Gedichte über Gehölze
Moderatoren: LCV, stefan, tormi
Hallo Windrad,
wenn sich die Nüsse meist in zwei Hälften spalten lassen (mit Nussknacker) dann kann es keine Juglans nigra sein.
Die Echte Walnuss, Juglans regia, kann Nüsse von 2 bis 8 cm Durchmesser haben! Wie sehen denn die von dir geernteten Nüsse aus? Könnten es auch Carya, Hickory-Arten, sein?
Die Oberflächen der Nüsse von J. regia und J. nigra unterscheiden sich so sehr, so dass man sie eigentlich nicht verwechseln kann! J. nigra ist scharfkantig unregelmäßig längsgerillt (siehe Foto weiter oben). J. regia dagegen gerundet bucklig an der Oberfläche, wie man sie ja kennt. Die Bäume kann man auch an ihren Blättern gut unterscheiden.
Schwarznüsse (aus dem Nördlichen Amerika) sind sehr schlecht zu knacken. Der herkömmliche Nussknacker versagt hier völlig. Zersägen bringt schöne Muster zutage, siehe weiter oben. Die in den kleinen Zwischenräumen dieser sehr harten Struktur verteilte weiße, essbare, Masse (Samen). ist nur mühsam in kleinen Teilchen herauszuholen.
Juglans nigra und Juglans regia
Sprach Nigra einst zu Regia
(der östlichen Kollegia):
"Ich lass mich nicht so einfach knacken,
da muss man erstmal sehr sich placken
um meine harte Schale klein
zu kriegen. Innen extra fein
verteilt ist dort mein süßer Samen.
Hab'n hart geschafft, die den bekamen!"
Sagt Regia zu dieser Tante
(die fern im Westen wohlbekannte):
"Ich geb ihn gerne, meinen Samen,
in ganzen Stücken. Den bekamen
sie einfach durch ein sanftes Knacken,
da braucht sich keiner so zu placken."
wenn sich die Nüsse meist in zwei Hälften spalten lassen (mit Nussknacker) dann kann es keine Juglans nigra sein.
Die Echte Walnuss, Juglans regia, kann Nüsse von 2 bis 8 cm Durchmesser haben! Wie sehen denn die von dir geernteten Nüsse aus? Könnten es auch Carya, Hickory-Arten, sein?
Die Oberflächen der Nüsse von J. regia und J. nigra unterscheiden sich so sehr, so dass man sie eigentlich nicht verwechseln kann! J. nigra ist scharfkantig unregelmäßig längsgerillt (siehe Foto weiter oben). J. regia dagegen gerundet bucklig an der Oberfläche, wie man sie ja kennt. Die Bäume kann man auch an ihren Blättern gut unterscheiden.
Schwarznüsse (aus dem Nördlichen Amerika) sind sehr schlecht zu knacken. Der herkömmliche Nussknacker versagt hier völlig. Zersägen bringt schöne Muster zutage, siehe weiter oben. Die in den kleinen Zwischenräumen dieser sehr harten Struktur verteilte weiße, essbare, Masse (Samen). ist nur mühsam in kleinen Teilchen herauszuholen.
Juglans nigra und Juglans regia
Sprach Nigra einst zu Regia
(der östlichen Kollegia):
"Ich lass mich nicht so einfach knacken,
da muss man erstmal sehr sich placken
um meine harte Schale klein
zu kriegen. Innen extra fein
verteilt ist dort mein süßer Samen.
Hab'n hart geschafft, die den bekamen!"
Sagt Regia zu dieser Tante
(die fern im Westen wohlbekannte):
"Ich geb ihn gerne, meinen Samen,
in ganzen Stücken. Den bekamen
sie einfach durch ein sanftes Knacken,
da braucht sich keiner so zu placken."
