Spezialforum für Ziergehölze, Hexenbesen, Variegaten und Co.

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Mahaleb
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Beitrag von Mahaleb »

Hallo,
die Baumhöhe wäre auch interessant, so große Exemplare sind nach meinem Wissen sehr selten!

Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Hy!

In der Literatur sind Angaben von ca. 2- 7 m Endhöhe zu finden.
Wie wir jetzt wissen, sind die 2 m Endhöhe wieder so eine Gärtner- Verulke, um eventuell zwei/ drei Exemplare mehr zu verticken, und die 7 m reeller.

Ich würde dem Exemplar gut und gerne 8 m geben...
Und fände es meinerseits interessant zu wissen, wie die Sorte mit der Miniermotte zurecht kommt.
Die Motten hätten daran ja relativ wenig zu beißen, andererseits wäre der Baum noch viel schneller totalgeschädigt, wenn die Motte doch auch daran minieren würde...

Grüße, Andreas

fockea
Beiträge: 444
Registriert: 02 Mai 2010, 00:10

juglans regia "Laciniata"

Beitrag von fockea »

Ich habe da noch eine Laciniata die mich auch begeistert hat. Und sie macht sogar Früchte, nicht viele aber immerhin.
Fockea
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Andreas75
Beiträge: 3995
Registriert: 13 Dez 2004, 00:17

Beitrag von Andreas75 »

Ui, sehr schön :D!
Hast Du schonmal geschaut, wie die Sämlinge kommen? Und wird der Baum so groß wie normale Walnüsse?

Unseren eigentlich noch recht jungen Nussbaum muss ich nämlich leider umlegen, weil der eine Riesenwunde von 'nem ausgebrochenen Zwiesel hat (noch aus Zeiten der Vorbesitzer).
Er überwallt zwar fleißig und dick, aber das Riesenloch kriegt er nie mehr zu, und das barliegende Holz ist auch schon recht tief faul, 10 cm lebendes Gewebe hat der außenrum nicht mehr...

Eventuell wäre, wenn es nicht so ein Riesentrumm wird, ja eine 'Laciniata' ein guter Ersatz für unseren eigentlich schönen...

fockea
Beiträge: 444
Registriert: 02 Mai 2010, 00:10

Beitrag von fockea »

Kiefer,
Der Laciniata-Juglans ist nicht sehr gross ( 6-8 m ). Da er die Grösse schon seit vielen Jahren hat, kann es gut sein, dass er seine Maximalgrösse erreicht hat.Über die Nüsse kann ich nicht viel sagen. ( sind immer schon aufgesammelt bevor ich komme)
Die Pflanzung eines Walnussbaumes würde ich nicht mehr vornehmen.
Weil:
Ich habe mehrere alte Nussbäume und all die Jahre immer ordentliche Ernten.
Bis dann Rhagoletis completa kam und immer mehr die Ernte dezimierte.
Diese Walnussfliege ist vor 2-3 Jahren am Main angekommen, nachdem sie vom Süden her sich jedes Jahr weiter nach Norden bewegt hat.
Jetzt sind 2/3 meiner Ernte ekelig verschmiert mit einem schwarzen Brei indem sich kleine weisse Tierchen tummeln. (Maden ?)
Vielleicht kommt sie auch zu Dir?
Wenn es denn doch ein Walnussbaum sein soll wie wäre es mit diesem hier?
Juglans regia purpurea
Gruss
Fockea
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Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Ups, von der Fliege höre ich gerade das erste Mal...
Verursachen die als Begleiterscheinung eventuell auch teils hauchdünne Schalen der Nuß selbst, die teils zur Verformung der Nuß führen.
Und mitunter durch das Verziehen der Schalenhälften offene Stellen in der Naht zwischen zwei Schalenhälften nach sich ziehen?
Wenn ja, dann habe ich die Viecher auch schon hier. Die Ernte des Baums war im großen und ganzen ok, es war aber auch ein spürbar hoher Anteil der Nüsse mit dem Schadbild der matschigen, ekligen Schale, sowie den von mir beschriebenen Umständen...

Ich kannte die teils am Baum bleibenden Nüsse mit matschigbraunen Schalen schon aus Berlin, es waren aber immer nur einzelne, was also sicher andere Ursachen hatte.
Als wir dann aber letzten Februar (2012) das Grundstück hier übernahmen, sind mir auf Anhieb die vielen leeren, teils nur hauchdünnschaligen und oftmals etwas verformten Nüsse unter dem Baum aufgefallen, was ich so aus Berlin nicht kannte...

