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Verfasst: 18 Dez 2012, 16:02
von quellfelder
Hallo bee,

das ist ein wahrlich weites Feld, das ich nur nebenbei beackere.
Ich denke schon, daß man sich darauf spezialisieren muß, um voranzukommem.
Also ich kann bestätigen, daß Laubhölzer viel langsamer vergehen als Nadelhölzer. Bei Buchen sehe ich bisher überhaupt keinen Verfall. Esche dagegen schon schneller. Deshalb bei Buchen keinerlei Spuren von Pilzen.
Zwischen den ersten beiden Bildern liegen drei Jahre. Da ist die Buche nur etwas dunkler geworden. Baumpilze sind nicht sehr viele hier.
Bild 3 an einem Eschenstubben, Bild 4 an einem Nadelholzstubben und 5 auf lebenden Holunder.

Viele Grüße

quellfelder

Verfasst: 18 Dez 2012, 23:03
von baumlaeufer
wolfachim_roland hat geschrieben:Hallo bee.

steht Fagus 4 noch? Dann sieht der Schaden wie bei Sonnenbrand aus.

Wolf
......könnte das nicht auch Brand-Krustenpilz (Kretzschmaria deusta) sein ??

Baumlaeufer-Wolfgang

Verfasst: 18 Dez 2012, 23:06
von bee
Inhaltsverzeichnis zum Thread

Hallo, danke erst mal für die Kommentare!

@ Quellfelder: hier wimmelt es nur so an Pilzen an den Baumstämmen, wo der Wald nicht "aufgeräumt" ist, aber z.B. Pilze an lebenden Bäumen gibt es weniger.
Ich stehe da aber auch erst am Anfang, für die Bestimmung reichen auch nicht die Übersichtsbilder, die ich hier gezeigt habe, sondern man muss ganz schön ins Detail gehen.

@ Campoverde : mit der Nicht-Eiche könntest du recht haben. Leider habe ich den Stamm nicht in ganzer Länge fotografiert. Bisher hatte ich die Eschen hier etwas anders gesehen, feingliedriger/welliger die Borke - aber die waren weniger alt und dick.

Nadelholz 2 und 3 halte ich aber keinesfalls für Douglasie, die habe ich mir jetzt öfter angeschaut, lebende große Bäume, nasse und trockne Rinde.

@ Wolf und Campoverde:Fagus02 (wo es abblättert) war noch ein lebender Baum, Fagus04 waren Stammbruchstücke.


Was Laubholz oder Nadelholz 1 und 2 betrifft, bin ich sehr unsicher, da werden ich jetzt zeitnah im Pilzforum mal nachfragen, vielleicht ist der Pilz ein ganz anderer als ich vermute und damit klärt sich dann auch diese Frage - vielleicht.

Was das Astteilstück (Bergahorn oder Esche oder?) betrifft, hat da noch jemand eine Idee?
Ich hatte auch ein Bild vergessen zu bearbeiten, dass halte ich auch für Bergahorn, sieht für mich dem Aststück sehr ähnlich.
Heute habe ich abgesägte Pappeläste gesehen (Foto noch nicht im Computer), die hatten deutliche Lentizellen (also ist Pappel hier auszuschließen?)

Rindenvergleiche nochmal hier aus dem WER 204:
http://www.baumkunde.de/forum/viewtopic.php?t=9126

Verfasst: 18 Dez 2012, 23:17
von bee
Hallo Baumläufer,
wie gesagt, mit den Pilzen kämpfe ich noch, aber Brandkrustenpilz kommt da auch nicht hin.
Ich frage hier auch eigentlich nicht nach den Pilzen, denn dafür wären weitere Detailaufnahmen etc. notwendig.
Nur habe ich mal mit etwas Anfängerglück im Pflanzenbestimmungsforum jemanden auf Eutypa spinosa gebracht, die sich dort -vermutlich- als richtig herausgestellt hat.
Ich habe nur noch nicht mir alle möglichen ähnlichen Arten angeschaut.
Eutypa spinosa soll Erhebungen haben, die wie kleine Kreuzschlitzschraubenzieher aussehen. Das sieht man hier nicht, aber man ahnt es auf einem Detailbild.

