Unbekanntes Problem / Schädling Kirsche
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Unbekanntes Problem / Schädling Kirsche
Hallo,
Ich habe ja mich bereits in meinem 1. Thread kurz vorgestellt und möchte ich hier noch kurz mein 2. Problem schildern.
Wir haben einen ~ 15 Jahre alten Kirschbaum im Garten, der eigentlich wirklich ergibig jährlich getragen hat. Voriges Jahr waren vielleicht grad mal 5 Kirschen oben und heuer sieht es nicht besser aus.
Voriges Jahr habe ich mir noch keine Sorgen gemacht, allerdings ist mir heuer aufgefallen, dass sich die Blätter teilweise einringeln und die Blätter eigenartig zerfressen sind...Ist das ein Schädling bzw. wenn ja welcher?
Fotos wieder anbei...
Ich habe ja mich bereits in meinem 1. Thread kurz vorgestellt und möchte ich hier noch kurz mein 2. Problem schildern.
Wir haben einen ~ 15 Jahre alten Kirschbaum im Garten, der eigentlich wirklich ergibig jährlich getragen hat. Voriges Jahr waren vielleicht grad mal 5 Kirschen oben und heuer sieht es nicht besser aus.
Voriges Jahr habe ich mir noch keine Sorgen gemacht, allerdings ist mir heuer aufgefallen, dass sich die Blätter teilweise einringeln und die Blätter eigenartig zerfressen sind...Ist das ein Schädling bzw. wenn ja welcher?
Fotos wieder anbei...
- Dateianhänge
-
- Pinggau-20140606-00246.jpg (120.02 KiB) 2156 mal betrachtet
-
- Pinggau-20140606-00245.jpg (87.91 KiB) 2156 mal betrachtet
-
- Pinggau-20140606-00244.jpg (79.14 KiB) 2156 mal betrachtet
-
- Pinggau-20140606-00243.jpg (90.52 KiB) 2156 mal betrachtet
An nem anständigen Kirschbaum findet man in aller Regel ein ganzes Sammelsurium an Pilzen und anderen Schädlingen, die allesamt zumeist dem Baum nicht weiter schaden ... vergleichbar mit Fußpilz und Mückenstichen beim Menschen.
Ich komme daher mal zur Fruchtarmut. Hat die Kirsche im Frühjahr anständig geblüht?
Wenn ja, kann es sein, daß Captain Kettensäge den Sexualpartner der Kirsche erwischt hat?
Viele Kirschsorten benötigen zur Befruchtung nicht nur summendes Getier, sondern zusätzlich noch einen genotypisch verschiedenen Sexualpartner (eine andere Kirschsorte) in ihrer Nähe. Verschwindet dieser, kann deine Kirsche noch so schön bluhen, sie wird keine Früchte tragen.
Ich komme daher mal zur Fruchtarmut. Hat die Kirsche im Frühjahr anständig geblüht?
Wenn ja, kann es sein, daß Captain Kettensäge den Sexualpartner der Kirsche erwischt hat?
Viele Kirschsorten benötigen zur Befruchtung nicht nur summendes Getier, sondern zusätzlich noch einen genotypisch verschiedenen Sexualpartner (eine andere Kirschsorte) in ihrer Nähe. Verschwindet dieser, kann deine Kirsche noch so schön bluhen, sie wird keine Früchte tragen.
Hallo,
das hat meine Kirsche dieses Jahr auch. Und hier in der Gartenkolonie habe ich das an ganz vielen Kirschbäumen gesehen. Ich befürchte, dass es die gleiche Krankheit wie bei Pfirsich ist, nämlich die Kräuselkrankheit. Die Blätter meines Pfirsichbaumes sehen genauso aus.
Zur Fruchtarmut; das hat mein Kirschbaum dieses Jahr ebenfalls.
Dabei hat er reichlich geblüht und ringsum in den Gärten stehen jede Menge andere Kirschbäume. Allerdings habe ich trotz massenhaft Blüten kaum Insekten an der Kirsche gesehen. Dabei habe ich Bienen im Garten.
