Sträucher für Bauerngarten gesucht

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*mariposa*
Beiträge: 31
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Sträucher für Bauerngarten gesucht

Beitrag von *mariposa* »

Hallo liebe Gartenfreunde!

Neumodisch heißt es ja "brainstorming", aber die besten Ideen bekommt man bekanntlich gemeinsam. Deshalb bitte ich um eure tatkräftige Ideenunterstützung. Ich möchte vor eine Sichtschutzwand (ca. 10 Meter lang) verschiedene Sträucher pflanzen, möglichst im "Bauerngartenstil" und sie sollten über 2 Meter hoch werden und möglichst schnell wachsen. Ich bin schon mal fündig geworden mit Hundsrose, Hibiskus, falschem Jasmin und Holunder. Habt ihr noch ein paar Vorschläge?

Viele Montagsgrüße

*mariposa*

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
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Beitrag von Cryptomeria »

Hallo mariposa

" Bauerngartenstil" ist ein weiter Begriff. In einen Bauerngarten passen immer gut Hortensien. Viele, gerade die Ballhortensien , werden allerdings nicht ganz so hoch. Aber die Tellerhortensien werden höher.
Sehr schön passen aber auch viele andere Sträucher: Deutzien ( ähnlich falscher Jasmin ), Forsythien, Buddleien ( Sommerflieder ).

Bis heute Abend fallen mir sicher noch ein paar ein.

Dies erstmal ganz schnell zwischen Tür und Angel. :wink:

Viele Grüße

Wolfgang

*mariposa*
Beiträge: 31
Registriert: 05 Mär 2007, 12:49

Beitrag von *mariposa* »

Danke für die schnelle Antwort. Ja, die Definition "Bauerngarten" ist natürlich dehnbar, so will ich mal versuchen aufzuzählen, was in unserem Garten so alles wächst: Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume, Blutpflaume, Haselnuss, Hundsrose, Holunder, Pfeifenstrauch, Kletterrose, wilder Wein, Efeu und jede Menge Stauden und Kräuter. Kein englischer Garten, eher ein wildromantischer Naturgarten.

:)

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo,

gut passend weiterhin: Cornus alba ( rotrindig, auch die gelbe Form )
Cotinus ( Perückenstrauch), Haselnuss, in Hausnähe Hamamelis, Sanddorn ( Pippophae) Rispenhortensien, Paenoia lutea ( sehr schön, wenn größer und blühend) schwachwüchsige oder hängende Zierkirschen, viele versch. Rosenarten, schwachwüchsige Sorbus-Arten ( koehniana, vilmorinii) Spirea, Syringa, Viburnum.

Detaillierte Angaben, wenn du dich für das ein oder andere entschieden hast.

Viel Spaß beim Planen

Viele Grüße

Wolfgang

tormi
Moderator
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Registriert: 07 Feb 2007, 19:42
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

Beitrag von tormi »

Hallo,
eine solche Hecke dient im allgemeinen nicht nur als Sichtschutz sondern auch als Vogelschutz- und Vogelnährgehölz. Es ist meiner Meinung nach interessant, Gehölze zu verwenden die für diesen Zweck geeignet sind.
Beispiele: Ameleanchier lamarckii (Kupferfelsenbirne, schöne Herbstfärbung)
Cornus alba (weisser Hartriegel)
Prunus padus (Trauben-Kirsche, bis 12m hoch)
Prunus serotina (späte Trauben-Kirsche, bis 8m hoch)
Rhamnus catharticus (echter Kreutzdorn)
Ribes alpinum (Alpen-Johannisbeere)
Ribes aureum (Goldjohannisbeere, schöne Herbstfärbung)

Mir persönlch gefallen in einer solchen Hecke immergrüne Sträucher sehr gut. Sie sorgen auch im Winter für Sichtschutz, ausserdem können sich Vögel in diese Sträucher zurückziehen. Beispiele:
Viburnum rhytidophyllum (runzelblättriger Schneeball)
Prunus laurocerasus 'Caucasica' (Lorbeerkirsche)
Taxus baccata (Eibe)
Ilex aquifolia (Stechpalme)
So, das sind jetzt mal die Gehölze die mir einfallen.
Bin gespannt was die anderen noch dazu finden.

LG nalis
Ps. Syringa vulgaris (Flieder)

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Nochmal kurz,

ich hatte oben deinen Text nochmal gelesen. Die Baumpäonie wächst natürlich nicht schnell, jedenfalls meine nicht. Und es gibt sehr schöne buntblättrige oder geschlitzte Holunder.

Wolfgang

*mariposa*
Beiträge: 31
Registriert: 05 Mär 2007, 12:49

Beitrag von *mariposa* »

Hallo zurück,

da nun das "Baumproblem" gelöst ist, kann es jetzt weitergehen mit dem "Drumherum". Was pflanze ich noch in das Übeleck und wie verschönere ich die Garagenwand?