Wen es interessiert, hier das Detail vom schwarzen Pilz

Verfasst: 18 Dez 2012, 23:49
von campoverde
Hallo,

dein Bild "Acer pseudoplatanus vielleicht" ist für mich klar Berg-Ahorn. Rinde kann recht lange buchenähnlich glatt sein, reißt dann aber irgendwann auf, am Stammfuß meistens schon früh zu sehen. Schnittfläche m.e. auch typisch.
bee hat geschrieben: Was das Astteilstück (Bergahorn oder Esche oder?) betrifft, hat da noch jemand eine Idee?
Meinst Du "Welches Laubholz a und b": Hier würde ich sogar Buche vermuten, dort häufiger diese rötliche Farbe. (Bergahorn kann man vermutlich aber auch nicht ausschließen)

Allgemein ist das Thema schon oft tückisch, auf Bildern aber sicher noch ein bißchen mehr.
Viel Erfolg noch, gerade in Verbindung mit den Pilzen sehr interessant.

Verfasst: 19 Dez 2012, 19:34
von bee
Ich werde im Grenzach-Wyhlen-Thread auf Seite 6 dann die Ergebnisse vom Pilz-Forum verlinken, dann kann jeder auch die Pilzdetails sehen (soweit ich denn welche habe :oops: ), ohne dass ich die hier nochmals einstelle.

Das kann aber noch ein bisschen dauern, einiges habe ich da schon angefragt, vieles nicht, bei manchen bin ich auch (zu?) sicher - Pilz-Arbeit bis zum nächsten Herbst gesichert!

EDIT 2014: die Pilze habe ich hier nicht weiter verlinkt, weil das "ausufern" würde ...

Verfasst: 29 Dez 2012, 15:56
von quellfelder
Hallo bee,

habe heute diesen orange-gelben "Befall" an einem toten Holunder entdeckt. Ist das eine Flechte, Moos oder Pilz?

Viele Grüße

quellfelder

Verfasst: 30 Dez 2012, 12:03
von Mahaleb
Hallo,
das wird sicherlich ein Vertreter der Becherlinge sein, also ein Pilz - genauer gesagt ein Schlauchpilz.
Ich tippe mal auf den Zitronengelben Becherling.

Verfasst: 30 Dez 2012, 12:37
von quellfelder
Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Das es ein Pilz ist, hätte ich nie vermutet.

Viele Grüße

quellfelder

Verfasst: 31 Dez 2012, 13:11
von stefan
Hallo Baumfreunde,
ein Beitrag zum Thema Totholz:
2 Bilder von Populus x canadensis:
der gefällte Stamm liegt schon ein paar Jahre,
der Baumpilz wächst an einem stehenden, toten Stamm.
Gruß, Stefan

Verfasst: 05 Jan 2013, 23:13
von bee
Hallo Stefan,
möchtest du den Namen von dem "Baumpilz" - oder kennst du ihn schon?

Leider kommt der Name bei mir nicht wie aus der Pistole geschossen - eigentlich denke ich, dass es sich um Fomes fomentarius handeln müsste, die Farbe, die Oberfläche, die Schichtung.
Ich bin aber kürzlich auf solch ähnliche Pilze in Schichtbauweise hereingefallen, die sich dann gar als gar nicht mehr flache Ganoderma entpuppt haben.
Fomes hat neben der überwiegend grauen Farbe häufig so ganz "fein zisielerte" Linien, Ganoderma im trockenen Zustand eine Oberfläche "wie Wildleder". Manchmal gibt es da für mich noch so Zweifelsfälle.

Hier dazu meine Anfrage im Pilzforum:
http://www.pilzforum.eu/board/thema-all ... ight=fomes

Zu den anderen Pilze weiter oben, wo ich noch nicht sicher war(von unten nach oben).

