Baumlegenden
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quellfelder
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Hallo,
in dem Kapitel "Die Buchen und die Reiher-Forste im Walde "Stühe" im Oldenburgischen" führt Kohl weiter aus:
"In einer Partie des Waldes statteten wir auch unterwegs einer uralten Eiche einen Besuch ab, die an Alter, Dicke und Höhe mit den berühmten Eichen von Haßbrook rivalisieren konnte. Sie ist unter dem Namen der "Friesen-Eiche" bekannt und wird so geheißen, weil die sogenannten "Hollandsgänger", die Bauerknechte aus dem Inneren der Hannoverschen Haiden, die in er Erntezeit zum Mähen nach Holland und Friesland wandern, und die man hier auch wohl kurzweg "Friesen" nennt, unter ihrem Schutze Station zu machen pflegen.
Die "Friesen-Eiche" des Stühe ist eine der schönsten Bäume, die ich je gesehen habe, und sie macht selbst, nachdem man die Riesen von Haßbrook besuchte, noch einen mächtigen Eindruck. Sie hat über 25 Fuß im Umfang und steht kerzengerade wie eine Königin da. Ihr Stamm steigt hoch empor und ist bis zu zu den äußersten Blätterspitzen wohl 85 Fuß hoch."
Viele Grüße
quellfelder
in dem Kapitel "Die Buchen und die Reiher-Forste im Walde "Stühe" im Oldenburgischen" führt Kohl weiter aus:
"In einer Partie des Waldes statteten wir auch unterwegs einer uralten Eiche einen Besuch ab, die an Alter, Dicke und Höhe mit den berühmten Eichen von Haßbrook rivalisieren konnte. Sie ist unter dem Namen der "Friesen-Eiche" bekannt und wird so geheißen, weil die sogenannten "Hollandsgänger", die Bauerknechte aus dem Inneren der Hannoverschen Haiden, die in er Erntezeit zum Mähen nach Holland und Friesland wandern, und die man hier auch wohl kurzweg "Friesen" nennt, unter ihrem Schutze Station zu machen pflegen.
Die "Friesen-Eiche" des Stühe ist eine der schönsten Bäume, die ich je gesehen habe, und sie macht selbst, nachdem man die Riesen von Haßbrook besuchte, noch einen mächtigen Eindruck. Sie hat über 25 Fuß im Umfang und steht kerzengerade wie eine Königin da. Ihr Stamm steigt hoch empor und ist bis zu zu den äußersten Blätterspitzen wohl 85 Fuß hoch."
Viele Grüße
quellfelder
Nochmal zur Amalieneiche im Hasbruch:
"Die Amalieneiche, vermutlich nach der früh verstorbenen Frau des Herzogs Friederike Elisabeth Amalie benannt, galt mit einem Alter von zuletzt 1250 Jahren als die älteste und beeindruckendste im Hasbruch. Am 10. Februar 1982 stürzte sie um. Ihre Reste können noch heute besichtigt werden." (Quelle Geschichte der Oldenburgischen Landschaft, 1996).
Die Eichen im Hasbruch wurden mehr oder weniger alle nach den Frauen regionaler Herzöge benannt. Nicht auszuschliessen natürlich, dass von dort jemand in das griechische Königshaus eingeheiratet hat?
"Die Amalieneiche, vermutlich nach der früh verstorbenen Frau des Herzogs Friederike Elisabeth Amalie benannt, galt mit einem Alter von zuletzt 1250 Jahren als die älteste und beeindruckendste im Hasbruch. Am 10. Februar 1982 stürzte sie um. Ihre Reste können noch heute besichtigt werden." (Quelle Geschichte der Oldenburgischen Landschaft, 1996).
Die Eichen im Hasbruch wurden mehr oder weniger alle nach den Frauen regionaler Herzöge benannt. Nicht auszuschliessen natürlich, dass von dort jemand in das griechische Königshaus eingeheiratet hat?
Schöne Grüße,
Buck
Buck
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quellfelder
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quellfelder
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Hallo,
Zum Olivenbaum schreibt Müller:
Zu Pescio bei Genua findet man mach Picconi einen Olivenbaum, welcher 7 1/2 Ellen Umfang hat und nach Moschettini 700 Jahre alt ist.
Berthelot hat bei Nizza im Jahre 1832 einen Olivenbaum gemessen, dessen Stamm an der Basis 12,42 Ellen Umfang und in einer Höhe von 1,30 Ellen noch 6,26 Ellen Umfang hatte. Der Stamm war 2,78 Ellen hoch. Dieser Baum ist wohl der älteste seines Geschlechts in Europa. Er lieferte im Jahre 1828 mehr als 100 Kilogramm Öl und früher die Hälfte mehr. Sein Alter wird auf 1000 Jahre geschätzt.
Der Olivenhain am Ölberge enthält noch 1/8 der Bäume, welche durch das Christentum sehr vermehrt wurden. Die Bäume haben einen Umfang von 6 Ellen bei 9-10 Ellen Höhe. Sie werden von den Christen mit viel Sorgfalt gepflegt, weil man glaubt, daß es noch dieselben Bäume seien, die zur Zeit Christi dort standen. Das langsame Wachstum es Olivenbaums rechtfretigt diese Vermutung und kann man ihr Alter auf 2000 Jahre schätzen.
Viele Grüße
quellfelder
Zum Olivenbaum schreibt Müller:
Zu Pescio bei Genua findet man mach Picconi einen Olivenbaum, welcher 7 1/2 Ellen Umfang hat und nach Moschettini 700 Jahre alt ist.
