Hohlen Ahorn sanieren
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Hohlen Ahorn sanieren
Hallo allerseits,
ich habe einen ca. 12-15 m hohen Ahorn am Haus stehen, welcher vermutlich 100 Jahre alt ist. Auf Aufnahmen aus den 50er Jahren ist der Schaden schon gut zu sehen: Er ist ein Zwiesel (Gabelung in ca. 3m Höhe) und genau zwischen den beiden großen Ästen klafft ein riesiges tiefes Loch! Wenn ich hineinleuchte, ist in 1m Tiefe Modder zu sehen, in den ich mit 'ner Eisenstange ohne Probleme einen weiteren Meter hineinstoßen kann. Die "Höhle" reicht auch oberhalb der Gabelung noch weit in die Äste und sogar Seitenäste hinein, und dort, wo kleinere Äste abgebrochen sind, befinden sich jetzt größere Löcher. Man kann dem Baum durchaus ansehen, daß er versucht, der fortschreitenden Fäulnis im Stamm etwas entgegenzusetzen. Er baut im geschädigten Bereich Holz an, dadurch wirkt er etwas knubbelig. Die Wände sind so ca. 8cm dick. Der Baum sieht trotz des großen Schadens noch sehr gut aus: Kaum dürre Äste in der Krone und insgesamt gut belaubt. Kein Pilz zu sehen, aber auch kein Abfluß für das ständig hineinlaufende Regenwasser. Es steht auch nicht im Stamm, somit gehe ich davon aus, daß die Fäulnis den Wurzelbereich bereits durchstoßen hat, konnte aber beim Freigraben bislang noch keine feuchte Stelle finden. Da die Gefahr besteht, daß der Baum durch eine kräftige Böe auseinanderbricht, habe ich die beiden Äste oberhalb von Verzweigungen mit einem LKW-Spanngurt miteinander verbunden und ganz leicht gespannt, denn ich will nicht, daß der Baum nun "denkt", er müsse kein Holz mehr anbauen, da der Schaden behoben sei. Die Äste sollen sich bis zu einem bestimmten Punkt bewegen können. Um die Rinde zu schützen, kommt jetzt noch ein Rindenschutzschlauch über den Spanngurt, der sich dann im Schlauch bewegen soll.
Ich habe vor, den Baum auszuräumen, d.h. den Modder und alles lose Material, was ich erreichen kann, herauszuholen und dann ein der Form angepaßtes Dach aus Kupferblech über dem Loch anzubringen, sodaß es nicht mehr reinregnen kann, aber genug Luftaustausch noch möglich ist. Von verschiedenen Landschaftsbauern kam der Rat, einen Abfluß weiter unten im Stamm zu schaffen. Das ist aber eine große Wunde, die Pilzbefall anlocken könnte, außerdem scheint das Wasser ja bereits irgendwo im Wurzelbereich einen Abfluß zu haben.
Mein Problem ist jetzt folgendes: Wie kriege ich den ganzen Modder raus? Mit einem Eisen die Wände auskratzen, alles zerkleinern und dann irgendwie herauslöffeln? Oder viel Wasser danach hineinleiten und den Kram mit einer Dickstoffpumpe absaugen? Hat hier jemand mit solch einer "Baustelle" Erfahrungen?
Der Baum selbst könnte ein Bergahorn sein, ist aber für sein Alter vielleicht doch nicht groß genug. Auch sind die Blätter eher klein, auch wenn sie so ausschauen wie von einem Bergahorn. Nun muß ich dazu sagen, daß ich ein altes Forstamtsgehöft habe mit ca. 25 verschiedenen Baumarten, somit könnte es theoretisch auch etwas Anderes sein. Ein Bild kommt noch.
