Apfelbäume und Vögel
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BenjaminXXL
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Apfelbäume und Vögel
Hallo,
ich bin auf der Suche nach Apfelsorten, die lange, wenn möglich, bis in den Winter hinein Früchte tragen und als Nahrung für Vögel dienen.
Vorallem interessieren mich Sorten des Kulturapfels, Malus domestica und des Wildapfels, Malus sylvestris. Zierapfelsorten dagegen eher nicht.
Viele Grüße
Benjamin
ich bin auf der Suche nach Apfelsorten, die lange, wenn möglich, bis in den Winter hinein Früchte tragen und als Nahrung für Vögel dienen.
Vorallem interessieren mich Sorten des Kulturapfels, Malus domestica und des Wildapfels, Malus sylvestris. Zierapfelsorten dagegen eher nicht.
Viele Grüße
Benjamin
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Cryptomeria
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- Wohnort: Fraulund/ 24405 Rügge
Hallo Benjamin,
wenn ich in meiner Umgebung ( mit und ohne Hund ) unterwegs bin und sehe , dass sehr viele Bäume nicht abgeerntet werden, ist das für mich Verschwendung. Bis vor ca. 2 Wochen lag hier noch alles voll und einiges hing auch noch an den Bäumen. Seit Schnee und Frost herrscht ist alles weg, völlig unabhängig von irgendeiner Sorte. Die Vögel haben alles verputzt. Insofern haben die in der Natur verbliebenen, nicht abgeernteten Früchte natürlich auch ihre gute Seite.
Wenn du genug Platz hast, nimm einige Sorten, die dir gut schmecken.
Wenn du gerne Apfelsaft macht, kannst du auch Wirtschaftsäpfel dazwischenpflanzen. Den Tieren ist die Sorte nach meinen Beobachtungen völlig egal.
VG Wolfgang
wenn ich in meiner Umgebung ( mit und ohne Hund ) unterwegs bin und sehe , dass sehr viele Bäume nicht abgeerntet werden, ist das für mich Verschwendung. Bis vor ca. 2 Wochen lag hier noch alles voll und einiges hing auch noch an den Bäumen. Seit Schnee und Frost herrscht ist alles weg, völlig unabhängig von irgendeiner Sorte. Die Vögel haben alles verputzt. Insofern haben die in der Natur verbliebenen, nicht abgeernteten Früchte natürlich auch ihre gute Seite.
Wenn du genug Platz hast, nimm einige Sorten, die dir gut schmecken.
Wenn du gerne Apfelsaft macht, kannst du auch Wirtschaftsäpfel dazwischenpflanzen. Den Tieren ist die Sorte nach meinen Beobachtungen völlig egal.
VG Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Da habe ich eine umfangreiche Aufgabe für Dich =)!
Ackere Dich mal hier durch, da findest Du Deine Wunschsorten bestimmt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten
LG,
Andreas
Ackere Dich mal hier durch, da findest Du Deine Wunschsorten bestimmt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Apfelsorten
LG,
Andreas
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BenjaminXXL
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Cryptomeria
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Legt man keinen Wert auf alte Apfelsorten ist es leichter sich gängige Sorten zu kaufen und diese zu probieren und dann zu pflanzen. Elstar,Holsteiner Cox....sehr schmackhaft.
Vg Wolfgang
Vg Wolfgang
Wer Bäume pflanzt und weiß,dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird hat angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.
Tja, schwierig. Ich mag z.B. Elstar auch sehr gerne, aber wenn man was für die Umwelt tun will, sind die ungeeignet. Viele dieser "Supermarktsorten" sind relativ empfindlich gegenüber allen Formen von Krankheiten und bringen ohne massiven Einsatz von Spritzmitteln kaum Ertrag bzw. dieser wird schnell Opfer von Schorf ect. Dann gibt es noch den Aspekt des unterschiedlichen Bodens. So gesehen sollte man auf Regionalsorten zurückgreifen, die an die Landschaft angepasst sind.Cryptomeria hat geschrieben:Legt man keinen Wert auf alte Apfelsorten ist es leichter sich gängige Sorten zu kaufen und diese zu probieren und dann zu pflanzen. Elstar,Holsteiner Cox....sehr schmackhaft.