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- Links Juglans nigra, rechts J. regia
- WP_20140917_004s.jpg (74.1 KiB) 6420 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
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Kiefernspezi
- Beiträge: 8539
- Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
- Wohnort: Velbert
- Kontaktdaten:
Schöne Gedichtform, André, vielleicht sollte ich's auch mal moderner probieren?
Viele Hickory-Nüsse sind fast ebenso schwer zu knacken, das trifft vor allem auf die Königsnuss, Carya laciniosa, zu.
Keenig-Nuss?
Du dumm-umm-umme
Nuss
Knack bum-bum, bum-bum-um-umme
Lohnt sich kaum
Zu weenig Nuss
Viele Hickory-Nüsse sind fast ebenso schwer zu knacken, das trifft vor allem auf die Königsnuss, Carya laciniosa, zu.
Keenig-Nuss?
Du dumm-umm-umme
Nuss
Knack bum-bum, bum-bum-um-umme
Lohnt sich kaum
Zu weenig Nuss
beste Grüße von Holger/PGS
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Cryptomeria
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- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
-
quellfelder
- Beiträge: 4432
- Registriert: 29 Dez 2010, 16:46
- Wohnort: 23936 Grevesmühlen
Danke Wolfgang,
ich habe einfach Übung im Gedichte-Schreiben, das lernt man, wenn man will, relativ leicht. Als contributor and workshop editor in oedilf habe ich seit 2005 viele Limericks geschrieben und die Limericks anderer Mitwirkender als Editor mitbeeinflusst.
Im Forum dieser Internationalen Website, die sich die Erstellung eines umfassenden Wörterbuchs der Englischen Sprache in Limerick-Form als Ziel gesetzt hat, habe ich auch Gedichte in anderen Formen geschrieben: THE SONNET -- and other poetic forms -- Diesen Link hatte ich auch auf der S. 1 dieses Threads schon mal reingesetzt, sorry für die Wiederholung ;-(
Gedichte, gerade auch solche in Sonnet-Form sind gut für Geburtstags-Grußkarten geeignet, vor allem, wenn man sie dann noch mit einem schönen Foto schmückt.
Hallo Quellfelder, kein Grund zur Sorge, war nur ein Versuch. Man kann mit fast Allem experimentieren, warum nicht auch mal mit Gedichtformen.
ich habe einfach Übung im Gedichte-Schreiben, das lernt man, wenn man will, relativ leicht. Als contributor and workshop editor in oedilf habe ich seit 2005 viele Limericks geschrieben und die Limericks anderer Mitwirkender als Editor mitbeeinflusst.
Im Forum dieser Internationalen Website, die sich die Erstellung eines umfassenden Wörterbuchs der Englischen Sprache in Limerick-Form als Ziel gesetzt hat, habe ich auch Gedichte in anderen Formen geschrieben: THE SONNET -- and other poetic forms -- Diesen Link hatte ich auch auf der S. 1 dieses Threads schon mal reingesetzt, sorry für die Wiederholung ;-(
Gedichte, gerade auch solche in Sonnet-Form sind gut für Geburtstags-Grußkarten geeignet, vor allem, wenn man sie dann noch mit einem schönen Foto schmückt.
Hallo Quellfelder, kein Grund zur Sorge, war nur ein Versuch. Man kann mit fast Allem experimentieren, warum nicht auch mal mit Gedichtformen.
beste Grüße von Holger/PGS
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Na ja, so ganz ohne Reim und Meter scheint es hier in diesem Thread doch nicht zu gehen 
Für diejenigen die den oben verlinkten Limerick nicht so gerne auf Englisch lesen, habe ich hier mal ein deutschsprachiges Gedicht in Limerick-Form verfasst (keine Übersetzung der englischen Version).
Der Amberbaum
Ganz in grün ist der Baum kaum zu sehen
unter andren die ähnlich da stehen.
Irgendwann wird er bunt
und dann tut er uns kund,
wo er wächst — wenn die Herbstwinde wehen.
