Wollartige Schädlinge an Nordmanntanne

Hier findet ihr Platz für sonstige Themen

Moderatoren: LCV, stefan, tormi

Antworten
steffenk
Beiträge: 3
Registriert: 06 Jan 2014, 14:09

Wollartige Schädlinge an Nordmanntanne

Beitrag von steffenk »

Liebe Baumkundegemeinde,

beim Rausstellen unserer Topf-Christbaum-Nordmanntanne haben wir Schädlinge entdeckt, die wir trotz längerer Recherche leider nicht eindeutig identifizieren können. Die unteren älteren Äste sind weiß gepudert. Wenn man darauf klopft fallen sehr kleine, schwarze Pünktchen runter, die sich vereinzelt bewegen. An den Nadelansätzen hat es Wattebäuschchen. Ein paar Bilder haben wir Euch angehängt. Könnt Ihr uns bei der Bestimmung der Schädlinge weiterhelfen?

Vielen Dank im Voraus
Dateianhänge
IMG_9933 (2).JPG
IMG_9933 (2).JPG (95.37 KiB) 2441 mal betrachtet
IMG_9937.JPG
IMG_9937.JPG (64.17 KiB) 2441 mal betrachtet

Stadtmutant
Beiträge: 144
Registriert: 12 Apr 2013, 09:22
Wohnort: Bremen

Beitrag von Stadtmutant »

Moin,
viel erkennen kann ich auf den Fotos nicht, aber die "Wattebäuschchen" werden wohl auf Schmierläuse (= Wolläuse) zurückzuführen sein. Sollen auf Douglasien eher anzutreffen sein, können aber auch Tannen befallen.
Gruß, Markus

steffenk
Beiträge: 3
Registriert: 06 Jan 2014, 14:09

Beitrag von steffenk »

Danke Markus für Deine Antwort. Wir dachten schon an eine Art von Tannentrieblaus wie z.B. Weißtannentrieblaus (wikipedia). Können wir dagegen irgendwie spritzen?

Viele Grüße

Stadtmutant
Beiträge: 144
Registriert: 12 Apr 2013, 09:22
Wohnort: Bremen

Beitrag von Stadtmutant »

Die von dir genannte Art kannte ich bisher nicht, aber das könnte hinkommen. Eine Artbestimmung ist zumindest anhand von Fotos wohl nicht so einfach, da wird man eventuell auch zur Lupe greifen müssen. Vermutilich ist das aber auch nur von akademischem Interesse, denn irgend etwas "lausiges" wird es schon sein.
Ich greife nur ungern zur chemischen Keule, aber Schildläuse auf meinem Oleander haben mich einmal dazu gezwungen. Die Pflanze stand zum Überwintern in einem Zimmer, und zwar auf Teppich. Wenn ich an ihr vorbeiging, blieben meine Socken dort und ich ging barfuß weiter, weil der ganze Teppich klebte!
Mit schonenden Mitteln war da nichts zu machen, und da ich es schließlich leid war, habe ich mir "Bi-58" von Compo (Dimethoat) besorgt. Das macht allen Läusen den Garaus, ist aber auch für Menschen (und Bienen!) giftig. Als Kontaktgift wird es auch über die Haut aufgenommen. Bevor man solche drastischen Mittel ergreift, sollte man es besser mit schonenderen Methoden versuchen. Es gibt diverse Rezepte für Spritzbrühen gegen Läuse (Brennessel-Brühe, Teebaumöl in Wasser etc.).

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Meist entwickeln sich die Läuse in der warmen Zimmerluft und verschwinden im Freien wieder.
Ich würde erstmal draußen stehen lassen und abwarten.

Vg Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

ApachePine
Beiträge: 716
Registriert: 25 Aug 2009, 13:33
Wohnort: Wien

Beitrag von ApachePine »

Ich stimme Cryptomeria zu, so sollte sich das Problem von selbst lösen.
Vieleicht mal den Gartenschlauch nehmen und ordentlich mit Wasser besprühen und dann eben abwarten.

steffenk
Beiträge: 3
Registriert: 06 Jan 2014, 14:09

Beitrag von steffenk »

Vielen Dank für Eure Antworten.

Wir werden dann tatsächlich erstmal abwarten. Die unteren Zweige haben wir mit Wasser besprüht und haben auch das Gefühl, dass es im Freien schon besser wird.

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Habt ein bisschen Geduld.

Ich denke, wenn die Insektenfresser aufwachen ( Insekten ) bzw. das Bäumchen entdecken ( Vögel ) wird es besser. Aber es kann sich auch durch Niederschlag und Temperaturen lösen.

Viel Erfolg!

VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Antworten