Na, dann hat es wohl echt keinen Sinn, einen neuen zu pflanzen, schade. Andererseits habe ich dann den Platz für ein paar schöne andere Gehölze ^^.

fockea
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Beitrag von fockea »

Noch was zu dieser Fliege.
Nach Auskunft der Nussbaumbesitzer in Minden ( Westfalen) ist sie da noch nicht angekommen.Da gibt es zwar nicht so viele Nussbäume, dafür aber alles fliegenfrei. Und sie haben da Nüsse auf dem Wochenmarkt, wie gemalt aus dem Reweverkaufsprospekt.(noch!)
Zum Schadbild:
Die essbaren Kerne sind eigentlich nicht betroffen.Nur die Hülle der Nüsse. Manche Nüsse bleiben etwas kleiner.
Das Problem ist, die Kerne sauber aus der verschmierten Hülle zu bekommen.
Und was pflanzen wird bei Kiefers antstatt des Nussbaums nun an?
Ich würde.................
Fockea

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Du würdest..., was denn :)?

Ich habe ja so diverse Sachen in meinem kleinen Baumschülchen...
Ich könnte da sicherlich vortrefflich einen Bergahorn hinstellen, den ich im Juni 2012 fand, der dunkelgrün- olivgrün panaschiert und zudem noch mit roter Blattunterseite ist, oder einen meiner weiß oder gelb panaschierten Bergahornsämlinge vom Ausflug auf den Drachenfels im Siebengebirge...
Oder weil da im Kronenbereich des Nußbaums schon zwei Haseln "Rotblättrige Zellernuß" stehen, meinen Feldahorn 'Carnival' als Kontrast dazu...
Oder die Steckhölzer vom bis weit in den Dezember Frucht tragenden Holunder aus quellfelders Thema, die prima Wurzeln schlagen...
Oder auch den rotlaubigen Malus- Sämling, der letztes Jahr unter einem der alten Obst- Äpfel hier keimte...
Oder wenn er größer ist, meinen panaschierten Amelanchier- Sämling...

Der Möglichkeiten sind viele =)...

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo Kiefer

Wenn ich deinen vorstehenden Beitrag lese, frage ich mich wie schon so oft, was eigentlich der rote Faden für die Betreuung eines limitierten Stück Landes sein sollte. z.B.
- Sammlung möglichst vieler seltener Varietäten
- Förderung einer limitierten Anzahl "gewöhnlicher" heimischer Gehölze
- Solitäre oder Gruppenbildung
- Möglichst naturbelassen oder gepflegt
- etc.

Jede Philosophie hat ihr Für und Wider. Wie hältst du`s?

Gruss
Kurt

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hallo Kurt!

Meine Philosophie ist so ein gewisses "Mittendrin".
Ich neige zu keinem der beiden "Extreme", sondern will versuchen, einen genauen Mittelweg zu erreichen.

Mein ungeheuer breit gefächerter und interessierter Geist kann von der Vielfalt kaum genug bekommen, was seltene Varietäten angeht.
Desgleichen weiß ich, dass eine vielfätiges, also artenreiches Miteinander in der heutigen Kulturlandschaft so ziemlich das beste ist, was man arrangieren kann. Auch das ist mein Ziel, das ich unter anderem mit der Umgestaltung unserer Thujahecke vorhabe.
Auch die Solitäre und die Gruppenbildung versuche ich, gemeinsam zu verwirklichen.
So dominiert unseren Garten eine junge Küstentanne, die aktuell etwa 8-9 m hoch und super schön gewachsen ist, beastet bis unten hin.
Sie sowie meine beiden noch sehr jungen Hängebirken ('Dalecarlica' und 'Bibor') und die schon vorhanden gewesene, ältere Ilex 'Argenteo Marginata' sollen so die zentralen, über's Grundstück verteilten Elemente werden.
Daneben realisieren wir denn eine Ecke aussschließlich für Blumen, eine für meine Zwerggehölze, eine für meine winterharten Kakteen, der Nutzgarten...
Und dann will ich auf der Hühnerwiese auch noch einen "Holundergarten" realisieren, 10 Sorten habe ich da schon zu stehen, sowie einen Haselgarten mit den diversen Sorten, die es so gibt 'Laciniata', 'Aurea', rote Korkenzieher...
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, soweit naturbelassen wie möglich, streng gepflegtes lehne ich ziemlich ab (davon habe ich bereits an der Arbeit genug ^^).

So haben wir vor dem Haus auf der Wiese einen größeren Fleck mit durch das zweijährige Brachliegen ziemlich artenreicher und etagierter Wiesengesellschaft, die ich letztes Jahr erst im Spätsommer mähte (von Hand, als Heu für unsere Hirsche. Schmeckte ihnen auch vorzüglich). Da streusele ich peu á peu immer mal Samen von regional anzutreffenden Wiesenstauden rein, um da ein Stück Wiese zu kreieren, dass es hier großregional schon nicht mehr gibt...