Vg Wolfgang
Es gibt aber ganz moderne, wohlschmeckende und dabei ziemlich robuste Apfelsorten für den Bio-Anbau. Einfach mal die Suchmaschine anwerfen.
Für Vögel und anderes Getier würde ich aber auf M.sylvestris zurückgreifen. Der sollte ja als Baum des Jahres 2013 in den Baumschulen verfügbar sein.
Und dann noch ein paar Crataegus und eine Eberesche mit dazu, außerdem eine Prunus avium und schon zwitschert es an allen Ecken und Enden.
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BenjaminXXL
- Beiträge: 549
- Registriert: 23 Nov 2008, 17:23
Je nach Platzangebot liese sich das noch um Pfaffenhütchen, Schlehe und, und, und erweitern.BenjaminXXL hat geschrieben: Eberesche und Weißdorn hört sich gut an.
Das ist vielleicht etwas unglücklich formuliert. Es handelt sich dabei um alte, historische Apfelsorten. Es sind trotzdem Kulturpflanzen und keine Wildarten.BenjaminXXL hat geschrieben: Ur-Obst mit Sorten des Wildapfels
Der Stammvater unserer Äpfel stammt (sehr wahrscheinlich) aus Kasachstan und heißt Malus sieversii.
Für alte Obstsorten gibt es mittlerweile viele Anbieter.
Mehr Informationen siehe Link.
http://www.pomologen-verein.de/index.html
Wie bereits erwähnt, solltest du erstmal nach Obst-(Apfel-)Sorten suchen, die für deine Region typisch sind. Wählt man die falsche Sorte, kann es sein, dass der Ertrag mies bleibt und man nur kleine verschrumpelte Äpfel erntet.
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BenjaminXXL
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Ginkgo bil
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hallo benjamin,
bei mir vorm haus, direkt am bahndamm, steht ein apfelbaum, sorte; keine ahnung.
die äpfel, falls nicht von den vögeln geräubert hängen bis februar, märz.
wie sie schmechen, keine ahnung.
wenn du möchtest kann ich dir ein paar schicken, dann kannst du probieren und aus den kernen bäume ziehen
LG nobby
bei mir vorm haus, direkt am bahndamm, steht ein apfelbaum, sorte; keine ahnung.
die äpfel, falls nicht von den vögeln geräubert hängen bis februar, märz.
wie sie schmechen, keine ahnung.
wenn du möchtest kann ich dir ein paar schicken, dann kannst du probieren und aus den kernen bäume ziehen
LG nobby
Man kann einen Menschen immer aus dem Dreck ziehen, aber niemals den Dreck aus einem Menschen
Apfelbäume und Vögel
Hallo Benjamin,
zu deiner ursprünglichen Anfrage ist hier ja schon etliches geschrieben worden.
Trotzdem möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Wenn Nobby Dir Apfelkerne anbietet, mag das einen Versuch wert sein, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Apfelsorte der Sämlinge, falls denn welche keimen, ganz andere Eigenschaften ausweisen als die Eltern und es erfordert natürlich viel Geduld, besonders wenn der Baum nicht in offenem Boden sondern auf einer eher kargen Wiese heranwachsen soll.
Immerhin kann man im Falle eines Falles ja auch umveredeln und sich Reiser von einem Wunschbaum aus der Region beschaffen.
Auch wenn's nicht immer gelingt, einen Versuch ist's immer wert und aus Erfahrung wird man bekanntlich klug.
Habe selbst einmal einen Sämlingsbaum gepflanzt, der wurde aufgrund der vielen Dornen und der räümlichen Nähe zu Zwetschgen zunächst gar nicht als Apfel erkannt und trägt jetzt aber recht ordentlich wohlschmeckende, großfrüchtige, grüngelbe, mitunder auch gelbrot angehauchte mittelspäte Äpfel.
