Suche nach dem perfekten Hausbaum

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Hobbygärtner
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Suche nach dem perfekten Hausbaum

Beitrag von Hobbygärtner »

Hallo zusammen,

ich bin gerade beim Hausbau und plane nun die Gartengestaltung.

Seit Monaten bin ich auf der Suche nach dem perfekten Hausbaum....

Hoffe ihr könnt helfen und freue mich auf Eure Meinungen, Erfahrungen und Vorschläge!

In einem Bereich des Gartens hätte ich gerne einen schönen großen Baum.

Und hier ist mein Problem. Ich bin Perfektionist und Suche die eierlegende Wollmilchkuhsau :oops:

Der Baum soll groß, knorrig und stark wirken und ein ausdrucksstarkes Geäst (Kletterbaum) haben. Er soll groß sein und möglichst schnell wachsen, damit ich noch vor meinem ableben (hoffe noch auf mindestens auf 30-40 Jahre) seine Schönheit bewundern kann. Er soll aber auch nicht überdimensional groß werden (steht ca. 5-8m vom Haus entfernt), damit meine Nachkommen keine Probleme bekommen und ihn am Ende noch fällen müssen.

Standort: Hessisches Ried. Ab ca. 5-8m ist Grundwasser. Satter Mutterboden. Sonniger Standort. Bei einem Durchmesser von 10-12 Metern kann er völlig ungestört wachsen. 15m würden theoretisch aber auch noch problemlos gehen.

Stieleiche - denke das sie zu groß wird. (Wenn Eiche, dann aber nur "deutsche" Eichensorten).

Winterlinde - aktueller Favorit. Denke hier aber das sie viel klebrigen Nektar im Garten verbreitet. Größe ist auch grenzwertig.

Walnuss - habe von der Krankheit gehört und in der Umgebung auch schon viele schwarze Nüsse an den Bäumen gesehen. Sie wird auch glaube ich zu breit.

Hainbuche - wird das Geäst nicht zu dünn um als knorrig bzw. stark durchzugehen?

Kastanie - auch hier habe ich von der Krankheit gehört und auch schon viele kranke Bäume gesehen.

Alternativen? Hätte schon gerne eine einheimische Art, bin mittlerweile aber auch für alles weitere offen. Insgesamt sollen 3 Bäume im Garten stehen. Kuchenbaum und Zimtahorn sind schon gewählt. Da wir schon einen Ahorn haben und dieser auch nicht weit weg vom "großen" stehen wird, habe ich bisher die Ahornbäume etwas ausgegrenzt. Red Sunset fand ich aber auch ganz schön, denke aber auch hier das er nicht ganz meinen Vorstellungen vom Aussehen trifft.

Habt ihr Ideen, Tips oder Ratschläge für mich?

Schon einmal vielen Dank für Eure Hilfe!

Grüße
Michael

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hallo,

Kletterbaum richtig zum Klettern oder nur optisch? Grundsätzlich sind sehr schnell wachsende Gehölze auch weniger stabil. Ich denke, man kann nicht alles haben, es sei denn, Geld spielt keine Rolle. Dann könnte man einen sehr großen Baum per Spezialtransport bestellen und mit einem Kran einpflanzen. Das ist möglich, aber sehr teuer.

In unseren Baumlisten kannst Du sehen, wie groß in etwa die Bäume im jeweiligen Alter werden. Natürlich gibt es boden-und klimabedingte Abweichungen.

Gruß Frank

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

pflanz eine Scheinakazie/Robinie!
Wächst sehr schnell, Rinde sieht urig und knorrig aus, tiefe Äste, wunderschöne Blüte!
Habe mal auf die Schnelle zwei Bilder herausgesucht.


Viele Grüße

quellfelder

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LCV
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Beitrag von LCV »

Na ja, Robinien träufeln Honig, verbreiten hunderttausende von Blütenblättern, haben fiese Dornen und verhalten sich invasiv. Ausläufer im Garten wären durchaus möglich. Aber es ist ein relativ schnellwachsender Baum mit (ausnahmsweise) sehr stabilem Holz.

Hobbygärtner
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Beitrag von Hobbygärtner »

Kletterbaum eigentlich nur optisch. Denke bis der Baum alt genug zum Klettern ist, sind die Kinder aus dem Alter raus.

So super viel Blüten die im Garten dann rumschwirren oder klebriger Saft finde ich auch nicht so gut.

Was denkt ihr über meine bisherigen Favoriten? Den Bergahorn hatte ich bei der Aufzählung vergessen.

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LCV
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Beitrag von LCV »

Wegen des Grundwasserspiegels könnte ich mir auch eine Erle vorstellen.

Extrem schnell wächst Paulownia tomentosa. Aber da gibt es im Frühjahr auch Blütenblätter.

