer bzw. die nicht fliegenden Larven ansetzen. Kann man in Berlin sicher auch kaufen :wink: .
Am besten abwaschen/abbrausen und Läuse vernichten. Das geht am schnellsten.

Viele Grüße

Wolfgang

deutsche aishe
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Beitrag von deutsche aishe »

Das mit dem Seifenwasser habe ich schon vor Jahren immer mal gemacht und hat auch super geklappt.
Ich dachte allerdings mal an eine Ökowaffe, denn mit Seife kann doch nicht so gesund für die Planzen und für meine Pflanzen fressenden Kater sein !?
Sabine
LG, Sabine

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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Das macht den Pflanzen doch nichts, wenn nicht das ganze Seifenwasser in den Blumentopf läuft. Ich würde sie stark abbrausen, die Blattläuse gehen doch leicht ab, im Gegensatz zu Schildläusen u.ä.

Viele GRüße

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Hallo Sabine & Wolfgang,

ich habe diese Viecher verstärkt an Apfelbäumen und Rosen, aber auch an Geranien gehabt, letztes Jahr.
Rosen und Apfelbäume habe ich letztes Jahr mit den Resten aus Opi's Giftküche behandelt - B58 ... naja ...
Totales 'Stinkezeug' und überhaupt mag' ich den Umgang mit dem Gelumpe nicht (bei Wind gleich gar nicht).
Gut das war ja auch großflächig und ich weiss/wusste es nicht besser (mögen mag ich das auch nicht)

ABER - auch wenn das jetzt etwas 'verrückt' klingt:
Meine Omi hatte letztes Jahr irgendsoein restlos überteuertes 'Kombipack' (75EU) aus Dünger u.ä. bei diesem unsäglichen Kauf-TV-Sender 'QVC' bestellt. Ich dacht' ich glaubs nicht;-)
Jedenfalls war da eine Flasche auf 'öko' getrimmtes Lausvernichtungsmittel auf natürlicher Basis dabei.
Das ging im Nachhinein doch ganz gut, zumindest bei den Geranien.
An Apfel und Rose hab ich das nicht probiert, ist flächenmässig einfach nicht machbar, mit einer 500ml Flasche für über 30EUS;-)

Ich könnte mal die 'Inhaltsstoffe' abtippen, hab' schon überlegt, ob man sich da selber was 'brauen' könnte.
Es roch ganz stark nach einer Art Zitrone/Zitronella und bissel wie Minze - allesinallem nicht so unangenehm wie B58. Oder aber die machen neuerdings sogar in Pflanzensprays Duftstoffe rein...;-)

Alles so ein Schei$$-Kommerz heutzutage;-)

Generell sag' ich mal, von vornherein 'schwache/schwächelnde' Pflanzen bieten Schädlingen ein leichtes Spiel,
dies gilt aber auch für die zarten Neutriebe, einer durchweg draussen überwinterten Pflanze.
Bei den Geranien ist mir das aufgefallen, die standen über Winter drinnen und waren komplett verlaust,
Rose und Apfel wirklich nur die zarten/angreifbaren Triebe.

Keine Hilfe ich weiss - eher was zum Lächeln oder Weinen;-)

Viel Glück (versuch sie 'manuell' abzuseifen/-spritzen), wird kurzfristig das Beste sein,
lg Nancy

babayaga
Beiträge: 419
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Beitrag von babayaga »

Nochwas,

grade eingefallen, verrsuche mal eine Sprühflasche (leerer Glasreiniger o.ä.),
mit einer Spülmittel-Lösung und etwas Brennspiritus einzusprühen und schaue was passiert.

Dunkel hab ich noch in Erinnerung (mir erzählte mal jemand was von einer Tabaklösung), also alte Kippen in Wasser 'ziehen lassen' wie Tee ...
Hab' ich aber noch nie probiert, mit so' nem Sud ... soll wohl auch eher bei Spinnmilben helfen (und das Zeugs ist ganz furchtbar),
allerdings kann das auch die Pflanzen selber schädigen, wenn damit gegossen wird. Wenn denn - wersuch's erstmal nur mit Sprühen ... nicht giessen.

Just my 10 cent, aus der Hexenküche;-)

lg Nancy

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Mit dem Gift ist das wirklich so eine Sache.
Vor Jahren hat ein Nachbar auch seine Rosen mit Gift behandelt und hat sich gewundert, dass die jungen Kohl- und Blaumeisen tot in seinen Nistkästen lagen. Gerade viele Insektenfresser sammeln als erste Nahrung für die Jungen Blattläuse ab. Alles wird gebraucht in der Natur, nur der Mensch nicht. So ist das eben.

An den Rosen kann man schön beobachten, wie die Ameisen die Blattläuse hegen , pflegen und melken. Hier erst mal den Besuch unterbinden, dann kommen auch Marienkäfer und hauen rein.

Viele Grüße

Wolfgang

babayaga
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Beitrag von babayaga »

Da hast du recht Wolfgang.