Zu den anderen Einlassungen würde ich sagen, dass eine gewisse Obstvielfalt, sofern räumlich überhaupt möglich nicht nur der Tierwelt sondern auch Dir über das ganze Jahr Genuss schenken könnte.
Wenn Du nur einen oder wenige Bäüme pflanzen kannst, die unbedingt spät tragend sind und daher auch eher lange am Baum verbleiben dürften, so findest Du eventuell bei diesem Anbieter die richtige Wahl unter "Winteräpfel".
http://www.baumschule-horstmann.de/wint ... l-69b.html
Wo Du deinen Wunsch-Baum beziehst bleibt Dir natürlich selbst überlassen, ich will auf keinen Fall Reklame machen, es geht nur erst mal um eine Sortenübersicht.
Viele weitere Informationen zu Streuobst, allen möglichen alten aber auch neueren bzw. regionalen Obstsorten findest Du auf einigen weiteren Seiten, teils ideeler, teils kommerzieller Informanten:
http://www.obstsortendatenbank.de/sorten.htm
http://www.streuobst-mainfranken.de/cms ... 0&Itemid=5
http://www.vbogl.de/streuobst/fachliteratur.html
http://www.biobaumversand.de/index.php/ ... ja02jga6o5
http://www.apfel.ch/frameset.aspx?secti ... m=produkte
Wenn Du dich da mal belesen hast, wird die Wahl vielleicht auch nicht einfach, aber dann kennst Du die Vielfalt der Möglichkeiten.
Persönlich halte ich einen Mix an Obstsorten für sinnvoll.
Bei mir wachsen auf einem vormaligem Kartoffelacker, der aber dann einige Jahre lang als Ausgleichsfläche und daher als Brachland ungedüngt verwildern konnte einige Früh- Mittel- und Spätäpfel (vorwiegend alte Sorten), sowie eine Birne, eine Birnenquitte, eine Nektarine, eine Zwetschge (auf ungeniesbare Wildmirabelle veredelt), eine Knorpelkirsche, zwei Sauerkirschen, eine Wildkirsche (Stockausschlag aus abgestorbener Weichsel), zwei Walnussbäumchen (ein Garten- und ein Wildsämling sowie eine Baumhasel und eine Ölweide (Elaeagnaceae).
In den nächsten Jahren sollen jeweils noch eine winterharte Khaki, eine Jujube, eine Bitterorgane, Poncirus trifoliata, ein zwei Feigensträucher sowie Papiermaulbeerbäume (möglichst auch ein weibliches Exemplar), Holunder sowie selbst gezogener Setchuanpfeffer (Erstsaat), eventuell auch noch Granatapfel hinzukommen.
In meinem näher zum Haus gelegenen Obst und Gemüsegarten ist für große Bäume kein Platz, weshalb hier neben Blumen(-Stauden), Gräsern, einem kleinen Bambusflecken, vielen Kräutern, Salat, Gemüse (Krautsorten, Wurzelgemüsen, Tomaten, Paprikas, Chillis, Zwiebeln, Lauch, Bohnen, Zucchini, Hokkaido, Inkagurken, Jamswurzel etc.), diversem Beerenobst wie stachellose Brombeere, Himbeeren, Erdbeeren, Schisandra und Maibeere (Lonicera kamtschatica) nur noch wenig Platz für Gehölze ist: derzeit Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), ein Schmetterlingsflieder, ein gemeiner Spierstrauch, eine Kolbenspiere, ein Feigenstrauch, ein kleiner Setchuanpfefferstrauch und ein Pfirsichbaum (aus Wildaussaat), sowie vorläufig geparkt ein Holunder (Black Beauty) und zwei kleine Papiermaulbeerbäume und in Planung eine Kiwi.
