Nadelbaum des Monats 1/14 - Die Grannenkiefern

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Kiefernspezi
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Nadelbaum des Monats 1/14 - Die Grannenkiefern

Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo und Herzlich willkommen,

Jeden Monat werde ich eine Baumart oder Nahestehende Gruppe oder Gattung vorstellen.
Baum des Monats soll einladen zum diskutieren, recherchieren, austauschen und Vertiefen von Informationen rund um den Baum.
Ich freue mich über Anregungen und Geschichten, sowie Bilder und Links.

Viele Grüße

Euer Kiefernspezi
Zuletzt geändert von Kiefernspezi am 03 Jan 2014, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Die Grannenkiefer gehört zu den bekanntesten Nadelbäumen der Welt. Berühmt geworden ist sie 1964 durch ein empörendes Ereignis in den White Mountains/Kalifornien. Alles begann mit einem kleinen Missgeschick von Donald R. Currey. Der junge Student wollte historische Klimadaten sammeln. Zu diesem Zweck entnimmt man einem Baum einen wenige Millimeter dicken Bohrkern, um die Jahresringe auszuwerten. Anhand Ihrer Dicke und Farbe lassen sich Rückschlüsse auf Temperaturen, Niederschlagsmengen und Sonneneinstahlungsintensitäten vergangener Zeiten ziehen.
Dieses Verfahren ist für einen Baum völlig unschädlich.
Er suchte sich ein augenscheinlich besonders altes Exemplar einer Grannenkiefer aus mit einem recht dicken Stamm. Der Zuwachsbohrer blieb im Baum stecken und ließ sich nicht entfernen. Der arme Student hatte kein Geld, das geliehene Gerät zu ersetzen. Deshalb beantragte er kurzerhand die Fällung des Baumes beim zuständigen Forstamt - und erhielt die Genehmigung!
Die wissenschaftliche Auszählung der Jahresringe ergab das unfassbare Alter von 4862 Jahren! Als der geniale Architekt Imhotep um 2650 v. Chr. die erste Pyramide erbaute, war diese Grannenkiefer schon 248 Jahre alt!
Auf Druck der empörten Bevölkerung wurden die wichtigsten Bestände dieser Baumart unter Schutz gestellt. Eifrig suchte man nach einem neuen Champion Tree. Die älteste lebende Grannenkiefer erhielt den Namen „Methusalem“. 2014 ist sie 4.780 Jahre alt. Dann dauert es immer noch 82 Jahre, bis das Missgeschick des Studenten zumindest nominal ausgemerzt ist. Doch das wird Donald R. Currey selbst wohl nicht mehr erleben.
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Grannenkiefer - Pinus longaeva
Grannenkiefer - Pinus longaeva
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GaLa-Bauer
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Beitrag von GaLa-Bauer »

Die Pinus longeleava spaltete sich 1970 von der Grannenkiefer ab

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Die Grannenkiefer ist eigentlich nicht selten, aber man fährt als Tourist auch nicht zufällig an ihr vorbei. Das liegt daran, dass sie ausschließlich die höchsten Standorte in den Gebirgen Westamerikas von 2.000 - 4.000 m Höhe besiedelt.
Ihr recht großes Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den östlichen Rocky Mountains bis hin zur östlichen Sierra Nevada.
Zu den Grannenkiefern zählen 3 Arten:
Die Grannenkiefer - Pinus aristata
Die Langlebige Kiefer - Pinus longaeva
Die Fuchsschwanzkiefer - Pinus balfouriana

@GaLa-Bauer: Pinus longaeva wurde 1970 von der Art Pinus aristata separiert - sie hat sich nicht selbst abgespaltet. :D
Sie ist und bleibt aber eine Grannenkiefer!
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Bäume an der Baumgrenze und an Extremstandorten
Bäume an der Baumgrenze und an Extremstandorten
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Bäume an einem steilen Bruchschotterhang!
Bäume an einem steilen Bruchschotterhang!
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Die drei Arten besitzen Zapfen, die sich hinsichtlich spezifischer Merkmale gut unterscheiden lassen. Sie werden 5-14 cm lang. Wer üben möchte, kann hier bestimmen. Lösungsvorschläge bitte per pn.


In den nächsten Tagen folgen diese Beiträge:

Der Name Grannenkiefer - Woher stammt der Name?