Ist aber immer eine Frage des 'Mikro' oder 'Makrokosmos', oder?
Bei Balkonpflanzen gibts ja die üblichen (Giftverdächtigen) von Bayer ... Lizethan ...
(oder gibt's da auch was günstiges von Rathiopharm)? *gg*

Nee ist echt ein Graus manchmal ...

ich weiss nicht ob ich flasch liege, aber bei überschaubaren Bepflanzungen würde ich auf manuelle/beharrliche Beseitung gehen,
weniger drauf, natürliche Feinde anzusiedeln.

Bei größeren Flächen hingegen macht mir das richtig Sinn, da über 'Raubinsekten' udgl. nachzudenken,
oder sehe ich das prinzipiell falsch?
Worauf ich eigentlich hinauswill ist:
Ich brauche ja zumindest ein gewisses 'Terrain/Lebensraum' um eine Wirkung zu erzielen.
Bei Balkonen stell ich mir das schwieriger vor, da der Lebensraum recht eingschränkt ist und man das Leben nicht einschränken kann. Wie macht man den Marienkäfern etc klar, dass dies ihr (beschränktes) Revier zu sein hat?

Ganz verschärftes Beispiel (andenHaarenherbeizieh'), Balkon im 15.Stock einer Neubauwohnung, ringsum Beton,
wie will man denn da Marienkäfer & Co davon überzeugen, sich da heimisch zu fühlen?

Okay das war jetzt mal ganz krass ausgedrückt, vielleicht zu krass ...., aber es geht ja mal ums Prinzip;-)

viele Grüsse,
Nancy

deutsche aishe
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Beitrag von deutsche aishe »

Hallo Nancy, hallo Wolfgang !
Vielen Dank für Eure Unterstützung.
Ich wohne zwar nicht im 15. Stock ( zum Glück ), Aber Marienkäfer sind in Berlin bestimmt fast ausgestorben.
Ich freue mich riesig, wenn sich mal ab und zu ein Exemplar in der freien Natur blicken läßt.
Auch gestern bei dem Film über Bäume fand ich die Maikäfer so nett.
Ich habe sie als Kind zu Hauf gesammelt und nun seit fast 30 Jahren keinen mehr gesehen.

Ich habe meine kleinen Pflänzchen jetzt mit Spüli besprüht und hoffe, dass die blöden Läuse nun meine Clematis, Rosen und vor allem den Salbei in Frieden lassen.

Euch noch nen schönen Feierabend,
Sabine
LG, Sabine

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Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich finde die Maikäfer immer nett. Ich habe jedes Jahr so 3 - 5. Ich nehme sie immer mit in die Schule und lasse sie mit meiner Klasse fliegen. Einer wurde direkt von einer Kohlmeise gekascht, das war für die Schüler etwas traurig aber that´s life.

Ich habe in Studentenzeiten Maikäfer auf dem Frankfurter Flohmarkt für 50 Pfennig verkauft. Das vergesse ich nie.Das war lustig, unterhaltsam und man hatte ganz schnell Kontakt.

Viele Grüße

Wolfgang

deutsche aishe
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Beitrag von deutsche aishe »

Mir wird immer wieder von meinen Eltern erzählt, dass ich mit zwei Jahren anstatt Mittagsschlaf zu machen den eingefangenen Maikäfer meiner älteren Schwester aufgegessen habe. Mir hing wohl noch ein Beinchen aus dem Mundwinkel.
Armes Vieh !
Das werde ich nie vergessen !! :roll:
LG, Sabine

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Brötchen
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Beitrag von Brötchen »

Hallo
Das musste ja grausam geschmeckt haben!

Grüße Martin

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Wie mir scheint, warst du kein Kostverächter.
Aber Heuschrecken, Maden etc. sind heute teilweise auch auf dem Teller.
Muss nicht sein, ich lebe weitgehend vegetarisch.
Als Kleinkind steckt man natürlich viel in den Mund, Hauptsache nicht giftig.

Du hast es zum Glück überlebt :wink:

Viele Grüße

Wolfgang

kurt
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Angriff der Blattläuse

Beitrag von kurt »

Hallo zusammen,
Früher, als ich noch einen Balkon hatte, habe ich die Blattläuse mit allen vorher genannten Mitteln bekämpft. War ja auch sinnvoll. Erfolg: Na ja.
Heute, bei grösserem Bestand: Hoffnungslos, Bekämpfung eingestellt. Wir sind uns ja sowieso nicht sicher betreffs Sinn oder Sinnlosigkeit solcher Massnahmen. Lets go, take it easy.
Gruss
Kurt

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria »

Ich mache mir wegen solch kleiner Tierchen auch überhaupt keine Gedanken. Ich hatte an Ostern 20 Damhirsche im Garten. Da gibt´s dann wirkliche Probleme.( 5 Männer mit Schaufeln u. 15 Webchen).

Also da lassen sich die Probleme auf dem Balkon schnell und billig lösen.

Viele Grüße

Wolfgang

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