Baum suche
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Baum suche
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage:
Wir haben seid ca. 2 Jahren erstmals einen 200 qm großen Garten und dementsprechend auch noch nicht so viel Erfahrung. Deshalb meine Frage: Wir haben bei unserem Birnbaum Probleme mit Rostgitter und wissen nicht wo der Wacholder steht (die Nadel im Heuhaufen). Also haben wir uns entschlossen den Birnbaum zu entfernen. Dementsprechend suchen wir einen neuen Baum (darf auch extravagant sein). Der "Neue" sollte dekorativ, nicht höher als 6 Meter werden, muss kein Obstbaum sein und muss Frost ab können (NRW Bergische Land). Hat jemand eine Idee? Da der Baum Richtung Starße stehen würde, ist eine Magnolie nicht geeignet (Blütenblätter würden alle auf der Straße landen)! Wir haben bis jetzt einen Apfelbaum, Olivenbaum und eine Steineiche im Garten stehen. Danke für eure Mühe!
Gruß
Torleif
ich bin neu hier im Forum und habe eine Frage:
Wir haben seid ca. 2 Jahren erstmals einen 200 qm großen Garten und dementsprechend auch noch nicht so viel Erfahrung. Deshalb meine Frage: Wir haben bei unserem Birnbaum Probleme mit Rostgitter und wissen nicht wo der Wacholder steht (die Nadel im Heuhaufen). Also haben wir uns entschlossen den Birnbaum zu entfernen. Dementsprechend suchen wir einen neuen Baum (darf auch extravagant sein). Der "Neue" sollte dekorativ, nicht höher als 6 Meter werden, muss kein Obstbaum sein und muss Frost ab können (NRW Bergische Land). Hat jemand eine Idee? Da der Baum Richtung Starße stehen würde, ist eine Magnolie nicht geeignet (Blütenblätter würden alle auf der Straße landen)! Wir haben bis jetzt einen Apfelbaum, Olivenbaum und eine Steineiche im Garten stehen. Danke für eure Mühe!
Gruß
Torleif
-
GaLa-Bauer
- Beiträge: 187
- Registriert: 15 Dez 2013, 01:28
- Wohnort: Amberg/Oberpfalz/Bayern
Ich finde in einen Fächerahorn im Garten immer sehr schön, wird nicht soo groß, hat eine schöne Herbstfärbung und wächst recht langsam.
http://www.baumkunde.de/Acer_palmatum/
Evtl. auch ein japanischer Schlitz-Ahorn.
http://www.baumkunde.de/Acer_palmatum_D ... m_Viridis/
Desweiteren z.B. die Kupfer-Felsenbirne. Wächst zwar eher mehrstämmig, hat aber eine auffallende Herbsfärbung und blüht weiß.
http://www.baumkunde.de/Amelanchier_lamarckii/
Was ich auch immer recht nett find ist ein Kugelspitzahorn, Acer platanoides `Globosum´. Er entwickelt ohne Schnittmaßnahmen eine regelmäßige Kugelform.
Auch der Winterschneeball, Viburnum x bodnantense `Dawn`, find ich toll, das besondere ist seine Blütezeit, von November, Dezember bis Februar, März.
http://www.baumkunde.de/Acer_palmatum/
Evtl. auch ein japanischer Schlitz-Ahorn.
http://www.baumkunde.de/Acer_palmatum_D ... m_Viridis/
Desweiteren z.B. die Kupfer-Felsenbirne. Wächst zwar eher mehrstämmig, hat aber eine auffallende Herbsfärbung und blüht weiß.
http://www.baumkunde.de/Amelanchier_lamarckii/
Was ich auch immer recht nett find ist ein Kugelspitzahorn, Acer platanoides `Globosum´. Er entwickelt ohne Schnittmaßnahmen eine regelmäßige Kugelform.
Auch der Winterschneeball, Viburnum x bodnantense `Dawn`, find ich toll, das besondere ist seine Blütezeit, von November, Dezember bis Februar, März.
