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Baumlegenden
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jantrautner
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quellfelder
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Hallo,
Zu den Ulmen führt Müller weiter aus:
Im Jahre 1796 stand bei dem Benedictinerkloster St. Pons in Languedoc eine Ulme von ungewöhnlicher Größe. Unter derselben wurde im Jahre 1583 die Urkunde ausgestellt, kraft der dem Amadeus dem Grünen, Graf von Savoyen, das Gebiet von Nizza geschenkt wurde. Diese Urkunde beginnt mit den Worten: Sub Ulmo Sancti Pontii etc.
Alsdann ist zu bemerken die Ulme in Hampstead in der Grafschaft Middlesex in England. Hollar hat davon eine Abbildng in Kupferstich geliefert. Der Umfang des Baumes an der Erde ist 28 Fuß, die Breite der an demselben angebrachten Türe 2, Höhe derselben 6 Fuß. Umfang des auf dem Baume gebauten Turmes 34 Fuß; Zahl der in dem Baume angebrachten Fenster 14. Die Treppe in demselben hat 42 Tritte. Lateinische und englische Dichter haben diesen Baum besungen.
Viele Grüße
quellfelder
Zu den Ulmen führt Müller weiter aus:
Im Jahre 1796 stand bei dem Benedictinerkloster St. Pons in Languedoc eine Ulme von ungewöhnlicher Größe. Unter derselben wurde im Jahre 1583 die Urkunde ausgestellt, kraft der dem Amadeus dem Grünen, Graf von Savoyen, das Gebiet von Nizza geschenkt wurde. Diese Urkunde beginnt mit den Worten: Sub Ulmo Sancti Pontii etc.
Alsdann ist zu bemerken die Ulme in Hampstead in der Grafschaft Middlesex in England. Hollar hat davon eine Abbildng in Kupferstich geliefert. Der Umfang des Baumes an der Erde ist 28 Fuß, die Breite der an demselben angebrachten Türe 2, Höhe derselben 6 Fuß. Umfang des auf dem Baume gebauten Turmes 34 Fuß; Zahl der in dem Baume angebrachten Fenster 14. Die Treppe in demselben hat 42 Tritte. Lateinische und englische Dichter haben diesen Baum besungen.
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quellfelder
- baumlaeufer
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Da Thema heißt hier "Baumlegenden"und der von Dir schon zitierte Rhododendron ist , wie du richtig siehst, dort extrem invasiv.jantrautner hat geschrieben:Wo wir schon bei England sind bzw. dieser Doku, die ich derzeit ebenfalls ansehe: Wie kommt es dass Rhododendren in Südengland eine derartige Grösse und Pracht entfalten? .......
dass sie bekämpft werden müssen wie hierzulande Springkraut und Japan-Knöterich.
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Baumlegenden sind etwas, an das sich man erinnert ,weil es ein hohes Alter erreicht hat, wenn es noch steht oder als nicht lebendes Element im " mundartlich übertragenen Sinn" weiterlebt, als Mythos vielleicht.
Da kann Rhododendron nicht mithalten, er ist eher " eine Art Landplage" frag mal die Naturschutzbehörden auf der Insel ......
meint Baumlaeufer
Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt (Khalil Gibran)
www.na-tour-denkmal.de
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quellfelder
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Hallo,
Zu den Eiben berichtet Müller 1861:
In der Grafschaft York bei Rippon an der Abtei Fontaine befinden sich Taxusbäume, welche im Jahre 1133 den dortigen Mönchen zum Schutz dienten. 1770 von Pennant gemessen schätzte er sie zu einem Alter von 1214 Jahren.
Gleiche Exemplare finden sich auf dem Kirchhofe zu Crowhurst in der Grafschaft Surrey. Evelyn fand sie an der Basis 10 Yards im Umfange. Das Alter wird auf 1287 Jahre geschätzt. Jetzt wird ein Baum daselbst das Alter von 1480 Jahren erreicht haben.