Extremstandorte - Extreme Wuchsformen

Unterscheidungsmöglichkeiten der 3 Arten
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Zapfen A
Zapfen A
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Zapfen B
Zapfen B
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Zapfen C
Zapfen C
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Nobby
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Beitrag von Nobby »

hallo andré,
kennst du bezugsquellen von saatgut für die grannen kiefer?
wenn ja less es mich wissen.
danke

LG nobby
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Hallo, leider nicht. Am besten: Hinfahren.
Die Keimquote ist ok. Ich hatte letztes Jahr welche ausgesät.
Noch leben die Keimlinge, aber sie sind immer noch ganz klein.
Im Frühjahr wird sich wohl entscheiden, ob sie das Gröbste überstanden haben. Laut Herrn Nimsch ist die Chance mittelfristig gering, eine Fuchsschwanzkiefer auf Dauer durchzubringen. Es gab wohl mehrere Anzuchtsversuche aber derzeit keinen einzigen lebenden BAUM in Deutschland.
Pinus longaeva sollte funktionieren. Im allgemeinen wird aber Pinus aristata bevorzugt. Aber zu den Gründen wollte ich später noch etwas schreiben.

Viele Grüße

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

ja, das ist endlich mal ein schönes Thema. Freue mich schon sehr auf die nächsten Folgen.

Viele Grüße

quellfelder

fockea
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Beitrag von fockea »

eine Bemerkung zur Vermehrung:
Meine Jungpflanzen von Pinus aristata schwächeln und von ca. 20 Exemplaren sind diese 3 übrig geblieben. Sie vertragen ein Umpflanzen nicht so recht und wachsen ganz, ganz langsam.
Ich glaube, erst wenn sie diese kleinen Harztropfen auf den Nadeln haben, geht es ihnen wieder gut.
Fockea
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GaLa-Bauer
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Beitrag von GaLa-Bauer »

@Kieferspezie: Meinte ich doch :D

AndreasG.
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Beitrag von AndreasG. »

Wolfgang, die stehen viiieeel zu nass. Schau dir mal an, wo die herkommen und wieviel Niederschlag dort fällt, und wann.
Außerdem würde ich ein anderes Substrat wählen, viel durchlässiger.

Nobby
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Beitrag von Nobby »

ich hab zwar von aufzucht von kiefern null ahnung aber das die auf deutsch fast ersaufen sieht man sofort und meines erachtens ist der topf zu klein.

LG nobby
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baumlaeufer
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Beitrag von baumlaeufer »

Die Grannenkiefern beschreibt man bestens mit dem Begriff " mehr tot als lebendig" . Als Beleg zeige ich mal zwei Fotos von Beständen, das eine aus den Inyo Mountains/ Californien, das andere vom Mount Charleston bei Las Vegas/ Nevada

Foto Drei ist aus den Bergen im Great Basin NP / Nevada

Dazu möchte ich Kiefernspezi ein wenig korrigieren, denn die Grannenkiefer namens Prometheus, die Herr Currey auf dem Gewissen hat , wuchs bis 1964 dort und nicht am White Mountain.

Baumlaeufer
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Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de

Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Grannen (Arista) sind lange, dünne, etwas starre Fortsätze von Irgendwas.
Bekannt sind Grannen vor allem bei diversen Getreidearten wie z.B. Gerste oder Roggen.
Solche Fortsätze besitzen auch die Zapfen der Grannenkiefer (Pinus aristata) und der Langlebigen Kiefer (Pinus longaeva), wobei diese bei zweiteren schon deutlich kürzer ausfallen.
Die Fuchsschwanzkiefer (Pinus balfouriana) hat diesen Namen eigentlich nicht verdient. Ihre Zapfen besitzen meist nur sehr kurze bis kaum sichtbare Dornen.

Die Auflösung für das Rätsel:

A Pinus aristata
B Pinus longaeva
C Pinus balfouriana
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die grannenartigen Dornen an den Enden der Zapfenschuppen verliehen den Kiefern den Rufnamen
die grannenartigen Dornen an den Enden der Zapfenschuppen verliehen den Kiefern den Rufnamen
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unreifer und reifer Zapfen der Fuchschwanzkiefer mit sehr kurzen Dornen
unreifer und reifer Zapfen der Fuchschwanzkiefer mit sehr kurzen Dornen
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Kiefernspezi
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Beitrag von Kiefernspezi »

Bevor ich nun auf die Extremstandorte eingehe, bitte ich um Mithilfe.
Vielleicht kennt Klima der Bristlecone-forests beschrieben wird. Bitte hier posten.

Viele Grüße

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