Ich befürchte, dass der Kirschbaum wegen der heftigen Frühjahrstrockenheit zwar viele Blüten hatte, in diesen aber kein Nektar vorhanden war.
Probeweise habe ich mal eine Blüte auseinandergeflückt und keinen Nektar geschmeckt. Ich habe mich auch eine Weile daneben gesetzt und in einer Stunde nur eine einzige Biene gesehen. Wenn es am Baum etwas zu holen gegeben hätte, wäre sie in den Stock zurückgeflogen und hätte ihre Kolleginnen mitgebracht.
Manche Obstbäume wie die Apfelbäume oder Prunus cerasifera wurden heuer intensiv von Bienen und Hummeln beflogen, andere wie Kirschen oder Pflaumen dagegen trotz reichlich Blüten überhaupt nicht. Das macht sich beim Fruchtbesatz deutlich bemerkbar.
Offensichtlich kommen einige Baumarten mit der Trockenheit besser klar als andere.
das hat meine Kirsche dieses Jahr auch. Und hier in der Gartenkolonie habe ich das an ganz vielen Kirschbäumen gesehen. Ich befürchte, dass es die gleiche Krankheit wie bei Pfirsich ist, nämlich die Kräuselkrankheit. Die Blätter meines Pfirsichbaumes sehen genauso aus.
Zur Fruchtarmut; das hat mein Kirschbaum dieses Jahr ebenfalls.
Dabei hat er reichlich geblüht und ringsum in den Gärten stehen jede Menge andere Kirschbäume. Allerdings habe ich trotz massenhaft Blüten kaum Insekten an der Kirsche gesehen. Dabei habe ich Bienen im Garten.
Ich befürchte, dass der Kirschbaum wegen der heftigen Frühjahrstrockenheit zwar viele Blüten hatte, in diesen aber kein Nektar vorhanden war.
Probeweise habe ich mal eine Blüte auseinandergeflückt und keinen Nektar geschmeckt. Ich habe mich auch eine Weile daneben gesetzt und in einer Stunde nur eine einzige Biene gesehen. Wenn es am Baum etwas zu holen gegeben hätte, wäre sie in den Stock zurückgeflogen und hätte ihre Kolleginnen mitgebracht.
Manche Obstbäume wie die Apfelbäume oder Prunus cerasifera wurden heuer intensiv von Bienen und Hummeln beflogen, andere wie Kirschen oder Pflaumen dagegen trotz reichlich Blüten überhaupt nicht. Das macht sich beim Fruchtbesatz deutlich bemerkbar.
Offensichtlich kommen einige Baumarten mit der Trockenheit besser klar als andere.
Hallo,
Zuerst mal ein großes Dankeschön, dass hier sich bereits Leute zu Wort melden. Da ich ja ein großer Baumfan bin, möchte ich hier ja länger aktiv sein - und nicht wegen dieser 2 Probleme anfragen und mich dann wieder vom Acker machen
Also ich kann sagen, dass das Kerlchen echt prachtvoll geblüht hat. Ich habe mich daher auch schon darüber gefreut, dass das Problem nicht mehr auftritt.
Aber aus den vielen Blüten sind vielleicht 10 Kirschen geworden...
Es steht im Nachbarsgarten auch ein Kirschbaum, von daher dürfte es daran nicht liegen - er hat ja früher echt anständig getragen.
Auch die Äpfelbäume, die wir im Garten stehen haben, tragen anständig, von daher waren die Bienen doch wohl ziemlich fleißig.
Nur halt ärgerlich, wenn man einen kleinen Neffen hat, der sich tierisch auf Kirschen freut und dann kann man die reif werdenden Kirschen an einer Hand abzählen
Außerdem kommts mir vor, als würden selbst die wenigen Früchte, die drauf sind, total mickrig aus...