Auf dem Kirchofe zu Braburn in der Grafschaft Kent befindet sich ein Exemplar, was noch viel älter ist, nämlich 2880 Jahre!
In der Sixth Meeting of the British Association for the Advancement of Science. gehalten zu Bristol im Jahre 1836, wurde durch Bouwman eine Mitteilung über das Alter der Taxusbäume gemacht. Er hatte Taxusbäume gemessen, die an der Basis einen Umfang von 22 Fuß hatten und die 1419 Jahre alt waren, ein anderer auf dem Kirchofe von Darley in Derbyshire war 2000 Jahre alt. Alle diese Bäume müssen auf ihren Plätzen lange vor Einführung des Christentums gestanden haben.
Viele Grüße
quellfelder
Zu den Eiben berichtet Müller 1861:
In der Grafschaft York bei Rippon an der Abtei Fontaine befinden sich Taxusbäume, welche im Jahre 1133 den dortigen Mönchen zum Schutz dienten. 1770 von Pennant gemessen schätzte er sie zu einem Alter von 1214 Jahren.
Gleiche Exemplare finden sich auf dem Kirchhofe zu Crowhurst in der Grafschaft Surrey. Evelyn fand sie an der Basis 10 Yards im Umfange. Das Alter wird auf 1287 Jahre geschätzt. Jetzt wird ein Baum daselbst das Alter von 1480 Jahren erreicht haben.
Auf dem Kirchofe zu Braburn in der Grafschaft Kent befindet sich ein Exemplar, was noch viel älter ist, nämlich 2880 Jahre!
In der Sixth Meeting of the British Association for the Advancement of Science. gehalten zu Bristol im Jahre 1836, wurde durch Bouwman eine Mitteilung über das Alter der Taxusbäume gemacht. Er hatte Taxusbäume gemessen, die an der Basis einen Umfang von 22 Fuß hatten und die 1419 Jahre alt waren, ein anderer auf dem Kirchofe von Darley in Derbyshire war 2000 Jahre alt. Alle diese Bäume müssen auf ihren Plätzen lange vor Einführung des Christentums gestanden haben.
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quellfelder
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quellfelder
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Hallo,
Kampferbaum von Sumatra:
Nach Junghuhn und allen andern Reisenden, welche diesen Baum sahen, erreicht derselbe unter allen Bäumen des Archipels die größte Höhe und übertrifft selbst die berühmte Rasamala (Altingia excelsa) von Java. Während die Akazien und die Ficus-Arten 80 – 100 Fuß hoch werden, wird jener 150 Fuß hoch. (Müller, 1861)
Viele Grüße
quellfelder
Kampferbaum von Sumatra:
Nach Junghuhn und allen andern Reisenden, welche diesen Baum sahen, erreicht derselbe unter allen Bäumen des Archipels die größte Höhe und übertrifft selbst die berühmte Rasamala (Altingia excelsa) von Java. Während die Akazien und die Ficus-Arten 80 – 100 Fuß hoch werden, wird jener 150 Fuß hoch. (Müller, 1861)
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Hallo,
Bei Schacht, 1860, fand ich folgende interessante Ausführungen:
Kiefern (Pinus silvestris) seltener Art im reinen Bestand stehen auf dem Hain bei Rudolstadt. Die Bäume sind nach genauen Zählungen ihrer Jahresringe, deren ich selbst einige vorgenommen, mindestens 280 bis 300 Jahre alt. Es sind hier nach einer brieflichen Mitteilung des Landjägermeister v. Holleben vor einigen Jahren Stämme geschlagen, welche bei einer Höhe von etwa 150 Fuß, in de Brusthöhe einen Durchmesser von 3 1/2 Fuß besaßen. Die Bäume stehen ziemlich weit von einander, ihr Stamm ist bis zu einer Höhe von etwa 80 Fuß astrein, mit einer ziemlich breiten und kuppelförmigen Krone. …
Zum Teil gipfeldürre und, wie wir gesehen haben, mit sehr schwachen Nachwuchs, kann man der Schwarzburgischen Forstverwaltung nur danken, daß sie die Urväter der jüngeren Kefernwaldungen bisher mit solcher Schonung behandelt hat.