Für Eigenbedarf und Tierwelt gibt es direkt am Haus auf einer Liegewiese, am angrenzenden Wohwagenstellplatz und am terassierten Gelände zum Nachbargrundstück (Gefälle 3,5 m) eine Reihe von Zierpflanzen, ausdauernden Kräutern, Nutz-, Zier und Wildgehölzen: z.B. einen Papiermaulbeerbaum (geplanter Schattenspender für meine Altersruhesitz) Lonicera, Clematis, 2 große Weinstöcke, wilden Wein, Trompetenblume (Campsis radicans), gelbgrünen Efeu, Rispenhortensie, Buchsbaum, Hibiskussorten, falscher Indigo, Lavendel, Salbei, Thymian, Ysop, Weinraute, Elfenblume, Agastache, Bärlauch, Winterling, Wolfsmilch, Sonnenröschen (Helianthemum in gelb, weis, rosa), Deutzie, Spierstrauch, Maiblumenstrauch, diverse niedrige Blütenpflanzen, auf der zweiten Etage weitere Blütenpflannzen (diverse Rosen, Nachtkerze, Tulpen, Narzissen, Lilien...) rote, schwarze, weise und wilde (gelbe) Johannisbeeren, Stachelbeeren, Spiraea japonica, Bartblume (Caryopteris-Strauch) sowie lorbeerblättrige Zistrose.
Auf der obersten Etage kommennoch hinzu: neben Herbstanemonen, Wildannemonen, Wildtulpen, Farnen, Lilien, Narzissen, Palmlilie und Pfigstrosen, etc. noch weitere Spiraea japonica, Caryopteris, Strauchmandel, Zierquitte, Zwergmispel, Cytisium, Ranunkelstrauch, Blutjohannisbeere, Rhododendron, verwilderte (schwarze) Johannisbeere, Hibiskus (Selbstaussaat), Pfeifenstrauch, Forsythien, Kornelkirsche, Schneeball, Schmetterligsflieder(Buddleja davidii und globosa), Perückenstrauch, Flieder, Mespilus, Liguster, Felsenbirne, Weisdorn, Faulbaum und überhängende Strauchrose.
Auf dem angrenzenden Nachbargrunstück finden sich neben einigen hohen halbwilden Zwetschen noch etliche Hollerstöcke, die auf mein Grundstück überhängen und immer im Zaum gehalten werden müssen.
Da gibt es also ganzjährig immer etwas blühendes und fruchtendes für Stechimmen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Käfer, Wanzen, allerlei sonstige Insekten, ebenso wie für Vögel, andere Tiere und nicht zuletzt für den Garteninhaber.
Natürlich ist alles wegen der räumlichen Begrenzung stark eingeschränkt, so daß nicht mehr viel Neues dazu kommen kann, aber hie und da eine Blumenampel, ein paar Balkonkästen, eine Reihe vorwiegend einheimischer Bonsai hinter einer schattigen Hofmauer, einige uralte Fuchsien in der einen Hofecke, oft selbst gesammelte, gesähte oder stecklingsvermehrte oder eingetauschte Pflanzenkübel im weiteren Hofgelände verteilt, lockern das Wohnambiente noch etwas auf.
So finden sich im Gehöft z.B. Pflanzenarten, wie Feigenstrauch, Jerusalemdorn, Judasbaum, Johannisbrotbaum, weitere Caesalpinen, Medicago arborea, Olive, Lorber, Granatapfel, Aralie (Fatsia japonica, Saatgut vom Gardasee), Wachsbaum (Carissa), Akokanthera, Steineiche, Steinlinde, kanarischer (Baum-) Tabak, diversen Salbeiarten (z. B. kanarischer), Opuntien, sowie Agaven, Aloen, Asteriscus (Saat vom Teide), Äonium und weiteren Sukkulenten, Avokado, Asklepias, Agastachen, Agapanthus, Hanfpalme, Washingtonia, kan. Dattelpalme, Metzgerpalme, Kapernstrauch, Tecomaria capensis, Passiosblumen, Enzianbaum, Thunbergia, weidenblättrige Akazie und vielen weiteren zb. meterhohen Schmetteligspelargonie, Zitronenpelargonie, rote Strauchpelargonie und 2 m hohen stämmförmigen Pelargonien, dazu Wandelröschen, Kumquat, australischer Minzestrauch, Canna indica-Arten, diverse Süssklee-Arten und vieles mehr, neu z.b. Schinus molle (als Schnäppchen gekauft, da Aussaat mehrfach nicht gelungen) sowie Teichpflanzen im Kübel wie Seerose, Taro (Colocasia esculenta).