Zuerst mal ein großes Dankeschön, dass hier sich bereits Leute zu Wort melden. Da ich ja ein großer Baumfan bin, möchte ich hier ja länger aktiv sein - und nicht wegen dieser 2 Probleme anfragen und mich dann wieder vom Acker machen
Also ich kann sagen, dass das Kerlchen echt prachtvoll geblüht hat. Ich habe mich daher auch schon darüber gefreut, dass das Problem nicht mehr auftritt.
Aber aus den vielen Blüten sind vielleicht 10 Kirschen geworden...
Es steht im Nachbarsgarten auch ein Kirschbaum, von daher dürfte es daran nicht liegen - er hat ja früher echt anständig getragen.
Auch die Äpfelbäume, die wir im Garten stehen haben, tragen anständig, von daher waren die Bienen doch wohl ziemlich fleißig.
Nur halt ärgerlich, wenn man einen kleinen Neffen hat, der sich tierisch auf Kirschen freut und dann kann man die reif werdenden Kirschen an einer Hand abzählen
Bienen befliegen nur die Blüten, die ihnen auch eine Belohnung bieten.Reindl86 hat geschrieben:.
Auch die Äpfelbäume, die wir im Garten stehen haben, tragen anständig, von daher waren die Bienen doch wohl ziemlich fleißig.![]()
Ohne Nektar macht jede Biene wieder kehrt. Normalerweise sind Kirschblüten eine gute und ergiebige Tracht, aber wie bereits dargelegt, dieses Jahr ist wegen der Trockenheit alles anders.
Apfelbäume tragen hier auch reichlich, woraus ich schließe, dass Äpfel mit der Frühjahrstrockenheit besser klarkommen als anderes Obst. Die Blüte war etwa zur gleichen Zeit, die Kirsche vielleicht etwas früher.
Achso, natürlich, klingt logisch, wo nix zu holen ist, werden die natürlich ned hinfliegen
Die Blüte war eigentlich ziemlich zeitgleich.
Und warum dann die Blätter so aussehen bzw. sieht man ja auf dem einen Bild ja auch irgendwelche schwarzen Larven, Käfer oder so was?
Denkst du, dass das NICHT-Tragen gar nicht im Zusammenhang mit den mitgenommenen Blättern zusammenhängt?
LG
Und warum dann die Blätter so aussehen bzw. sieht man ja auf dem einen Bild ja auch irgendwelche schwarzen Larven, Käfer oder so was?
Denkst du, dass das NICHT-Tragen gar nicht im Zusammenhang mit den mitgenommenen Blättern zusammenhängt?
LG
Weiß ich nicht. Jedenfalls hängt das Nichttragen damit zusammen, dass die Blüten nicht bestäubt wurden. Ob diese Krankheit damit zusammenhängt, kann natürlich auch sein, muss aber nicht.Reindl86 hat geschrieben: Denkst du, dass das NICHT-Tragen gar nicht im Zusammenhang mit den mitgenommenen Blättern zusammenhängt?
LG
Vermutlich von mir. Ich habe mich hier im Forum bereits darüber beschwert; hat aber leider nix geholfen. Kaum Kirschen am Baum und diese komische Kräuselkrankheit hat er außerdem. Bei den Pflaumen war es übrigens das Gleiche. Schöne Blüten - kein Interesse bei heimischen Krabblern - keine Früchte. Aber dafür mehr Äpfel als der Baum verkraften kann. Dem scheint die Trockenheit weniger auszumachen.Hessekopp hat geschrieben:Das habe ich dieses Jahr schonmal irgendwo gelesen, daß Kirschblüten dieses Jahr wohl teilweise recht unattraktiv für Bienen waren.
Bei Deinem Kirschbaum liegen wahrscheinlich 3 Sachen im Argen.
Bild 1, 2 und 4= Schrotschußkrankheit, hervorgerufen vom Pilz Wilsonomyces carpophilus.
Bild 3 = Die dunklen Punkte auf der Blattrückseite sind Blattläuse,
auch dadurch entsteht eine Kräuselung des Blattes, nicht mit der pilzlich bedingten Blattkräuselkrankheit verwechseln.
Könnte es sein das während der Blüte Nachtfrost war, und deswegen keine Kirschen?