Hy!
Die Kupfer- Felsenbirne ist wirklich eine ganz tolle Idee, weil man so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.
- sehr frühe, reichliche weiße Blüte
- im Juni leckere Früchte (haben die Indianer als Obst genutzt, gaaanz lecker, allerdings stehen die Amseln auch drauf
)
- im Herbst eine wunderbare Herbstfarbe von leuchtendem Gelb bis hin zu intensiv rot
- eine sehr angenehme, nicht zu dichte Wuchsform
Japanischen Ahorn etc. hat irgendwie jeder, wenn dann würde ich davon nur eine Sorte nehmen, die nicht jeder hat, zudem treiben Japanische Ahorne gerne früh an, und sind dann recht spätfrostempfindlich.
Grüße,
Andreas
PS: Eine wirkliche, echte Steineiche, Quercus ilex?
Darf ich fragen, welcher Ort das ist (auch Höhe über NN), und wie alt die Eiche ist, und ob die ausgepflanzt ist und Winterschutz bekommt?
Ich wohne nämlich so eben nicht mehr im Westerwald, sondern geographisch gesehen im "Mittelsieg- Bergland", genau zwischen Westerwald und Bergischem Land und habe auch eine junge Steineiche, die noch im Kübel lebt und jeden Winter reingeholt wird, wo sie sich dann mit den Engelstrompeten die Zeit vertreiben muss... Gerne würde ich ihr die Freiheit gönnen, da es hier auch relativ mild ist, traue mich aber nicht recht...
Die Kupfer- Felsenbirne ist wirklich eine ganz tolle Idee, weil man so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.
- sehr frühe, reichliche weiße Blüte
- im Juni leckere Früchte (haben die Indianer als Obst genutzt, gaaanz lecker, allerdings stehen die Amseln auch drauf
- im Herbst eine wunderbare Herbstfarbe von leuchtendem Gelb bis hin zu intensiv rot
- eine sehr angenehme, nicht zu dichte Wuchsform
Japanischen Ahorn etc. hat irgendwie jeder, wenn dann würde ich davon nur eine Sorte nehmen, die nicht jeder hat, zudem treiben Japanische Ahorne gerne früh an, und sind dann recht spätfrostempfindlich.
Grüße,
Andreas
PS: Eine wirkliche, echte Steineiche, Quercus ilex?
Darf ich fragen, welcher Ort das ist (auch Höhe über NN), und wie alt die Eiche ist, und ob die ausgepflanzt ist und Winterschutz bekommt?
Ich wohne nämlich so eben nicht mehr im Westerwald, sondern geographisch gesehen im "Mittelsieg- Bergland", genau zwischen Westerwald und Bergischem Land und habe auch eine junge Steineiche, die noch im Kübel lebt und jeden Winter reingeholt wird, wo sie sich dann mit den Engelstrompeten die Zeit vertreiben muss... Gerne würde ich ihr die Freiheit gönnen, da es hier auch relativ mild ist, traue mich aber nicht recht...
-
GaLa-Bauer
- Beiträge: 187
- Registriert: 15 Dez 2013, 01:28
- Wohnort: Amberg/Oberpfalz/Bayern
Grad is mir noch die Mispel eingefallen, hatten wir mal auf ner Pflegebaustelle. http://www.baumkunde.de/Mespilus_germanica/
Hi,
erst mal danke für die informativen Antworten.
Ihr habt mich echt auf neue Ideen gebracht, von einer Kupfer- Felsenbirne hatte ich noch nie gehört.
Könnte was sein! Den Ahorn sieht man bei uns im Wohngebiet ziemlich oft und man will sich ja was Neues.
Wenn euch noch was einfällt immer her damit, bis zur Pflanzung ist ja noch etwas Zeit.
