Vermehrung einer Araucaria araucana
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Vermehrung einer Araucaria araucana
Hallo liebe Baumkundler,
dies ist mein erster Beitrag hier bei euch und ich hoffe Ihr könnt mir gleich helfen.
Wir haben im Garten eine Araucaria stehen, die zum ersten mal Früchte oder Samen trägt. Alles ist genau identisch wie hier beschrieben.
Also muß es sich um die weibliche Form handeln.
Bei uns sind die Blüten/Samen schon sehr braun geworden. Nach meinen Erkundungen müßten diese jetzt bald aufplatzen.
Jetzt meine Fragen:
1. Wie vermehre ich diese wundervolle Pflanze, sobald die Samen herrausfallen.
2. Da es ja so viele Samen sind, möchte ich wissen wie ich die Samen für die nächste Zeit oder längere Zeit aufbewahren kann also haltbar machen kann.
Ich bedanke mich jetzt schon bei Euch!!!
VG Chapman
dies ist mein erster Beitrag hier bei euch und ich hoffe Ihr könnt mir gleich helfen.
Wir haben im Garten eine Araucaria stehen, die zum ersten mal Früchte oder Samen trägt. Alles ist genau identisch wie hier beschrieben.
Also muß es sich um die weibliche Form handeln.
Bei uns sind die Blüten/Samen schon sehr braun geworden. Nach meinen Erkundungen müßten diese jetzt bald aufplatzen.
Jetzt meine Fragen:
1. Wie vermehre ich diese wundervolle Pflanze, sobald die Samen herrausfallen.
2. Da es ja so viele Samen sind, möchte ich wissen wie ich die Samen für die nächste Zeit oder längere Zeit aufbewahren kann also haltbar machen kann.
Ich bedanke mich jetzt schon bei Euch!!!
VG Chapman
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ApachePine
- Beiträge: 716
- Registriert: 25 Aug 2009, 13:33
- Wohnort: Wien
Hallo,
Soweit ich weiß ist die Araukarie meist zweihäußig, das heißt dass ein männliches und weibliches Exemplar in der Nähe stehen müssen um fertiles(keimfähige) Saatgut hervorzubringen. Ansonsten ist es taub.
Schneide einmal ein paar Samen durch und schau ob sie innen leer sind oder nicht.
Auraucaria sät man am besten gleich aus so lange die Samen frisch sind da sie relativ schnell ihre Keimkraft verlieren je älter die Samen werden.
Falls es aber nicht geht würde ich die Samen im feuchten Sand kühl aufbewahren.
Soweit ich weiß ist die Araukarie meist zweihäußig, das heißt dass ein männliches und weibliches Exemplar in der Nähe stehen müssen um fertiles(keimfähige) Saatgut hervorzubringen. Ansonsten ist es taub.
Schneide einmal ein paar Samen durch und schau ob sie innen leer sind oder nicht.
Auraucaria sät man am besten gleich aus so lange die Samen frisch sind da sie relativ schnell ihre Keimkraft verlieren je älter die Samen werden.
Falls es aber nicht geht würde ich die Samen im feuchten Sand kühl aufbewahren.
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Alles richtig!
Stecke die großen Samen schräg in die Erde ( nicht senkrecht), dann kann der Keimling besser aus der Samenhülle und nach oben wachsen.
Das Wachstum ist langsam, man braucht Geduld.
Viel Erfolg
Wolfgang
Stecke die großen Samen schräg in die Erde ( nicht senkrecht), dann kann der Keimling besser aus der Samenhülle und nach oben wachsen.
Das Wachstum ist langsam, man braucht Geduld.
Viel Erfolg
Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
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GrünerMann
- Beiträge: 19
- Registriert: 21 Jul 2013, 17:04
- Wohnort: Ludwigsburg
Hallo,
ich habe in den 1980er Jahren einige Dutzend Araucarien vermehrt. Die Samen stammten aus Südfrankreich und waren Urlaubsmitbringsel. Wenn ich mich recht erinnere, sagte mir mein Seniorchef in der Baumschule damals, dass es wichtig ist, die Samen nicht zu "stecken", d.h. mit der Spitze nach oben, sondern waagrecht ins Vermehrungssubstraat zu legen. Dann wie üblich mit Substrat bedecken und andrücken und angiessen (Die Regel war damals: So dick, wie der Samen ist, so dick wird mit Erde abgedeckt). Da wir sehr viele Samen hatten, wurden einige stratifiziert, d.h. in Sand eingelagert, angegossen und hinterm Schuppen an schattiger Stelle bis zum Frühjahr gelagert (mit Fichtenreisig abgedeckt)und im April oder Mai "gesät". Welche besser gewachsen sind weiß ich leider nicht mehr, jedenfalls hatten wir am Ende 50 oder 60 Exemplare. Im Großraum Stuttgart stehen davon noch bestimmt 15 Stück, jetzt ca 6-7 Meter hoch. Ich weiss nicht, wo du wohnst - bei uns im Weinbauklima geht es mit der Frosthärte, aber in der Jugend brauchen Araucarien auf jeden Fall guten Frostschutz !
Habe gerade in meinen alten Fachbüchern nachgeschlagen. Bärtels ("Gehölzvermehrung")empfiehlt Aussaat im Mai bei 14 - 16 Grad unter Glas. Er zitiert einen Versuch, der auch das waagrechte aussäen empfiehlt. 10-12 Wochen nach Keimung soll pikiert werden (vereinzeln).