Viele Grüße
quellfelder
Bei Schacht, 1860, fand ich folgende interessante Ausführungen:
Kiefern (Pinus silvestris) seltener Art im reinen Bestand stehen auf dem Hain bei Rudolstadt. Die Bäume sind nach genauen Zählungen ihrer Jahresringe, deren ich selbst einige vorgenommen, mindestens 280 bis 300 Jahre alt. Es sind hier nach einer brieflichen Mitteilung des Landjägermeister v. Holleben vor einigen Jahren Stämme geschlagen, welche bei einer Höhe von etwa 150 Fuß, in de Brusthöhe einen Durchmesser von 3 1/2 Fuß besaßen. Die Bäume stehen ziemlich weit von einander, ihr Stamm ist bis zu einer Höhe von etwa 80 Fuß astrein, mit einer ziemlich breiten und kuppelförmigen Krone. …
Zum Teil gipfeldürre und, wie wir gesehen haben, mit sehr schwachen Nachwuchs, kann man der Schwarzburgischen Forstverwaltung nur danken, daß sie die Urväter der jüngeren Kefernwaldungen bisher mit solcher Schonung behandelt hat.
Viele Grüße
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http://www.panoramio.com/photo/2506605
Irgendwo habe ich noch ein Foto des gleichen Baumes aus dem Jahr 1929. Sieht genauso aus. Aber an das Bild komme ich gerade nicht ran.
Irgendwo habe ich noch ein Foto des gleichen Baumes aus dem Jahr 1929. Sieht genauso aus. Aber an das Bild komme ich gerade nicht ran.
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quellfelder
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Hallo,
bei Schacht fand ich auch:
Die Königsfichte im Forstrevier Nesselgrund (Schlesien), über welche uns Ratzeburg interessante Mitteilungen gegeben (wahrscheinlich die älteste Fichte deutscher Waldungen), stand in der Mitte eines jüngeren Fichtenbestandes, welchen sie hoch überragte; ihre Höhe betrug nach Ratzeburg (mit einem Winkelinstrument gemessen) 156 rheinländische Fuß, ihr Stamm maß (1/2 Fuß über der Erde) 22 Fuß 2 Zoll, 4 Fuß über der Erde dagegen 13 Fuß 6 Zoll im Umfang. Der Stamm stieg, sich allmählich verjüngend, schlank und gerade empor und war bis zu einer Höhe von 40 Fuß astrein. Der ungefähren Berechnung nach müßte dieser Stamm etwa 11 Klafter (zu 72 Kubikfuß) Holz enthalten. und würden die nicht sehr starken Äate nach Ratzeburg noch etwa 2 Klafter liefern; die Königsfichte würde demnach, mit Ausschluß des Stockes, etwa 13 Klafter Holz enthalten.
Viele Grüße
quellfelder
bei Schacht fand ich auch:
Die Königsfichte im Forstrevier Nesselgrund (Schlesien), über welche uns Ratzeburg interessante Mitteilungen gegeben (wahrscheinlich die älteste Fichte deutscher Waldungen), stand in der Mitte eines jüngeren Fichtenbestandes, welchen sie hoch überragte; ihre Höhe betrug nach Ratzeburg (mit einem Winkelinstrument gemessen) 156 rheinländische Fuß, ihr Stamm maß (1/2 Fuß über der Erde) 22 Fuß 2 Zoll, 4 Fuß über der Erde dagegen 13 Fuß 6 Zoll im Umfang. Der Stamm stieg, sich allmählich verjüngend, schlank und gerade empor und war bis zu einer Höhe von 40 Fuß astrein. Der ungefähren Berechnung nach müßte dieser Stamm etwa 11 Klafter (zu 72 Kubikfuß) Holz enthalten. und würden die nicht sehr starken Äate nach Ratzeburg noch etwa 2 Klafter liefern; die Königsfichte würde demnach, mit Ausschluß des Stockes, etwa 13 Klafter Holz enthalten.