Gruß Torleif
P.S. Da ich ja gerne experimentiere, haben wir eine echte Steineiche, (Quercus ilex) und einen Olivenbaum (Olea europaea “Lessini”) im Garten, beide eingepflanzt. Wir haben ein Südgarten also auch genug Sonne, wenn der Sommer es im Bergischen (ca. 350 m hoch) zulässt. Die Steineiche ist ca. 3m hoch und hat einen Stammumfang von 20 cm, also noch eine Jungpflanze. Der letzte Winter war ja lang ziemlich kalt, da habe ich die Eiche und die Olive mal komplett eingepackt, aber nur für die harte Zeit (>-10°). Der Baum hat alles gut überstanden, wächst aber sehr langsam. Die Olive, die bei uns erhöht im Kräuterbeet steht hat den letzten Winter nicht so gut überstanden. Ich glaube ich habe sie falsch eingepackt, so das sie nicht richtig atmen konnte. Dh. ihre Rinde ist an manchen Stellen aufgeplatzt und sie hat ca. 50 % ihrer Blätter verloren. Aber sie ist wieder ausgetrieben, so das ich guter Hoffnung bin. Und der diesjährige Winter ist ja bis jetzt harmlos, deshalb habe ich auch nur den Stamm eingewickelt.
erst mal danke für die informativen Antworten.
Ihr habt mich echt auf neue Ideen gebracht, von einer Kupfer- Felsenbirne hatte ich noch nie gehört.
Gruß Torleif
P.S. Da ich ja gerne experimentiere, haben wir eine echte Steineiche, (Quercus ilex) und einen Olivenbaum (Olea europaea “Lessini”) im Garten, beide eingepflanzt. Wir haben ein Südgarten also auch genug Sonne, wenn der Sommer es im Bergischen (ca. 350 m hoch) zulässt. Die Steineiche ist ca. 3m hoch und hat einen Stammumfang von 20 cm, also noch eine Jungpflanze. Der letzte Winter war ja lang ziemlich kalt, da habe ich die Eiche und die Olive mal komplett eingepackt, aber nur für die harte Zeit (>-10°). Der Baum hat alles gut überstanden, wächst aber sehr langsam. Die Olive, die bei uns erhöht im Kräuterbeet steht hat den letzten Winter nicht so gut überstanden. Ich glaube ich habe sie falsch eingepackt, so das sie nicht richtig atmen konnte. Dh. ihre Rinde ist an manchen Stellen aufgeplatzt und sie hat ca. 50 % ihrer Blätter verloren. Aber sie ist wieder ausgetrieben, so das ich guter Hoffnung bin. Und der diesjährige Winter ist ja bis jetzt harmlos, deshalb habe ich auch nur den Stamm eingewickelt.
Hy!
Da Felsenbirnen quasi nur Birne heißen, aber mit denen eher wenig zu tun haben, sind sie durch Birnen- Gitterrost nicht gefährdet, kein bisschen.
Das einzige, was an gestressten Jungpflanzen nerven kann, ist Mehltau, echter gleichermaßen wie unechter. Bei ausgepflanzten Exemplaren am passenden Standort (keine trockene Backofenhitze unmittelbar an Wegen) ist der aber in der Regel auch kein Thema.
Sonstige Krankheiten oder spezielle Schädlinge kenne ich nicht.
Danke für die Info zur Steineiche, finde ich ja richtig genial, dass Ihr a) nicht so weit weg wohnt und b) auch auf ca. 350 m Höhe. Das letzte, sehr kühle und feuchte Jahr hat meiner kleinen Steineiche auch nicht behagt. Obwohl sie an der Südwand stand und im relativ gut abtrocknenden Kübel ist die auch nur ganz mäkelig gewachsen. Aber ermutigt durch die Antwort werde ich das, glaube ich mal, mit dem Auspflanzen versuchen, natürlich mit Winterschutz
...
Da Felsenbirnen quasi nur Birne heißen, aber mit denen eher wenig zu tun haben, sind sie durch Birnen- Gitterrost nicht gefährdet, kein bisschen.
