Seit ungefähr 2 Jahren bemerke ich an einigen Stieleichen für mich nicht zuordenbare Frassspuren. Sie sind nur oberflächlich und nur in einem kleinen begrenzten Gebiet aufgetreten. Beim stark gezoomten Bild sehen sie riesig aus. Der Stamm des Baumes in Bild 1 und 2 hat jedoch auf Höhe der Bissspuren nur einen Durchmesser von 17 cm, die Höhe der Verbisse liegt bei ca.1 bis 1,7 m.
Hoffentlich kommt als Täter nicht das Ungeziefer einer ca. 20 m entfernt stehenden Robinie in Frage. Nun aber Ernst, ich habe keine Ahnung, um was es sich handeln könnte. Spechte gehen meiner Meinung nach anders vor.
Und Rehe, in dieser Höhe? Geweihfegen eines Hirsches?
Keine Ahnung, wie üblich.
Gruss
Kurt
ich habe solche Verbissschäden vom Rehwild an versch. Kiefern und Tannen .Also an saftiger Nadelbaumrinde. Ich würde das bei dir auch vermuten. Bei mir liegen die Schäden allerdings nicht höher als 1 m . Spechte kommen nicht in Frage. Hirsche könnte auch sein Fegeschäden sehen anders aus.
Vielleicht ist der Boden weich und du erkennst du " Fußspuren ".
Ich habe soeben den hiesigen Revierfoerster angerufen und ihm die Symptome geschildert. Er ist auch mehr oder weniger ratlos, sagt, Hirsch ist es nicht, für Reh zu hoch (1,70m), Kaninchen in dieser Höhe sowieso nicht. Er wird mich nächste Woche besuchen.
Jetzt appelliere ich an euern Ehrgeiz. Findet den Uebeltäter vor dem Förster.
Hallo Kurt & Wolfgang,
Verbißschäden von Reh oder Hirsch kenne ich in erster Linie von grünen Trieben und Spitzen. Ob die auch an so alte Rinde drangehen, lasse ich mich gerne von einem Förster belehren.
Ich kenne von Obstwiesen hier in der Gegend noch einen anderen "Schädling", der mit Vorliebe die Rinde von Apfel oder Kirsche frißt - bis die Bäume eingehen: Pferde! (Wenn die alles Gras abgefressen oder zertrampelt haben, fangen sie aus Langeweile an, an der Rinde zu knabbern!)
Gruß, Stefan
das ist interessant, denn meine Verbissschäden sind wie schon gesagt auch nur an frischen, grünen, saftigen Nadelgehölzen, nicht an trockener Eiche. Insofern gleichen sich unsere Erfahrungen. Pferde aus Langeweile durchaus denkbar.
jetzt wird`s aber interessant. Zuerst dachte ich, es sei für euch eine der leichtesten Uebungen, den Verantwortlichen festzunageln. Pferde sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Kann es ein Nagetier sein? Wer zerfleddert die Rinde so? Sucht er nach Käfern? Oder nach was sonst? Benutzt er die Rinde als Nahrung? Die betroffenen Bäume sind übrigens kerngesund. Triebe und Spitzen weisen keinerlei Beschädigung auf.
Hallo,
ich kann die Schäden auch noch nicht richtig einteilen. Die Schäden sehen für mich ein bischen aus als wären sie von abiotischer Natur. Ein paar Fragen könnten vielleicht schon helfen:
Sind die 'Frassspuren' immer auf der gleichen Seite? Immer in einer Höhe zwischen 1m und 1,7m, oder auch mal tiefer/höher?
Stehen die Bäume an einem Wegesrand? Wenn ja, könnten landwirtschaftliche Maschinen in Betracht gezogen werden?
Gibt es evnt. Kinder/Jugendliche die ihre Gegend erforschen?
Wenn die Schäden von einem schwirrenden fliegenden Insekt wären würde ich nicht mehr vor die Tür gehen .
ratende LG Nalis
Hallo,
Habe nochmals etwas genauer nachgeschaut.
- Praktisch alle Spuren liegen zwischen 1m und 1,70m Höhe, oberhalb der stark verborkten, härteren Rindenpartie, unterhalb der Aeste.
- Kinder, Maschinen, Wegbenutzer kommen nicht in Frage, ist alles innerhalb meines eigenen, eingezäunten Landes
- Die Spuren sind nicht alle auf der gleichen Baumseite
Vielleicht bringt nachstehendes Foto etwas Licht ins Dunkel. Wenn man die rechte Seite der Verletzung als Spur von 2 Zähnen betrachtet, dann beträgt der Abstand zwischen Mitte oberer Zahn und Mitte unterer Zahn 6mm. Ich denke an etwas ähnliches wie Waschbär, kenne aber die Gebissmasse dieser Tiere nicht. Fällt mir gerade auf: Auf dem dritten Bild glaubt man die Spur von 3 Zähnen zu erkennen.
Wachbär kannst du ausschließen, ist überwiegend Fleischfresser und dass er die Rinde abschält, um an große Maden zu kommen. Dann müsstest du dort auch Larvengänge entdecken.
Ich würde weiter beobachten, wann diese Schälschäden wieder neu auftreten und am Boden nach Spuren suchen. Da wirst du sicher fündig bzw. findest du nichts am Boden, kannst du Rehe und Hirsche wenigstens ausschließen.
Im Moment fällt mir dazu nichts Passenderes ein.
In welchem Monat hast du die Schäden bemerkt? Wir haben hier auch Hirsche und Rehe sowieso im Wald, aber ich habe noch kein derartiges Schadbild gesehen.Jedenfalls nicht bewußt.
Die dichte kompakte Grasnarbe lässt keine Trittsiegel erkennen, auch nicht die zahlreichen Maulwurfshügel in der Nähe. Generell gibt es jedoch Abdrücke von Rehhufen auf dem Gelände. Es wird immer mysteriöser.
Gruss
Kurt
Hallo
Die letzte, soeben entdeckte Frassstelle liegt auf einer Höhe von 2,40m. Bei genauerer Beobachtung habe ich festgestellt, dass viele Stieleichen, übrigens auch einige Schwarzerlen, Frassspuren aufweisen. Bisher nicht von bedrohlicher Grösse am einzelnen Baum. Die Bäume zeigen keinerlei Spuren von Insekten- oder Wurmgängen auf. Meist sind nur 3-4cm grosse Flächen herausgerissen, auch nicht tief, nur der Bast.
Ich versteife mich nicht auf Waschbär, möchte jedoch folgende Zitate aus dem Internet anführen:
-Gewässerreiche Misch- und Laubwälder mit einem hohen Eichenanteil sind der bevorzugte Lebensraum von Waschbären. Sie sind Allesfresser, die Kaufläche ihrer Zähne ist weder so breit wie die der pflanzenfressenden Tiere, noch so spitz und scharf wie die der fleischfressenden. Gehen wir systematisch vor. Was kann man ausschliessen? Vögel? Rehe? Hirsche? Waschbärähnliche? Marder? Eichhörchen? Oder was käme sonst noch in Frage? Ich lebe doch nicht auf einer Insel, wo mit endemischen Tieren zu rechnen ist.