Der unproblematischste Baum (verträgt so ziemlich alles) ist Liquidambar styraciflua. Tolle Herbstfärbung.

Heutzutage muss man auch über Allergien nachdenken. Gibt es eine Baumschule in der Nähe? Zuerst würde ich fragen, was bei den lokalen Verhältnissen alles geeignet ist. Dann die Bäume mal in natura anschauen.

Muss es unbedingt ein "Kletterbaum" sein? Hainbuchen entwickeln sich freistehend sehr schön. Aber wenn man etwas auf den Platz achtet, sind spezielle Sorten vielleicht die Lösung: Carpinus betulus 'Fastigiata' z.B.

Gruß Frank

quellfelder
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Beitrag von quellfelder »

Hallo,

hier noch ein Bild des obigen Baums vor sechzig Jahren, mit dem damals jungen Pastor.

Viele Grüße

quellfelder
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harty
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Hausbaum....

Beitrag von harty »

Hallo Michael,
geh einmal zu Sichtungsgarten-Hermannshof in Weinheim,dort kannst Du Dir die Bäume ansehen! In Ladenburg/Schriesheim bei der Baumschule HUBEN gibt es die Bäume dann zu kaufen.
Warum pflanzt Du nicht einen Kirchen-, Apfel- oder Pflaumenbaum?

Nobby
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Beitrag von Nobby »

groß, knorrig, schnell wachsend, ich schlage sequoiadendron giganteum vor.
meine wachsen im durchschnitt 60 cm im jahr.

LG nobby
Man kann einen Menschen immer aus dem Dreck ziehen, aber niemals den Dreck aus einem Menschen

Mostviertler
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Beitrag von Mostviertler »

Ich hätte zwei Vorschläge!

Als erstes würde ich Paulownia tomentosa vorschlagen, die wächst sehr schnell, ist mit den blauen Blüten recht ansprechend, wird nicht so groß wie zum Beispiel Platane oder ähnliches. Außerdem neigt sie zur Ausbildung einer breiten Krone, was einem knorrigen Eindruck förderlich ist.

Eine zweite Möglichkeit wäre eine rotblühende Kastanie. Die wächst nicht so schnell, wird aber auch nicht all zu groß, und ist darüber hinaus nicht so anfällig gegen die Miniermotte.

Gruß
Hannes

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LCV
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Beitrag von LCV »

Hier bei uns gibt es einige Paulownia tomentosa, die durchaus in der Größe mit Platanen, Linden und Kastanien mithalten können. Es wurden auch einige gefällt, weil sie zu groß wurden. Die in unserer Liste angegebenen 18 m Endhöhe halte ich für leicht untertrieben.

Übrigens hat man festgestellt, dass die Kastanienminiermotte inzwischen auch andere Arten befällt.

Mir ist noch ein robuster Baum eingefallen, der hier auch gern als Straßenbaum verwendet wird: Baumhasel (Corylus colurna).

Gruß Frank


JDL
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Beitrag von JDL »

maybe totally different (regarding your criteria)

but what about

Styphnolobium japonicum 'Pendulum'

grtjs

Jan

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bee
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Beitrag von bee »

Hallo,
ja .... Styphnolobium japonicum 'Pendulum' ist an "Knorzigkeit" kaum zu überbieten.

viewtopic.php?t=10033&highlight=styphnolobium
Viele Grüße von bee

Spinnich
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Suche nach dem perfekten Hausbaum

Beitrag von Spinnich »

Hallo Hobbygärtner

Zu einigen Punkten solltest Du vielleicht noch Stellung beziehen.

Darf es auch ein Nadelgehölz sein? In deiner ersten Auflistung nennst Du ja ausschließlich Laubgehölze.
Inwieweit kommen eingebürgerte bzw. fremdländische Gehölze in Betracht?
Stören Dich der Blütenregen mancher Bäume, der diese andererseits ja oft gerade attraktiv macht?
Wie steht Du generell zu Obst- bzw. Wildobstgehölzen?
Können Dich giftige Früchte/Samen wie beim zuletzt vorgeschlagenen Japanischer Schnurbaum stören, der ja wirklich sehr attraktiv ist, Bienenweide, essbare Blüten (Heilwirkung) und tolle Optik.

Ich könnte mir auch so was wie einen Speierling (10-20 m) weniger breit als hoch oder einen sparrigen weißen oder schwarzen Maulbeerbaum vorstellen. Letztere werden mehrere hundert jahre alt und sind als Zuchtformen zur Obstgewinnung (besonders M. nigra; bis 12 m) aber auch als fruchtlose männliche Varianten mit besonderen Blattformen (M. alba) erhältlich.

Mir haben diese knorrigen Bäume auf italienischen Campingplätzen immer sehr gefallen. Vor dem 2-ten Weltkrieg waren die in D auch mal recht verbreitet.

Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

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