Grüße aus dem Remstal !
ich habe in den 1980er Jahren einige Dutzend Araucarien vermehrt. Die Samen stammten aus Südfrankreich und waren Urlaubsmitbringsel. Wenn ich mich recht erinnere, sagte mir mein Seniorchef in der Baumschule damals, dass es wichtig ist, die Samen nicht zu "stecken", d.h. mit der Spitze nach oben, sondern waagrecht ins Vermehrungssubstraat zu legen. Dann wie üblich mit Substrat bedecken und andrücken und angiessen (Die Regel war damals: So dick, wie der Samen ist, so dick wird mit Erde abgedeckt). Da wir sehr viele Samen hatten, wurden einige stratifiziert, d.h. in Sand eingelagert, angegossen und hinterm Schuppen an schattiger Stelle bis zum Frühjahr gelagert (mit Fichtenreisig abgedeckt)und im April oder Mai "gesät". Welche besser gewachsen sind weiß ich leider nicht mehr, jedenfalls hatten wir am Ende 50 oder 60 Exemplare. Im Großraum Stuttgart stehen davon noch bestimmt 15 Stück, jetzt ca 6-7 Meter hoch. Ich weiss nicht, wo du wohnst - bei uns im Weinbauklima geht es mit der Frosthärte, aber in der Jugend brauchen Araucarien auf jeden Fall guten Frostschutz !
Habe gerade in meinen alten Fachbüchern nachgeschlagen. Bärtels ("Gehölzvermehrung")empfiehlt Aussaat im Mai bei 14 - 16 Grad unter Glas. Er zitiert einen Versuch, der auch das waagrechte aussäen empfiehlt. 10-12 Wochen nach Keimung soll pikiert werden (vereinzeln).
Grüße aus dem Remstal !
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Ich habe Saat leicht vermehren können.
Damit sie nicht verfaulen/verschimmeln:
Nur mit der Spitze in Bims gesteckt. keimen nach 1-2 Monaten. Im Winter vor Frost schützen und eher schattig aufstellen.
Viel Glück
Fockea
Damit sie nicht verfaulen/verschimmeln:
Nur mit der Spitze in Bims gesteckt. keimen nach 1-2 Monaten. Im Winter vor Frost schützen und eher schattig aufstellen.
Viel Glück
Fockea
- Dateianhänge
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- keimende Saat
- Araucaria keimend.jpg (127.9 KiB) 6015 mal betrachtet
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- gesteckte Saat
- Araucaria Chile-001.jpg (197.05 KiB) 6015 mal betrachtet
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- es keimt
- Auracaria ar-001.jpg (197.05 KiB) 6015 mal betrachtet
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Danke fockea für die Fotos.
Man sieht schön, wie die schräg gesteckten besser aus der Erde kommen können. Araucaria keimt leicht und richtig ist auch, auf keinen Fall das Substrat zu nass, lieber trockener. Auch später , wenn sie älter sind, im Pott nicht zu nass halt.
VG Wolfgang
Man sieht schön, wie die schräg gesteckten besser aus der Erde kommen können. Araucaria keimt leicht und richtig ist auch, auf keinen Fall das Substrat zu nass, lieber trockener. Auch später , wenn sie älter sind, im Pott nicht zu nass halt.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Ich weiß es nicht, denke aber bei den heutigen Bäumen auf jeden Fall. Ich hatte vor 40 Jahren schon keimfähige Saat aus Italien ( Lago Maggiore ). Als Voraussetzung sollte Männlein+ Weiblein zusammenstehen. Aber das findet man heute ja auch, etwa z.B. ehemalige Sequoiafarm.
VG Wolfgang
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Hallo,
erst einmal vielen Dank für Eure vielen Antworten.
Jedoch, wenn ich das nicht falsch verstehe, klappt die Nachzucht nicht, da in der Nähe keine männliche Araucarie steht. Ist das richtig?
Ich habe mal 1 Bild gemacht, damit ihr das Exemplar mal sehen könnt.
Vielen Dank!
erst einmal vielen Dank für Eure vielen Antworten.
Jedoch, wenn ich das nicht falsch verstehe, klappt die Nachzucht nicht, da in der Nähe keine männliche Araucarie steht. Ist das richtig?
Ich habe mal 1 Bild gemacht, damit ihr das Exemplar mal sehen könnt.
Vielen Dank!
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- k-DSC_1066.JPG (203.85 KiB) 5984 mal betrachtet
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Cryptomeria
- Beiträge: 9539
- Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Das ist schon ein hübsches Weibchen.
Was ich nicht weiß, wie weit können die Bäume maximal auseinanderstehen, damit sich keimfähige Samen bilden.
Also aussäen und probieren und vielleicht in der Umgebung mal schauen , wo steht ein Mann. Wäre ja mal interessant, mit welchen Abständen es noch klappt.
VG Wolfgang
Was ich nicht weiß, wie weit können die Bäume maximal auseinanderstehen, damit sich keimfähige Samen bilden.
Also aussäen und probieren und vielleicht in der Umgebung mal schauen , wo steht ein Mann. Wäre ja mal interessant, mit welchen Abständen es noch klappt.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.