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Verfasst: 23 Okt 2013, 15:35
von quellfelder
Hallo,
heute im Putbusser Park an einer Rot-Eiche gesehen. Der sieht schon gefährlich aus. Das Weiße oben, noch nie gesehen. Oder ist er gar keine Gefahr?
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 23 Okt 2013, 20:35
von bee
Inhaltsverzeichnis zum Thread
Hallo Quellfelder,
die vielen Pilze müssten wieder Hallimasch sein, wenn auch glänzend (nach oder bei Regen) , mit überwiegend abgewaschenden Schüppchen - aber relativ "knallig" von der Farbe.
Deshalb zögere ich etwas, obwohl ich auf einem Bild etwas vom Stiel erahne...
Denn das ist der Hintergrund: bei mir im Wald ist Hallimasch vorbei, da dachte ich: da sind noch welche, aber sooooo farbenfroh.... - es waren aber "irgendwelche", leicht schleimige, deutlich gelbere Schüpplinge (Pholiota spec. - habe ich noch nicht so genau mir angeschaut: Pholiota jahnii, adiposa und noch ein paar mehr).
DESHALB:
immer auch die Stiele und "untendrunter" anschauen, man kann da große Überraschungen erleben.
Der neue Pilz erinnert mich stark an den "zimtfarbenen Weichporling", Hapalopilus nidulans.
Den habe ich auch gerade erst kennengelernt.
War der denn rel. weich?
Bester Test: mit Lauge violette Färbung
http://www.pilzforum.eu/board/thema-abe ... light=zimt
Problem: ich lese, der kommt an Totholz vor (gerne Eiche), da müsste man noch mal recherchieren, ob der auch am lebenden Holz sein kann (ist wahrscheinlich alles möglich).
http://de.wikipedia.org/wiki/Zimtfarbener_Weichporling
Verfasst: 24 Okt 2013, 18:41
von quellfelder
Hallo bee,
der Pilz sitzt an einer sehr vitalen Rot-Eiche. Vom Absterben keine Spur.
Die Beschaffenheit dieses unheimlichen Gesellen konnte ich nicht prüfen, da im Putbusser Park leider keine Leiter zur Hand war.
Vom Eschenstumpf mit den Heerscharen von Pilzen mache ich morgen ein Foto, falls andere Interessenten sie noch stehen lassen. Heute war ich echt in Zeitnot.
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 25 Okt 2013, 18:58
von quellfelder
Hallo,
auf dem Eschenstumpf haben sich in der Zwischenzeit noch andere eingefunden; die von vorgestern gehören wohl auch alle zur Familie Hallimasch.
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 26 Okt 2013, 20:18
von bee
Hallo Quellfelder,
die kleine "geriffelten" Pilzchen müssten Tintlinge im weiteren Sinne sein, wenn sie sehr klein und wie gesät waren, dann vielleicht Coprinellus (fr. Coprinus) disseminatus.
Aber da bewege ich mich auf sehr unsicherem Terrain.
Häufig sieht man auch Coprinellus (fr. Coprinus) micaceus (und seine "Verwechslungsarten" ) an Baumstümpfen.
Zum Hallimasch nochmal, ich habe ein paar aktuellere Bilder zusammengestellt, wo man eindeutig "das Gelbe" am hellen Hallimasch und "das Nicht-Gelbe" am dunklen Hallimasch sehen kann.
(Gut zu sehen an der
Unterseite des Rings).