Als Freilichtkino wäre sie ja jetzt zu gebrauchen, aber die Fußball-WM ist schon gelaufen... :D

Vorgestellt hatte ich mir entweder Zaunelemente oder etwas anderes, um Schlingpflanzen daran hochwachsen zu lassen. Wie ihr wisst, darf ich an dieser edlen Wand nichts wachsen lassen, weder Nägel noch Gitter befestigen. Um den Hügel "aufzuforsten", habe ich aus eigenem Bestand anzubieten einen Philadelphus, einen Cornus kousa und einen Holunder. Den Holunder werde ich neben dem Hibiscus stellen, ganz vorne links im Bild. Mit dem Knöterich muss ich mir noch etwas einfallen lassen, früher ging das Seil hoch in die Birke und dann hatte das was von Tarzans Dschungelliane...

Habt ihr noch ein paar Ideen? Wohin zum Beispiel mit Jasmin und Cornus? Und was passt noch vielleicht?

Viele Grüße
*mariposa*

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wolfram
Beiträge: 3419
Registriert: 03 Mai 2007, 16:59

Beitrag von wolfram »

@ tormi
Ich bin zwar etwas spät dran, weil ich das Forum nur gelegentlich aufsuche. Sehr interessant und aufschlußreich. Deine sehr qualifizierten Beiträge (ehrlich gemeint!), die wie aus der Pistole geschossen kommen, beeindrucken mich immer wieder.
Nun zu meinem Anliegen:
Ich würde Taxus wegen seiner hochgradigen Giftigkeit niemals für einen Garten empfehlen, weil man nicht wissen kann, ob nicht doch mal kleine Kinder darin spielen. Sicherlich hast Du im Moment nicht daran gedacht.
MfG
Wolfram

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo mariposa,

du könntest deine Sichtschutzwand natürlich vor die Garagenwand setzen, Abstand vielleicht so, dass noch ein ganz schlanker hinten zwischenpasst und Zweige abschneiden kann , und dann je nach Sonne Clematis, deinen Knöterich, Kletterrosen oder einjährihge Schlinger dranpflanzen. Nachteil: du verschenkst Gartenraum.
Der Vorschlag von Nancy ( glaube ich ) finde ich gut. Verschiedene Sonnenblumen ( gut gießen und düngen) verdecken fast deine Wand im Sommer Nachtei: nicht das ganze Jahr
Ich würde mich vielleicht auch für einige schöne Blumenkübel entscheiden
Nachteil: wohin im Herbst oder aus Material, das im Winter nicht platzt.
Ansonsten, je nachdem wie weit du wegbleiben musst, kannst du auch eine blühende Hecke anpflanzen und schneidest so, dass du keine Probleme bekommst.Z.B. Sommerflieder,Flieder,Forsythie,Deutzie, Philadelphus, Zierjohannisbbere was du hast oder was du billig bekommst. Du kannst viele säulenförmig ziehen. Vielleicht setzt du sie einfach in größere Bitumenkübel, damit der Nachbar wegen seines Fundamentes kein Argument hat. Ich würde dann unten den Boden rausschneiden, damit die Wurzeln unten rauskönnen ( das musst du dem Nachbar nicht erzählen)

Was Geschmacksache ist im Bauerngarten, aber wintergrün, hat natürlich im zeitigen Frühjahr auch einen Vorteil, mehrere immergüne Lorbeerkirschen ( Prunus). Es gibt schöne mit großen oder mit schmalen Blättern. Alle zum schneiden, die mit großen Blättern werden höher. Auch hier vielleicht mit Sperre ( z.B. Bambussperre o.ä.) wegen dem "netten" Nachbarn. Diese Großsträucher wachsen aber breiter, sollen sie hübsch aussehen.Nachteil: manchmal etwas trist, dann müsste wieder 1/2 Clematis hineinranken.

Dies als erste Vorschläge

Viele Grüße

Wolfgang

Cryptomeria
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Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
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Beitrag von Cryptomeria »

Noch kurz:

ähnlich Sonnenblumen; hohe Stockrosen würden auch passen.

Wolfgang

tormi
Moderator
Beiträge: 5728
Registriert: 07 Feb 2007, 19:42
Wohnort: Hinkel, Luxemburg

Beitrag von tormi »

Hallo Wolfram.
du hast recht, bei Neupflanzung einer Hecke in einem Garten wo Kinder spielen kann man auf Taxus gut verzichten. Aber P. laurocerasus, R. cathartica, Ilex sind auch nicht besonders bekömmlich.
Ich hatte wohl die Situation etwas verschätzt :wink:
Aber danke für die Blumen :mrgreen:
LG Nalis

Cryptomeria
Beiträge: 9539
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Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Wolfram,

nach dem Klettergerüst zu urteilen, sind die Kinder mindestens im Grundschulalter und spätestens hier sollten sie wissen, dass man nichts in den Mund steckt, was man nicht kennt bzw. was draußen wächst. Denn nicht nur im eigenen Garten, sondern an jedem Weg zur Schule stehen giftige Pflanzen ( Liguster ,Efeu usw.) und selbst in Wohnungen steht so viel Giftiges ( Alpenveilchen, Weihnachtsstern, Dieffenbachie usw.) und selbst auf Schulhöfen steht Giftiges. Und wie sieht es auf dem Weg aus ( Scharfer Hahnenfuß, Fingerhut usw.) Man kommt nicht drumherum, den Kindern einzubläuen nichts in den Mund zu stecken.