Bei schlechtem Wetter muss man halt die Zimmerpflanzen anglotzen: Hibiskus (1,5 m), Gummibaum, Ficus benjamini, Philodendron, Wachsblume (Hoya), Periploca spec., Purpurblättrige Dreimasterblume, Sukkulenten wie Euphorbia balsaminifera und geroldii u. a., Hatiora salicornioides, Portulacea afra und diverse Mittagsblumengewächse, Kalanchoen, Lithops und so was alles, Madagaskarpalme, Wüstenrose, diverse Kakteen, Ledebouria, einige Phalenopsis, Dendrobium, Epidendrum und immer diverse Sämlinge und Stecklinge.
Wenn's zu blöd wird kann ich noch die Pflanzen, Garnelen, Mollusken und Pflanzen in meinen Aquarien beobachten oder einfach mal wieder im Baumforum, Insektenforum oder bei Google vorbeischauen um unbekannten Spezies einen Namen zu geben.
Gruß Spinnich
zu deiner ursprünglichen Anfrage ist hier ja schon etliches geschrieben worden.
Trotzdem möchte ich auch noch meinen Senf dazugeben.
Wenn Nobby Dir Apfelkerne anbietet, mag das einen Versuch wert sein, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Apfelsorte der Sämlinge, falls denn welche keimen, ganz andere Eigenschaften ausweisen als die Eltern und es erfordert natürlich viel Geduld, besonders wenn der Baum nicht in offenem Boden sondern auf einer eher kargen Wiese heranwachsen soll.
Immerhin kann man im Falle eines Falles ja auch umveredeln und sich Reiser von einem Wunschbaum aus der Region beschaffen.
Auch wenn's nicht immer gelingt, einen Versuch ist's immer wert und aus Erfahrung wird man bekanntlich klug.
Habe selbst einmal einen Sämlingsbaum gepflanzt, der wurde aufgrund der vielen Dornen und der räümlichen Nähe zu Zwetschgen zunächst gar nicht als Apfel erkannt und trägt jetzt aber recht ordentlich wohlschmeckende, großfrüchtige, grüngelbe, mitunder auch gelbrot angehauchte mittelspäte Äpfel.
Zu den anderen Einlassungen würde ich sagen, dass eine gewisse Obstvielfalt, sofern räumlich überhaupt möglich nicht nur der Tierwelt sondern auch Dir über das ganze Jahr Genuss schenken könnte.
Wenn Du nur einen oder wenige Bäüme pflanzen kannst, die unbedingt spät tragend sind und daher auch eher lange am Baum verbleiben dürften, so findest Du eventuell bei diesem Anbieter die richtige Wahl unter "Winteräpfel".
http://www.baumschule-horstmann.de/wint ... l-69b.html
Wo Du deinen Wunsch-Baum beziehst bleibt Dir natürlich selbst überlassen, ich will auf keinen Fall Reklame machen, es geht nur erst mal um eine Sortenübersicht.
Viele weitere Informationen zu Streuobst, allen möglichen alten aber auch neueren bzw. regionalen Obstsorten findest Du auf einigen weiteren Seiten, teils ideeler, teils kommerzieller Informanten:
http://www.obstsortendatenbank.de/sorten.htm
http://www.streuobst-mainfranken.de/cms ... 0&Itemid=5
http://www.vbogl.de/streuobst/fachliteratur.html
http://www.biobaumversand.de/index.php/ ... ja02jga6o5
http://www.apfel.ch/frameset.aspx?secti ... m=produkte
Wenn Du dich da mal belesen hast, wird die Wahl vielleicht auch nicht einfach, aber dann kennst Du die Vielfalt der Möglichkeiten.