Für diejenigen die den oben verlinkten Limerick nicht so gerne auf Englisch lesen, habe ich hier mal ein deutschsprachiges Gedicht in Limerick-Form verfasst (keine Übersetzung der englischen Version).
Der Amberbaum
Ganz in grün ist der Baum kaum zu sehen
unter andren die ähnlich da stehen.
Irgendwann wird er bunt
und dann tut er uns kund,
wo er wächst — wenn die Herbstwinde wehen.
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- Der Amberbaum im Oktober
- WP_20141025_005s.jpg (218.72 KiB) 5719 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
Zwei Eichen
Zwei Eichen
Zwei Eichen stehen Seit an Seite,
eine Hohe, eine Breite.
Der Quercus robur, grün im Laube,
ist heimisch hier, doch wie ich glaube,
zeigt Quercus rubra, dieser Rote,
gerade jetzt, dass er als Bote
früh aus dem Westen hierher kam,
wo man ihn gerne übernahm.
Nun plötzlich sei er unwillkommen,
hat man vom Umweltamt vernommen,
Als "Neophyt", der "potentiell",
gar "invasiv" sei, wird er schnell
zum Feind von Artenschutz-Beamten,
die bald zur Fällung ihn verdammten.
Für mich bleibt er ein Baum wie jeder,
wie Fichte, Pappel, oder Zeder,
ob heimisch oder importiert,
mich hat noch keiner irritiert.
Zwei Eichen stehen Seit an Seite,
eine Hohe, eine Breite.
Der Quercus robur, grün im Laube,
ist heimisch hier, doch wie ich glaube,
zeigt Quercus rubra, dieser Rote,
gerade jetzt, dass er als Bote
früh aus dem Westen hierher kam,
wo man ihn gerne übernahm.
Nun plötzlich sei er unwillkommen,
hat man vom Umweltamt vernommen,
Als "Neophyt", der "potentiell",
gar "invasiv" sei, wird er schnell
zum Feind von Artenschutz-Beamten,
die bald zur Fällung ihn verdammten.
Für mich bleibt er ein Baum wie jeder,
wie Fichte, Pappel, oder Zeder,
ob heimisch oder importiert,
mich hat noch keiner irritiert.
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- Stiel-Eiche (grünes Laub) und Rot-Eiche (jetzt rotes Herbstlaub)
- WP_20141030_003s.jpg (127.26 KiB) 5577 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
Rosa canina im November
Rosa canina im Mai
Rosa canina im November
Noch im November blüht sie hier,
das ist ja kaum zu glauben,
und auf der Blüte sitzt ein Tier,
sie wird's ihm wohl erlauben...
Rosa canina im November
Noch im November blüht sie hier,
das ist ja kaum zu glauben,
und auf der Blüte sitzt ein Tier,
sie wird's ihm wohl erlauben...
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- Die Hunds- oder Heckenrose am 10. 11. 2014 auf dem NSG Alter Flugplatz
- WP_20141110_001as.jpg (201.38 KiB) 6110 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
November-Impressionen Fotos 30. 11. 2014
ende november im schlossgarten
auch jetzt sieht man noch früchte oder blätter,
die lotuspflaumen auf dem ginkgoblatt —
sie liegen da so dunkelblau und matt —
und wirken deshalb irgendwie noch netter
die letzten blättchen hängen noch an bäumen,
wie styphnolobium und ginkgo und
parrotia, dem baum aus persien – rund
ein halbes dutzend sind noch bunt, zum träumen
auch jetzt sieht man noch früchte oder blätter,
die lotuspflaumen auf dem ginkgoblatt —
sie liegen da so dunkelblau und matt —
und wirken deshalb irgendwie noch netter
die letzten blättchen hängen noch an bäumen,
wie styphnolobium und ginkgo und
parrotia, dem baum aus persien – rund
ein halbes dutzend sind noch bunt, zum träumen
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- Parrotia persica im BoGaKA
- WP_20141130_016s.jpg (136.09 KiB) 6052 mal betrachtet
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- Ginkgo im BoGaKA
- WP_20141130_026s.jpg (130.15 KiB) 6052 mal betrachtet
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- Styphnolobium japonicum in der Weststadt
- WP_20141130_005s.jpg (156.44 KiB) 6052 mal betrachtet
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- Früchte von Diospyros lotus auf Ginkgoblatt
- WP_20141130_019.jpg (221.58 KiB) 6052 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
Schnurbaum
Am 1. Dezember letzen Jahres wurde dieser Limerick über den Schnurbaum in OEDILF "approved":
Chinese scholar tree, pagoda tree, Sophora japonica, Styphnolobium japonicum by PGS
Chinese scholar trees bloom in July,
With their panicles catching the eye
Of some nerdy old gnomes
Citing "Trees, they are poems
That the earth writes way up in the sky!"