ich habe einen ca. 12-15 m hohen Ahorn am Haus stehen, welcher vermutlich 100 Jahre alt ist. Auf Aufnahmen aus den 50er Jahren ist der Schaden schon gut zu sehen: Er ist ein Zwiesel (Gabelung in ca. 3m Höhe) und genau zwischen den beiden großen Ästen klafft ein riesiges tiefes Loch! Wenn ich hineinleuchte, ist in 1m Tiefe Modder zu sehen, in den ich mit 'ner Eisenstange ohne Probleme einen weiteren Meter hineinstoßen kann. Die "Höhle" reicht auch oberhalb der Gabelung noch weit in die Äste und sogar Seitenäste hinein, und dort, wo kleinere Äste abgebrochen sind, befinden sich jetzt größere Löcher. Man kann dem Baum durchaus ansehen, daß er versucht, der fortschreitenden Fäulnis im Stamm etwas entgegenzusetzen. Er baut im geschädigten Bereich Holz an, dadurch wirkt er etwas knubbelig. Die Wände sind so ca. 8cm dick. Der Baum sieht trotz des großen Schadens noch sehr gut aus: Kaum dürre Äste in der Krone und insgesamt gut belaubt. Kein Pilz zu sehen, aber auch kein Abfluß für das ständig hineinlaufende Regenwasser. Es steht auch nicht im Stamm, somit gehe ich davon aus, daß die Fäulnis den Wurzelbereich bereits durchstoßen hat, konnte aber beim Freigraben bislang noch keine feuchte Stelle finden. Da die Gefahr besteht, daß der Baum durch eine kräftige Böe auseinanderbricht, habe ich die beiden Äste oberhalb von Verzweigungen mit einem LKW-Spanngurt miteinander verbunden und ganz leicht gespannt, denn ich will nicht, daß der Baum nun "denkt", er müsse kein Holz mehr anbauen, da der Schaden behoben sei. Die Äste sollen sich bis zu einem bestimmten Punkt bewegen können. Um die Rinde zu schützen, kommt jetzt noch ein Rindenschutzschlauch über den Spanngurt, der sich dann im Schlauch bewegen soll.
Ich habe vor, den Baum auszuräumen, d.h. den Modder und alles lose Material, was ich erreichen kann, herauszuholen und dann ein der Form angepaßtes Dach aus Kupferblech über dem Loch anzubringen, sodaß es nicht mehr reinregnen kann, aber genug Luftaustausch noch möglich ist. Von verschiedenen Landschaftsbauern kam der Rat, einen Abfluß weiter unten im Stamm zu schaffen. Das ist aber eine große Wunde, die Pilzbefall anlocken könnte, außerdem scheint das Wasser ja bereits irgendwo im Wurzelbereich einen Abfluß zu haben.
Mein Problem ist jetzt folgendes: Wie kriege ich den ganzen Modder raus? Mit einem Eisen die Wände auskratzen, alles zerkleinern und dann irgendwie herauslöffeln? Oder viel Wasser danach hineinleiten und den Kram mit einer Dickstoffpumpe absaugen? Hat hier jemand mit solch einer "Baustelle" Erfahrungen?
Der Baum selbst könnte ein Bergahorn sein, ist aber für sein Alter vielleicht doch nicht groß genug. Auch sind die Blätter eher klein, auch wenn sie so ausschauen wie von einem Bergahorn. Nun muß ich dazu sagen, daß ich ein altes Forstamtsgehöft habe mit ca. 25 verschiedenen Baumarten, somit könnte es theoretisch auch etwas Anderes sein. Ein Bild kommt noch.
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Kiefernspezi
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- Registriert: 12 Jan 2009, 10:08
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Hallo,
zwei kleine unverbindliche Tipps:
1.) Baue eine richtige Kronensicherung ein, dynamisch versteht sich, die kostet zwar ein paar Scheine, ermöglicht dem Baum aber auch eine bessere Dynamik im Holzkörper und veranlasst weiteren Aufbau von Wund- und Kompensationsholz. Der Spanngurt ist schon zu starr, auch mit leichter Vorspannung.
2.) Nichts ausräumen, alles so lassen! Das wo das Wasser steht ist kein Sauerstoff und kann auch kein Pilz überleben. Räumst du den Baum aus, wird das eine Autobahn für den / andere Schadpilz(e), denn die brauchen Sauerstoff und eine leichte Feuchte.
Bild wäre im übrigen für uns alle ein Zugewinn an Information.
zwei kleine unverbindliche Tipps:
1.) Baue eine richtige Kronensicherung ein, dynamisch versteht sich, die kostet zwar ein paar Scheine, ermöglicht dem Baum aber auch eine bessere Dynamik im Holzkörper und veranlasst weiteren Aufbau von Wund- und Kompensationsholz. Der Spanngurt ist schon zu starr, auch mit leichter Vorspannung.
2.) Nichts ausräumen, alles so lassen! Das wo das Wasser steht ist kein Sauerstoff und kann auch kein Pilz überleben. Räumst du den Baum aus, wird das eine Autobahn für den / andere Schadpilz(e), denn die brauchen Sauerstoff und eine leichte Feuchte.
Bild wäre im übrigen für uns alle ein Zugewinn an Information.
Mahaleb hat geschrieben: 1.) Baue eine richtige Kronensicherung ein, dynamisch versteht sich, die kostet zwar ein paar Scheine, ermöglicht dem Baum aber auch eine bessere Dynamik im Holzkörper und veranlasst weiteren Aufbau von Wund- und Kompensationsholz. Der Spanngurt ist schon zu starr, auch mit leichter Vorspannung.
Was genau ist unter einer "richtigen Kronensicherung" zu verstehen? Offenbar nicht das, was mir verschiedene Garten-Landschaftsbauer angeraten haben: Eine starre Verschraubung mit Eisenstangen!