Naja, mein roter Faden ist dementsprechend ein möglichst vielfältiges Miteinander, und etwas Nutzen soll das Ganze auch noch bringen.
So habe ich gestern beschlossen, die restlichen Thujen in meiner entstehenden Laubhecke dahingehend zu nutzen, dass ich Bohnen reinranken lasse...
So schützen die Thujen die jungen Laubgehölze, und sind zugleich platzsparende Bohnenrankhilfen ^^.

Es ist total schrecklich mit mir, dass ich in allem immer so viele Möglichkeiten sehe, und so schrecklich, dass ich das mit dem bestehenden Platz in Übereinstimmung bringen muss (der ja mit 1200 m² unbebauter Grundstücksfläche nicht so klein ist).

fockea
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Beitrag von fockea »

Kurt / Kiefer,

Ich habe mir auch die Aufgabe gestellt ein grosses Gelände mit Bäumen und Sträuchern zu beflanzen.
Dabei bin ich so vorgegangen, dass ich mir die Gehölze zunächst selbst gezogen habe.Besonders liebe ich seltene Exoten.
Da ergibt sich manchmal eine grosse Anzahl an Jungpflanzen.Das brachte mich auf die Idee sie in Gruppen zu setzen.Eine immer schön gelbblühende Colutea aborescens-Hecke ist schon da.
Ich plane ein kleines Ginkgowäldchen, einen Ginkgohain, mit vielleicht 30 Bäumen oder mehr.Ist das ganz daneben, darf man das? Darf man einfach einen Ginkgowald von vielleicht 200 Bäumen pflanzen.Es ist doch noch nicht verboten?
Jungpflanzen wären genug da und Platz auch noch.
fragt sich
Fockea

Andreas75
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Beitrag von Andreas75 »

Hy Fockea!

Na, mach' doch einfach :)!
Das wäre dann wohl der erste deutsche Ginkgowald seit, wie lange? Jedenfalls sicher 'nen paar Milliönchen an Jahren. Find' ich geil, die Idee :D! Du solltest nur nicht alle Pflanzen gleichaltrig machen, denke ich, sondern schon eine gewisse Altersstruktur reinbauen.

Das einzige, was mich hier bei meiner Begeisterung ein wenig ausbremst, ist die Ungewißheit, was daraus wird, wenn ich irgendwann mal nicht mehr bin.
Wir bekommen zwar zum Glück einen Sohn, bei dem die Wahrscheinlichkeit zumindest ein bisschen höher ist, dass er das geerbte Haus und Grundstück behält und in meinem Sinne weiter pflegt, aber wer kann da schon sicher sein :?...

Spinnich
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Spezialforum für Ziergehölze, Hexenbesen, Variegaten und Co.?

Beitrag von Spinnich »

Hallo

ich frage mich zwar gerade, ob die letzten Beiträge nicht schon etwas weit vom Anfangsthema abweichen und daher nicht als eigener Thread mal interessant wären.

Aber jedenfalls würde ich nach folgendem berühmten Spruch handeln, der Luther wohl in den Mund gelegt wurde:

"WENN ICH WÜSSTE, DASS MORGEN DIE WELT UNTERGINGE, WÜRDE ICH HEUTE EIN APFELBÄUMCHEN PFLANZEN!"
(der erste schriftliche Nachweis dieses Spruches ist erst 1944 zu finden)

Nebenbei:

Ich halte es so, daß ich eine Mischung heimischer Wildsträucher und alter Obstsorten mit bereits eingebürgerten bzw. noch exotischen (aber vielleicht genügend winterharten) Obst und Ziergehölzen kombiniere.
Leider sind meiner Experimentierfreude aus Platzmangel Grenzen gesetzt.

Gruß Spinnich 8)
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -

kurt
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Beitrag von kurt »

Hallo fockea, Kiefer und Spinnich

Wenn ihr mal gar nicht wisst, wohin mit einigen jungen Gehölzen, könnten wir mal darüber reden, ob ich auf meinen 3,7 ha noch Platz finde. Vielleicht besser als wegwerfen.
Nur so eine Idee.

Gruss
Kurt

fockea
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Aesculus hipp. laciniata

Beitrag von fockea »

Ich bin Buck und Mahaleb noch zwei Angaben zur geschlitztblätterigen Kastanie schuldig.
Stammdurchmesser : 0,45 Meter ( bei ca. 1,20 m Höhe)
Höhe de Baumes: ca. 12,60 Meter.

Fockea
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