Persönlich halte ich einen Mix an Obstsorten für sinnvoll.
Bei mir wachsen auf einem vormaligem Kartoffelacker, der aber dann einige Jahre lang als Ausgleichsfläche und daher als Brachland ungedüngt verwildern konnte einige Früh- Mittel- und Spätäpfel (vorwiegend alte Sorten), sowie eine Birne, eine Birnenquitte, eine Nektarine, eine Zwetschge (auf ungeniesbare Wildmirabelle veredelt), eine Knorpelkirsche, zwei Sauerkirschen, eine Wildkirsche (Stockausschlag aus abgestorbener Weichsel), zwei Walnussbäumchen (ein Garten- und ein Wildsämling sowie eine Baumhasel und eine Ölweide (Elaeagnaceae).
In den nächsten Jahren sollen jeweils noch eine winterharte Khaki, eine Jujube, eine Bitterorgane, Poncirus trifoliata, ein zwei Feigensträucher sowie Papiermaulbeerbäume (möglichst auch ein weibliches Exemplar), Holunder sowie selbst gezogener Setchuanpfeffer (Erstsaat), eventuell auch noch Granatapfel hinzukommen.
In meinem näher zum Haus gelegenen Obst und Gemüsegarten ist für große Bäume kein Platz, weshalb hier neben Blumen(-Stauden), Gräsern, einem kleinen Bambusflecken, vielen Kräutern, Salat, Gemüse (Krautsorten, Wurzelgemüsen, Tomaten, Paprikas, Chillis, Zwiebeln, Lauch, Bohnen, Zucchini, Hokkaido, Inkagurken, Jamswurzel etc.), diversem Beerenobst wie stachellose Brombeere, Himbeeren, Erdbeeren, Schisandra und Maibeere (Lonicera kamtschatica) nur noch wenig Platz für Gehölze ist: derzeit Jelängerjelieber (Lonicera caprifolium), ein Schmetterlingsflieder, ein gemeiner Spierstrauch, eine Kolbenspiere, ein Feigenstrauch, ein kleiner Setchuanpfefferstrauch und ein Pfirsichbaum (aus Wildaussaat), sowie vorläufig geparkt ein Holunder (Black Beauty) und zwei kleine Papiermaulbeerbäume und in Planung eine Kiwi.
Für Eigenbedarf und Tierwelt gibt es direkt am Haus auf einer Liegewiese, am angrenzenden Wohwagenstellplatz und am terassierten Gelände zum Nachbargrundstück (Gefälle 3,5 m) eine Reihe von Zierpflanzen, ausdauernden Kräutern, Nutz-, Zier und Wildgehölzen: z.B. einen Papiermaulbeerbaum (geplanter Schattenspender für meine Altersruhesitz) Lonicera, Clematis, 2 große Weinstöcke, wilden Wein, Trompetenblume (Campsis radicans), gelbgrünen Efeu, Rispenhortensie, Buchsbaum, Hibiskussorten, falscher Indigo, Lavendel, Salbei, Thymian, Ysop, Weinraute, Elfenblume, Agastache, Bärlauch, Winterling, Wolfsmilch, Sonnenröschen (Helianthemum in gelb, weis, rosa), Deutzie, Spierstrauch, Maiblumenstrauch, diverse niedrige Blütenpflanzen, auf der zweiten Etage weitere Blütenpflannzen (diverse Rosen, Nachtkerze, Tulpen, Narzissen, Lilien...) rote, schwarze, weise und wilde (gelbe) Johannisbeeren, Stachelbeeren, Spiraea japonica, Bartblume (Caryopteris-Strauch) sowie lorbeerblättrige Zistrose.