Sophora japonica, or nowadays Styphnolobium japonicum, also called the pagoda tree or Chinese scholar tree, is a deciduous tree of Chinese origin with panicles of white flowers typically blooming in summer in the northern hemisphere.
"Trees are poems the earth writes upon the sky." ―Khalil Gibran
Ich hoffe die Baumfrende, die dieses Khalil-Gibran-Zitat jemals benutzten, werden mir die Bezeichnung als "nerdy old gnomes" um des Reimes willen verzeihen ;-)
Am Faschings-Dienstag hatte ich mein 10 jähriges Jubiläum bei OEDILF: MY TENTH ANNIVERSARY
Chinese scholar tree, pagoda tree, Sophora japonica, Styphnolobium japonicum by PGS
Chinese scholar trees bloom in July,
With their panicles catching the eye
Of some nerdy old gnomes
Citing "Trees, they are poems
That the earth writes way up in the sky!"
Sophora japonica, or nowadays Styphnolobium japonicum, also called the pagoda tree or Chinese scholar tree, is a deciduous tree of Chinese origin with panicles of white flowers typically blooming in summer in the northern hemisphere.
"Trees are poems the earth writes upon the sky." ―Khalil Gibran
Ich hoffe die Baumfrende, die dieses Khalil-Gibran-Zitat jemals benutzten, werden mir die Bezeichnung als "nerdy old gnomes" um des Reimes willen verzeihen ;-)
Am Faschings-Dienstag hatte ich mein 10 jähriges Jubiläum bei OEDILF: MY TENTH ANNIVERSARY
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- Hier ein Foto vom 7. 12. 2014
- WP_20141207_001s.jpg (163 KiB) 5397 mal betrachtet
beste Grüße von Holger/PGS
Die Gäste der Buche
Mietegäste vier im Haus
hat die alte Buche.
Tief im Keller wohnt die Maus,
nagt am Hungertuche.
Stolz auf seinen roten Rock
und gesparten Samen,
sitzt ein Protz im ersten Stock,
Eichhorn ist sein Namen.
Weiter oben hat der Specht
seine Werkstatt liegen,
hackt und zimmert kunstgerecht,
daß die Späne fliegen.
Auf dem Wipfel im Geäst
pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.
Rudolf Baumbach
Aus: Anhaltisches Lesebuch, Erster Band, 3. und 4. Schuljahr
Erscheinungsjahr: vor 1930 ?
Mietegäste vier im Haus
hat die alte Buche.
Tief im Keller wohnt die Maus,
nagt am Hungertuche.
Stolz auf seinen roten Rock
und gesparten Samen,
sitzt ein Protz im ersten Stock,
Eichhorn ist sein Namen.
Weiter oben hat der Specht
seine Werkstatt liegen,
hackt und zimmert kunstgerecht,
daß die Späne fliegen.
Auf dem Wipfel im Geäst
pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.
Rudolf Baumbach
Aus: Anhaltisches Lesebuch, Erster Band, 3. und 4. Schuljahr
Erscheinungsjahr: vor 1930 ?