Der schwarze Krustenpilz ist Eutypa spinosa.

An den Fichtenstämmen sind Saftporlinge, Postia caesia und der bräunliche P. ist sehr wahrscheinlich Postia fragilis.

Der weiße flächige Porenpilz auf dem Nadelholz (das ich jetzt doch für Tanne halte) bleibt vorerst unbestimmt. Keiner der bekannteren Arten passt makroskopisch, es könnte etwas (bei uns) selteneres sein, man müsste mikroskopieren lassen.

Und die Borstentrameten sind Borstentrameten (Coriolopsis trogii, ist bei einem sicher, den ich durchgeschnitten hatte)
EDIT: die "Borstentrameten haben sich zu (bisher von mir so noch nie gesehenen) bräunlichen "normalen" striegeligen Trameten ausgewachesn, Trametes hirsuta.
Im weiteren Wachstum erkannte man eine deutlich Zonierung auf der Oberfläche (die Coriolopsis nicht hat), auch waren sie nicht "borstig" genug.

Verfasst: 05 Jan 2013, 23:21
von bee
Im Pilzforum gibt es übrigens einen sehr interessanten Totholzthread, den ich hier mal verlinke.

Bis November wurden in diesem Forum die Bilder für nicht eingeloggte Mitglieder nur als kleine Thumbnails angezeigt oder groß, falls sie auf einem externen Server lagen.
Das hat sich jetzt zwar geändert (alle Bilder - in neuen Threads - sollten für alle - auch für Gäste - sofort zu sehen sein), leider funktioniert das aus mir unerfindlichen Gründen nicht hunderprozentig (manchmal erscheinen nur die Bildtitel).
EDIT 2014: in der Zwischenzeit ist dieses Problem behoben, es lag wohl an einer Einstellung der dortigen Foren-Software

http://www.pilzforum.eu/board/thema-bes ... on-totholz

Von mir auch noch ein paar Bilder,
z.B. von den Nadelhölzern, die ich jetzt doch alle für Tanne (Abies alba) halte - wegen der Oberflächenstruktur von Nahem - und im Vergleich zu Pinus-Borke (lebende Bäume)
Alles Abies alba_Totholz.jpg
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Abies alba_Totholz01a_02a.jpg
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Abies alba_Totholz01b.jpg
Abies alba_Totholz01b.jpg (66.03 KiB) 3932 mal betrachtet
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Abies alba_Totholz03.jpg
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Verfasst: 05 Jan 2013, 23:24
von bee
Im Vergleich dazu Pinus sylvestris, große Waldbäume, mal nass, mal trocken.
Sehr schöne "seidige" Oberfläche und rundliche Borkenstückchen platzen ab.
Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur nass01a.jpg
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Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur nass01b.jpg
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Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur trocken01a.jpg
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Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur trocken01b.jpg
Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur trocken01b.jpg (85.19 KiB) 3930 mal betrachtet
Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur trocken01c.jpg
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Pinus sylvestris_lebend_Rindenstruktur trocken02.jpg
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Verfasst: 05 Jan 2013, 23:29
von bee
"Welches Laubholz a und b" (weiter oben im Text, das Holz mit den Borstentrameten) halte ich jetzt zu - naja - 90 Prozent für Buche (Fagus), denn ich habe jetzt eindeutige Buchenäste gesehen, die exakt so aussahen.

Buchenrinde an großen Stämmen kann aber auch ganz schön riffelig aufspringend aussehen, das denkt man gar nicht (manchmal am gleichen Stamm untenherum oder auf der anderen Seite fast ganz glatt)

Von dick nach dünn:
Fagus sylvatica_Totholz01.jpg
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Verfasst: 05 Jan 2013, 23:30
von bee
Und noch ein bisschen Hainbuche (Carpinus)
Carpinus betulus_Totholz01.jpg
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Carpinus betulus_Totholz02.jpg
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