Das einzige, was an gestressten Jungpflanzen nerven kann, ist Mehltau, echter gleichermaßen wie unechter. Bei ausgepflanzten Exemplaren am passenden Standort (keine trockene Backofenhitze unmittelbar an Wegen) ist der aber in der Regel auch kein Thema.
Sonstige Krankheiten oder spezielle Schädlinge kenne ich nicht.
Danke für die Info zur Steineiche, finde ich ja richtig genial, dass Ihr a) nicht so weit weg wohnt und b) auch auf ca. 350 m Höhe. Das letzte, sehr kühle und feuchte Jahr hat meiner kleinen Steineiche auch nicht behagt. Obwohl sie an der Südwand stand und im relativ gut abtrocknenden Kübel ist die auch nur ganz mäkelig gewachsen. Aber ermutigt durch die Antwort werde ich das, glaube ich mal, mit dem Auspflanzen versuchen, natürlich mit Winterschutz
ich würde mir einen hartriegel, cornus florida oder einen amberbaum, liquidambar styraciflua pflanzen. ersteren finde ich schon wegen seiner blüten, den zweiteren wegen seiner herbstfärbung. am besten natürlich beide
LG nobby
LG nobby
Man kann einen Menschen immer aus dem Dreck ziehen, aber niemals den Dreck aus einem Menschen
Hy!
Liquidambar werden aber ein bisschen viel höher als 6 Meter
:
Und nein: "Den kann man ja zurückschneiden" ist nicht, weil's eine glatte Lüge der Gärtner und Gartencenter ist, dass man jedes Laubgehölz durch Schnitt klein halten kann.
Man kann es immer wieder auf eine Höhe schneiden, richtig, aber jedes Gehölz ist darauf ausgerichtet, seine artgemäße Form und Größe zu erreichen, und abseits von Hecken oder 1a verzweigenden Formschnittgehölzen geht diese "Kleinhalte- Mentalität" zum einen ganz schnell in die Hose, wenn die Wurzeln erstmal raumgreifenden Fuß gefasst haben, und zum anderen ist es schlichte Vergewaltigung, am Standort unpassende Gehölze jedes Jahr wieder zusammenzuhacken...
Und die häufigen jährlich wieder auf blanken Stamm und Leitäste zurück gefetzten großen Laubbäume, die sommers nur aus Stamm und meterlangen Ruten bestehen gehen dann doch etwas sehr am Zweck vorbei
.
Bitte den Roman zu entschuldigen, aber ein warnendes, augenöffnendes Wort dann und wann ist nie verkehrt
.
Grüße,
Andreas
Liquidambar werden aber ein bisschen viel höher als 6 Meter
Und nein: "Den kann man ja zurückschneiden" ist nicht, weil's eine glatte Lüge der Gärtner und Gartencenter ist, dass man jedes Laubgehölz durch Schnitt klein halten kann.
Man kann es immer wieder auf eine Höhe schneiden, richtig, aber jedes Gehölz ist darauf ausgerichtet, seine artgemäße Form und Größe zu erreichen, und abseits von Hecken oder 1a verzweigenden Formschnittgehölzen geht diese "Kleinhalte- Mentalität" zum einen ganz schnell in die Hose, wenn die Wurzeln erstmal raumgreifenden Fuß gefasst haben, und zum anderen ist es schlichte Vergewaltigung, am Standort unpassende Gehölze jedes Jahr wieder zusammenzuhacken...
Und die häufigen jährlich wieder auf blanken Stamm und Leitäste zurück gefetzten großen Laubbäume, die sommers nur aus Stamm und meterlangen Ruten bestehen gehen dann doch etwas sehr am Zweck vorbei
Bitte den Roman zu entschuldigen, aber ein warnendes, augenöffnendes Wort dann und wann ist nie verkehrt
Grüße,
Andreas