Viele Grüße

Wolfgang

wolfram
Beiträge: 3419
Registriert: 03 Mai 2007, 16:59

Beitrag von wolfram »

@tormi und Wolfgang
Ihr habt beide Recht!
Nur, von den genannten Pflanzenarten ist Taxus die giftigste und wegen der roten Beerenzapfen auch verlockendste, der Same ist dann schnell zerkaut. Sehr verlockend sind auch die Hülsen des Goldregens. Es hat Beispiele gegeben, da haben gerade Kinder im Schulalter die sog.Erbsen verzehrt, einmal sogar kollektiv, d.h. ein Dummer hatte die anderen angeregt. Die Polizei hatte dann viel Mühe alle Kinder ausfindig zu machen, die sich vergiftet hatten. Die meisten der giftigen Sträucher sind nicht lebensbedrohend giftig, die beiden o.g. aber doch. Und wer möchte schon seinem Kind den Magen auspumpen lassen?
Ich möchte nun nicht den Eindruck erwecken, als hättet Ihr diese Gefahr verharmlost. Nur meine ich, daß man andere darauf mal hinweisen sollte.
Es grüßt Euch
Wolfram

tormi
Moderator
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Beitrag von tormi »

Hallo Wolfram,
bei unserem Schulhof stehen P. laurocerasus, Taxus baccata, Euonymus europaeus 'Red Cascade' (viele Früchte), Laburnum x waterii 'Vossii', Thuja occidentalis, Hedera helix,... alles Sträucher/Bäume die giftig sind und wenn genügend von den Früchten/Blättern eingenommen wird es zu schweren Vergiftungen kommen kann.
Ich bin seit geraumer Zeit für das öffentlich Grün unserer kleinen Gemeinde zuständig. Die Frage ob es sinnvoll ist die Kinder gezielt auf die giftigen Pflanzen hinzuweisen (kleine Tafeln mit Symbolen und/oder Erklärungen oder kleine Führungen mit dem Lehrpersonal zusammen)habe ich mir schon öfters gestellt. Mit letzteren habe ich auch schon darüber geredet. Ich muss ehrlich sagen ich weiss nicht was die von der Idee halten. Es wurde immer wieder gefragt ob die Kinder das Wissen über Gift nicht für einen sehr schlechten Scherz oder kleine Rachefeldzüge benützen würden.
Die Information nichts, oder zumindest nichts Unbekanntes in den Mund zu nehmen wird genügen. Angst dass etwas geschieht wird immer da sein.

Ich habe dir vorhin recht gegeben da man bei einer Neupflanzung in einem Garten mit Kinder, die gefählicheren Pflanzen sehr wohl weg lassen kann und eher auf Pflanzen zurückgreift die eventuell sogar leckere Früchte tragen.
(soll ich jetzt Cornus mas als Beispiel geben? :mrgreen: )

Und zu guter Letzt noch zur Verteidigung: zu dem Moment wo ich meine kleine Pflanzenliste angegeben hatte wusste ich nur von einer Sichtschutzhecke. Wo sie hinkommen würde und wer sich im Garten aufhällt wusste ich nicht ausserdem gab es noch keine Bilder von dem Garten.
Aber kein Problem
LG Nalis

Cryptomeria
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Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Hallo Wolfram,

du hast völlig Recht, und tormi auch. Es bleibt schwierig, dieses Problem zu handhaben. Im Kindergarten alles klar, nichts Giftiges. Danach, je nachdem wie groß die Schulen mit ihren Schulhöfen sind, gedeiht dort einiges Gefährliche.

Wie schon gesagt, immer aufklären und daraufhinweisen, nichts in den Mund. Wir haben auch nirgends Hinweistafeln, im Wald gibt es auch viele Pilze ohne diese. In meinen langen Jahren als Lehrer hat das bisher immer gereicht. Es ist nichts Gravierendes passiert.
Allerdings konnte in der näheren Umgebung ein 13-jähriges verhaltensauffälliges Mädchen (ADS) nach Kauen von Blauem Eisenhut trotz Notarzt nicht mehr gerettet werden.
Pflanzt man neu, muss man ja nicht auf Giftcocktails zurückgreifen, es gibt genausoviel Ungiftiges, was auch schön ist.

Viele Grüße

Wolfgang

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