Berthelot hat bei Nizza im Jahre 1832 einen Olivenbaum gemessen, dessen Stamm an der Basis 12,42 Ellen Umfang und in einer Höhe von 1,30 Ellen noch 6,26 Ellen Umfang hatte. Der Stamm war 2,78 Ellen hoch. Dieser Baum ist wohl der älteste seines Geschlechts in Europa. Er lieferte im Jahre 1828 mehr als 100 Kilogramm Öl und früher die Hälfte mehr. Sein Alter wird auf 1000 Jahre geschätzt.
Der Olivenhain am Ölberge enthält noch 1/8 der Bäume, welche durch das Christentum sehr vermehrt wurden. Die Bäume haben einen Umfang von 6 Ellen bei 9-10 Ellen Höhe. Sie werden von den Christen mit viel Sorgfalt gepflegt, weil man glaubt, daß es noch dieselben Bäume seien, die zur Zeit Christi dort standen. Das langsame Wachstum es Olivenbaums rechtfretigt diese Vermutung und kann man ihr Alter auf 2000 Jahre schätzen.
Viele Grüße
quellfelder
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Hallo,
Zum Bombax schreibt Müller 1861:
Dieser Baum, welcher in den ostindischen Besitzungen vorkommt, liefert eine Sorte Baumwolle geringerer Qualität und ist einer der größten Bäume der Erde, obgleich nicht einer der ältesten. Nach Herrera gibt es Exemplare in Guatemala, deren Stamm von 15 Menschen kaum umspannt werden kann und wird der Umfang ungefähr auf 75 Fuß und 20 bis 25 Fuß Durchmesser angegeben.
Viele Grüße
quellfelder
Zum Bombax schreibt Müller 1861:
Dieser Baum, welcher in den ostindischen Besitzungen vorkommt, liefert eine Sorte Baumwolle geringerer Qualität und ist einer der größten Bäume der Erde, obgleich nicht einer der ältesten. Nach Herrera gibt es Exemplare in Guatemala, deren Stamm von 15 Menschen kaum umspannt werden kann und wird der Umfang ungefähr auf 75 Fuß und 20 bis 25 Fuß Durchmesser angegeben.
Viele Grüße
quellfelder
Jetzt habe ich mal das alte Buch herausgekramt. Da sind noch ein paar ähnliche Fotos drin. Das Buch stammt von 1929 und die Fotos dürften in der Zeit davor entstanden sein.
- Dateianhänge
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- SANY2988.JPG (124.95 KiB) 1970 mal betrachtet
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- Leider weiß ich nicht, ob es diesen Baum noch gibt.
- SANY2987.JPG (92.07 KiB) 1970 mal betrachtet
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- Steht heute noch im Botanischen Garten von Kalkutta
- SANY2986.JPG (97.74 KiB) 1970 mal betrachtet
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- Gibt es auch noch
- SANY2985.JPG (112.77 KiB) 1970 mal betrachtet
Noch ein paar....
- Dateianhänge
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- SANY2997.JPG (165.96 KiB) 1963 mal betrachtet
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- SANY2996.JPG (121.6 KiB) 1963 mal betrachtet
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- SANY2995.JPG (118.88 KiB) 1963 mal betrachtet
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- SANY2989.JPG (104.1 KiB) 1963 mal betrachtet
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- Wenn ich mal mies drauf bin, dürft ihr euch an diesem Bild als Rätsel die Zähne ausbeißen.
- SANY2994.JPG (138.85 KiB) 1960 mal betrachtet
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Na gut, ein paar noch.
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- SANY3000.JPG (197.49 KiB) 1943 mal betrachtet
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- SANY2998.JPG (146.61 KiB) 1943 mal betrachtet
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- SANY2993.JPG (118.62 KiB) 1943 mal betrachtet
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- Hatte ich bereits mal als Rätsel eingestellt.
- SANY2992.JPG (121.1 KiB) 1943 mal betrachtet
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- SANY2991.JPG (114.89 KiB) 1943 mal betrachtet
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- SANY2990.JPG (126.67 KiB) 1943 mal betrachtet
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Hallo,
hier mal wieder ein wenig Text:
Müller, 1861, fährt fort:
Boerhave’s Esche. Manna-Esche.
Unter diesen Namen befindet sich ein Baum im Universitäts-Garten zu Leyden, der allgemein bekannt ist. Wenn ein Engländer in den Garten eintritt, ist die erste Frage: Where is the tree of Boerhave! Boerhave hat diesen Baum selbst gepflanzt und ist 124 Jahre alt, denn im Jahre 1737 wurde der Garten angelegt und im Jahre 1738 starb Boerhave.
Unter Brugmanns wurde der Baum wegen Veränderungen im Garten an eine andere Stelle verpflanzt, welches viele Schwierigkeiten verursachte und 260 Gulden kostete.
Viele Grüße
quellfelder
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Müller, 1861, fährt fort:
Boerhave’s Esche. Manna-Esche.
Unter diesen Namen befindet sich ein Baum im Universitäts-Garten zu Leyden, der allgemein bekannt ist. Wenn ein Engländer in den Garten eintritt, ist die erste Frage: Where is the tree of Boerhave! Boerhave hat diesen Baum selbst gepflanzt und ist 124 Jahre alt, denn im Jahre 1737 wurde der Garten angelegt und im Jahre 1738 starb Boerhave.
Unter Brugmanns wurde der Baum wegen Veränderungen im Garten an eine andere Stelle verpflanzt, welches viele Schwierigkeiten verursachte und 260 Gulden kostete.
Viele Grüße
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