Vermehrung einer Araucaria araucana

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Chapman
Beiträge: 3
Registriert: 26 Aug 2013, 23:09

Vermehrung einer Araucaria araucana

Beitrag von Chapman »

Hallo liebe Baumkundler,

dies ist mein erster Beitrag hier bei euch und ich hoffe Ihr könnt mir gleich helfen.
Wir haben im Garten eine Araucaria stehen, die zum ersten mal Früchte oder Samen trägt. Alles ist genau identisch wie hier beschrieben.
Also muß es sich um die weibliche Form handeln.
Bei uns sind die Blüten/Samen schon sehr braun geworden. Nach meinen Erkundungen müßten diese jetzt bald aufplatzen.

Jetzt meine Fragen:
1. Wie vermehre ich diese wundervolle Pflanze, sobald die Samen herrausfallen.

2. Da es ja so viele Samen sind, möchte ich wissen wie ich die Samen für die nächste Zeit oder längere Zeit aufbewahren kann also haltbar machen kann.


Ich bedanke mich jetzt schon bei Euch!!!

VG Chapman

ApachePine
Beiträge: 716
Registriert: 25 Aug 2009, 13:33
Wohnort: Wien

Beitrag von ApachePine »

Hallo,

Soweit ich weiß ist die Araukarie meist zweihäußig, das heißt dass ein männliches und weibliches Exemplar in der Nähe stehen müssen um fertiles(keimfähige) Saatgut hervorzubringen. Ansonsten ist es taub.

Schneide einmal ein paar Samen durch und schau ob sie innen leer sind oder nicht.

Auraucaria sät man am besten gleich aus so lange die Samen frisch sind da sie relativ schnell ihre Keimkraft verlieren je älter die Samen werden.
Falls es aber nicht geht würde ich die Samen im feuchten Sand kühl aufbewahren.

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Alles richtig!

Stecke die großen Samen schräg in die Erde ( nicht senkrecht), dann kann der Keimling besser aus der Samenhülle und nach oben wachsen.
Das Wachstum ist langsam, man braucht Geduld.

Viel Erfolg

Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

GrünerMann
Beiträge: 19
Registriert: 21 Jul 2013, 17:04
Wohnort: Ludwigsburg

Beitrag von GrünerMann »

Hallo,
ich habe in den 1980er Jahren einige Dutzend Araucarien vermehrt. Die Samen stammten aus Südfrankreich und waren Urlaubsmitbringsel. Wenn ich mich recht erinnere, sagte mir mein Seniorchef in der Baumschule damals, dass es wichtig ist, die Samen nicht zu "stecken", d.h. mit der Spitze nach oben, sondern waagrecht ins Vermehrungssubstraat zu legen. Dann wie üblich mit Substrat bedecken und andrücken und angiessen (Die Regel war damals: So dick, wie der Samen ist, so dick wird mit Erde abgedeckt). Da wir sehr viele Samen hatten, wurden einige stratifiziert, d.h. in Sand eingelagert, angegossen und hinterm Schuppen an schattiger Stelle bis zum Frühjahr gelagert (mit Fichtenreisig abgedeckt)und im April oder Mai "gesät". Welche besser gewachsen sind weiß ich leider nicht mehr, jedenfalls hatten wir am Ende 50 oder 60 Exemplare. Im Großraum Stuttgart stehen davon noch bestimmt 15 Stück, jetzt ca 6-7 Meter hoch. Ich weiss nicht, wo du wohnst - bei uns im Weinbauklima geht es mit der Frosthärte, aber in der Jugend brauchen Araucarien auf jeden Fall guten Frostschutz !
Habe gerade in meinen alten Fachbüchern nachgeschlagen. Bärtels ("Gehölzvermehrung")empfiehlt Aussaat im Mai bei 14 - 16 Grad unter Glas. Er zitiert einen Versuch, der auch das waagrechte aussäen empfiehlt. 10-12 Wochen nach Keimung soll pikiert werden (vereinzeln).
Grüße aus dem Remstal !

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
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Beitrag von Cryptomeria »

Legen geht auch, wie schräg stecken. Nur nicht senkrecht.

Vg Wolfgang
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fockea
Beiträge: 444
Registriert: 02 Mai 2010, 00:10

Beitrag von fockea »

Ich habe Saat leicht vermehren können.
Damit sie nicht verfaulen/verschimmeln:
Nur mit der Spitze in Bims gesteckt. keimen nach 1-2 Monaten. Im Winter vor Frost schützen und eher schattig aufstellen.
Viel Glück
Fockea
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keimende Saat
keimende Saat
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gesteckte Saat
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es keimt
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Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Danke fockea für die Fotos.
Man sieht schön, wie die schräg gesteckten besser aus der Erde kommen können. Araucaria keimt leicht und richtig ist auch, auf keinen Fall das Substrat zu nass, lieber trockener. Auch später , wenn sie älter sind, im Pott nicht zu nass halt.

VG Wolfgang
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fockea
Beiträge: 444
Registriert: 02 Mai 2010, 00:10

Beitrag von fockea »

Gibt es in Deutschland Araucarien die keimfähige Saat machen?
Ich habe bisher noch keine gefunden. Meine Saat stammt aus Chile.
Fockea

Cryptomeria
Beiträge: 9539
Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge

Beitrag von Cryptomeria »

Ich weiß es nicht, denke aber bei den heutigen Bäumen auf jeden Fall. Ich hatte vor 40 Jahren schon keimfähige Saat aus Italien ( Lago Maggiore ). Als Voraussetzung sollte Männlein+ Weiblein zusammenstehen. Aber das findet man heute ja auch, etwa z.B. ehemalige Sequoiafarm.

VG Wolfgang
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Chapman
Beiträge: 3
Registriert: 26 Aug 2013, 23:09

Beitrag von Chapman »

Hallo,
erst einmal vielen Dank für Eure vielen Antworten.
Jedoch, wenn ich das nicht falsch verstehe, klappt die Nachzucht nicht, da in der Nähe keine männliche Araucarie steht. Ist das richtig?

Ich habe mal 1 Bild gemacht, damit ihr das Exemplar mal sehen könnt.

Vielen Dank!
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k-DSC_1066.JPG
k-DSC_1066.JPG (203.85 KiB) 5984 mal betrachtet

fockea
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Beitrag von fockea »

Ist der Baum nicht mänlich ?
Fockea

Cryptomeria
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Registriert: 25 Mai 2006, 21:45
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Beitrag von Cryptomeria »

Das ist schon ein hübsches Weibchen.
Was ich nicht weiß, wie weit können die Bäume maximal auseinanderstehen, damit sich keimfähige Samen bilden.

Also aussäen und probieren und vielleicht in der Umgebung mal schauen , wo steht ein Mann. Wäre ja mal interessant, mit welchen Abständen es noch klappt.

VG Wolfgang
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