Auf der obersten Etage kommennoch hinzu: neben Herbstanemonen, Wildannemonen, Wildtulpen, Farnen, Lilien, Narzissen, Palmlilie und Pfigstrosen, etc. noch weitere Spiraea japonica, Caryopteris, Strauchmandel, Zierquitte, Zwergmispel, Cytisium, Ranunkelstrauch, Blutjohannisbeere, Rhododendron, verwilderte (schwarze) Johannisbeere, Hibiskus (Selbstaussaat), Pfeifenstrauch, Forsythien, Kornelkirsche, Schneeball, Schmetterligsflieder(Buddleja davidii und globosa), Perückenstrauch, Flieder, Mespilus, Liguster, Felsenbirne, Weisdorn, Faulbaum und überhängende Strauchrose.
Auf dem angrenzenden Nachbargrunstück finden sich neben einigen hohen halbwilden Zwetschen noch etliche Hollerstöcke, die auf mein Grundstück überhängen und immer im Zaum gehalten werden müssen.
Da gibt es also ganzjährig immer etwas blühendes und fruchtendes für Stechimmen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Käfer, Wanzen, allerlei sonstige Insekten, ebenso wie für Vögel, andere Tiere und nicht zuletzt für den Garteninhaber.
Natürlich ist alles wegen der räumlichen Begrenzung stark eingeschränkt, so daß nicht mehr viel Neues dazu kommen kann, aber hie und da eine Blumenampel, ein paar Balkonkästen, eine Reihe vorwiegend einheimischer Bonsai hinter einer schattigen Hofmauer, einige uralte Fuchsien in der einen Hofecke, oft selbst gesammelte, gesähte oder stecklingsvermehrte oder eingetauschte Pflanzenkübel im weiteren Hofgelände verteilt, lockern das Wohnambiente noch etwas auf.
So finden sich im Gehöft z.B. Pflanzenarten, wie Feigenstrauch, Jerusalemdorn, Judasbaum, Johannisbrotbaum, weitere Caesalpinen, Medicago arborea, Olive, Lorber, Granatapfel, Aralie (Fatsia japonica, Saatgut vom Gardasee), Wachsbaum (Carissa), Akokanthera, Steineiche, Steinlinde, kanarischer (Baum-) Tabak, diversen Salbeiarten (z. B. kanarischer), Opuntien, sowie Agaven, Aloen, Asteriscus (Saat vom Teide), Äonium und weiteren Sukkulenten, Avokado, Asklepias, Agastachen, Agapanthus, Hanfpalme, Washingtonia, kan. Dattelpalme, Metzgerpalme, Kapernstrauch, Tecomaria capensis, Passiosblumen, Enzianbaum, Thunbergia, weidenblättrige Akazie und vielen weiteren zb. meterhohen Schmetteligspelargonie, Zitronenpelargonie, rote Strauchpelargonie und 2 m hohen stämmförmigen Pelargonien, dazu Wandelröschen, Kumquat, australischer Minzestrauch, Canna indica-Arten, diverse Süssklee-Arten und vieles mehr, neu z.b. Schinus molle (als Schnäppchen gekauft, da Aussaat mehrfach nicht gelungen) sowie Teichpflanzen im Kübel wie Seerose, Taro (Colocasia esculenta).
Bei schlechtem Wetter muss man halt die Zimmerpflanzen anglotzen: Hibiskus (1,5 m), Gummibaum, Ficus benjamini, Philodendron, Wachsblume (Hoya), Periploca spec., Purpurblättrige Dreimasterblume, Sukkulenten wie Euphorbia balsaminifera und geroldii u. a., Hatiora salicornioides, Portulacea afra und diverse Mittagsblumengewächse, Kalanchoen, Lithops und so was alles, Madagaskarpalme, Wüstenrose, diverse Kakteen, Ledebouria, einige Phalenopsis, Dendrobium, Epidendrum und immer diverse Sämlinge und Stecklinge.
Wenn's zu blöd wird kann ich noch die Pflanzen, Garnelen, Mollusken und Pflanzen in meinen Aquarien beobachten oder einfach mal wieder im Baumforum, Insektenforum oder bei Google vorbeischauen um unbekannten Spezies einen Namen zu geben.
Gruß Spinnich
Das Talent der Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch ihr Talent übertroffen, ihn zu zerstören.
- Georg Christoph Lichtenberg -
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