Für Arachnophile --> Argiope bruennichi (Wespenspinne)

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bee
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Für Arachnophile --> Argiope bruennichi (Wespenspinne)

Beitrag von bee » 19 Aug 2013, 19:52

Hallo,
diese Radnetzspinne habe ich heute zum ersten Mal gesehen (als ich mmmmhhhhh nach Brombeeren schaute).

Sehr sehr groß (ich habe nicht gemessen, aber der Hinterleib erschien mir mindestens 2 cm groß, es werden für die Art, für die Weibchen 15 mm (bei uns) bis 25 mm (im Süden) angegeben. Die lag von der Größe her wohl dazwischen.

Argiope bruennichi, die Wespenspinne oder Zebraspinne.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wespenspinne
http://argiope.spinnen-forum.de/

Die Bauform des Netzes konnte ich nicht genau feststellen, es hatte einen starken "Sturmschaden"(es war sehr windig heute).
Es war sehr fragil zwischen Grashalmen (!) aufgehängt.
Die Spinne zeigte auch das Verhalten des "Schwingens" (oder war es der Wind), ging auch einmal in die Ecke, kam aber wieder hervor.
Dateianhänge
Argiope bruennichi01c_08-2013.jpg
Von vorne (aber von mir abgewandt, deshalb schwierig zu fotografieren, zwischen wehenden Grashalmen und stacheligen Brombeeren)
Argiope bruennichi01c_08-2013.jpg (58.12 KiB) 1611 mal betrachtet
Argiope bruennichi01b_08-2013.jpg
Von schräg oben
Argiope bruennichi01b_08-2013.jpg (52.67 KiB) 1611 mal betrachtet
Argiope bruennichi01a_08-2013.jpg
Von hinten
Argiope bruennichi01a_08-2013.jpg (65.16 KiB) 1611 mal betrachtet
Zuletzt geändert von bee am 23 Aug 2013, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße von bee

wolfram
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Beitrag von wolfram » 19 Aug 2013, 20:07

Super Bilder!!!!
Viele Grüße, Wolfram

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 19 Aug 2013, 20:27

Oh, eine hochtragende Madame!
Die ist gaaanz kurz davor, ihren Kokon zu bauen!

Ganz tolle Bilder, die zudem nochmal verdeutlichen, dass nun demnächst unausweichlich der Herbst vor der Tür steht (wo doch gerade erst Sommer war :cry: ).

Seit ich vor nun schon zweieinhalb Jahren aus Berlin/ Brandenburg weg bin, habe ich keine Wespenspinne mehr gesehen. Scheinen hier im Westerwald auf ca. 200- 400 m nicht vorzukommen :(.

Grüße,
Andreas

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 19 Aug 2013, 20:45

...sind, wie du sicher weißt, wärmeliebend. Insodern klar!

Ich habe alle paar Jahre in sehr warmen Sommern auch in Mittelhessen diese herrlichen Tiere beobachten und bewundern können.
Weiter süflich sind sie wohl viel häufiger.

VG wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

Kiefer
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Beitrag von Kiefer » 19 Aug 2013, 21:07

Hallo Wolfgang!

Ach, wir sind hier klimatisch eigentlich schon im Einflussgebiet des Rheinlandes, es sind nur ganz wenige Kilometer bis zum Rhein- Sieg- Kreis (bis Bonn fahren wir knapp 50 Minuten), und nur etwa 3 km bis zur Sieg, die ja die nördliche Begrenzung des Westerwaldes ist.
Daher ist es eigentlich auch recht mild.
Sequoiadendrum gedeihen hier einwandfrei, Araucarien blühen mit teils gerade mal 6 m Höhe, Ilex aquifolium (die in Berlin wild quasi nicht gedeihen, wo es aber Wespenspinnen gibt) sind hier häufig und fruchtbar... Wir haben Mauerfüchse hier, was ja an und für sich auch Schmetterlinge eher trockenwarmer Biotope sind...
Ich denke, den Wespenspinnen wird es hier zu ozeanisch/ zu feucht sein...

Gruß,
Andreas

Cryptomeria
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Beitrag von Cryptomeria » 20 Aug 2013, 20:19

Hallo Andreas,

ist natürlich gut möglich. Da sich aber stetig alle Grenzen verschieben, drücke ich dir die Daumen, dass sich auch diese schöne Spinne einmal in deine jetzige Heimat verirrt.

Viele Grüße

Wolfgang
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bee
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Beitrag von bee » 23 Aug 2013, 19:49

Hallo,
in bin wieder bei Madame Argiope vorbei - ich nehme an, dass es sich um dasselbe Tier handelt, an der gleichen Stelle.
Da kann man mal wieder sehen, wie man sich verschätzen kann.
Mit Maßband nachgemessen ist der Hinterleib ca. 15 mm lang (und nicht ca. 20 mm).

Das Netz ohne Wind piccobello, einschließlich 2 x Stabiliment (Zickzacklinien, die ja typisch sind, aber nicht unbedingt vorhanden sein müssen).
2 Vorratspakete waren auch verschnürt, eines rechts, eines links, man erkannte noch relativ große Beine darin.

Das "Schwingen" letztens war wohl wirklich der Wind - denn die Spinne war nicht aus der Ruhe zu bringen - oder sie kannte mich schon und dachte: "Die schon wieder, schon wieder Modell sitzen???" :D
Jedenfalls hat sie Maßbandgefuchtel nicht gestört, auch "Kitzeln" nicht - Fotos habe ich nicht gemacht.

An einer anderen Stelle erkannte ich anhand des ebenfalls vorhandenen Stabiliments auch ein Wespenspinnen-Netz - aber da war niemand zu Hause.
Viele Grüße von bee

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