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Hallo,
Aus Mecklenburg wird berichtet, daß viele stattliche Bäume der Axt zum Opfer fielen.
„Dahin gehört auch der prächtige Haselnußbaum im Garten des ehemaligen Amtsgerichts zu Boizenburg, ein Unikum, denn es gab nur zwei Vetreter dieser Art im Lande Mecklenburg.
Sein Stamm hatte einen Umfang von 3, 25 m (unten) und 1, 90 m beim Ansatz der Astbildung. Etwa 10 m hoch ragte er empor und entfaltete eine Krone, die zur Zeit der Blüte die Bevölkerung anzog.“
Viele Grüße
quellfelder
Aus Mecklenburg wird berichtet, daß viele stattliche Bäume der Axt zum Opfer fielen.
„Dahin gehört auch der prächtige Haselnußbaum im Garten des ehemaligen Amtsgerichts zu Boizenburg, ein Unikum, denn es gab nur zwei Vetreter dieser Art im Lande Mecklenburg.
Sein Stamm hatte einen Umfang von 3, 25 m (unten) und 1, 90 m beim Ansatz der Astbildung. Etwa 10 m hoch ragte er empor und entfaltete eine Krone, die zur Zeit der Blüte die Bevölkerung anzog.“
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Hallo,
noch von Schacht:
Alte Tannen auf dem Wurzelberg bei Katzhütte im Thüringer Wald
Mit großer Pietät schont man jetzt diese seltenen Bäume, die an Alter, Höhe und Umfang in Deutschland wohl nicht ihres Gleichen finden.
Die genauen, im Jahre 1837 unternommenen Vermessungen der vier stärksten Tannen des Wurzelberges, ergeben folgende Zahlen:
Tanne 1 (2 Fuß über der Erde) 18 Fuß 5 Zoll Umfang und 145 Fuß Höhe
Tanne 2 (2 Fuß über der Erde) 22 Fuß – Zoll Umfang und 150 Fuß Höhe
Tanne 3 (2 Fuß über der Erde) 22 Fuß 4 Zoll Umfang und 150 Fuß Höhe
Tanne 4 (2 Fuß über der Erde) 26 Fuß 10 Zoll Umfang und 160 Fuß Höhe
Nach der Zählung der Jahresinge mehrerer gefällter Stämme läßt sich das Alter der Tannen des Wurzelberges auf 350-700 Jahre berechnen.
Viele Grüße
quellfelder
noch von Schacht:
Alte Tannen auf dem Wurzelberg bei Katzhütte im Thüringer Wald
Mit großer Pietät schont man jetzt diese seltenen Bäume, die an Alter, Höhe und Umfang in Deutschland wohl nicht ihres Gleichen finden.
Die genauen, im Jahre 1837 unternommenen Vermessungen der vier stärksten Tannen des Wurzelberges, ergeben folgende Zahlen:
Tanne 1 (2 Fuß über der Erde) 18 Fuß 5 Zoll Umfang und 145 Fuß Höhe
Tanne 2 (2 Fuß über der Erde) 22 Fuß – Zoll Umfang und 150 Fuß Höhe
Tanne 3 (2 Fuß über der Erde) 22 Fuß 4 Zoll Umfang und 150 Fuß Höhe
Tanne 4 (2 Fuß über der Erde) 26 Fuß 10 Zoll Umfang und 160 Fuß Höhe
Nach der Zählung der Jahresinge mehrerer gefällter Stämme läßt sich das Alter der Tannen des Wurzelberges auf 350-700 Jahre berechnen.