Mahaleb hat geschrieben:
2.) Nichts ausräumen, alles so lassen! Das wo das Wasser steht ist kein Sauerstoff und kann auch kein Pilz überleben. Räumst du den Baum aus, wird das eine Autobahn für den / andere Schadpilz(e), denn die brauchen Sauerstoff und eine leichte Feuchte.
Wie schon erwähnt, steht das Wasser nicht im Stamm, sondern scheint über eine bis in den Wurzelbereich reichende Fäulnis wegzusickern. Allerdings ist das Ausräumen auch nur teilweise möglich bei der Tiefe. Reinsteigen kann ich ja nicht....
Soll ich dann das Loch oben für Schnee, Wasser und Eis offenlassen oder zumindest ein Dach darüberspannen?
Mahaleb hat geschrieben:Bild wäre im übrigen für uns alle ein Zugewinn an Information.
Ja, ist in Arbeit!
Bei mir erscheint kein "Hochladen" Knopf.
Ich kann eine Datei auswählen, aber dann bleibt nur die Option "Attachment hinzufügen". Und wenn ich da draufklicke, soll ich scheinbar eine weitere Datei auswählen.
Wenn ich auf die "Hilfe /faq" klicke, kommen Tips zu Baumbestimmung....
Ich kann eine Datei auswählen, aber dann bleibt nur die Option "Attachment hinzufügen". Und wenn ich da draufklicke, soll ich scheinbar eine weitere Datei auswählen.
Wenn ich auf die "Hilfe /faq" klicke, kommen Tips zu Baumbestimmung....
Zuletzt geändert von Ginkgo*40 am 23 Sep 2012, 16:20, insgesamt 1-mal geändert.
Versuche es doch mal mit dem Absenden-Knopf darunter. Oder dem Vorschau-Knopf, um den Beitrag vorher noch mal zu überprüfen.Ginkgo*40 hat geschrieben:Bei mir erscheint kein "Hochladen" Knopf.![]()
Ich kann eine Datei auswählen, aber dann bleibt nur die Option "Attachment hinzufügen". Und wenn ich da draufklicke, soll ich scheinbar eine weitere Datei auswählen.
Grüße
Karola
Absenden will ich ja noch nicht, da ich mehrere Bilder gleichzeitig zeigen will. Auch müßte ich ja vor dem Absenden das Bild doch erstmal hochladen.Karola hat geschrieben:Versuche es doch mal mit dem Absenden-Knopf darunter. Oder dem Vorschau-Knopf, um den Beitrag vorher noch mal zu überprüfen.Ginkgo*40 hat geschrieben:Bei mir erscheint kein "Hochladen" Knopf.![]()
Ich kann eine Datei auswählen, aber dann bleibt nur die Option "Attachment hinzufügen". Und wenn ich da draufklicke, soll ich scheinbar eine weitere Datei auswählen.
Beim Vorschauknopf drücken ist auch nichts zu sehen...
Hallo,
hier gibt es einen Beitrag, wie Bilder eingestellt werden: viewtopic.php?t=8860
An einer anderen Stelle habe ich gelesen, dass hier bis zu 5 Anhänge erlaubt sind.
Grüße
Karola
hier gibt es einen Beitrag, wie Bilder eingestellt werden: viewtopic.php?t=8860
An einer anderen Stelle habe ich gelesen, dass hier bis zu 5 Anhänge erlaubt sind.
Grüße
Karola
Hallo,
ganz einfach:
AUSWÄHLEN (die Datei auf Deiner Festplatte suchen, das Bild sollte vorher auf 640 px für die längere Seite verkleinert werden und unter neuem Namen gespeichert, sonst ist die Urversion futsch). Bei nur einem Bild reicht das. Dann Vorschau oder Absenden.
Bei mehreren Bildern nach dem Auswählen
ATTACHMENT HINZUFÜGEN
Sobald das erfolgt ist, Vorgang wiederholen. AUSWÄHLEN ... ATTACHMENT HINZUFÜGEN.
Hinweis: Bei der Vorschau sind die Bilder in umgekehrter Reihenfolge zu sehen. Beim Post selbst erscheint das zuerst hochgeladene Bild auch als erstes.
Good luck!
Frank
ganz einfach:
AUSWÄHLEN (die Datei auf Deiner Festplatte suchen, das Bild sollte vorher auf 640 px für die längere Seite verkleinert werden und unter neuem Namen gespeichert, sonst ist die Urversion futsch). Bei nur einem Bild reicht das. Dann Vorschau oder Absenden.
Bei mehreren Bildern nach dem Auswählen
ATTACHMENT HINZUFÜGEN
Sobald das erfolgt ist, Vorgang wiederholen. AUSWÄHLEN ... ATTACHMENT HINZUFÜGEN.
