Liebe Baumkundler,
jetzt habe ich schon wieder so eine "Laien-Anfrage":
Letzte Wochen wurde meine ca. 20 Jahre alte Blutpflaume beschnitten. So etwas ist ihr wohl noch nie passiert... Sie war nun schon ca. 7 Meter hoch und ziemlich kopflastig, da hatte ich die Befürchtung, sie könnte umkippen oder abbrechen. Das Foto zeigt einen Querschnitt durch den Stamm. In der Mitte gibt es eine helle Verfärbung. Das Holz ist aber genauso fest wie das normal gefärbte, allerhöchstens in der Mitte etwas faserig.
Trotzdem scheint das ja ein Schaden zu sein. Ich wüsste gern, worum es sich handelt, vielleicht Alter oder geänderte Grundwasserverhältnisse, Nährstoffmangel, Wühlmäuse, ein Pilz? Warum aus der Mitte heraus? Da sollten doch die ältesten Schichten liegen. Wie lange braucht so etwas zur Entstehung? Der schadhafte Anteil am Querschnitt war übrigens im oberen Bereich größer als unten.
Über eine gute Idee würde ich mich freuen.
Viele liebe Grüße
Rotkäppchen
kranke Blutpflaume
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Rotkäppchen
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kranke Blutpflaume
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- 24.10.2010klein.jpg (85.42 KiB) 2673 mal betrachtet
Hallo Rotkäppchen,
ich halte das für einen Pilz.
Das alte Holz (Kernholz) wird vom Baum durch Einlagerung von phenolischen Stoffen zwar "konserviert", das ist aber je nach Art sehr unterschiedlich effektiv. Deshalb können je nach Art unterschiedliche schnell im ältesten Holz dann doch holzzersetzende Pilze anfangen sich auszubreiten.
(Der Extremfall sind z.B. Weiden, die einen komplett hohlen Stamm besitzen können.)
Gruß, Stefan
ich halte das für einen Pilz.
Das alte Holz (Kernholz) wird vom Baum durch Einlagerung von phenolischen Stoffen zwar "konserviert", das ist aber je nach Art sehr unterschiedlich effektiv. Deshalb können je nach Art unterschiedliche schnell im ältesten Holz dann doch holzzersetzende Pilze anfangen sich auszubreiten.
(Der Extremfall sind z.B. Weiden, die einen komplett hohlen Stamm besitzen können.)
Gruß, Stefan
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten
(Rabindranath Tagore)
https://baum-des-tages.blogspot.de/
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Rotkäppchen
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Pilz
Hallo Stefan,
gibt es solche Pilze, die nur im Stamm auftreten oder bilden die auch noch Fruchtkörper nach außen aus? Ich frage deshalb, weil ich am gleichen Baum an einem anderen Ast vor ca. 3 Jahren bereits so etwas gelbliches vorhangartiges pilziges wachsen hatte. Leider habe ich kein Bild gemacht. Ich habe es gleich abgesägt und auch nie wieder so etwas gesehen. Könnte es der gleiche Pilz in einem anderen Stadium wieder sein? Wie ansteckend ist das für die Nachbarbäume/ -büsche und vor allem die größere Eiche? Oder zeigt der Befall nur die Überalterung der Blutpflaume an?
Ich bin jedenfalls froh, dass der Baum gekürzt ist und niemandem mehr auf den Kopf fallen kann...
Viele Grüße und vielen Dank
Rotkäppchen
gibt es solche Pilze, die nur im Stamm auftreten oder bilden die auch noch Fruchtkörper nach außen aus? Ich frage deshalb, weil ich am gleichen Baum an einem anderen Ast vor ca. 3 Jahren bereits so etwas gelbliches vorhangartiges pilziges wachsen hatte. Leider habe ich kein Bild gemacht. Ich habe es gleich abgesägt und auch nie wieder so etwas gesehen. Könnte es der gleiche Pilz in einem anderen Stadium wieder sein? Wie ansteckend ist das für die Nachbarbäume/ -büsche und vor allem die größere Eiche? Oder zeigt der Befall nur die Überalterung der Blutpflaume an?
Ich bin jedenfalls froh, dass der Baum gekürzt ist und niemandem mehr auf den Kopf fallen kann...
Viele Grüße und vielen Dank
Rotkäppchen
Hallo,
schau mal hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Pflaumen-Feuerschwamm
Ist nichts ungewöhnliches an alten Kirschpflaumen und Mirabellen.
Krone entlasten hilft den Baum noch ein paar Jahre zu erhalten. Sollte aber vom Fachmann bzw. einer Fachfrau erfolgen.
schau mal hier nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Pflaumen-Feuerschwamm
Ist nichts ungewöhnliches an alten Kirschpflaumen und Mirabellen.
Krone entlasten hilft den Baum noch ein paar Jahre zu erhalten. Sollte aber vom Fachmann bzw. einer Fachfrau erfolgen.
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Rotkäppchen
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