Viele Grüße
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Hallo,
Schacht führt weiter aus:
Die Tanne ist der Fürst der deutschen Nadelbäume und dazu das Bild der Kraft, kein anderer Baum unseres Vaterlandes kommt ihr an Höhe und an Stärke gleich.
Auf dem Lindigforst, kaum eine Stunde vom Wurzelberg, steht der hohle, etwa 36 Fuß hohe Stumpf einer ebenfalls uralten Tanne, die im Jahre 1849 durch den Sturm gebrochen wurde. Ihr hohler, von der Rinde entblößter Stamm, von einem Holzdach bedeckt und mit einer Tür verschlossen, gleicht aus der Ferne einem Schilderhaus und dient als natürliche Hütte den Holzhauern und dem Forstpersonal zum Zufluchtsort, der bis acht Personen aufzunehmen vermag; ihr Holz ist sehr maserig und von bedeutender Härte. Diese Tanne hatte bei einem Umfang von 22 Fuß 6 Zoll (18 Zoll über der Erde gemessen) eine Höhe von 150 Fuß.
Nach Ratzeburg steht im Hundsrück bei Birkenfeld eine Tanne von 150 Fuß Höhe und 217 Zoll Umfang.
Viele Grüße
quellfelder
Schacht führt weiter aus:
Die Tanne ist der Fürst der deutschen Nadelbäume und dazu das Bild der Kraft, kein anderer Baum unseres Vaterlandes kommt ihr an Höhe und an Stärke gleich.
Auf dem Lindigforst, kaum eine Stunde vom Wurzelberg, steht der hohle, etwa 36 Fuß hohe Stumpf einer ebenfalls uralten Tanne, die im Jahre 1849 durch den Sturm gebrochen wurde. Ihr hohler, von der Rinde entblößter Stamm, von einem Holzdach bedeckt und mit einer Tür verschlossen, gleicht aus der Ferne einem Schilderhaus und dient als natürliche Hütte den Holzhauern und dem Forstpersonal zum Zufluchtsort, der bis acht Personen aufzunehmen vermag; ihr Holz ist sehr maserig und von bedeutender Härte. Diese Tanne hatte bei einem Umfang von 22 Fuß 6 Zoll (18 Zoll über der Erde gemessen) eine Höhe von 150 Fuß.
Nach Ratzeburg steht im Hundsrück bei Birkenfeld eine Tanne von 150 Fuß Höhe und 217 Zoll Umfang.
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quellfelder
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quellfelder
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Hallo,
in dem Buch "Nordwestdeutsche Skizzen" - Fahrten zu Wasser und zu Lande in den untern Gegenden der Weser, Elbe und Ems, von J.G. Kohl, Bremen 1864 fand ich im ausführlichen und sehr interessanten Kapitel über die "Die alten Eichen von Haßbrook" folgende Beschreibung:
"Unter allen Eichen von Haßbrook scheint mir jedenfalls die, welche der Königin von Griechenland gewidmet ist, oder welche jetzt in der offiziellen Sprache "die Amalien-Eiche" genannt wird, die mächtigste und zugleich die schönste. Sie beschattet mit ihrer breiten Krone einen großen anmutigen Wiesenplatz. Jeder ihrer vielen Hauptäste ist so dick, daß er für sich allein aufgestellt, einen stattlichen Baum abgeben würde. Sie bildet mit ihren zahllosen in und umeinander verschlungenen Nebenzweigen eine wundervolle und mächtige Kuppel. Das Laub war so reich und frisch wie bei dem jugendlichsten Baume. Sie war damit geschmückt wie ein Greis mit dem hellfarbigsten und reichsten Lockenwuchse.
Meine Leute sagten mir, daß diese alte Eiche im Herbste eine größere Mast (Eichel-Früchte) gäbe, als irgendein anderer Baum im Walde. Sie wollten überhaupt die Bemerkung gemacht haben, daß die alten Eichen mehr "Mast" trügen als die jungen, als ob sie noch kurz vor ihrem Tode noch ein Mal alle ihre Kräfte zusammen nähmen und besonders eifrig für das Fortpflanzungsgeschäft sorgen wollten.