- Dunkler Hallimasch-a_10-2013.jpg (53.33 KiB) 3912 mal betrachtet

- Dunkler Hallimasch-b_10-2013.jpg (28.27 KiB) 3912 mal betrachtet

- Dunkler Hallimasch-c_10-2013.jpg (45.85 KiB) 3912 mal betrachtet

- Dunkler Hallimasch-d_10-2013.jpg (31.63 KiB) 3912 mal betrachtet

- Heller Hallimasch-a_09-2013.jpg (36.51 KiB) 3912 mal betrachtet

- Heller Hallimasch-b_09-2013.jpg (54.92 KiB) 3912 mal betrachtet

- Heller Hallimasch-c_09-2013.jpg (49.91 KiB) 3912 mal betrachtet
Verfasst: 26 Okt 2013, 23:21
von campoverde
Hallo,
das Thema scheint sich ja in eine Art Pilzforum zu verwandeln
Ich kenne mich mit Pilzen nicht aus, aber könnte der Pilz an der Roteiche nicht ein Eichen-Feuerschwamm (Phellinus robustus) sein. Wenn nein, woran kann man das erkennen?
Danke!
Verfasst: 27 Okt 2013, 10:35
von quellfelder
Hallo,
ich bin auch kein Pilzkenner und ich bedanke mich für die Antworten.
@ Andreas: in einem kleinen Pizbuch von Bickerich-Stoll: Pilze sicher bestimmen von 1984 fand ich folgendes über den Hallimasch:
"Meist ab September auf Laub- und Nadelholzstümpfen und auf deren unterirdisch verlaufenden Wurzeln. Auch auf lebende Bäume (Obstbäume!) übergehend und diese bald zerstörend. ... an den Wurzeln wandert er von Baum zu Baum."
Das halte ich dann für besorgniserregend!
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 27 Okt 2013, 13:46
von AndreasG.
Ei, ei, das halte ich auch für besorgniserregend. Hoffen wir mal, dass dies nicht eintritt.
Verfasst: 27 Okt 2013, 16:32
von quellfelder
Hallo,
heute an einem Kastanienstumpf gesehen.
Der ähnelt dem Phantom am Holunder oder nicht?
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 27 Okt 2013, 16:37
von quellfelder
Hallo,
auch an Kastanien-Holz gesehen.
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 27 Okt 2013, 22:14
von bee
Hallo,
ja, die Pilze, die sind unglaublich vielfältig - und oft auch sehr schwierig zu bestimmen.
@ Campoverde:
ich weiß nicht , ob das an der Eiche ein Eichenfeuerschwamm sein kann. Ich kenne bisher nur den "normalen" und den Tannenfeuerschwamm (viele viele Exemplare), die dem Eichenfeuerschwamm sehr ähnlich sehen sollen.
Aber keine Ahnung, wie der ganz jung aussieht.
Für mich sieht der Pilz an der Eiche nicht weiß aus, sondern hell-lila mit Zimt (aber das kann ja täuschen.)
Feuerschwämme sind unglaublich hart (mit dem Messer nur anritzbar).
Junge Eichenfeuerschwämme könnten so aussehen:
http://www.123pilze.de/DreamHC/Download/Eichenfeuer.htm
Hier waren meine Tannenfeuerschwämme:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-gal ... t=hartigii
Was die anderen Pilze betrifft, da bin ich vom Bild her ratlos...
... das ist ein Hauptproblem bei den Porenpilzen, auch da müsste vielerlei untersucht werden, oft auch mikroskopisch (da habe ich keine Erfahrung, kein Mikro und auch eigentlich keine Zeit, damit anzufangen). Da heißt es dann oft: makroskopisch nicht bestimmbar.
Wenn man aber NAHE herangeht, Konsistenz überprüft, Porengröße überprüft, Tramafarbe überprüft, Röhrenlänge, Geruch etc., dann kann man das manchmal doch eingrenzen.
Wenn der "neue" weiße Pilz am Rosskastanienstumpf sehr weich ist, dann könnte es ein weißer Weichporling oder Saftporling sein - ansonsten: einfach mal beobachten.
Zum Hallimasch, der sich über Obstbäume hermacht:
wahrscheinlich doch nur an geschwächte Exemplare???
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/p ... imasch.pdf
Verfasst: 28 Okt 2013, 07:45
von AndreasG.
Nicht in meinem Garten, sondern 100 m weiter in einem anderen, steht ein noch recht junger Kirschbaum, ungefähr 5 m hoch. Der hatte bereits im August fast keine Blätter mehr und im September war er kahl. Ob das schon länger so geht, weiß ich nicht. Er ist mir irgendwann beim Vorbeigehen aufgefallen, weil er den ganzen Sommer über nur ganz wenig Blätter hatte, höchstens 10% der normalen Belaubung. Zuerst dachte ich an Wühlmäuse, aber der Hallimasch käme als Täter auch infrage.
Verfasst: 28 Okt 2013, 17:50
von quellfelder
Hallo,
ich wollte, da Beispiele hier nicht allzu oft vorkommen, nur mal meine Enteckungen am Totholz vorstellen. Bloß keine Kopfschmerzen wegen der Bestimmung machen!
Viele Grüße
quellfelder
Verfasst: 28 Okt 2013, 21:31
von bee
Hallo Quellfelder,
ja klar kannst du hier weiterhin Pilzbilder einstellen, die du interessant findest.
Man kann ja immer mal schauen, ob man einen Bestimmungsansatz hat - und dafür braucht es oft mehr Details - oder sehr sehr viel Erfahrung.
Ich - bei meinen eigenen Fotos - möchten den Dingen dann auch immer gerne einen Namen geben.
Das "Phantom 1" könnte durchaus ein junger Eichenfeuerschwamm sein, wenn man Bilder vergleicht, der Pilz am lebenden Baum vorkam und er knallhart wäre....
Phantom 2, der weiße, das könnten ganz junge Buckeltrameten sein, die brechen so knollig hervor. Habe ich auch ein ähnliches Bild (allerdings konnte man da schon Poren untendrunter erkennen.)
Und noch ein Bild vom Hallimasch: was hat der (Nadelholz)-Baumstumpf denn so einen seltsamen Bart an?
Das waren einmal Hallimasche, jetzt total schwarz, hauptsächlich sieht man noch die Stiele.

- Junge Buckeltrameten_Trametes gibbosa_08-2013_An Buchenstammschnittfläche.jpg (32.14 KiB) 3853 mal betrachtet

- Hallimasch_Reste_10-2013.jpg (71.39 KiB) 3853 mal betrachtet
Verfasst: 05 Nov 2013, 16:34
von quellfelder
Hallo,
den Verantwortlichen für den Tod einer jungen Esche habe ich heute herausgefunden. Der Pilz sitzt rund um den Stamm.
Am Eschenstumpf der Hallimasch ist nun auch erst einmal am Ende.
Viele Grüße
quellfelder