Hinweis: Bei der Vorschau sind die Bilder in umgekehrter Reihenfolge zu sehen. Beim Post selbst erscheint das zuerst hochgeladene Bild auch als erstes.
Good luck!
Frank
Ginkgo*40 hat geschrieben: Was genau ist unter einer "richtigen Kronensicherung" zu verstehen? Offenbar nicht das, was mir verschiedene Garten-Landschaftsbauer angeraten haben: Eine starre Verschraubung mit Eisenstangen!Ich bin zwar "Laie", doch nach meiner Beobachtung ist der Baum so intelligent, daß er die Bruchgefahr spürt und man das auf keinen Fall unterbinden sollte. Die Sicherung ist für den Fall einer Böe gedacht, die die schwer verletzte Statik trotz Anbaumaßnahmen überfordern würde.
Eine verletzungsfreie Kronensicherung besteht heute aus einem speziell geflochtenem Hohltau, dass z.B. mit einer Schlaufe im Baum befestigt wird und durch seine Dehbarkeit den Baum noch schwingen lässt, ihn aber deutlich vor dem Erreichen des kritischen Punktes sanft abbremst und diese Energie abbaut.
Weil es viele Anbieter gibt und der Einbau an den richtigen Punkten erfolgen muss, lasse da einen Fachmann / eine Fachfrau ran. Die Kronensicherung ist im oberen Kronendrittel zu verbauen, die Bruchlast etc. muss dem zu sichernden Ast / Stämmlung entsprechend ausgelegt sein. Die können sich dann auch einmal das Loch anschauen, denn man muss schon erkennen, dass dort noch Reparaturversuche des Baumes laufen, also einen Wundrand und Wundgewebsbildung zu erkennen ist.
Neuer Versuch auch fehlgeschlagen! Dann schließlich habe ich ganz oben die unscheinbare Meldung entdeckt, das Bild dürfe nur 512 kB groß sein!
Jetzt kann ich alle 4 Bilder in Photoshop neu erstellen! Warum wird einem die maximale Größe nicht im Hochladefenster mitgeteilt??? Schrottige Forensoftware!
Heute habe ich nun leider keine Zeit mehr, alles nochmal zu machen.
Jetzt kann ich alle 4 Bilder in Photoshop neu erstellen! Warum wird einem die maximale Größe nicht im Hochladefenster mitgeteilt??? Schrottige Forensoftware!
Heute habe ich nun leider keine Zeit mehr, alles nochmal zu machen.
Tja... daran scheitert es hier natürlich. Wir sind hier weitab von Ballungszentren, wo es solche Spezialisten geben könnte. Alle hiesigen "Fachleute" haben gesagt: Entweder Baum weg und neuen pflanzen (billiger!) oder eben die genannte Eisenstangenlösung, die aber auch nichts Dauerhaftes wäre.Mahaleb hat geschrieben: Weil es viele Anbieter gibt und der Einbau an den richtigen Punkten erfolgen muss, lasse da einen Fachmann / eine Fachfrau ran.
Ein Problem ist natürlich auch, daß so ein hundertjähriger Bergahorn im Prinzip ja noch deutlich länger leben kann, wenn er nicht vorher auseinanderbricht. Und dadurch wird der Hebelarm, der an der Schadstelle ansetzt, immer noch größer. Nur: Ich lebe nicht mehr allzu lange und hoffe, daß ich den Baum so lange noch bewundern kann.
Da kann man aber schnell mit diesen Links Abhilfe leisten:
a.) arboa : www.arboa.com
b.) cobra: www.cobranet.de
c.) GEFA-Fabritz: www.gefa-fabritz.de
Die Abieter haben umfangreiche Informationen zum Einbau etc. parat.
Viel Erfolg und ein glückliches Händchen beim Einbau.
a.) arboa : www.arboa.com
b.) cobra: www.cobranet.de
c.) GEFA-Fabritz: www.gefa-fabritz.de
Die Abieter haben umfangreiche Informationen zum Einbau etc. parat.
Viel Erfolg und ein glückliches Händchen beim Einbau.
Vielen Dank für die Links.
Soweit ich sehen kann, werden da aber nur die verwendeten Materialien verkauft. Ich brauche auch einen versierten Fachmann, der die Versorgung ausführt!
Im Raum Hamburg scheint es einen zu geben (ca. 120km entfernt):
http://www.ascend-baumpflege.de/kronensicherung.htm
Soweit ich sehen kann, werden da aber nur die verwendeten Materialien verkauft. Ich brauche auch einen versierten Fachmann, der die Versorgung ausführt!
Im Raum Hamburg scheint es einen zu geben (ca. 120km entfernt):
http://www.ascend-baumpflege.de/kronensicherung.htm