Die Amalien-Eiche hat ein paar Fuß über dem Boden 34 Fuß im Umkreise. Und sie hat das Eigentümliche, daß sie sich von da aus nicht nach oben hin verjüngt. In einer Höhe von 25 Fuß, dicht unter dem Punkte wo sie in Ästen auseinandergeht, ist sie vielmehr noch merklich stärker und hat daselbst wohl 12 Fuß im Durchmesser."
Viele Grüße
quellfelder
in dem Buch "Nordwestdeutsche Skizzen" - Fahrten zu Wasser und zu Lande in den untern Gegenden der Weser, Elbe und Ems, von J.G. Kohl, Bremen 1864 fand ich im ausführlichen und sehr interessanten Kapitel über die "Die alten Eichen von Haßbrook" folgende Beschreibung:
"Unter allen Eichen von Haßbrook scheint mir jedenfalls die, welche der Königin von Griechenland gewidmet ist, oder welche jetzt in der offiziellen Sprache "die Amalien-Eiche" genannt wird, die mächtigste und zugleich die schönste. Sie beschattet mit ihrer breiten Krone einen großen anmutigen Wiesenplatz. Jeder ihrer vielen Hauptäste ist so dick, daß er für sich allein aufgestellt, einen stattlichen Baum abgeben würde. Sie bildet mit ihren zahllosen in und umeinander verschlungenen Nebenzweigen eine wundervolle und mächtige Kuppel. Das Laub war so reich und frisch wie bei dem jugendlichsten Baume. Sie war damit geschmückt wie ein Greis mit dem hellfarbigsten und reichsten Lockenwuchse.
Meine Leute sagten mir, daß diese alte Eiche im Herbste eine größere Mast (Eichel-Früchte) gäbe, als irgendein anderer Baum im Walde. Sie wollten überhaupt die Bemerkung gemacht haben, daß die alten Eichen mehr "Mast" trügen als die jungen, als ob sie noch kurz vor ihrem Tode noch ein Mal alle ihre Kräfte zusammen nähmen und besonders eifrig für das Fortpflanzungsgeschäft sorgen wollten.
Die Amalien-Eiche hat ein paar Fuß über dem Boden 34 Fuß im Umkreise. Und sie hat das Eigentümliche, daß sie sich von da aus nicht nach oben hin verjüngt. In einer Höhe von 25 Fuß, dicht unter dem Punkte wo sie in Ästen auseinandergeht, ist sie vielmehr noch merklich stärker und hat daselbst wohl 12 Fuß im Durchmesser."
Viele Grüße
quellfelder
Der Hasbruch zwischen Bremen und Oldenburg ist noch heute ein beeindruckendes Waldparadies mit vielen mehrhundertjährigen Eichen. Die Amalien-Eiche (wahrscheinlich aber nach der Frau eines dortigen Herzogs benannt) ist erst "kürzlich" verstorben - Reste sind noch heute sichtbar:
http://www.panoramio.com/photo/11781682
http://www.panoramio.com/photo/11781682
Schöne Grüße,
Buck
Buck
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quellfelder
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Hallo Buck,
danke für die Bilder!
Zur Herkunft der Namen wird ausgeführt: "So gibt es denn jetzt im Haßbrook
eine "Amalien-Eiche" die der Königin von Griechenland zu Ehren genannt wurde, eine "Friederiken-Eiche" die ihren Namen von der Oldenburgischen Prinzessin Friederike entlehnte..."
Viele Grüße
quellfelder
danke für die Bilder!
Zur Herkunft der Namen wird ausgeführt: "So gibt es denn jetzt im Haßbrook
eine "Amalien-Eiche" die der Königin von Griechenland zu Ehren genannt wurde, eine "Friederiken-Eiche" die ihren Namen von der Oldenburgischen Prinzessin Friederike entlehnte..."
Viele Grüße
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