Gruß Yogi
Bild 1, 2 und 4= Schrotschußkrankheit, hervorgerufen vom Pilz Wilsonomyces carpophilus.
Bild 3 = Die dunklen Punkte auf der Blattrückseite sind Blattläuse,
auch dadurch entsteht eine Kräuselung des Blattes, nicht mit der pilzlich bedingten Blattkräuselkrankheit verwechseln.
Könnte es sein das während der Blüte Nachtfrost war, und deswegen keine Kirschen?
Gruß Yogi
Servas Yogibär,Yogibaer hat geschrieben:Bei Deinem Kirschbaum liegen wahrscheinlich 3 Sachen im Argen.
Bild 1, 2 und 4= Schrotschußkrankheit, hervorgerufen vom Pilz Wilsonomyces carpophilus.
Bild 3 = Die dunklen Punkte auf der Blattrückseite sind Blattläuse,
auch dadurch entsteht eine Kräuselung des Blattes, nicht mit der pilzlich bedingten Blattkräuselkrankheit verwechseln.
Könnte es sein das während der Blüte Nachtfrost war, und deswegen keine Kirschen?
Gruß Yogi
Das ist natürlich Kacke. Mal schauen, ob es da irgendwelche Möglichkeiten außer Chemie gibt....
Das mit dem Nachtfrost halte ich durchaus für möglich. März/April/Mai waren teilweise vor allem in der Nacht kühl/kalt....
@Andreas: Pflaumen bzw. Zwetschken steht ein Bäumchen daneben, der trägt aber massig.
Lg
Der Pilz schadet in der geringen Menge überhaupt nicht und ist für ne Kirsche völlig normal, die paar Läuse schaden auch nicht.
Gegen den Pilz kommst du um Chemie nicht rum ... das wäre bei nem Baum aber völlig sinnfrei.
Gegen die Läuse kannst du alles Mögliche machen, was nur bedingt hilft ... das schließt Chemie mit ein.
Wenn die Kirsche schon 15 Jahre steht, wird sie ja schon eine ordentliche Größe haben. Da nimmst du selbst bein Spritzen mehr Gift auf als der Baum.
Die Alternative hieße gießen ... das hieße aber auch, den Baum im Gift zu ertränken, muß ja schließlich ordentlich Gift dran.
Spare es dir. Nen anständigen Kirschbaum haut so schnell nix um und nen bischen Pilz und nen paar Läuse gehören beim Obst quasi zum guten Ton.
Gegen den Pilz kommst du um Chemie nicht rum ... das wäre bei nem Baum aber völlig sinnfrei.
Gegen die Läuse kannst du alles Mögliche machen, was nur bedingt hilft ... das schließt Chemie mit ein.
Wenn die Kirsche schon 15 Jahre steht, wird sie ja schon eine ordentliche Größe haben. Da nimmst du selbst bein Spritzen mehr Gift auf als der Baum.
Die Alternative hieße gießen ... das hieße aber auch, den Baum im Gift zu ertränken, muß ja schließlich ordentlich Gift dran.
Spare es dir. Nen anständigen Kirschbaum haut so schnell nix um und nen bischen Pilz und nen paar Läuse gehören beim Obst quasi zum guten Ton.
Hallo,
Ja da hast du recht. Ich stutze den Baum zwar so gut es geht in der Höhe ein (wobei man ja beim Steinobst dabei sehr aufpassen muss), aber den zu spritzen ist eigentlich ned so einfach.
Dann lass ich das Mal. Dann wart ich halt wieder bis zum nächsten Jahr. Vielleicht sind das ja wirklich 2 schlechte Jahre hintereinander gewesen...
Ja da hast du recht. Ich stutze den Baum zwar so gut es geht in der Höhe ein (wobei man ja beim Steinobst dabei sehr aufpassen muss), aber den zu spritzen ist eigentlich ned so einfach.
Dann lass ich das Mal. Dann wart ich halt wieder bis zum nächsten Jahr. Vielleicht sind das ja wirklich 2 schlechte Jahre hintereinander gewesen...